Gereint ap Custennin war König von Dumnonia von etwa 565 bis 598. Er wurde als St. Gerren zum Heiligen erklärt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gereint war der Sohn von Custennin ap Cadwy. Irgendwann um 565 dankte sein Vater ab, um sein Leben der Kirche zu widmen, und reiste fortan als Mönch umher und gründete verschiedene Kirchen, und Gereint bestieg den Thron.

Der walisische Barde Aneirin machte ihn in seinem Gedicht Y Gododdin unsterblich als Gereint rac Dehau (Gerren für den Süden). Das Gedicht erzählt von Gereints tapferem Tod 598, als die keltischen Königreiche unter Mynyddog Mwynfawr von Din-Eidyn (Edinburgh) und Cynan von Gododdin (Lothian) nach Süden ritten, um gegen die Sachsen von Bernicia zu kämpfen.

Es scheint allerdings, als wäre Gereint in der Schlacht nur tödlich verwundet worden und wäre einige Tage später gestorben. Als der Hl. Teilo in die Bretagne floh, um der Pest in Wales zu entkommen, wurde er von Gereint in dessen Schloss bei Dingerein bewirtet. Er versprach dem König, dass dieser nicht sterben würde, ohne von ihm die letzte Ölung erhalten zu haben. Teilo kehrte sieben Jahre lang nicht zurück, und danach wurde sein Schiff von dumnonischen Höflingen begrüßt, die ihn baten, schnell zum sterbenden König zu gehen. Gereint freute sich sehr über die Rückkehr seines Freundes, erhielt die Hostie und starb dann in Teilos Armen. Der Hl. Turiau in der Bretagne will gesehen haben, wie seine Seele in den Himmel aufstieg.

Carne Beacon bei Veryan in Cornwall

Legenden zufolge soll sein Leichnam in einen großen Sarg auf einem riesigen goldenen Schiff gelegt worden sein, das durch das "Mermaid's Hole" ins Meer glitt. Es wurde dann mit silbernen Rudern über die Bucht von Gerran gerudert und schließlich vollständig unter dem Hügel von Carne Beacon bei Veryan begraben. Dort soll er mit einem Schwert in der Hand auf den Tag warten, an dem er zurückkehrt, um sein Reich erneut für sich zu beanspruchen.

1855 wurden zwar weder Gold noch Silber ausgegraben und auch kein großes Schiff, nur ein kleines Steingrab. Der Gräber gab zu, sich nur auf das Zentrum des Hügels konzentriert zu haben. Im 19. Jh. behauptete ein Bauer, den Meerjungfrauentunnel zwischen dem königlichen Palast von Dumnonia und dem Meer wiederentdeckt zu haben.

 Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ♔ Geraint Llyngesog ap Erbin (D, * 448, 480-508) ⚭ | Gwyar ferch Amlawdd Wledig (* 450); ⚭ || Enid ferch Ynyr Gwent (* 470)
    1. | Gwegnier ferch Gereint (* 480) ⚭ ♔ Caradog Freichfras (Gwent, * 470)
    2. | ♔ Cadwy ap Gereint (D, *482)
      1. ♔ Hl. Constantine/Custennin ap Cadwy (D, * 520-576)
        1. NN ferch Custennin (* 550) ⚭ ♔ Peibio Clafroawg ap Erb (Ergyng, * 552)
        2. ♔ Gereint ap Custennin (D, * 552-598)
        3. ♔ Bledric ap Custennin (D, * 554-613)
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