Alfred der Große war 871 bis 886 König von Wessex und danach bis 899 König der Angelsachsen. Er entstammte dem Haus Wessex.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred war der Sohn von König Aethelwulf von Wessex und Osburga. Er hatte vier ältere Brüder, die alle vor ihm König von Wessex wurden.

Alfred hatte gegen 868 Ealhswith von Gaini geheiratet, die Tochter eines mercischen Adligen, die aus der königlichen Linie von Mercia stammte. Diese Ehe war zu einer Zeit geschlossen worden, als Alfred vermutlich nicht geglaubt hatte, jemals König zu werden, doch sie gab seinen Söhnen sowohl das königliche Blut von Wessex als auch von Mercia.

Die bekanntesten seiner Kinder sind Edward der Ältere, später König der Angelsachsen, und Aethelflaed, Lady von Mercia. Durch seine Tochter Aelfthryth war er der Vorfahre von Matilda von Flandern, die Ehefrau von Wilhelm I der Eroberer.

Es ist möglich, aber nicht gesichert, dass er einen unehelichen Sohn namens Osferth hatte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Alfred der wohl bekannteste der westsächsischen Könige ist, besteht das meiste, was man heute über ihn weiß, aus Mythen, die von späteren Schreibern kreiert wurden, um das Bild dieses Mannes zu verstärken, der ganz allein die Dänen aufhielt und England in eine Zeit des Wohlstands führte. In diesem Sinne hat er einiges gemeinsam mit König Artus.

Alfred war ein gebildeter Mann und unternahm viel, um Geschichte und Geschichtsschreibung in seiner Zeit zu fördern, außerdem war er verantwortlich für den Beginn der Aufzeichnung der Angelsächsischen Chronik. Dennoch darf man nicht alles glauben, was über ihn geschrieben wurde. Dies beinhaltet auch die Biographie des Bischofs Asser über ihn, die einige Historiker für eine Fälschung halten und die sicherlich auch viele Fehler enthält.

Entgegen des Bildes, das man heute von ihm hat, war er eine Art Hypochonder, der von mysteriösen Krankheiten niedergestreckt wurde, und litt lange Zeit an Hämorrhoiden.

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred war der fünfte Sohn von Aethelwulf von Wessex. Seine Mutter war Osburga, allerdings glauben einige Historiker, es könnte eine zweite, unbekannte Mutter gegeben haben. Es klafft eine Lücke von mehreren Jahren zwischen Alfreds drei ältesten Brüdern und ihm und seinem vierten Bruder Aethelred. Andere Historiker vermuten, dass Osburga nicht die erste Frau Aethelwulfs war, sondern seine zweite und es eine unbekannte erste Königin gegeben haben könnte. Eine weitere Theorie ist, dass Alfred älter war, als man bisher angenommen hat, worauf auch seine schlechte Gesundheit in seinen letzten Jahren beruhen könnte. Einige Historiker vermuten, dass er an der Crohn-Krankheit litt. [1]

Über seine Kindheit ist nur wenig bekannt. Er war der jüngste von fünf Söhnen und es war sehr unwahrscheinlich, dass er jemals König werden würde. Nicht einmal sein Geburtsort ist bekannt, wobei Asser behauptet, es wäre in Wantage gewesen, was allgemein akzeptiert wird. Manche Historiker halten Wimborne für wahrscheinlicher.

Asser berichtet weiterhin, dass Alfred allein nach Rom geschickt wurde, wo Papst Leo IV ihn zum zukünftigen König salbte. [2] Auch dies halten Historiker für unwahrscheinlich. Vermutlich begleitete er gemeinsam mit seinem Bruder Aethelred seinen Vater Aethelwulf auf dessen Pilgerreise nach Rom, wo er gemeinsam mit Aethelred vom Papst gesegnet wurde. Dass Asser dies unterschlug lässt sich dadurch erklären, dass er Alfred schon früh eine besondere Bedeutung zuschreiben wollte, um seine späteren Erfolge noch mehr zu erhöhen.

