Erik Blutaxt - eigentlich Eric Haraldsson - war ein norwegischer Herrscher aus dem 10. Jh. Es wird vermutet, dass er mehrfach kurz als König von Norwegen und zwei mal als König von Northumbria regierte.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angelsächsische Chronik beschreibt Erik lakonisch als "Haralds Sohn". [1] [2] John of Worcester glaubte im 12. Jh., dass Erik von einer königlichen skandinavischen Familie abstammte. [3] Dies stimmt überein mit den norwegischen Überlieferungen, die ihn als einen Sohn des norwegischen Königs Harald Schönhaar beschreiben. Ein weiterer Harald aus dieser Zeit ist Aralt mac Sitric, Sohn von Sitric Caech und König von Limerick. [4] Seine Söhne Maccus und Gofraid sollen mit einem gewissen Eric die Herrscher "der Inseln" (Hebriden) gewesen sein. Weiterhin erinnert König Edward I (1272-1307) in einem Brief an Papst Bonifatius VIII an einen gewissen Eric (Yricius), der als König von Schottland Untertan des englischen Königs gewesen war. [5] Im 19. Jh. wurde außerdem Harald Blauzahn von Dänemark (✝ 983) als Eriks wahrer Vater vorgeschlagen. Plummer und Lappenberg glauben, dass Haralds Sohn Hiring identisch gewesen sein könnte mit Erik. [6] [7] Die einzige Quelle für diesen Hiring ist Adam von Bremen, der in seiner Gesta eine ansonsten unbekannte Gesta Anglorum zu zitieren behauptet: "Harald schickte seinen Sohn Hiring nach England mit einer Armee. Als letzterer die Insel unterworfen hatte, wurde er am Ende von den Northumbriern verraten und getötet." Allerdings passt Haralds Lebenszeit nicht gut genug zu der von Erik, als dass er sein Vater gewesen sein könnte.

Im Morte Rex Eilricus (Der Tod von König Eirikr), der von den verloren gegangenen York Chronicles kopiert wurde, berichtet der Autor davon, wie es zu Eriks Tod kam: er soll von Earl Osulf I von Bamburgh verraten worden und von Earl Maccus in der Schlacht von Steinmor (Stainmore) 954 getötet worden sein. Er starb laut diesem Bericht gemeinsam mit seinen Söhnen und Brüdern, dazu gehörten sein Sohn Henricus/Haericus und sein Bruder Ragnald/Reginaldus. Wood identifizierte die beiden als Harekr und Ragnald, was übereinstimmt mit der Sage Fagrskinna, in der zwei Könige mit diesen Namen gemeinsam mit Erik in seiner letzten Schlacht gegen Osulf sterben, dort werden sie aber nicht als Verwandte bezeichnet. [8] Die Nordischen Sagas identifizieren sie in dieser letzten Schlacht eindeutig als Bruder und Sohn. [9]

Die isländischen und norwegischen Sagas des 12. und 13. Jh., die nicht als historisch akkurat angesehen werden sollten, geben weitere Details über seine Familie. In den meisten Sagas gilt Harald Schönhaar als sein Vater. Seine Mutter ist meistens ungenannt, außer in der Heimskringla, wo sie Ragnhildr, Tochter von Eric von Jütland ist. Andere Sagen bestätigen, dass Harald eine dänische Prinzessin geheiratet haben könnte. In den meisten Sagen heißt es, dass Harald sehr viele Frauen hatte, aber einige deuten an, dass Eric einer der ältesten, wenn nicht sogar sein ältester Sohn war.

