Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Cenwalh war König von Wessex von 643 bis 645 und von 648 bis 672. Vermutlich waren Cenberht und Cuthred Cwichelming seine Unterkönige.

Geschichte[]

Cenwalh war der Sohn und Nachfolger von Cynegils. [1] Sein Name bedeutet "kühner" oder "verwegener Waliser", was vermuten lässt, dass seine Mutter aus Wales stammte. Seine "Verwegenheit" zeigte sich in seinen späteren Handlungen.

Er war ein sturer junger Mann, denn er weigerte sich, sich von Birinius zum Christentum bekehren zu lassen. Weiterhin hatte er auch eine Schwester des heidnischen Penda von Mercia geheiratet, vielleicht als Teil einer Allianz in den späten 630er Jahren. Doch schon früh während seiner Herrschaft - möglicherweise 645 - verließ Cenwalh seine Frau zugunsten einer anderen. Dies verärgerte Penda, der eine Armee gegen Cenwalh ausschickte und ihn aus dem Reich vertrieb. [2] Cenwalh floh ins Exil nach East Anglia, wo er schließlich von dem frommen König Anna bekehrt wurde. [3]

Nach drei Jahren konnte er sein Reich zurückerlangen, [3] doch was er tun musste, um dies zu erreichen, ist nicht bekannt. Obwohl nicht bekannt ist, wer das Reich während seines Exils regierte, vermuten Historiker, dass es Cuthred Cwichelming war, der Sohn von Cwichelm. 648 überschrieb Cenwalh Cuthred dreitausend Hides Land bei Ashdown in den Berkshire Downs, [4] möglicherweise als Ausgleich.

Da Cenwalh jetzt ein Christ war, wollte er auch die anderen Westsachsen bekehren. Als Birinius 650 starb, lud Cenwalh den fränkischen Mönch Agilbert ein, die Diözese von Dorchester zu übernehmen. Leider kannte Agilbert die Sprache nicht und der ungeduldige Cenwalh hatte es satt, ihn verstehen zu wollen, und erschuf 660 eine neue Diözese in Winchester, zu der er Wine als Bischof ernannte. [3] Agilbert war dazu nicht befragt worden und verließ Wessex. Auch Wine überwarf sich mit Cenwalh irgendwann vor 670 und begann mit Wulfhere von Mercia über die Diözese von London zu verhandeln. [5] Wessex war somit ohne Bischof.

Cenwahl bat Agilbert, der jetzt Bischof von Paris war, und obwohl Agilbert sich weigerte, zurückzukehren, schickte er seinen Neffen Leuthere. Dies zeigt, dass Cenwalh ein impulsiver, ungeduldiger Mann war mit starken Leidenschaften, sobald er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, doch mit wenig Rücksicht auf die Konsequenzen.

Während dem letzten Teil seiner Herrschaft wurde Wessex immer mehr von Mercia überschattet, dessen Macht wuchs und dass sich auf ehemaliges westsächsische Gebiet auszubreiten begann. Es scheint, dass Cenwalh nach seinem Exil seine Autorität neu begründen musste, denn 652 heißt es, dass er in Bradford-on-Avon kämpfte, [6] möglicherweise gegen die Britonen von Dumnonia, wobei auch die Waliser unter Morgan Mwynfawr ap Athrwys beteiligt gewesen sein könnten. Ein Chronist bezeichnet diese Schlacht als Bürgerkrieg, was vermuten lässt, dass Cenwalh sich selbst gegen andere Westsachsen verteidigen musste. Das ist durchaus eine Möglichkeit, bedenkt man, was nach seinem Tod geschah. Die Schlacht scheint unentschieden geendet zu sein, und man kann sich vorstellen, dass seine Kontrolle über seine Gebiete geschwächt wurde.

Er erholte sich jedoch davon und war 658 siegreich gegenüber den Britonen bei Penselwood, er vertrieb sie zurück über den Fluss Parret nach Somerset. [7] Drei Jahre später besiegte er sie erneut bei Postbury, so dass er 661 von sich behaupten konnte, die Kontrolle über Somerset zurückerlangt zu haben. Gleichzeitig hatte Wulfhere von Mercia die Kontrolle über alle Gebiete nördlich der Themse erlangt, möglicherweise inklusive Dorchester, weshalb Cenwalh eine neue Diözese in Winchester schuf. [8]

Cuthred soll 661 gestorben sein, im gleichen Jahr, in dem Wulfhere in sein Gebiet in Ashdown einfiel, und es ist wahrscheinlich, dass Cuthred Cwichelming in diesem Kampf starb. Ein weiterer Unterkönig, Cenberht, starb ebenfalls 661. [9] Gegen Ende dieses Jahres war Wulfheres Armee bis zur Isle of Wight vorgestoßen, die er den Westsachsen abnahm und an Sussex gab. Es wurde vermutet, dass diese Dinge sich nicht in einem Jahr ereigneten, sondern eine Reihe von Übergriffen durch Wulfhere waren. Doch es ist gesichert, dass Mitte der 660er Jahre Cenwahls Gebiet stark reduziert war und seine Autorität eingeschränkt. [8] [5]

Obwohl Cenwalh immer noch gute Beziehungen zu einigen Königen und Kirchenbeamten hatte, besonders in Northumbria, hinterließ er bei seinem Tod 672 ein Königreich, das schwächer war als bei seiner Thronbesteigung. Als Resultat daraus zerbrach die Regierung unter einer Reihe von Unterkönigen, während Cenwalhs Ehefrau Königin Seaxburg versuchte, die Kontrolle zu behalten. [10]

Stammtafel[]

  1. Cynric (534-560 / 554-571/81)
    1. Ceawlin (571-593)
      1. Cuthwin (✝ nach 648)
        1. Cadda
          1. Cenberht
    2. Cutha (fl 570-580)
      1. Ceol (588-594)
        1. Cynegils (611-643)
          1. Cwichelm (✝ 636)
            1. Cuthred Cwichelming (645-661)
          2. Cenwalh (643-5, 648-672) ⚭ | NN, Schwester von Penda von Mercia; ⚭ || Seaxburg von Wessex
          3. Centwine (676-685) ⚭ Eormengyth von Kent
          4. Cyneburg ⚭ ♔ Oswald von Northumbria
      2. Ceolwulf (594-611)
        1. Cuthgils

Anmerkungen[]

  1. ASC, Jahr 495
  2. ASC, Jahr 645
  3. 3,0 3,1 3,2 Beda, Historia ecclesiastica III/7
  4. ASC, Jahr 648
  5. 5,0 5,1 Kirby, D. P. - Earliest English Kings
  6. ASC, Jahr 652
  7. ASC, Jahr 658
  8. 8,0 8,1 Yorke, Barbara - Kings and Kingdoms
  9. ASC, Jahr 661
  10. ASC, Jahr 672
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