Alfred verbrachte vermutlich einige Zeit am Hof Karls des Kahlen, König der Franken. [3] Er war fasziniert von der fränkischen Welt und dem Hof der Nachfahren von Karl dem Großen. Später modellierte er seinen eigenen Hof nach diesem Vorbild und auch seine Leidenschaft für die Gelehrsamkeit kommt vermutlich daher. Außerdem wurde Alfred vermutlich für die Kirche erzogen, denn sein Vater war äußerst religiös.

Eine bekannte Geschichte über Alfred, die dessen Gelehrsamkeit und Wissenshunger unterstützt, ist die über das Gesangbuch. Alfreds Mutter Osburga stellte ihren Söhnen die Aufgabe, den Inhalt eines Gesangbuches auswendig zu lernen. Wer die Aufgabe am besten erfüllte, sollte es geschenkt bekommen. Natürlich gewann Alfred diese Aufgabe. [4]

Herrschaft seiner Brüder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfreds Name erscheint bereits 861 auf verschiedenen Urkunden, doch erst 865 gibt es mehr Informationen für ihn. Er zog mit seinem Bruder Aethelred I von Wessex in die Schlacht gegen die Dänen, die seit Jahrzehnten England verwüsteten, doch es wird von keinen großartigen Leistungen im Kampf berichtet. Obwohl Statuen ihn als großen Krieger zeigen, ist es wahrscheinlicher, dass er nicht besonders stark war, aber mutig und eher für seinen Intellekt geschätzt wurde als für seinen kriegerischen Charakter. [5]

Ansonsten wird Alfred während der kurzen Herrschaft seiner Brüder nicht erwähnt. Die Angelsächsische Chronik berichtet über den Vorstoß des Großen Heidnischen Heeres bis 865, wo Alfred etwa 16 Jahre alt gewesen sein dürfte. Zu dieser Zeit war sein zwei Jahre älterer Bruder Aethelred König von Wessex und laut Asser trug Alfred den Titel secundarius, was möglicherweise dafür sorgen sollte, Streitigkeiten im Witan zu verhindern, falls Aethelred im Kampf fallen sollte, und Alfred die Thronfolge zu sichern. Historiker vermuten, dass Aethelwulf dafür in seinem Testament Vorsorge getragen hatte.

868 kämpften Alfred und Aethelred gegen das Große Heidnische Heer unter der Führung von Ivar dem Knochenlosen. [2] Ende 870 waren die Dänen bis Wessex vorgestoßen und es gab neun Schlachten im folgenden Jahr, die nicht immer zugunsten von Wessex ausgingen.

In der Schlacht von Merton erhielt Athelred große Verletzungen, an denen er schließlich im April verstarb. Er hatte zwei minderjährige Söhne, doch Alfred wurde zu seinem Nachfolger erklärt. Es hatte schon einige Zeit zuvor eine Übereinkunft zwischen Alfred und Aethelred gegeben, dass derjenige von ihnen, der länger lebte, das gesamte Reich erben würde. Anscheinend gab es hierzu auch eine Klausel im Testament von König Aethelwulf. Bedenkt man die Bedrohung durch die Wikinger zu dieser Zeit, sah sich Alfred vermutlich keinen rivalisierenden Thronanwärtern gegenüber. [3]

König von Wessex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred hatte seine Fähigkeiten in der Schlacht bereits unter Beweis gestellt, besonders in der Schlacht von Ashdown, doch es blieb keine Zeit für Feierlichkeiten. Es gibt nicht einmal einen Bericht seiner Krönung, obwohl behauptet wird, dass er in Kingston upon Thames gekrönt wurde. Innerhalb eines Monats nach seiner Thronbesteigung befand er sich bereits wieder im Kampf mit den Dänen bei Wilton. [6] Die Dänen konnten die Schlacht mit einem vorgeblichen Rückzug für sich entscheiden. Es folgten weitere Schlachten, in denen beide Parteien immer wieder gewannen und Ende des Jahres erkaufte sich Alfred einen Frieden mit den Dänen zu Bedingungen, die nicht bekannt sind. Diese siedelten sich nördlich der Themse an und erkauften sich ebenfalls einen Frieden mit Mercia. [3] Damit hatte Alfred Zeit, seine Armee erneut zu sammeln und zu verstärken. Er begann außerdem, eine Flotte aufzustellen, um die Dänen dort zu schlagen, wo sie bisher unbesiegbar gewesen waren.