Von Eriks Ehefrau erfährt man in der Biographie des Hl. Cathroe von Metz (ca. 900-971, schottischer Heiliger), die etwa um 1000 n. Chr. geschrieben wurde und somit etwa zu seiner Zeit entstand. Dort heißt es, dass Eriks Frau eine Verwandte von Cathroe war. Bedenkt man Cathroes Hintergrund, heißt das vermutlich, dass sie kumbrischer oder schottischer Abstammung war. [10] [11] Die Egils saga aus dem frühen 13. Jh. behauptet, seine Frau sei Gunnhild gewesen, als er in York regierte, was von einigen anderen Sagen bestätigt wird. Eine der frühesten Sagen beschreibt sie als Tochter von Gorm dem Alten, König von Dänemark und somit Schwester von Harald Blauzahn. Andere nennen einen anderen Ursprung. Es gibt keine Übereinstimmung unter Historikern, welche der Sagen möglicherweise stimmt. Einige glauben, dass er möglicherweise mit seinem Vorgänger Amlaib Cuaran verwechselt wurde, dessen zweite Frau eine Irin war. [12] Downham glaubt, dass Eric von Northumbria nicht die gleiche Person ist wie Erik Blutaxt. [10] Und weiterhin existiert auch die Theorie, dass es tatsächlich zwei Ehefrauen gab. [11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Jahre und Sagas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Eriks Leben ist das meiste aus den Sagas bekannt. Laut der Heimskringla begann er seine Karriere in seiner Jugend mit Piraterie an der baltischen Küste, der von Dänemark, Friesland und Deutschland. Später zog er weiter nach Schottland, Wales, Irland und Frankreich und schließlich nach Lappland und Bjarmaland (das heutige nördliche Russland).

Das Hauptthema der Sagas über Harald Schönhaars viele Söhne ist ihr Streit um die Thronfolge von Norwegen. Laut der Heimskringla hatte Harald seine Söhne zu Unterkönigen über verschiedene Distrikte ernannt und Erik als sein Lieblingssohn sollte den Thron von Norwegen erben. Es kam zu Kämpfen unter den Brüdern. Erik tötete mehrere von ihnen vor und nach seiner Thronbesteigung und erlangte schließlich die volle Kontrolle über Norwegen. Sein jüngster und bekanntester Halbbruder Haakon lebte zu dieser Zeit als Ziehsohn von Aethelstan von England am westsächsischen Hof. Erik regierte so streng und brutal, dass die Norweger schließlich unzufrieden waren und das ermöglichte es Haakon, zurück zu kehren und die Macht zu übernehmen. Eric wurde vertrieben und floh nach England. Es gibt allerdings verschiedene Probleme mit den Ereignissen in den Sagas. Sowohl Datum und Länge von Eriks Herrschaft sind durch die verwirrende Chronologie schwer zu bestimmen und keine zeitgemäße oder nahezu zeitgemäße Quelle erwähnt ihn überhaupt als Herrscher von Norwegen.

Die nordischen Sagas beschreiben die Art, wie er aus Norwegen vertrieben wurde und nach England kam, äußerst unterschiedlich. Eine erzählt nur von seiner Ankunft, wie er von Aethelstan von England willkommen geheißen wurde, von seiner kurzen Herrschaft und seinem Tod bald danach. Eine andere berichtet, dass er nach England floh, wo ihn sein Halbbruder Haakon freundlich empfing, taufen ließ und ihm von Aethelstan die Herrschaft über Northumbria übergeben wurde. Dort heißt es, dass er sich in Northumbria wiederum schnell unbeliebt machte und vertrieben wurde, woraufhin er nach Spanien ging und dort getötet wurde. [13]

Spätere Sagas erweitern seine Geschichte und berichten von der Zeit zwischen seiner Herrschaft in Norwegen und Northumbria, die er in Orkney verbracht haben soll. Einige erzählen von seiner Tochter Ragnhild, die mit einem Earl of Orkney verheiratet war. Andere sagen, dass er nach seiner Vertreibung aus Norwegen direkt nach Orkney segelte und dort die Macht übernahm. Er soll von dort aus Überfälle auf die umliegenden Gebiete wie Irland, die Hebriden, Schottland und England durchgeführt haben. [13]

Herrschaft in Northumbria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seiner Übernahme der Herrschaft in Northumbria gibt es schließlich verlässlichere Quellen über sein Leben, auch wenn die Details eher dürftig sind und eigene Probleme hervorrufen. Dazu gehören die Angelsächsische Chronik, die Historia Regum von Symeon of Durham und die Historia Anglorum von Roger of Wendover. Eine Schwierigkeit hier ist, dass die Chronologie der Aufzeichnungen verwirrend ist. Die beste Zeitlinie stellt die Worcester Chronicle dar (eine der Versionen der Angelsächsischen Chronik). [14]

