Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Die Britonen, auch bekannt als keltische Briten oder antike Briten, waren ein keltisches Volk, das Großbritannien von der britischen Eisenzeit bis zum Mittelalter bewohnte.

Geschichte[]

Der früheste bekannte Hinweis auf die Bewohner Britanniens stammt aus einem Bericht aus dem 4. Jh. v. Chr. von Pytheas, einem griechischen Geographen, der zwischen 330 und 320 v. Chr. eine Umrundung der Insel vornahm. Obwohl keine seiner eigenen Schriften überlebt haben, bezogen sich viele antike Autoren des Römischen Imperiums auf ihn. Pytheas nannte die Inseln Hai Brettaniai, was mit "Britannische Inseln" übersetzt werden kann, und bezeichnete die Bevölkerung als Priteni, Pritani oder Pretani. Seine Beschreibung umfasste Großbritanniens Hauptinsel und Irland, letzteres bezeichnet als Ierne - Insula Sacra oder Heilige Insel. Die Hauptinsel bezeichnete er als Insula Albinorum, Insel der Albionen. Der Begriff Pritani stammte vermutlich von den Galliern, die ihn möglicherweise als Bezeichnung für die Inselbewohner benutzten.

Die Angelsächsische Chronik, die etwa um 890 auf Anordnung von König Alfred der Große geschrieben wurde und Mitte des 12. Jh. beendet wurde, beginnt mit dem Satz: "Die Insel Britannien ist 800 Meilen lang und 200 Meilen breit, und es gibt auf dieser Insel fünf Nationen: Englisch, Walisisch (oder Britisch, inklusive der Kornischen), Schottisch, Piktisch und Lateinisch. Die ersten Bewohner waren die Britonen, die aus Armenia [1] kamen, und zuerst Britannien von Süden besiedelten."

Nach der Römischen Eroberung von Britannien 43 n. Chr. war der lateinische Name für die Bevölkerung Britanni oder Brittanni.

1884 entwickelte der Keltenforscher Rhys das walisische Wort Brython als einen Begriff, der sich unzweifelhaft auf die keltisch sprechende Bevölkerung Britanniens bezog. Das Adjektiv Britonisch bezieht sich auf die daraus entstandene Sprachengruppe.

Territorium[]

Während ihrer gesamten Existenz bestand das von den Britonen bewohnte Gebiet aus einer Reihe sich immer wieder verändernder Gebiete, die von den britonischen Stämmen kontrolliert wurden. Sein Ausmaß vor und während der Römischen Besetzung ist unbekannt, man geht jedoch üblicherweise davon aus, dass es die Insel Großbritannien umfasste, mindestens von der Forth-Clyde-Linie [2], falls man die Pikten zu dieser Gruppe hinzu zählt sogar die gesamte Insel. Von der Piktischen Sprache haben nur sehr wenige Überreste überlebt, doch Ortsnamen und piktische Personennamen, die in den Irischen Annalen überlebt haben, lassen vermuten, dass sie tatsächlich mit der Britonischen Sprache verwandt war.

Nach der Invasion des nordwestlichen Britannien durch gälisch sprechende Kelten aus Irland ab dem 6. Jh. n. Chr. wurde ein Teil des piktischen Gebiets schließlich in die gälischen Königreiche Dal Riata und Alba absorbiert, die später zu Schottland wurden. Die Isle of Man, Shetland-Inseln, die Hebriden und die Orkney-Inseln waren ursprünglich ebenfalls von Britonen bewohnt, wurden jedoch ebenfalls zu gälischem Territorium. Die Scilly-Inseln und Anglesey blieben britonisch und die ursprünglich britonische Isle of Wight wurde von Angelsachsen übernommen.

43 n. Chr. erfolgte die Römische Eroberung von Britannien und bis 84 n. Chr. hatten die Römer trotz des starken Widerstandes das gesamte südliche Britannien erobert und die Britonen ins heutige nördliche England und Schottland verdrängt. 122 n. Chr. wurde der Hadrianswall an der Nordgrenze erbaut, 142 gab es einen weiteren Vorstoß in den Norden, der zum Bau des Antoniuswalls führte, der jedoch schon bald wieder aufgegeben wurde. Obwohl die einheimischen Britonen südlich des Hadrianswalls größtenteils ihre Territorien behielten, waren sie Untertanen römischer Gouverneure, während die britonisch-piktische Bevölkerung nördlich des Walls unabhängig und unterobert blieb. Das Römische Imperium gab die Kontrolle über Britannien gegen 410 auf, wobei einige Teile von Britannien bereits Jahrzehnte zuvor die römische Herrschaft abgeschüttelt hatten.

Etwa um 440 begannen die germanisch sprechenden Angelsachsen ihre Besiedlung an der Ostküste Britanniens und entwickelten ihre eigenen Königreiche, während gälisch sprechende Schotten aus Dal nAraidi [3] sich an der Westküste von Schottland und der Isle of Man anzusiedeln begannen.

Gleichzeitig emigrierten einige Britonen in die heutige Bretagne, gründeten ihr eigenes kleines Königreich und die bretonische Sprache entwickelte sich aus dem britonischen Inselkeltisch, nicht aus dem gallischen oder fränkischen. Eine weitere britonische Kolonie, Britonia, entstand ebenfalls um diese Zeit im nordwestlichen Spanien.