In den folgenden fünf Jahren eroberten die Wikinger weitere Teile von England und 876 kam eine neue Generation dänischer Anführer nach England, von denen der bekannteste Guthrum I ist. Die Dänen griffen Wareham in Dorset an und Alfred versuchte sie einzuschließen, konnte Wareham aber nicht zurückerobern. Er handelte einen Frieden aus mit dem Austausch von Geiseln und verschiedenen Eiden, doch die Dänen brachen ihr Wort, töteten die Geiseln und zogen in der Nacht nach Exeter in Devon ab. [2]

Aus dieser Zeit stammt eine Legende über die Anfangszeit der Flucht. Eine Bäuerin soll ihm Obdach gewährt haben und bat ihn darum, die Kuchen zu bewachen, die sie am Feuer gelassen hatte, da sie nicht wusste, wer er war. [7] Doch Alfred war so beschäftigt mit den Problemen seines Königreiches, dass er sie anbrennen ließ und dafür von der Frau bei ihrer Rückkehr ausgeschimpft wurde. Es gibt keine Quellen für diese Legende, aber einige Historiker vermuten, dass sie mündlich erzählt worden sein könnte und erst hundert Jahre nach Alfreds Tod aufgezeichnet wurde.

Alfred blockierte die Schiffe it seiner eigenen Flotte und erhielt einen Vorteil dadurch, dass die Schiffe der Dänen durch einen Sturm zerstreut wurden. Damit waren die Wikinger gezwungen, sich zu ergeben und zogen nach Mercia ab. Im Januar 878 kam es zu einem Blitzangriff auf Chippenham, wo Alfred Weihnachten verbracht hatte. Einem Bericht zufolge wurden die meisten menschen getötet, doch er und eine kleine Gruppe konnten durch die Marschen von Somerset fliehen, wo er nach Ostern von der Festung Athelney aus weiter kämpfte. [2] Alfred begann den Widerstand von Athelney aus aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle angelsächsischen Reiche unter die Kontrolle der Wikinger geraten und nur noch Wessex leistete Widerstand. [7]

Anfang Mai 878 ritt Alfred zu Egbert's Stone im Osten von Selwood, wo sich ihm seine Truppen anschlossen. [2] Alfreds Auftauchen aus seinem Versteck in den Marschen war Teil eines sorgfältig geformten Plans, um die Männer der Fyrd und der Shires zusammen zu rufen. Das bedeutete nicht nur, dass der König sich die Loyalität der Ealdormen, Reeves und Thegns gesichert hatte, sondern auch, dass es ihnen gelungen war, in dieser Zeit ihre Autorität zu behalten, um die Männer in den Krieg zu rufen. Historiker vermuten, dass er ein System von Boten und Spähern geformt hatte.

Es kam zu einem entscheidenden Sieg in der danach folgenden Schlacht von Edington, wonach er die Dänen bis zu ihrer Festung in Chippenham verfolgte und belagerte, bis sie sich ergaben. Es kam zum Vertrag von Wedmore, dessen Bedingungen erforderten, dass Guthrum I sich taufen ließ und zum Christentum übertrat. Drei Wochen später wurde Guthrum getauft, mit Alfred als Paten. [6] Der Vertrat selbst wurde erst mehrere Jahre später unterzeichnet und forderte von Guthrum, Wessex zu verlassen und nach East Anglia zurück zu kehren. 879 verließ die Wikingerarmee Chippenham und zog nach Cirencester. Später wurde der Vertrag von Alfred und Guthrum geschlossen, möglicherweise 879 oder 880, als Ceolwulf II von Mercia abgesetzt worden war. [3] Dieser Vertrag teilte Mercia auf mit den Flüssen Themse, Lea und Ouse sowie der Watling Street als Grenze. [8] Dies bedeutete, dass Alfred den Westen von Mercia erhielt und Guthrum den Osten. Weiterhin behielt Alfred die Kontrolle über London.

