Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Edward der Märtyrer war König von England von 975 bis 978. Er war der älteste Sohn von Edgar dem Friedfertigen und wurde angeblich von seiner Stiefmutter Aelfthryth ermordet, um ihren Sohn - Edwards Halbbruder - Aethelred auf den Thron zu bringen. Er wurde nach seinem Tod heilig gesprochen.

Geschichte[]

Herkunft und Familie[]

Edwards Geburtsdatum ist unbekannt, doch er war das älteste der Kinder von Edgar dem Friedfertigen. Er war möglicherweise ein Teenager, als er nach dem Tod seines Vaters - der mit 32 Jahren 975 starb - König wurde. [1] Aus den königlichen Urkunden ist bekannt, dass Edgars dritte Ehefrau Aelfthryth nicht seine Mutter war. [2] Spätere Quellen von eher zweifelhafter Verlässlichkeit bieten mehr Informationen über die Identität seiner Mutter. Die früheste Quelle ist eine Biographie über den Hl. Dunstan von Osbern of Canterbury, die etwa in den 1080ern geschrieben wurde. Osbern berichtet, dass Edwards Mutter eine Nonne aus der Abtei Wilton war, die der König verführt hatte. [2] Einige Jahrzehnte schrieb Eadmer ebenfalls eine Biographie über Dunstan und fügte einen Bericht von Nicholas of Worcester hinzu. Dieser bestritt die Beziehung zwischen Edgar und einer Nonne und stellte Edward als den Sohn von Aethelflaed dar, Tochter von Ordmaer, einem Ealdorman von East Anglia. Edgar und sie heirateten in den Jahren, als er Mercia regierte, zwischen 957 und dem Tod von Eadwig 959. [3] Goscelin schrieb außerdem einen Bericht über die Hl. Edith von Wilton, die Edgars Tochter von der Nonne Wulfthryth von Wilton war. Zusätzlich dazu gibt es Berichte von John of Worcester und William of Malmesbury. [2] Sie alle lassen vermuten, dass Edwards Mutter eine Adlige namens Aethelflaed Eneda war. [1]

Eine Urkunde aus dem Jahr 966 beschreibt Edgars dritte Frau Aelfthryth als die "rechtmäßige Frau" des Königs und ihren ältesten Sohn Edmund als den legitimen Sohn des Königs. Edward wird als Sohn des Königs erwähnt. [3] [4] Bischof Aethelwold von Winchester war ein Anhänger von Aelfthryth und Aethelred, aber Dunstan, Erzbischof von Canterbury, scheint Edward unterstütz zu haben, und ein Stammbaum, der von ihm in der Abtei von Glastonbury aufgezeichnet wurde, gibt Edward den Vortritt vor Edmund und Aethelred. [5] Aelfthryth war die Witwe von Aethelwald, Ealdorman of East Anglia, und vermutlich Edgars dritte Ehefrau. [6] Cyril Hart argumentiert, dass die Widersprüche über die Identität von Edwards Mutter und die Tatsache, dass Edmund bis zu seinem Tod 971 als der legitime Erbe angesehen wurde, vermuten lassen, dass Edward möglicherweise illegitim war. [2] Barbara Yorke denkt jedoch, dass Aethelflaed Edgars Ehefrau war, aber Aelfthryth war eine geweihte Königin, als sie ihre Söhne bekam, die damit als "legitimer" angesehen wurden als Edward. [5] Aethelwold bestritt, dass Edward legitim war, aber Yorke hält dies für "opportunistisches, außerordentliches Fürsprechen". [7]

Edmunds Bruder Aethelred erbte nach dessen Tod die Position als Erbe. [8] [3] Auf einer Urkunde an das New Minster in Winchester erscheinen die Namen von Aelfthryth und ihrem Sohn Aethelred über Edwards Namen. [1] Als Edgar am 8. Juli 975 starb, war Aethelred wahrscheinlich neun und Edward nur ein paar Jahre älter. [9]

Umstrittene Thronfolge[]