Als Erik nach Northumbria kam, war es schon viele Jahre hart umkämpft zwischen den Königen von Wessex und den Ui Imair. Die northumbrischen Bewohner selbst befanden sich inmitten dieses Kampfes, eine komplexe Gesellschaft, die von Henry of Huntingdon als treulos beschrieben wurden. [2] 927 hatte König Aethelstan von England Northumbria unter seine Kontrolle gebracht und sein Sieg in der Schlacht bei Brunanburh 937 festigte seine Macht noch. In den königlichen Urkunden gegen Ende seiner Herrschaft wird er als Herrscher über ganz Britannien bezeichnet. Doch Aethelstan starb 939 und sein Nachfolger Edmund I war zu dieser zeit erst 18 Jahre alt [15] und konnte die Kontrolle über Northumbria nicht halten. Kurz nach seinem Herrschaftsantritt übernahm ein neuer Herrscher der Ui Imair in York den Thron. Aus den Irischen Annalen ist bekannt, dass Olaf Guthfrithson Dublin 939 verließ, [16] sein Cousin Amlaib Cuaran sich ihm 940 in York anschloss [17] und dass Olaf 941 [18] oder 942 [19] starb. [14] Amlaib wurde sein Nachfolger und seine Herrschaft war in Northumbria sehr beliebt. [20] Es gibt Hinweise darauf, dass Wulfstan I, Erzbischof von York, eine Schlüsselrolle dabei hatte, doch er änderte später seine Meinung. 942 konnte Edmund I Mercia und die Five Boroughs zurückerobern. [21] Amlaib konnte einen erfolgreichen Überfall auf Tamworth in Mercia unternehmen, [22] [14] doch 943 belagerten er und Wulfstan Leicester und konnten nur knapp entkommen, als sie von Edmund angegriffen wurden. Die Friedensverhandlungen führten dazu, dass Amlaib sich mit Edmund verbündete und ihm Northumbria bis zur Watling Street überließ. Weiterhin wurde Edmund sein Pate, als Amlaib getauft wurde. Doch 944 vertrieb Edmund sowohl Amlaib als auch seinen Mitherrscher (oder Rivalen) Ragnall Guthfrithson aus Northumbria. [23] Die Irischen Annalen berichten, dass Amlaib 945 Herrscher von Dublin war und ein namentlich nicht genannter Herrscher in York (möglicherweise Ragnall) starb. Edmund wurde in den Quellen als Herrscher über ganz England beschrieben, starb jedoch schon 946.

Erste Herrschaft 947/8 bis 948[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eadred von England wurde Edmund I's Nachfolger. Zu dieser Zeit waren die Loyalitäten von Schottland und Northumbria eher instabil und über die Pläne der Herrscher dieser Zeit ist nicht viel bekannt. Die Quellen berichten, dass Eadred Northumbria unter seine Kontrolle brachte und die Schotten ihm Eide schworen, dass sie "alles tun würden, was er wollte". [24] [25] 947 schworen ihm Erzbischof Wulfstan I und der Witan von Northumbria an der Grenze des Humber Gefolgschaft. Was sie dazu brachte ist nicht klar, doch die englische Herrschaft wurde nicht sehr willkommen geheißen. Die Angelsächsische Chronik berichtet, dass die Northumbrier ihre Eide schnell brachen [26] und bis 948 hatten sie "Erik zu ihrem König gemacht". [27] [25] Im gleichen Jahr führte König Eadred einen Feldzug in den Norden und verwüstete Northumbria und besonders das Münster von Ripon. Und obwohl seine Truppen auf dem Rückweg schwere Verluste erlitten in der Schlacht bei Castleford, versprach Eadred den Northumbriern noch größere Verwüstung, wenn sie Erik nicht vertreiben würden. Northumbria gab nach, Erik musste das Land verlassen und man zahlte dem König Schadensersatz. [27] [28]

