Alypius von Antiochia war ein Geograph und Vicarius [1] im Römischen Britannien, vermutlich Ende der 350er Jahre n. Chr. Er war der Nachfolger von Flavius Martinus nach dessen Selbstmord.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alypius stammte aus Antiochia, diente unter Constantius II und wurde von diesem vermutlich zum Vicarius ernannt, um während einer Zeit des Misstrauens, ausgelöst durch die brutalen Handlungen von Paulus Catena, sicher zu stellen, dass niemand mit westlichen Verbindungen in Britannien diente. Vermutlich musste er sich mit den durch den Usurpator Carausius II ausgelösten Unruhen befassen. [2] [3]

Nach seinem Dienst in Britannien wurde er von Kaiser Julian dem Apostat eingesetzt, um den Wiederaufbau des Tempels von Jerusalem zu beaufsichtigen, wodurch der Kaiser die Christianisierung des Römischen Reiches aufhalten und den alten Glauben wieder einführen wollte.

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Der Rang des Vikarius kam im 3. Jh. n. Chr. auf. Ein Vikarius war ein Stellvertreter, beispielsweise für Statthalter von Senatorenrang oder von Prätorianerpräfekten. Sie standen einer Diözese (Verwaltungseinheit) vor und übten dort die Gerichtsbarkeit aus.
  2. Ammianus Marcellinus, Res Gestae
  3. Salway, Peter - Roman Britain, 1986
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