Cynehelm war ein Prinz von Mercia und ein angelsächsischer Heiliger. Sein Feiertag ist der 17. Juli.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cynehelm war der Sohn von Cenwulf von Mercia und dessen Frau Cynegyth oder Ælfthryth. Er hatte zwei Schwestern, Cwoenthryth und Burgenhild. Cynehelm sollte seinem Vater auf den Thron folgen. Er starb vermutlich kurz nach dem Tod seines Vaters im Kampf gegen die Waliser, möglicherweise durch Verrat von Cwoenthryth. [1]

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste Darstellung der Legende vom Hl. Cynehelm stammt aus dem 12. Jh. Sie berichtet folgendes:

819 starb Cenwulf von Mercia und hinterließ die Töchter Quendryda und Burgenhilda, und den siebenjährigen Kenelm, der zum Nachfolger bestimmt war. Quendryda war neidisch auf ihren kleinen Bruder und dachte, sie könnte als Königin regieren, wenn man ihn tötete. Sie verabredete deshalb mit ihrem Geliebten Askobert, dem Lehrer und Leibwächter ihres Bruders, dass er ihn für Geld töten solle.

Auf einer Jagd in den Wäldern in Worcestershire ergab sich die Gelegenheit. In der Nacht zuvor hatte Kenelm einen Traum, in dem er einen großen, mit Blumen und Laternen geschmückten Traum bestieg. Von oben sah er sein ganzes Reich. Drei viertel verneigten sich vor ihm, aber das vierte Viertel hackte den Baum um, bis er fiel. Kenelm verwandelte sich in einen weißen Vogel und flog in Sicherheit. Er erzählte nach dem Aufwachen seinem Traum seiner Kinderfrau, die daraufhin weinte, weil sie Träume interpretieren konnte und wusste, dass der junge König sterben würde.

Am ersten Tag der Jagd war Kenelm mittags müde und legte sich unter einen Baum. Askobert fing an ein Grab zu graben, um den Mord vorzubereiten, aber der Junge erwachte und sagte, es wäre umsonst, ihn dort zu töten, den er solle an anderer Stelle sterben, dann stieß er einen Stab in den Boden, der sofort Wurzeln schlug und zu blühen begann. Die später daraus wachsende Esche wurde später St. Kenelm Ash genannt. Askobert brachte Kenelm zu den Clent Hügeln und als der Junge das Te Deum zu singen begann, schlug er ihm den Kopf ab und begrub ihn dort.

Kenelms Seele erhob sich in Form einer Taube und flog nach Rom, wo sie vor dem Papst eine Schriftrolle fallen ließ, auf der stand, wo er begraben lag. Der Papst schrieb sofort an den Erzbischof von Canterbury, der sofort eine Suche in Auftrag gab. Als man sich dem Grab näherte, wies eine Lichtsäule darauf hin und sie fanden Kenelms Körper. An der Stelle, wo er begraben worden war, entsprang eine Quelle, die jeden, der daraus trank, gesund werden ließ.

Man wollte den Leichnam nach Winchcombe bringen, doch an einer Furt über den Avon wurde die Gruppe von einem bewaffneten Trupp aufgehalten, der die Leiche für sich beanspruchte. Man regelte den Streit, indem man beschloss, dass derjenige, der am nächsten Morgen zuerst erwachte, sie bekommen würde. Die Mönche von Winchcombe erwachten zuerst und marschierten schnell zurück, hielten jedoch in Sichtweite der Abtei. Als sie ihre Stäbe in den Boden stießen, entsprang dort eine Quelle, die sie erfrischte, so dass sie schnell in die sicheren Mauern gelangten, wo die Glocken von selbst zu läuten begannen.

Prinzessin Quendryda hörte das Läuten und fragte, was das zu bedeuten habe. Als sie davon erfuhr, dass der Leichnam ihres Bruders gebracht wurde, sagte sie "wenn das wahr ist, sollen meine beiden Augen auf dieses Buch fallen". Daraufhin fielen ihr die Augen aus dem Kopf auf den Psalter, den sie las. Kurz darauf starben sie und ihr Geliebter und ihre Leichen wurden in einen Graben geworfen.

Stammbaum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cuthberht ⚭ Elfrid
    1. Cenwulf (796-821, Kent 807-821) ⚭ | Cynegyth; ⚭ || Aelfthryth
      1. Cwoenthryth
      2. Burgenhild
      3. Cynehelm
    2. Cuthred (Kent 798-807)
    3. Ceolwulf I (821-823)

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. "AngloSaxon England (821)" auf britannia.com
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