Gwrthefyr mac Aircol Lawhir - auch Vortepor oder Vortiporius - war ein König von Dyfed ca 515 bis 540.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vortepor bleibt durch die Schriften von Gildas in seiner De Excidio in Erinnerung, wo er als Herrscher mit bösen Taten bezeichnet wird, als der schlechte Sohn eines guten Königs (Aircol Lawhir), der Mord und Vergewaltigung begangen hatte, möglicherweise sogar an seiner eigenen Tochter. Er scheint jedoch nicht vollständig schlecht gewesen zu sein, denn Gildas vergleicht ihn mit einem Leoparden, "gesprenkelt mit Boshaftigkeit".

Gwerthefyr lebte während einer relativ friedlichen Periode des letzten Goldenen Zeitalters von Britannien (zwischen der Schlacht von Badon und der Schlacht von Camlann; siehe Arthur) und trug den Titel Beschützer, und so scheint es wahrscheinlich, dass er einst ein starker und mächtiger Herrscher war, der im Alter bösartig wurde, weil er nichts mehr zu tun hatte.

Eine Inschrift über Vortepor hat überlebt und befand sich ursprünglich in der Kirche von Castell Dwyran, vermutlich das ursprüngliche Heim der Herrscher von Dyfed. Die Inschrift war Voteporigis/Votegorigas gewidmet, doch moderne Wissenschaftler glauben, dass das fehlende r in der ersten Silbe ein signifikanter Hinweis darauf ist, dass eine andere Person gemeint war.

Da Vortepor ein Zeitgenosse von Arthur war, ist es überraschend, dass er nicht in die Artussagen eingegangen ist. Zu dieser Zeit wird der Herrscher von Dyfed als Stater in den Königslisten genannt, ein Name, der nichts bedeutet. Bei Geoffrey of Monmouth ist Votiporius der Nachfolger von Aurelius Caninus, ihm soll Malgo auf den Thron gefolgt sein. In der Historia Brittonum von Nennius wird er nicht erwähnt, jedoch in den irischen Genealogien aus dem 8. Jh., besonders in The Expulsion of the Déisi, wo er Gartbuir genannt wird. Eine weitere Genealogie behauptet, er wäre ein Nachfahre von Eochaid Allmuir gewesen, der einen Stamm der Déisi in ihrer Siedlung in Dyfed angeführt hätte.

Gildas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gildas' De Excidio et Conquestu Britanniae ist eine verächtliche Allegorie über fünf britische Könige, die er mit den Monstern der christlichen Apokalypse vergleicht. Er beschränkt sich auf die Könige von Gwynedd (Maelgwn Gwynedd ap Cadwallon), Dyfed (Vortiporius), Penllyn (möglicherweise, da sein König Cuneglasus/Cynlas in königlichen Stammlisten mit der Region verbunden wird), Damnonia/Alt Clut (Custennin von Dumnonia) und eine unbekannte Region, die mit Caninus verbunden wird. Es handelt bei allen außer Alt Clut um walisische Reiche.

Die Gründe für Gildas Feindseligkeit sind unbekannt. Über Vortiporius sagt er nichts anderes, als dass er Verachtung für seine Sünden anbietet und die wenigen bereits erwähnten Details berichtet. Vortiporius wird als schlechter Sohn eines guten Vaters bezeichnet. Gildas greift auch seine Tochter an, nennt sie schamlos, und deutet an, dass Vortiporius sie vergewaltigt oder eine sexuelle Beziehung zu ihr hat.

Geoffrey von Monmouth[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geoffrey erwähnt Vortiporius in einem kurzen Kapitel mit dem Titel "Uortiporius, wird zum König erklärt, erobert die Sachsen". Er berichtet, dass Uortiporius Aurelius Caninus auf den Thron folgte und dass die Sachsen sich gegen ihn erhoben, nachdem er zum König erklärt worden war. Sie brachten ihre Landsleute aus Germanien in einer großen Flotte, doch sie wurden besiegt. Uortiporius dann friedlich für die nächsten Jahre, bevor ihm Malgo (Maelgwn Gwynedd ap Cadwallon) nachfolgte. Dies ist jedoch nur seine Erfindung.

In einer Sammlung walisischer Geschichten aus dem 19. Jh. wird Geoffreys Geschichte wiederholt, wobei er dort Gwrthevyr genannt wird (obwohl Vortiporius' moderne walisische Schreibweise Gwrdebyr ist; hier wurde der Name mit Vortimer verwechselt, dem Sohn von Vortigern).

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tryffin Farfog mac Aed Brosc ⚭ Gweldyr ferch Clotri ap Ednyfed von den Demetae
    1. Aircol Lawhir mac Tryffin Farfog
      1. Gwrthefyr mac Aircol Lawhir
        1. Cyngar ap Gwrthefyr
        2. NN, Tochter
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