825 hatten sich Essex, Sussex, Surrey und Kent Alfreds Großvater Egbert unterworfen und danach formell immer zu Wessex gehört, doch es scheint, dass mit der Bildung des Danelag ein Teil von Essex den Dänen gehörte, wenn auch nicht klar ist, wie viel davon. [9]

2015 fand man einen Hort von Goldmünzen, von dem Forscher glauben, dass er aus der Zeit stammte, als Alfred Wessex regierte, und Ceolwulf II Mercia. Die Münzen zeigen die Gesichter beider Könige, was auf eine Allianz der Reiche schließen lies, die den Historikern bis dahin unbekannt war. [10] Gareth Williams vom British Museum sagte "diese Münzen ermöglichen es uns, unsere Geschichte neu zu interpretieren an einem Schlüsselmoment während der Erschaffung von England als einziges Königreich." Autoren des The Guardian führten die Vermutungen über die Bedeutung dieser Münzen weiter aus: die Abbildung beider Könige zeigt, dass es diese Allianz tatsächlich gab, doch die Tatsache, dass nur sehr wenige dieser Münzen vorhanden sind lässt vermuten, dass Alfred seinen Verbündeten recht schnell wieder fallen ließ. [11]

880er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den folgenden acht Jahren zwischen 878 und 885 gab es eine Zeit des Friedens in Wessex. Durch den Friedensschluss mit Guthrum war dieser als Bedrohung ausgeschaltet worden. Weiterhin segelte die dänische Armee im Jahr 879 über den Englischen Kanal und begann, den Kontinent zu verwüsten.

Alfred wurde jetzt von allen Sachsen in England als ihr Herrscher angesehen, [12] doch er war nie König von ganz England, da die Dänen noch immer einen großen Teil im Norden und Osten besetzt hatten. In dieser Zeit erneuerte Alfred die Verwaltung, die Befestigungen und das Rechtssystem der Sachsen. Er schuf eine Reihe von Festungen um sein Reich - sogenannte Boroughs - und befestigte London viel stärker als zuvor. Er schuf Lehranstalten im Süden Englands und führte seinen eigenen Gesetzeskodex ein, eine Erweiterung der Gesetze von Ine. Dieser wurde ausgeführt von einer Reihe von Reeves und Richtern und Alfred überwachte ihre Handlungen mit einer Reihe von Besuchen. Dies zwang die örtlichen Verwalter, lesen zu lernen und sicher zu stellen, dass die Bücher ordentlich geführt wurden. Alfred schuf außerdem ein Gesetz, dass alle Söhne freier Männer lesen und schreiben lernen sollten, zunächst in Englisch und für jene, die für höhere Ämter vorgesehen waren, in Latein.

Abgesehen von einigen Scharmützeln mit den Dänen hielt der Frieden bis 893 an, als ein weiterer Krieg mit den Dänen von East Anglia ausbrach, der bis 897 anhielt. Die Dänen verwüsteten Mercia bis hinein nach Wales, konnten die Befestigungen von Wessex aber nicht erobern. Alfred strukturierte die Flotte um, wofür er als Vater der englischen Seefahrt in Erinnerung geblieben ist. Seine Stärke ließ die dänische Armee schließlich aufgeben und sich zerstreuen. Obwohl sie immer wieder zurückkehren würden, hatte Alfred ein Reich geschaffen, das in den nächsten Jahren unzerstörbar bleiben würde.

