Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Die Jüten waren ein germanischer Volksstamm und gehörten laut Beda Venerabilis zu einem der drei mächtigsten Stämme während der nördlichen Eisenzeit, gemeinsam mit den Sachsen und Angeln.

Geschichte[]

Die Jüten sollen ursprünglich auf der Jütland-Halbinsel und teilen der nordfriesischen Küste gesiedelt haben.

Siedlungsgebiete der Angeln, Sachsen und Jüten in Kent.

Gemeinsam mit den Angeln, Sachsen und Friesen begannen sie im späten 4. Jh. in Britannien einzufallen und dort zu siedeln. Laut Beda siedelten sie in Kent, wo sie als Cantaware bekannt waren, als Wihtwara auf der Isle of Wight und in Hampshire, wo sie die Kleinkönigreiche der Meonwara und Ytene gründeten. [1] Weiterhin gibt es Hinweise darauf, dass die Haestingas, die sich im 6. Jh. im Gebiet Hastings in Sussex ansiedelten, möglicherweise ebenfalls jütischen Ursprungs waren.

Die Jüten in Hampshire und auf der Isle of Wight verschwanden schließlich, vermutlich wurden sie von den sie umgebenden Sachsen assimiliert, und es bleiben heute nur noch äußerst geringe Spuren von ihnen. Der Gelehrte Robin Bush vermutete kürzlich sogar, dass die Jüten dieser beiden Gebiete das Opfer einer ethnischen Säuberung der Westsachsen waren. Tatsächlich erklärt Beda, dass dies 686 wirklich geschah. Bushs Theorie ist jedoch unter den Gelehrten umstritten und es gibt eine Gegenhypothese, dass nur der Adel ausgelöscht wurde.

Die Kultur der Jüten in Kent, die heute noch deutliche Spuren hinterlassen hat, zeigt mehr Zeichen von römischem, fränkischem und christlichem Einfluss, als die der Angeln oder Sachsen. Hinweise in Gräbern haben gezeigt, dass das Heidentum unter ihnen schon relativ früh aufgegeben wurde und starke Verbindungen zum Kontinent wurden gefunden. Dies zeigt sich auch in der Geschichte von Kent, das bereits früh eng Verbunden war mit dem Frankenland; der wichtigste und bekannteste frühe König von Kent, Aethelberht I von Kent, war verheiratet mit der fränkischen Prinzessin Bertha von Franken, deren Einfluss das Christentum bereits zu Beginn des 7. Jh. nach Kent brachte.

Anmerkungen[]

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