In den Jahrhunderten nach der Invasion der Angelsachsen und schottischen Glen begannen die alten britonischen Reiche zu verschwinden. Teile der heutigen Gebiete East Anglia, der östlichen Midlands, Nordost-Englands, von Argyll und Südostengland waren die ersten, die den germanischen und gälischen Invasoren zum Opfer fielen.

605 fiel Bryneich - das heutige Northumbria und Durham - an die Angelsachsen und wurde zu Bernicia. Gegen 700 wurde Aeron von den Angelsachsen erobert, die inzwischen Bernicia mit Deira vereint und Northumbria gebildet hatten.

Einige britonische Reiche waren einige Zeit lang in der Lage, erfolgreich der Eroberung zu widerstehen, bevor sich der Osten Britanniens 730 schließlich friedlich mit dem Angelsächsischen Königreich Bernicia vereinigte, während der Westen von den Briten von Ystrad Clud übernommen wurde. Das Königreich Gododdin hielt bis etwa 775 aus, bevor es unter den britonischen Pikten, gälischen Schotten und Angelsachsen aufgeteilt wurde.

Im 9. Jh. wurde das Königreich Cait von den gälischen Schotten erobert. Dumnonia wurde von den Angelsachsen annektiert, die jedoch Cornwall und die Scilly-Inseln den Briten überließen; sie wurden zu Kernow.

Im 10. Jh. verschwand das Königreich Ce und Fortriu, das größte piktische Königreich, war 950 mit dem Königreich Alba verschmolzen. Andere piktische Reiche wie Circinn, Fib, Fidach und Ath-Fotla verschwanden bis zum Beginn des 11. Jh.

Die britonische Sprache wurde um diese Zeit durch das altenglisch der Angelsachsen und schottischen Gälen ersetzt, ein langsamer Prozess, der in vielen Gebieten vorging. Gleichzeitig scheint die britonische Kolonie Britonia im nordwestlichen Spanien gegen 900 n. Chr. verschwunden zu sein.

Im 11. Jh. war das Königreich Ystrad Clud (Strathclyde) eine Zeit lang das mächtigste und größte britonische Reich des Hen Ogledd und widerstand erfolgreich angelsächsischen, gälisch-schottischen und sogar Wikinger-Angriffen. Auf seinem Höhepunkt bestand es aus den heutigen Gebieten Strathclyde, Dumbartonshire, Cumbria, Stirlingshire, Lanarkshire, Ayrshire, Dumfriesshire, Galloway, Argyll und Bute und Teilen des nördlischen Yorkshire, den westlichen Penninen und sogar das heutige Leeds im westlichen Yorkshire. Somit war dieses Königreich Strathclyde das letzte der britonischen Reiche des Alten Norden, das in den 1090er Jahren fiel und zwischen England und Schottland aufgeteilt wurde.

Auch die Kontrolle über Wales und Kernow blieb bis zur Mitte des 11. Jh. in den Händen der Britonen, bis Cornwall von den Engländern übernommen wurde, und wenig später auch die Scilly-Inseln.

Wales blieb frei von Angelsachsen, gälischen Schotten und Wikingern und wurde unter verschiedenen britonischen Königreichen aufgeteilt, allen voran Gwynedd, Powys, Deheubarth, Gwent und Morgannwg. Einige dieser walisischen Reiche besaßen auch Territorien weiter im Osten, waren jedoch bis Mitte des 12. Jh. zu den Grenzen des heutigen Wales zurückgedrängt worden.

Zu Beginn des 12. Jh. waren die Angelsachsen und Gälen die dominanten Kulturen im Großteil Britanniens geworden, und die Sprache und Kultur der Britonen war in diesen Regionen Stück für Stück ersetzt worden; sie blieb nur in Wales, Cornwall, auf den Scillys und in der Bretagne, sowie eine Zeit lang in Teilen von Cumbria, Strathclyde und dem östlichen Galloway. Cornwall war um 1050 größtenteils von England absorbiert worden, behielt jedoch seine Kultur und Sprache. Wales und die Bretagne blieben noch einige Zeit lang unabhängig, wobei die Bretagne schließlich während der 1490er Jahre von Frankreich absorbiert wurde, während sich Wales 1535-42 mit England vereinte.

Wales, Cornwall und die Bretagne behielten dennoch ihre britonische Kultur, Identität und Sprache, die sie bis heute aufrecht erhalten haben. Die walisische und bretonische Sprache werden noch breitflächig genutzt, während die kornische Sprache eine Zeit lang beinahe als ausgestorben galt, aber im 20. Jh. eine Wiederbelebung erfuhr.

Im 19. Jh. emigrierten eine große Zahl von waliaischen Bauernfamilien nach Patagonien in Argentinien, wo sie eine Gemeinde namens Y Wladfa gründeten, die heute aus über 1500 walisisch sprechenden Personen besteht.

Anmerkungen[]

  1. Armenia ist vermutlich eine falsche Übersetzung von Armorica, ein Gebiet im südwestlichen Gallien inklusive der heutigen Bretagne.
  2. Die Linie zwischen den Flüssen Forth und Clyde an der Grenze zum heutigen Schottland.
  3. Das heutige Nordirland.
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