Gaius Iulius Marcus war ein Gouverneur von Britannia Inferior um 213-214.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Name ist durch einen Meilenstein auf der Militärstraße am Hadrianswall bekannt, auch wenn er zum Teil ausgekratzt wurde, was andeutet, dass er irgendwann danach Missfallen erregt hat. Er beauftragte Bauarbeiten an den Festungen Old Carlisle und Netherby.

Seine Truppen stellten sich auf die Seite Caracallas im Streit um den Thron, der nach dem Tod von Kaiser Septimius Severus folgte, und errichteten ihre eigenen Widmungen gegenüber ihrem gewählten Kandidaten. Die Damnatio Memoriae [1], die ihr Gouverneur erlitt, könnte damit zusammenhängen.

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Die "Auslöschung des Andenkens", eine römische Praxis. Sie bezeichnet die Verfluchung und demonstrative Tilgung des Andenkens an eine Person durch die Nachwelt. Die Namen besonders verhasster Personen wurde aus öffentlichen Bildnissen und Inschriften gelöscht und sollte nicht mehr genannt werden, auch wenn das nicht unter Strafe stand.
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