Die Chronik der Könige von Alba berichtet, dass 948 oder 949 Malcolm I mac Domnall von Schottland auf Constantine II mac Aeds Anweisung hin Northumbria bis hinunter zum Fluss Tees verwüstete und dabei viele Gefangene und Vieh mitnahm. [29] [30] Costambeys glaubt, dass dies "gegen Erik gerichtet gewesen sein könnte oder aber zu seinem Vorteil, obwohl der Protagonist auch genauso gut Olaf Sihtricson gewesen sein könnte". [31]

Zweite Herrschaft 952 bis 954[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eriks Flucht ermöglichte es Amlaib Cuaran, der in Irland eine schwere Niederlage erlitten hatte, nach Northumbria zurück zu kehren und dort 949 die Herrschaft zu übernehmen. [32] Eadred scheint nichts dagegen unternommen zu haben, möglicherweise weil es sich um den Patensohn seines Bruders handelte. Zumindest lässt dies das Schweigen in den Quellen vermuten. Die Angelsächsische Chronik berichtet allerdings für das Jahr 952, dass "die Northumbrier König Olaf [Amlaib] vertrieben und Erik, Sohn von Harald, akzeptierten". [33] [2] Die Annalen von Ulster berichten aus dem gleichen Jahr von einem Sieg der "Fremden", das heißt der Nordmänner, über die "Männer von Schottland und die Waliser [Britonen von Strathclyde] und die Sachsen". [34] Was genau dieser knappe Eintrag bezüglich Eriks zweiter Herrschaft bedeutet, ist nicht klar. Möglicherweise führte er seine Truppen, um den Thron erneut zu beanspruchen oder kehrte zurück, um sich für seine Niederlage zu rächen. [31] Seine Herrschaft war erneut nur kurz, denn die Northumbrier vertrieben ihn 954 erneut. [2] [35] Downham weist in dieser Hinsicht auf einen ansonsten nicht bekannten Eltangerht hin, dessen Münzen etwa um diese Zeit in York geprägt wurden, doch es gibt keine Hinweise auf ihn in den Quellen. [14]

Erzbischof Wulfstan und die Urkunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die genaue Art der Beziehung zu Wulfstan I, Erzbischof von York, der eine entscheidende Rolle bei der Karriere von Amlaib Cuaran in den frühen 940er Jahren spielte, ist nicht genau bekannt. Man könnte annehmen, dass Wulfstan aufgrund seiner politischen Vorgeschichte der Anführer der Northumbrischen Partei war, die Erik zum König wählte. Es wurde auch vermutet, dass Eadreds Angriff auf das alte Münster von Ripon, das nur wenig militärische Bedeutung hatte, eigentlich auf Wulfstan abzielte. [36] Ob Eriks Absetzung im Jahr 948 die Beziehung beeinflusste, ist umstritten.

Die Zeugenlisten angelsächsischer Urkunden, die zeigen, wann Wulfstan an Eadreds Hof kam - egal ob aus eigenem Recht oder als Vermittler zwischen zwei Königen - wurden benutzt, um eine Chronologie für Wulfstans wechselnde Loyalität anzulegen. Zwischen 938 und 941 bezeugte er keine königlichen Urkunden, begann damit aber nach den Verhandlungen von 942. [37] Über Eriks erste Herrschaft enthüllen diese Urkunden kaum etwas, doch es könnte die Lücken in Wulfstans Bezeugungen in den turbulenten Jahren 947 und 948 erklären. Leider wurden in der kritischen Zeit zwischen 950 und 954 nur wenige Urkunden herausgegeben, möglicherweise aufgrund Eadreds sich verschlechternder Gesundheit, doch auch das wenige ist lehrreich. Wulfstan scheint sich 950 noch am Hof befunden zu haben, doch von den fünf 951 herausgegebenen Urkunden bezeugte er keine, was andeuten könnte, dass er erneut Amlaib unterstützte. Eriks zweite Herrschaft 952 bis 954 ist noch obskurer. Bekannt ist, dass Wulfstan in dem Jahr, als Erik das zweite mal Northumbria zu regieren kann, an einem als ludanbyrig bezeichneten Ort vor Gericht stand, [38] wegen mehrfach vorgebrachter, aber ansonsten unbekannter Anschuldigungen. [33] Von den wenigen aus 953 erhaltenen Urkunden bezeugte Wulfstan nur eine, und nach Eriks Tod wurde er 955 wieder in sein Amt eingesetzt, aber jetzt in Dorchester und nicht in York. [35] Clare Downham vermutet, dass Wulfstan zu dieser Zeit von König Eadred unter Druck gesetzt wurde, Erik seine Unterstützung zu entziehen. [14]