Edgar war ein starker Herrscher gewesen, der einer vermutlich unwilligen Kirche und dem widerstrebenden Adel Klosterreformen aufgezwungen hatte, mit Unterstützung der führenden Kleriker dieser Zeit: Dunstan, Erzbischof von Canterbury, Oswald von Worcester, Erzbischof von York und Bischof Aethelwold von Winchester. Indem er die reformierten Benediktinerkloster mit den Ländereien ausstattete, die für ihre Versorgung notwendig waren, hatte er viele niederrangige Adlige enteignet und hatte Pachten und Landanleihen umschreiben lassen zum Vorteil der Klöster. Der weltliche Klerus, von denen viele Mitglieder des Adels waren, war aus den neuen Klöstern vertrieben worden. Während Edgar noch lebte, unterstützte er die Reformer sehr, doch nach seinem Tod kamen die Streitigkeiten, die von diesen Veränderungen ausgelöst worden waren, an die Öffentlichkeit. [4] [2] [8] [1] [10]

Die führenden Figuren waren alle Anhänger der Reform gewesen, waren aber nicht länger geeinigt. Die Beziehungen zwischen Erzbischof Dunstan und Bischof Aethelwold waren vermutlich angespannt. [2] Erzbischof Oswald befand sich im Streit mit Aelfhere, Ealdorman of Mercia, [1] [11] während Aelfhere und seine Verwandten mit Aethelwine, Ealdorman of East Anglia im Kampf um die Macht standen. [1] [12] Dunstan soll Edgars Ehe mit Aelfthryth in Frage gestellt haben und die Legitimität ihres Sohnes Aethelred. Diese Anführer waren geteilter Meinung darüber, ob Edward oder Aethelred der nächste König werden sollte. Weder das Gesetz noch Präzedenzfälle waren vorhanden, um hier Abhilfe zu schaffen. Die Wahl zwischen den Söhnen von Edward dem Älteren hatte sein Reich gespalten und Edgars älterer Bruder Eadwig war gezwungen gewesen, einen großen Teil des Reiches an Edgar abzutreten. [1] Die Königinwitwe unterstützte natürlich den Anspruch ihres Sohnes Aethelred, unterstützt von Bischof Aethelwold. Dunstan unterstützte Edward, gemeinsam mit Erzbischof Oswald. Es ist wahrscheinlich, dass der Ealdorman Aelfhere und seine Verbündeten Aethelred unterstützten und dass Aethelwine und dessen Anhänger hinter Edward standen, obwohl einige Historiker glauben, dass das Gegenteil der Fall war. [13]

Spätere Quellen lassen vermuten, dass die Sichtweise über Legitimität eine Rolle spielte bei den Streitigkeiten, wie auch das Alter der beiden Kandidaten. Schließlich wurde Edward von den Erzbischöfen Dunstan und Oswald in Kingston upon Thames zum König erklärt, höchstwahrscheinlich 975. [3] [9] [14] Es gibt Hinweise darauf, dass dieser Beschluss eine Reihe von Kompromissen erforderte. Aethelred scheint Ländereien erhalten zu haben, die normalerweise den Söhnen des Königs gehörten. [3]

Edwards Herrschaft[]

Nach dem Bericht über Edwards Thronfolge erzählt die Angelsächsische Chronik, dass ein Komet erschien und dass Hungersnot und "zahlreiche Störungen" folgten. [15] Die "zahlreichen Störungen", die manchmal auch als die anti-monastische Reaktion bezeichnet werden, scheinen kurz nach Edgars Tod begonnen zu haben. Zu dieser Zeit wurde der erfahrene Oslac, Ealdorman of Northumbria, der eigentliche Herrscher des Nördlichen England, aus unbekannten Umständen ins Exil verbannt. [3] [1] [10] [14] [15] Oslacs Nachfolger wurde ein Ealdorman namens Thored, entweder Oslacs Sohn oder Thored Gunnars Sohn, der von der Chronik 966 erwähnt wird. [3] [15]

Edward - oder eher diejenigen, die für ihn die Macht ausübten - ernannte eine Reihe neuer Ealdorman in Positionen in Wessex. Nur wenig ist von zwei dieser Männer bekannt und es ist schwierig, herauszufinden, zu welcher Fraktion, wenn überhaupt, sie gehörten. Edwin regierte vermutlich in Sussex und möglicherweise auch Teile von Kent und Surrey. Er wurde in Abingdon begraben, einer Abtei, die von Aelfhere unterstützt wurde. Aethelmaer, der Hampshire kontrollierte, besaß auch Ländereien in Rutland, was Verbindungen zu Aethelwine vermuten lässt. Der dritte Ealdorman, Aethelweard, ist heute sehr bekannt für seine lateinische Chronik und regierte im Westen. Aethelweard war ein Nachfahre von König Aethelred von Wessex und möglicherweise der Bruder von König Eadwigs Ehefrau Aelfgifu. Er scheint ein Anhänger von Edward gewesen zu sein. [1] [3]