889 starb schließlich Guthrum I und das darauf folgende Machtvakuum änderte die politische Landschaft für Alfred. Neue machthungrige Anführer versuchten, Guthrums Platz einzunehmen und der Frieden für Alfred und Wessex war beendet.

890er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 892/3 griffen die Dänen erneut an, da ihre Position auf dem Kontinent zu schwierig geworden war. Sie brachten ihre Frauen und Kinder mit und versuchten England in zwei Gruppen zu erobern und zu kolonialisieren. Alfred nahm eine Position ein, von der aus er beide im Auge behalten konnte.

Unter der Führung von Hastein hatte sich eine Gruppe in Kent festgesetzt und Alfred befand sich in Verhandlungen mit ihnen, als die zweite Gruppe nach Nordwesten zu ziehen begann. Alfreds Sohn Edward der Ältere konnte sie bei Farnham besiegen und die Dänen zogen zur Insel Thorney, wo man sie belagerte und zwang, Geiseln zu stellen und Wessex zu verlassen. Sie zogen nach Essex und erlitten dort eine weitere Niederlage bevor sie sich Hastein anschlossen. [13]

Edward wurde in Thorney belagert und Alfred befand sich gerade auf dem Feldzug, ihm zu Hilfe zu eilen, als er von einer Belagerung von Exeter zu hören, die er sofort auflösen wollte. Hasteins Truppen begannen ins Themse-Tal zu marschieren, möglicherweise um ihren Freunden im Westen beizustehen. Dort trafen sie auf eine große Streitmacht aus Ealdormen von Mercia, Wiltshire und Somerset und waren gezwungen, nach Nordwesten abzuziehen, wo sie schließlich bei Buttington überwältigt und belagert wurden. Versuche, die englischen Linien zu durchbrechen, schlugen fehl und diejenigen, die entkommen konnten, flohen nach Shoebury. Nachdem sich die dänischen Truppen wieder gesammelt hatten, zogen sie in Eilmärschen durch England und eroberten die römische Festung von Chester. Die Engländer entschlossen sich, keine Winter-Belagerung zu unternehmen, sondern nur alle umliegenden Versorgungsgüter zu zerstören.

Anfang 894/5 zwang der Nahrungsmangel die Dänen, sich erneut nach Essex zurück zu ziehen. Ende des Jahres zogen sie mit ihren Schiffen die Themse und die Lea hinauf und lagerten 32 km nördlich von London. Ein Frontalangriff auf die dänischen Linien schlug fehl, doch später im gleichen Jahr unternahm Alfred Anstrengungen, den dänischen Rückzug zu verhindern. Als den Dänen klar wurde, dass man sie ausmanövriert hatte, zogen sie nach Nordwesten ab und überwinterten nahe Bridgnorth und gaben schließlich im folgenden Jahr den Kampf auf. Einige zogen sich nach Northumbria zurück, andere nach East Anglia. Diejenigen, die keine Bindungen an England hatten, kehrten auf den Kontinent zurück.

Tod und Begräbnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred starb am 26. Oktober 899, die Todesursache ist unbekannt. Er litt sein ganzes Leben lang an verschiedenen schmerzhaften Krankheiten, die sein Biograph Asser beschrieben hat. Moderne Ärzte vermuten, dass er möglicherweise die Crohn-Krankheit hatte oder an Hämorrhoiden litt. Sein Enkel Eadred von England scheint an einer ähnlichen Krankheit gelitten zu haben. [14]

Man begrub Alfred zunächst im Old Minster in Winchester, doch vier Jahre später wurde sein Körper ins New Minster überführt. Bei der Auflösung der Klöster 1539 unter Heinrich VIII ging sein Grab schließlich verloren. 1788 wurde es durch Zufall bei der Rekonstruktion eines Gefängnisses wiederentdeckt, doch die Särge wurden zerstört und die Knochen zerstreut. 1866 behauptete der Amateur-Antiquar John Mellor, einige der Knochen wiederentdeckt zu haben, die von einem Vikar in einem unbenannten Graf in der St. Bartholomew's Church erneut beigesetzt wurden.