Life of St. Cathroe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eriks plötzliches Erscheinen in der Angelsächsischen Chronik ist verblüffend, denn es fehlt jeglicher Hinweis darauf wie oder warum er plötzlich da ist. Das Life of St. Cathroe, ein schottischer Heiliger, kann hierbei möglicherweise einiges Licht in die Angelegenheit bringen. In der Geschichte heißt es, dass Cathroe einen König Eric in York besuchte, als er aus Strathclyde ins Westfrankenreich reiste. [39] Dieser Eric soll verheiratet und in guter Beziehung zu seinen Nachbarn im Nordwesten gestanden sein, aber die Hinweise sind eher indirekt und doppeldeutig: es hießt, dass Cathroe mit Eriks Ehefrau und auch mit Donald mac Owen von Strathclyde verwandt war, was auf eine Allianz zwischen den beiden Herrschern hindeuten könnte. Die Hinweise in der Heiligenbiographie sagen, dass Cathroe zwischen 940/943, als Constantine II mac Aed von Schottland das Reich an Malcolm I mac Domnall übergab, und 946, als Edmund I von England getötet wurde, in York war. [14] Das größte Problem bei der Identifikation von Erik liegt hier darin, dass der Bericht nicht mit der Angelsächsischen Chronik und der Herausgabe von Urkunden zu vereinbaren ist, laut denen Edmund 946 noch immer König von ganz Britannien war.

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angelsächsische Chronik gibt keine Erklärung, doch es scheint, dass die Abdankung von Amlaib Cuaran und Erik als ausschließlich nördliche Angelegenheiten beschrieben werden, ohne viel (direkte) westsächsische Einmischung. [40] Die historischen Berichte über Eriks Tod deuten auf kompliziertere Umstände hin, doch die northumbrische Politik steht im Vordergrund. Nach einem Bericht über die Invasion von Schottland durch Wilhelm I der Eroberer im Jahr 1072 beschreibt die Historia Regum von Symeon of Durham, dass Erik von einem Maccus, Sohn von Onlaf, vertrieben und getötet wurde. Vom Flores historiarum von Roger of Wendover (13. Jh.) glaub man, dass es sich auf nördliche Quellen bezieht, die inzwischen verloren gegangen sind, als es berichtet: "König Eric wurde verräterisch getötet von Earl Maccus an einem bestimmten einsamen Platz, der Stainmore genannt wird, mit seinem Sohn Haeric und seinem Bruder Ragnald, betrogen von Earl Oswulf; und dann regierte danach König Eadred in diesen Gebieten." [41]

Stainmore liegt am Hauptpass durch die nördlichen Penninen, der die grenze zwischen Cumbria und dem heutigen Durham markiert. Dort führt eine alte römische Straße von York nach Catterick und nordwestlich weiter nach Carlisle. Erik könnte demnach der gleichen Straße gefolgt sein, die der Hl. Cathroe genommen hatte, nur in der Gegenrichtung, möglicherweise mit Strathclyde oder den Hebriden als Ziel.

