Der Begriff Civitas bezeichnete eine römische, halbautonome Verwaltungseinheit, wörtlich übersetzt bedeutet das Wort "Bürgerschaft". Civitas somit Städte und das dazugehörige Umland mit dessen Bewohnern. Das Gebiet konnte sich zum Teil selbst verwalten, war allerdings eine Unterteilung einer Provinz, über die ein Gouverneur herrschte. Der Begriff entstand erst in spätrömischer Zeit und war der Grundstein des Wortes Zivilisation.

Im Römischen Britannien basierten die Civitates lose auf den vorherigen Gebieten der keltischen Stämme. Sie waren größtenteils unabhängig und wurden von den Einheimischen selbst verwaltet, standen aber dennoch unter der Oberaufsicht der römischen Provinzgouverneure. Die Römer hatten den keltischen Adel dazu gebracht, die Verwaltung zu übernehmen und machte so Verbündete aus potentiellen Feinden, während sie gleichzeitig vermieden, jede neue Provinz selbst regieren zu müssen. Weiterhin wurde somit der keltische Adel Stück für Stück romanisiert.

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