Cunomor von Dumnonia war ein Herrscher von Dumnonia und das Vorbild für Mark von Cornwall in der Artussage.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie sein Vorgänger Hoel ap Budic war Cunomor ein Herrscher sowohl in der Bretagne als auch in Britannien. Man erinnert sich an ihn als einen grausamen König, doch aus seinem wirklichen Leben ist nichts bekannt. Möglicherweise enthalten die Legenden einige Wahrheiten.

Die Geschichte besagt, dass Cunomor erfuhr, dass einer seiner Söhne ihn töten wollte, also ließ er jede seiner Ehefrauen hinrichten, wenn sie schwanger geworden war. Eine versteckte sich jedoch bis nach der Geburt. Als Cunomor das herausfand, ließ er sie enthaupten und das Kind zum sterben zurück, doch der Junge - Judhael - überlebte.

Die Verbindung zum arthurischen König Mark von Cornwall könnte aus einer fehlgedeuteten Verbindung zu Kynmarch oder Cinmark von Rheged liegen. Ein Steinpfeiler außerhalb von Fowey [1] in Cornwall trägt die Inschrift "Drustaus filius Cunumori", was Forscher auch zu der Vermutung geführt hat, dass er mit dem Tristan aus der Artussage in Verbindung stehen könnte. In dieser Legende wird Mark von seinem Neffen Tristan hintergangen, der sich in Marks zukünftige Ehefrau Iseult verliebt. Eine Version dieser Legende besagt, dass Mark schließlich die Wahrheit entdeckt und Tristan tötet. Wenn - wie der Stein von Fowey andeutet - Mark Tristans Vater war und nicht sein Onkel, macht dies die Beziehung zu seiner Ehefrau, Tristans Stiefmutter - noch wirkungsvoller.

Forscher glauben, da Drust oder Drest ein piktischer Name ist, dass die Legende aus einer piktischen Quelle stammt, besonders da in der walisischen Version der Geschichte Marks Name Tallwch ist, was an Talorc erinnert. Es gibt zwei Fälle in der piktischen Geschichte, als ein König namens Talorc einen Neffen namens Drust als Nachfolger hatte, die passendsten sind Talorg mac Mordeleg und Drest mac Munait, deren Herrschaft genau zeitgleich mit der von Cunomor stattfanden.

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

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