Constantine I der Große war Kaiser des Römischen Imperiums von 306 bis 337. Er war der Sohn seines Vorgängers Constantius Chlorus. Nachfolger wurden seine Söhne Constantius II, Constantine II und Constans als gemeinsame Herrscher.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

305 begleitete Constantine seinen Vater Constantius zu einem Feldzug ins nördliche Britannien gegen die Pikten, den sie über den Winter abbrachen, um in Eboracum zu lagern. Der Feldzug ähnelte vermutlich dem von Septimius Severus und führte zu einem tiefen Vorstoß in den Norden, ohne jedoch nennenswerten Erfolg zu erlangen. In Eboracum starb Constantius und Constantine wurde von der Armee zum Kaiser ausgerufen.

Constantine blieb nach seiner Ernennung weiter in Britannien und trieb die Pikten wieder in den Norden zurück. Er ließ weitere Militärbasen bauen, die schon sein Vater begonnen hatte. Er verließ die Insel, kehrte aber 310 zurück, wurde jedoch diesmal durch einem Aufstand von Maxentius, dem Sohn des früheren Kaisers Maximian, abgerufen.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter sahen die Briten Constantine als König ihres eigenen Volkes an, einerseits aufgrund der Ernennung zum Kaiser, die in Britannien stattgefunden hatte, andererseits weil seine Familie mit der von Magnus Maximus verwechselt wurde.

In seiner Historia Anglorum beschrieb Henry of Huntingdon, dass Constantines Mutter eine Britin gewesen sei, Tochter von König Coel von Colchester. Geoffrey of Monmouth erweiterte diese Geschichte in seiner Historia Regum Britanniae. Constantius ist bei ihm ein Senator, der nach Britannien kam, wo Coel König war. Coel unterwarf sich aus Angst vor den Römern und wollte sich dem römischen Gesetz unterwerfen, solange er König war. Doch er starb nur kurze Zeit später und Constantius übernahm den Thron, heiratete Coels Tochter Helena und hatte mit ihr einen Sohn namens Constantine, der ihm später als König von Britannien und Römischer Kaiser folgte. [1]

Tatsächlich hatte Constantius sich vor seiner Abreise nach Britannien schon längst von seiner Frau Helena scheiden lassen und es gibt keine Hinweise, dass sie Britin war.

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Historia Regum Britanniae, Buch 5, Kapitel 6
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