Der Graf Osulf I von Bamburgh, der Erik betrog, war High-Reeve des nördlichen Northumbria, mit Hauptsitz in Bamburgh. Sein Gebiet entsprach in etwa dem früheren Königreich Bernicia. Er zog eindeutig Vorteil aus seinem Mordkomplott gegen Erik. Die Historia regum berichtet, dass die Provinz Northumbria danach von Earls verwaltet wurde und berichtet von der formellen Ernennung von Osulf zum Earl of Northumbria im folgenden Jahr. [42] Die De primo Saxonum adventu aus dem frühen 12. Jh. berichtet, dass "als erster der Earls nach Erik, dem letzten König, den die Northumbrier hatten, verwaltete Osulf unter König Eadred alle Provinzen der Northumbrier". [39] Im Gegensatz dazu ist die Identität von Eriks Mörder Maccus, Sohn von Anlaf, unklar. Sein Name könnte auf eine nordisch-gälische Familie aus dem Grenzland hindeuten: Anlaf ist ein gebräuchlicher skandinavischer und nordisch-gälischer Name, doch Maccus ist geographisch viel beschränkter und steht in deutlichem Zusammenhang mit Ortsnamen im südlichen Schottland. [40] Einige Historiker vermuten, dass Onlaf mit Amlaib Cuaran in Verbindung stehen könnte, doch dies ist reine Spekulation.

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Angelsächsische Chronik, Jahr 952
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Henry of Huntingdon, Historia Anglorum
  3. John of Worcester, Chronicle
  4. Chronicon Scotorum, Jahr 940; Annalen der Vier Meister, Jahr 938
  5. Downham, Clare Viking Kings of Britain and Ireland. The Dynasty of Ívarr to A.D. 1014
  6. Lappenberg, J. M. (tr. B. Thorpe), A History of England under the Anglo-Saxon Kings. 1845
  7. Todd, J. H., The War of the Gaedhil with the Gaill, 1867
  8. Campbell, Alistair (1942) "Two Notes on the Norse Kingdoms in Northumbria." English Historical Review
  9. In Search of the Dark Ages - In Search of Erik Bloodaxe, BBC Dokumentation von Wood, Michael 26 March 1981
  10. 10,0 10,1 Downham, Clare (2004). "Eric Bloodaxe – axed? The Mystery of the Last Viking King of York". Mediaeval Scandinavia
  11. 11,0 11,1 Woolf, Alex (1998). "Eric Bloodaxe revisited". Northern History
  12. Collingwood, W. G. (1897-1900) "King Eirík of York." Saga-book of Viking Club Society for Northern Research
  13. 13,0 13,1 Cormack, Margaret (2001) "Egils saga, Heimskringla, and the Daughter of Eiríkr blóðøx." alvissmál
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 Downham, Clare (2003). "The Chronology of the Last Scandinavian Kings of York, AD 937–954". Northern History
  15. Angelsächsische Chronik, Jahr 940 für 939
  16. Annalen der Vier Meister, Jahr 939
  17. Annalen der Vier Meister, Jahr 940; Annalen von Clonmacnoise Jahr 940
  18. Annalen von Clonmacnoise, Jahr 941; Chronicon Scotorum Jahr 941
  19. Angelsächsische Chronik, Jahr 942
  20. ASC, Jahr 941
  21. ASC, Jahr 942
  22. ASC, Jahr 943
  23. ASC, Jahr 945
  24. ASC, Jahr 946
  25. 25,0 25,1 William of Malmesbury, Gesta Regum
  26. ASC, Jahr 947
  27. 27,0 27,1 ASC, Jahr 948
  28. Symeon of Durham, Historia Regum Jahr 950
  29. Chronik der Könige von Alba
  30. Skene, William Forbes - Chronicles of the Picts, Chronicles of the Scots
  31. 31,0 31,1 Costambeys, Marios (2004) "Erik Bloodaxe (d. 954)." Oxford Dictionary of National Biography
  32. ASC, Jahr 949
  33. 33,0 33,1 ASC, Jahr 952
  34. Annalen von Ulster
  35. 35,0 35,1 ASC, Jahr 954
  36. Williams, Ann (2004) "Eadred (d. 955)." Oxford Dictionary of National Biography
  37. 'Wulfstan 14, fl. 931–956', Prosopography of Anglo-Saxon England
  38. Swanton, Michael The Anglo-Saxon Chronicles
  39. 39,0 39,1 Anderson, A. O. Early Sources of Scottish History A.D. 500–1286
  40. 40,0 40,1 Woolf, Alex From Pictland to Alba, 789–1070
  41. Whitelock, Dorothy English Historical Documents I
  42. Symeon of Durham, Historia Regum Jahr 952
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