Eine Miniatur von König Arthur aus dem Flores Historiarum.

Als Flores Historiarum werden zwei verschiedene, aber mit einander verbundene lateinische Chroniken bezeichnet, die im 13. Jh. entstanden.

Roger of Wendover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger of Wendover erschuf das erste Flores und führte seine Chronologie von der Erschaffung der Welt bis zum Jahr 1235, dem Jahr vor seinem Tod. Er behauptete, seine Quellen bei verschiedenen katholischen Schreibern gesucht zu haben wie Blumen verschiedener Farben, weshalb er sein Werk Flores Historiarum nannte. Inzwischen wird seine Arbeit geschätzt für seinen vollen und lebensnah erzählenden Stil für zeitgemäße Ereignisse zwischen 1215 und 1235, wozu auch die Unterzeichnung der Magna Carta von König Johann gehört.

Die von ihm benutzten Quellen für die Ereignisse vor seiner Lebenszeit sind Beda, Geoffrey of Monmouth, Sigebert of Gembloux, Florence of Worcester, Symeon of Durham, William of Malmesbury, Henry of Huntingdon, Robert de Monte, William of Tyre, Ralph de Diceto, Benedictus Abbas, Roger of Hoveden und Ralph of Coggeshall (bis 1194). Ab 1201 und bis zur Herrschaft von König Johann teilt es sich eine gebräuchliche Quelle mit den Annales Sancti Edmundi. Einige der frühen Teile des Textes scheinen stark von der Historia scholastica von Petrus Comestor abgeschrieben zu sein.

Verschiedene Manuskripte dieses Buches haben bis heute überlebt, die älteste Version befindet sich in der Bodleian Library. Dieses Manuskript stammt etwa von 1300.

Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite und weiter verbreitete Version des Flores führt von der Schöpfung bis zum Jahr 1326, wobei einige der früheren Manuskripte schon 1306 enden. Dieses Werk wurde von verschiedenen Personen zusammengestellt und wurde schnell unter den Zeitgenossen beliebt. Hiervon existieren etwa zwanzig Manuskripte. Das früheste dieser Manuskripte wird auf 1265 geschätzt und enthält kleine Notizen von Matthew Paris, nachdem diese Version des Flores auch benannt ist. Diese Version wurde lange einem gewissen Matthew of Westminster zugeschrieben, bei dem es sich jedoch tatsächlich um Matthew Paris handelt.

Dieses Flores ist sehr feindselig eingestellt gegen über Robert I the Bruce. Laut dem Chronisten sagte seine Ehefrau Elizabeth Bruce ihm, nachdem er sich selbst zum König der Schotten gekrönt hatte: "Ich glaube, du bist ein Sommerkönig; vielleicht wirst du im Winter keiner sein."

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