Im März 2013 ließ die Diözese diese Knochen erneut ausgraben und sicher aufbewahren, ohne jedoch zu behaupten oder zu bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um die Knochen von Alfred gehandelt haben könnte. Spätere Untersuchungen zeigten, dass es sich um Knochen aus dem 13. Jh. handelte, die damit nicht zu Alfred gehören konnten. Im Januar 2014 wurde schließlich ein Knochenfragment, das 1999 bei einer Ausgrabung gefunden worden war, auf die korrekte Periode datiert und Historiker vermuten, dass der Knochen möglicherweise Alfred oder seinem Sohn Edward der Ältere gehört haben könnte, doch dies bleibt unbewiesen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ealhmund (Kent 762-764) ⚭ | NN; ⚭ || NN
    1. | ♔ Egbert (802-839) ⚭ Redburga von Franken
      1. Aethelwulf ⚭ | Osburga; ⚭ || Judith von Flandern
        1. | Aethelstan (ca. 820-851)
        2. | Aethelswith (✝ 888) ⚭ ♔ Burgred von Mercia
        3. | ♔ Aethelbald (ca. 835-860) ⚭ Judith von Flandern
        4. | ♔ Aethelberht (839-865)
        5. | ♔ Aethelred I (848-871) ⚭ Wulfthryth
          1. Aethelhelm (fl. 880er)
          2. Aethelwold (✝ 903)
        6. | ♔ Alfred der Große (849-899) ⚭ Ealhswith von Gaini
          1. AethelflaedAethelred, Ealdorman von Mercia
          2. Edward der Ältere (899-924) ⚭ | Ecgwynn; ⚭ || Aelfflaed, Tochter von Aethelhelm; ⚭ ||| Eadgifu von Kent
          3. ⛪ Aethelgifu von Shaftesbury
          4. Aethelweard
          5. Aelfthryth ⚭ Balduin II, Markgraf von Flandern
      2. Edith of PolesworthSitric Caech
    2. || Aethelburg von Wilton ⚭ Wulfstan, Ealdorman von Wiltshire

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Craig, G. (May 1991). "Alfred the Great: a diagnosis". Journal of the Royal Society of Medicine
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Giles, J. A.; Ingram, James eds. (1996). The Anglo-Saxon Chronicle
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Abels, Richard - (1998). Alfred the Great: War, Kingship and Culture in Anglo-Saxon England.
  4. Asser (866). "Florentius Wigorniensis 23". Asserius de Rebus Gestis Aelfredib
  5. Cornwell, Bernard (2009). Das Brennende Land. - "The Post-Mortem Adventures Of Alfred The Great". The Church Monuments Society
  6. 6,0 6,1 Plummer, Charles (1911). "Alfred the Great". In Chisholm, Hugh (ed.). Encyclopædia Britannica.
  7. 7,0 7,1 Savage, Anne (1988). Anglo-Saxon Chronicles
  8. Attenborough, F. L., ed. (1922). The laws of the earliest English kings
  9. Smyth, Alfred P., (1995). King Alfred the Great
  10. "Millions of Dollars of Viking Treasure that Could Rewrite History Stolen, Metal Detectorists Convicted". Newsweek. 22 November 2019. Retrieved 24 November 2019.
  11. Morris, Steven (21 November 2019). "Detectorists hid find that rewrites Anglo-Saxon history". the Guardian.
  12. Pratt, David (2007). The political thought of King Alfred the Great. Cambridge Studies in Medieval Life and Thought: Fourth Series
  13. Keynes, Simon; Lapidge, Michael, (1983). Alfred the Great, Asser's Life of King Alfred and other contemporary sources
  14. William of Malmesbury, (1904). Giles, J. A. (ed.). Chronicle of the Kings of England
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