Bran Hen - Bran der Alte - war ein Häuptling der Votadini und regierte um 500 n. Chr.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brans Name erscheint im Bonedd Gwyr y Gogledd und es ist wahrscheinlich, dass er das Gebiet der Votadini bald nach Leudonus regierte. Sein Spitzname lässt vermuten, dass er entweder ein alter Mann war, als er Häuptling wurde, oder aber länger als viele andere in diesen unruhigen Zeiten regierte. Sollte letzteres zutreffen, so könnte man vermuten, dass er zu einer Übereinkunft mit den Angeln kam, die sich inzwischen an der Ostküste ansiedelten und seine Herrschaftszeit könnte deshalb von einem längeren Frieden geprägt gewesen sein.

Da seine Herrschaftszeit mit der des legendären Artus übereinstimmt, könnte er einen Anteil gehabt haben an dieser Zeit des Wohlstands. Sein Nachfolger war entweder sein Bruder Cyngar ap Dyfnwal oder sein Neffe Morcant Bulc.

Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bran war angeblich der Sohn von König Dyfnwal Moelmud. Obwohl keine gesicherten Informationen über seine Herrschaft bekannt sind, könnten einige davon Einfluss gehabt haben auf die Geschichte von Belinus und Brennius, die von Geoffrey of Monmouth in seiner Historia Regum Britanniae erzählt wird. Diese Geschichte ist eine Mischung verschiedener Anekdoten über verschiedene Männer gleichen Namens, die aus Versehen oder absichtlich zu einem einzelnen Charakter verschmolzen wurden.

Gegen 450 v. Chr. ist Brennius der Sohn von Dyfnwal Moelmud und König von Northumberland (beschrieben als das Land nördlich des Flusses Humber bis nach Caithness). Die beiden Brüder, die der Hauptbestandteil der Geschichte sind, können eindeutig als die Götter Beli und Bran aus der keltischen Mythologie identifiziert werden. Obwohl der Kampf zwischen Brüdern ein beliebtes Thema in der Mythologie ist, könnten tatsächliche Ereignisse aus dem Leben von Bran Hen diese Geschichte beeinflusst haben.

Nach dem Tod ihres Vaters erben Belinus und Brennius das Königreich Britannien. Es gab einigen Streit über die Teilung des Landes, doch schließlich einigten sie sich darauf, dass Brennius die Länder nördlich des Humber erhalten würde und Belinus den Rest. Brennius reiste nach Norwegen, um dort die Tochter des Königs zu heiraten, und Belinus fiel in sein Königreich ein. Brennius versuchte, zurückzukehren, verlor jedoch durch mehrere Unglücksfälle sowohl seine Armee als auch seine Ehefrau. Er landete schließlich in Burgund, wo er die Tochter des dortigen Königs heiratete und das Reich erbte. Er kehrte mit einer riesigen Armee nach Britannien zurück, wo seine Mutter ihn mit seinem Bruder versöhnte.

Die Geschichte führt weiter zur Eroberung von Rom, was auf dem gallischen Anführer Brennus basiert. Chrétien de Troyes bringt Bran wieder in die Zeit, in der er tatsächlich gelebt hat, indem er die Könige Belin und Brien in die Artussage einfügt; sie erscheinen in der Geschichte Erec und Enide. Weiterhin erscheint er auch als der böse Ritter Sir Brian of the Isle, der um diese Zeit von Sir Lancelot aus seinem northumbrischen Königreich verbannt wurde.

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Coel Hen
    1. ♔ Garbanion ap Coel
      1. ♔ Dyfnwal Moelmud
        1. ♔ Cyngar ap Dyfnwal
          1. ♔ Morcant Bulc
            1. Coledog ap Morgan
              1. Morgan ap Coledog
        2. Bran Hen ap Dyfnwal
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