Caradog war ein legendärer König von Dumnonia aus dem späten 3. Jh. Er war die Vorlage für Caradocus in der Historia Regum Britanniae.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caradog soll der vertrauenswürdigste Berater von Eudaf Hen gewesen sein. Er hatte somit großen Einfluss auf die Politik des Reiches und überzeugte Eudaf, dessen Tochter Elen mit dem Römer Magnus Maximus zu verheiraten.

Wie Maximus Britannien verließ und was danach geschah, wurde in vielen Geschichten überliefert. Laut Geoffrey of Monmouth - bei dem Caradocus der Herzog von Cornwall ist - blieb Maximus fünf Jahre in Britannien, ehe er auf den Kontinent zurückkehrte. Er hinterließ Caradocus die Herrschaft. Caradocus stirbt schließlich und Dionotus wird der neue König von Britannien.

Falls Caradoc wirklich existiert hätte - Historiker gehen grundsätzlich davon aus, dass er nur auf Legenden beruht - ein hoher römischer Beamter oder Offizier gewesen. Vermutlich hätte er Einfluss auf die keltischen Dumnonii gehabt, die bei Cornwall, Devon und Somerset lebten.

Caradocs Sohn soll Meurig gewesen sein, der nach Rom reiste, um Maximus von einem Besuch in Britannien zu überzeugen. Weiterhin heißt es, Meurig sei der Friedensstifter gewesen, als Maximus und Conan Meriadoc bei der Ankunft des ersteren eine Schlacht gegen einander schlugen. Meurig starb vermutlich vor seinem Vater.

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ♔ NN, König von Dumnonia
    1. Caradog von Dumnonia (D)
      1. ♔ Meurig ap Caradog
    2. ♔ Dynod (D)
      1. Hl. Ursula ferch Dynod ⚭ ♔ Conan Meriadoc (D, Bretagne, * 305- 367)
        1. Gadeon/Cadfan ap Cynan (D, * 325)

Geoffrey of Monmouth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caradocus war laut Geoffrey der Duke of Cornwall unter König Octavius von Britannien. Octavius war auf der Suche nach einem Ehemann für seine Tochter Elen und Caradocus machte ihm den Vorschlag, das Mädchen mit Maximus zu verheiraten und damit Rom und Britannien zu vereinigen. Octavius stimmte zu und Caradocus schickte seinen Sohn Mauricius nach Rom, um Maximus die Nachricht zu überbringen. Der Neffe des Königs, Conan Meriadoc, war jedoch nicht damit einverstanden und griff Maximus beinahe an, als dieser in Britannien landete. Erst als Caradocus erschien, konnte der Frieden wieder hergestellt werden. Octavius übergab Maximus die Herrschaft und setzte sich zur Ruhe.

Fünf Jahre später verließ Maximus Britannien, um Gallien zu verwüsten und Geoffrey erklärt, dass er die Regierungsgeschäfte Caradocus' Bruder Dionotus überließ, der anscheinend nach dem Tod von Caradocus König von Cornwall geworden war. Obwohl Geoffrey die Titel während seiner Erzählung oft wechselt, erklärt er konstant, dass Caradocus bis zu seinem Tod der Herrscher von Cornwall war.

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  ?
    1. Caradocus
      1. Mauricius
    2. Dionotus
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