Ergyng war im Frühmittelalter nach dem Abzug der Römer aus Britannien ein walisisches Königreich. Später wurde es von den Engländern in Archenfield umbenannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Reich lag größtenteils im heutigen westlichen Herefordshire und Monmouthshire. Die altrömische Stadt Ariconium könnte die erste Hauptstadt gewesen sein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Rückzug der Römer um 410 entwickelten sich kleinere politische Einheiten. Anfänglich scheint Ergyng ein Teil von Glywysing und Gwent gewesen sein, wurde aber anscheinend im späten 5. Jh. unter Gwrfoddw ap Medrawd unabhängig und erneut unter Peibio Clafroawg ap Erb Mitte des 6. Jh. Peibio war der Großvater des Hl. Dubricius von Dyfrig, dem ersten Bischof von Ergyng und einer wichtigen Figur bei der Ausbreitung des Christentums in Süd Wales.

Dubricius' Cousin Gwrgan Mawr ap Cynfyn war einer der wichtigsten Könige und könnte Einfluss über Glamorgan bis zum Fluss Neath gehabt haben. In der Mitte des 7. Jh. heiratete Onbrawst ferch Gwrgan Fawr von Ergyng Meurig ap Tewdrig von Gwent und ihr Sohn Athrwys ap Meurig wurde König beider Reiche. Ergyng wurde schließlich ein bloßes Cantref.

Im 8. Jh. führte die wachsende Macht von Mercia zu Konflikten mit den einheimischen Briten und im 9. Jh. hatte Mercia Kontrolle über die Gebiete bei Hereford erlangt. Die Briten wurden fremde in ihrem eigenen Land und man nannte sie nun Waliser. Verglichen mit anderen Gebieten von Süd Wales haben in Ergyng nur wenige ursprüngliche Ortsnamen überlebt. Der Rumpfstaat von Ergyng wurde schließlich zu Arcenefelde oder Archenfield. Obwohl die walisisch sprechende Bevölkerung besondere Rechte behielt, wurde das Gebiet unmissverständlich in das englische County Herefordshire laut den Laws in Wales Acts von 1535 und 1542 einverleibt.

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