An einigen Orten kehrte der weltliche Klerus, der aus den Klöstern vertrieben worden war, zurück und vertrieb den von Edgar eingesetzten Klerus. Bischof Aethelwold war der größte Feind der Weltlichen gewesen und Erzbischof Dunstan scheint seinen Reformer-Gefährten dieser Zeit nur wenig geholfen zu haben. [2] Eigentlich nutzten die Adligen die Gelegenheit, viele von Edgars Schenkungen an Klöster rückgängig zu machen und zwangen die Äbte, die Pachten und Kredite zugunsten des örtlichen Adels umzuschreiben. Ealdorman Aelfhere war der Anführer in dieser Hinsicht und griff Oswalds Netzwerk von Klöstern in ganz Mercia an. [11] Aelfheres Rivale Aethelwine, der eigentlich ein standhafter Schützer seines Familienklosters Ramsey Abbey war, behandelte die Abtei Ely und andere Klöster sehr hart. [10] [12] [14] Irgendwann während dieser Unruhen scheinen Aelfhere und Aethelwine kurz vor dem Krieg gestanden haben. Dies könnte durchaus in Verbindung stehen mit Aelfheres Ambitionen in East Anglia und den Angriffen auf die Abtei Ramsey. Aethelwine, der von seinen Verwandten Byrhtnoth, Ealdorman von Essex und anderen nicht genannten unterstützt wurde, hob eine Armee aus und zwang Aelfhere, sich zurück zu ziehen. [3]

Es existieren nur wenige Urkunden aus der Zeit von Edwards Herrschaft, möglicherweise nur drei, was Edwards kurze Herrschaft im Ungewissen lässt. Im Gegensatz dazu existieren noch viele Urkunden aus der Herrschaft seines Vaters und seines Halbbruders Aethelred. Alle noch existierenden Urkunden von Edward betreffen das königliche Herzland von Wessex. Zwei handeln von Crediton, wo Edwards früherer Lehrer Sideman Bischof war. [3] [2] [15] Während Edgars Herrschaft wurden Gussformen für Münzen nur in Winchester hergestellt und von dort an andere Münzgießereien im ganzen Reich verteilt. Edwards Herrschaft erlaubte es, dass die Gussformen in York und Lincoln hergestellt werden durften. Der allgemeine Eindruck ist der einer Verringerung oder des Zusammenbruchs königlicher Autorität in den Midlands und im Norden. [2] [1] Der Regierungsapparat funktionierte weiterhin, da Konzile und Synoden sich regelmäßig während Edwards Herrschaft trafen.

Tod[]

Die Version der Angelsächsischen Chronik, die die meisten Details über seinen Tod enthält, berichtet, dass Edward am Abend des 18. Märze 978 in Corfe Castle ermordet wurde, als er Aelfthryth und Aethelred besuchte. Sie erzählt außerdem, dass er in Wareham begraben wurde "ohne jegliche königliche Ehren". Der Verfasser dieser Version der Chronik, Manuskript E, das die Peterborough Chronicle genannt wird, berichtet: "Keine schlimmere Schuld für die englische Rasse wurde getan als diese, seit die ersten das Land von Britannien erforschten. Männer ermordeten ihn, doch Gott erhöhte ihn. Im Leben war er ein irdischer König; nach dem Tod ist er jetzt ein himmlischer Heiliger. Seine irdischen Verwandten wollten ihn nicht rächen, doch sein Himmlicher Vater rächte ihn sehr." [15] [3] [1] Andere Versionen der Chronik enthalten weniger Details und der älteste Text berichtet nur, dass er getötet wurde, während Versionen aus den 1040er Jahren berichten, dass er den Märtyrertod starb. [15]

