Domitian war ein Römischer Kaiser von 81 bis 96 n. Chr. Er bestieg den Thron nach dem Tod seines Bruders Titus, den er zeitgenössischen Autoren zufolge möglicherweise ermordet haben soll. Er regierte fünfzehn Jahre, die längste Zeit seit Kaiser Tiberius. Er wurde von seinen Hofbeamten 96 n. Chr. ermordet und der Senat wählte Nerva zu seinem Nachfolger.

In Britannien kam es erst unter Kaiser Hadrian zu weiteren nennenswerten Ereignissen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seiner Herrschaft führte Gnaeus Julius Agricola die Feldzüge in Britannien fort und konnte Caledonien erobern. 85 wurde er von Domitian nach Rom zurückgerufen, da der Kaiser sich laut Tacitus von Agricolas militärischen Erfolgen ausgestochen fühlte, da er selbst in Germanien nur mäßige Erfolge vorweisen konnte. Es ist nicht klar, wie die Beziehung zwischen beiden zu erklären ist, denn einerseits wurde Agricola mit großen Ehren empfangen, andererseits übergab ihm Domitian nie wieder einen seiner Erfahrung angemessenen Posten.

87/8 kam es zum Krieg mit Dacien, wofür Domitian große Teile der Truppen aus Britannien abzog. Die in Caledonien eroberten Gebiete mussten aufgegeben und die Grenze um 120 km nach Süden verlegt werden. Die Kommandanten der Armee nahmen Domitian dies übel, aber es ist klar, dass die nördlichen britischen Gebiete niemals mehr als Verluste gebracht hätten.

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