Das Brut y Brenhinedd - die Chronik der Könige - ist eine Sammlung verschiedener mittelwalisischer Versionen von Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae. Über 60 Versionen existieren, die früheste stammt aus dem mittleren 13. Jh.

Im Mittelalter war die Historia äußerst beliebt in ganz Westeuropa, aber das Brut erwies sich als äußerst einflussreich im mittelalterlichen Wales, wo es als realer Bericht der Frühgeschichte der keltischen Britonen angesehen wurde.

Geoffreys Historia und das Brut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae, die etwa um 1139 vervollständigt wurde, gibt vor, die Geschichte der Könige von Britannien von ihrem namensgebenden Gründer Brutus I von Troja bis zu Cadwaladr Fendigaid ap Cadwallon, dem letzten in der Linie, zu erzählen. Geoffrey behauptete, seine Historia auf "einem sehr alten Buch" in "britischer Sprache" (also britonisch, walisisch, kornisch oder bretonisch) basieren zu lassen, das er von Walter of Oxford erhalten hätte. Es wurde eines der beliebtesten Werke im mittelalterlichen Wales, doch sein Einfluss war besonders tiefgreifend, da die Historia dort für größtenteils wahr gehalten wurde. Dieser Einfluss wird durch die Vielzahl von Übersetzungen ins Walisische seit dem 13 Jh. bewiesen, die gewöhnlich als Brut y Brenhinedd bekannt sind.

Die walisische Darstellung ist keine wortgetreue Übersetzung, hält sich aber dennoch recht nah an den lateinischen Originaltext. Einiges zusätzliches Material aus bardischen Überlieferungen wurde hinzugefügt. Am wichtigsten ist, dass einige Manuskripte eine Version der Geschichte Lludd und Llefelys in den Kapiteln über Llud Llaw Eraint enthalten; die Anwesenheit bzw. Abwesenheit dieser Geschichte wurde genutzt, um die frühen Versionen des Brut einzuordnen. Ein erwähnenswertes Thema, bei dem die walisischen Übersetzer Geoffrey korrigiert haben, basiert auf einheimischen Überlieferungen von Personennamen und Beinamen. Beispielsweise wurde Geoffreys Hely zu Beli Mawr, einem Ahnherren aus der walisischen Literatur.

Brut Tysilio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Version, die als Brut Tysilio bekannt ist und dem walisischen Heiligen Tysilio aus dem 7. Jh. zugeschrieben wurde, wurde weithin bekannt, als sie 1801-1807 in einer einflussreichen Sammlung walisischer Literatur veröffentlicht wurde, deren Glaubwürdigkeit durch die Einmischung des Geschichtsfälschers Iolo Morganwg gelitten hat. Die Herausgeber vertrauten nicht besonders darauf, tatsächlich ein Werk von Tysilio vor sich zu haben, sondern benutzten dies nur, um das Brut Tysilio von anderen Brut abzugrenzen.

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