Von den anderen frühen Quellen berichtet das Life of Oswald of Worcester von Byrthferth of Ramsey, dass Edward von Aethelreds Beratern getötet wurden, die ihn angriffen, als er vom Pferd absaß. Es erklärt ebenfalls, dass er ohne Zeremonie in Wareham begraben wurde. [3] [2] [9] Erzbischof Wulfstan II weist in seinem Sermo Lupi ad Anglos ebenfalls auf die Tötung von Edward hin; es wurde nicht später als 1016 geschrieben. Eine kürzliche Studie übersetzt seine Worte folgendermaßen: "Und ein sehr großer Verrat an einem Herrn ist es auch in der Welt, dass ein Mann seinen Herrn an den Tod verrät oder ihn lebend aus dem Land vertreibt, und beides ist eingetreten in diesem Land: Edward wurde verraten und dann getötet und danach verbrannt ..." [16]

Spätere Quellen, die noch länger nach den Ereignissen geschrieben wurden wie das Passio S. Eadwardi aus dem späten 11. Jh. und auch John of Worcester behaupten, dass Aelfthryth die Tötung organisierte, während Henry of Huntingdon schrieb, dass sie Edward selbst tötete. [3] [9] [14]

Moderne Historiker haben eine Vielzahl von Interpretationen von Edwards Tötung entworfen und es wurden drei Haupttheorien vorgestellt. Die erste sagt, dass Edward - wie es das Life of Oswald behauptet - von Adligen im Dienst von Aethelred getötet wurde, entweder als Resultat eines persönlichen Streits oder um ihren Herrn auf den Thron zu bringen. [3] [14] Das Life of Oswald stellt Edward als einen instabilen jungen Mann dar, der laut Frank Stenton "viele wichtige Personen beleidigt hatte durch seine unerträglich gewalttätige Sprache und Verhalten. Lange nachdem er als Heiliger verehrt wurde, erinnerte man sich daran, dass seine gewalttätigen Ausbrücke alle beunruhigt hatten, die ihn kannten, und besonders die Mitglieder seines eigenen Haushalts." [17]

Laut der zweiten Theorie war Aelfthryth an seinem Tod beteiligt, entweder zuvor, indem sie eine Verschwörung zu seiner Tötung begann, oder danach, indem sie seinen Mördern erlaubte, ohne Strafe davon zu kommen. [3] Die dritte Alternative, die darauf hinweist, dass Edward 978 noch lange nicht in der Lage war, allein zu herrschen, stellt dar, dass der Ealdorman Aelfhere hinter der Tötung steckte, um seinen eigenen Einfluss zu behalten und Edward davon abzuhalten, sich für Aelfheres Handlungen früher während seiner Herrschaft zu rächen. [1] Eric John erwähnt dies und interpretiert Aelfheres Anteil an Edwards Umbettung als Teil seiner Buße für die Ermordung. [4]

Umbettung und früher Kult[]

Edward war ein Jahr lang in Wareham begraben, ehe man ihn umbettete. Aelfhere löste dies aus, möglicherweise als Geste der Versöhnung. Laut dem Life of Oswald wurde Edwards Körper unverwest gefunden, als man ihn ausgrub, was als Wunder angesehen wurde. Der Körper wurde zur Abtei Shaftesbury gebracht, einem Nonnenkloster mit königlichen Verbindungen, das von König Alfred dem Großen gegründet worden war und wo Edwards und Aethelreds Großmutter Aelfgifu ihre letzten Jahre verbracht hatte. Edwards Überreste wurden mit einer verschwenderischen öffentlichen Zeremonie begraben. Spätere Versionen wie die Passio S. Eadwardi enthalten ausführlichere berichte. Sie sagen, dass Edwards Körper in einem Sumpf versteckt wurde, wo man ihn durch wundersame Ereignisse entdeckte. Die Passio datiert seine Umbettung auf den 18. Februar. [6] [18] [2] [3] [9] [19]

1001 wurden Edwards Reliquien - da er als Heiliger angesehen, aber niemals heilig gesprochen wurde - an einen auffälligeren Ort innerhalb der Abtei Shaftesbury umgesetzt. Die Zeremonie soll vom damaligen Bischof von Sherborne, Wulfsige III, geleitet worden sein, begleitet von einem höherrangigen Kleriker, den die Passio Elsinus nennt und von dem einige glauben, dass es sich zum Aelfsige, Abt des New Minster in Winchester handelt. König Aethelred, der mit der Bedrohung einer dänischen Invasion beschäftigt war, nahm nicht persönlich teil, gab aber Ende 1001 eine Urkunde an die Nonnen von Shaftesbury heraus, in der er ihnen Ländereien in Bradford on Avon überschreibt.

Der Aufschwung von Edwards Kult wurde auf verschiedene Weise interpretiert. Manchmal wird er als beliebte Bewegung dargestellt oder als das Produkt eines politischen Angriffs auf König Aethelred durch frühere Anhänger von Edward. Alternativ wurde Aethelred als eine der Schlüsselfiguren in der Unterstützung von Edwards Kult und dem ihrer Schwester Edith von Wilton gesehen. Man glaubt, dass er die Urkunde von 1001 herausgab, um Edwards Reliquien zu erhöhen und einige Berichte lassen vermuten, dass Aethelred die Ausführung von Edwards Feiertagen in ganz England in einem Gesetz von 1008 festschrieb. Es ist nicht klar, ob diese Neueinführung, die anscheinend von Erzbischof Wulfstan II erdacht wurde, aus der Zeit von Aethelreds Herrschaft stammt. Sie könnte statt dessen von König Knut publik gemacht worden sein. David Rollason hat auf die steigende Wichtigkeit der Kulte anderer ermordeter königlicher Heiliger dieser Zeit hingewiesen. Darunter sind die Kulte der Neffen von König Ecgberht von Kent, deren Biografien zur Mildrith Legende gehören, und die der mercischen Heiligen Kenelm und Wigstan. [3] [20] [2] [9] [18]

Späterer Kult[]

Während dem 16. Jh. und der englischen Reformation führte König Heinrich VIII die Auflösung der Klöster durch und viele heilige Orte wurden zerstört. Edwards Überreste wurden versteckt, um eine Entweihung zu verhindern. [21] 1931 wurden sie von Wilson-Cladrige während einer archäologischen Ausgrabung wieder entdeckt und ihre Identität wurde von Dr. T. E. A. Stowell, einem Knochenkundler, bestätigt. 1970 kamen Untersuchungen an den Überresten zu dem Ergebnis, dass der junge Mann auf die gleiche Art gestorben war wie Edward. [22] Wilson-Claridge wollte die Gebeine an die Russisch Orthodoxe Kirche Im Ausland übergeben. Sein Bruder jedoch war dafür, sie an die Abtei Shaftesbury zurück zu geben. Jahrzehntelang wurden die Gebeine in einer Besteckschublade in einem Bantresor in der Midland Bank in Woking, Surrey aufbewahrt, [23] da der Streit darüber, welche Kirche sie erhalten sollte, noch nicht gelöst war. [24]

Schlussendlich war die Russisch Orthodoxe Kirche Im Ausland der Sieger und brachte die Relikte in eine Kirche auf dem Brookwood Friedhof in Woking, die Zeremonie fand im September 1984 statt. Die Bruderschaft der Mönche des Hl. Edward wurde dort ebenfalls gegründet. [22] Die Kirche ist jetzt bekannt als St. Edward the Martyr Orthodox Church und befindet sich unter der Gerichtsbarkeit einer traditionellen Griechisch Orthodoxen Gemeinde. Obwohl jedoch die Knochen ungefähr aus der richtigen Zeit stammen, stammen sie von einem Mann in seinen späten Zwanzigern oder frühen Dreißigern, nicht von einem Jugendlichen in seinen mittleren Teenagerjahren. [3]

In der Orthodoxen Kirche gilt Edward als ein Leidensträger, ein Typus von Heiligem, der den Tod aus Liebe für Christus hinnimmt. [22] Edward wurde schon vor seiner offiziellen Heiligsprechung weithin verehrt, [25] und er wird auch von der Östlich Orthodoxen Kirche, der Römisch Katholischen Kirche und der Anglikanischen Kirchengemeinschaft als Heiliger angesehen. [22] [26] Sein Feiertag wird am 18. März begangen, dem Tag seiner Ermordung. Die Orthodoxe Kirche feiert ihn jedes Jahr außerdem am 3. September und feiert die Versetzung seiner Gebeine in orthodoxen Besitz am 13. Februar.

Stammtafel[]

  1. Edward der Ältere (871-924) ⚭ I Ecgwynn; ⚭ II Aelfflaed, Tochter von Aethelhelm ⚭ III Eadgifu von Kent
    1. | ♔ Aethelstan von England
    2. | Edith of PolesworthSitric Caech von Northumbria
    3. || ♔ Aelfweard (✝ 924)
    4. || Edwin (✝ 933)
    5. || Eadgifu (✝ 951) ⚭ ♔ Karl II der Einfältige von Westfranken
      1. Ludwig IV von Frankreich
    6. || Eadhild ⚭ Hugo der Große, Herzog der Franken
    7. || Editha (✝ 946) ⚭ ♔ Otto I, Kaiser HRR
    8. || Aelfgifu ⚭ Ludwig [27]
    9. ||| ♔ Edmund I ⚭ I Aelfgifu von Shaftesbury; ⚭ II Aethelflaed von Damerham
      1. | ♔ EadwigAelfgifu
      2. | ♔ Edgar der Friedfertige ⚭ I Aethelflaed Eneda; ⚭ II Wulfthryth von Wilton; ⚭ ||| Aelfthryth
        1. | ♔ Edward der Märtyrer
        2. || ⛪ Edith of Wilton
        3. ||| Edmund Aetheling
        4. ||| ♔ Aethelred der Unberatene
    10. ||| ♔ Eadred

Anmerkungen[]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 Higham, N. J. (1997), The Death of Anglo-Saxon England
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 Hart, Cyril (2004), "Edward [St Edward called Edward the Martyr] (c. 962–978)", Oxford Dictionary of National Biography
  3. 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 3,13 3,14 3,15 3,16 3,17 Williams, Ann (2003). Æthelred the Unready: The Ill-Counselled King
  4. 4,0 4,1 4,2 John, Eric (1996), Reassessing Anglo-Saxon England
  5. 5,0 5,1 Yorke, Barbara (2008). "The Women in Edgar's Life". In Scragg, Donald (ed.). Edgar, King of the English 959–975
  6. 6,0 6,1 Stafford, Pauline (1989), Unification and Conquest: A Political and Social History of England in the Tenth and Eleventh Centuries
  7. Yorke, Barbara (1988). "Æthelwold and the Politics of the Tenth Century". In Yorke, Barbara (ed.). Bishop Æthelwold: His Career and Influence
  8. 8,0 8,1 Miller, Sean (1999), "Edgar", in Lapidge, Michael (ed.), The Blackwell Encyclopedia of Anglo-Saxon England
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 Miller, Sean (1999), "Edward the Martyr", in Lapidge, Michael (ed.), The Blackwell Encyclopedia of Anglo-Saxon England
  10. 10,0 10,1 10,2 Fisher, D. J. V. (1952), "The Anti-Monastic Reaction in the Reign of Edward the Martyr", Cambridge Historical Journal
  11. 11,0 11,1 Williams, Ann (2004), "Ælfhere (d. 983)", Oxford Dictionary of National Biography
  12. 12,0 12,1 Hart, Cyril (2004), "Æthelwine [Ethelwine, Æthelwine Dei Amicus] (d. 992)", Oxford Dictionary of National Biography
  13. Während Higham, Miller und Williams glauben, dass Aelfhere Aethelred unterstützte, glaubt Hart, dass Aethelwine und seine Gruppe Aethelred unterstützten.
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 Dales, Douglas J. (1988), Dunstan: Saint and Statesman
  15. 15,0 15,1 15,2 15,3 15,4 15,5 Swanton, Michael Anglo-Saxon Chronicle
  16. Ser, Melissa Bernstein (1996), The Electronic Sermo Lupi ad Anglos
  17. Stenton, Frank (1971), Anglo-Saxon England
  18. 18,0 18,1 Ridyard, Susan J. (1988), The Royal Saints of Anglo-Saxon England: A Study of West Saxon and East Anglian Cults
  19. Es ist möglich, dass die Passio S. Eadwardi zum Teil auf einer früheren Biographie aus der Abtei Shaftesbury basiert.
  20. Rollason, David W. (1982), The Mildrith Legend: A Study in Early Medieval Hagiography in England (Studies in the Early History of Britain)
  21. Serfes, Nektarios, The Life Of Among The Saints Edward The Martyr, King Of England
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 "St Edward the Martyr", Necropolis Notables, The Brookwood Cemetery Society
  23. Magnificent Monarchs (Fact Attack series) by Ian Locke
  24. Longford, Elizabeth (1991), Oxford Book of Royal Anecdotes
  25. Mark Smith, AllExperts British History, 2006
  26. "About St Edward's", St Edward King and Martyr
  27. Möglicherweise der Bruder von Rudolph II von Burgund (912-937)
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