Jaenberht war Erzbischof von Canterbury von 765 bis 792. Während seiner Amtsperiode entstand aufgrund der schwierigen Beziehung zwischen ihm und Offa von Mercia der Erzbischof von Lichfield.

Er wurde nach seinem Tod heilig gesprochen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jaenberht war ein Mönch in der Abtei St. Augustine's in Canterbury, bevor er von den Mönchen zum Abt gewählt wurde. [1] Er stammte aus einer bekannten Familie im Königreich Kent und sein Verwandter Eadhun war der Reeve von König Ecberht II von Kent, zu dem Jaenberht gute Beziehungen hatte. [2]

Jaenberht wurde am 2. Februar 765 [3] [4] am Hof von Offa von Mercia zum Erzbischof geweiht, was vermuten lässt, dass der König seine Wahl guthieß. [5] 766 erhielt er das Pallium. [6] Zu dieser Zeit war Kent Untertan von Offa und rebellierte 776, möglicherweise auf Drängen von Jaenberht, und konnte seine Freiheit erreichen. [7] 780 und 781 nahm Jaenberht an Kirchenkonzilen in Brentford teil, die von Offa geleitet wurden. Obwohl sie anfänglich gute Beziehungen hatten, waren Jaenberhts Verbindungen zu Egbert ebenfalls stark: nach der Schlacht von Otford schenkte Egbert eine Reihe von Ländereien an Christ Church. Als Offa wieder die Kontrolle über Kent übernahm, was spätestens 785 geschah, konfiszierte er die Ländereien und gewährte sie einem seiner Thegns. [5]

Während Jaenberhts Amtszeit kam es zu einem Streit zwischen der Diözese von Canterbury und Offa, was 787 zur Schaffung der rivalisierenden Erzdiözese von Lichfield unter Hygberht führte. [2] Anfänglich versuchte Offa, den Erzbischofssitz von Canterbury nach London zu bringen, doch als der Papst seine Erlaubnis verweigerte, sorgte Offa für die Erschaffung eines dritten Erzbischofssitzes auf den Britischen Inseln. Lichtfield war der Hauptbischofssitz in Mercia und somit stand der neue Erzbischof unter Offas Kontrolle. [8] Es gab mehrere Gründe für den Konflikt zwischen Jaenberht und Offa. Jaenbehrts Widerstand gegen Offas Absetzung der kentischen Dynastie. Sie stritten über Land, das sie beide als ihres beanspruchten und Jaenberht weigerte sich, Offas Sohn Ecgfrith von Mercia zu krönen. [2] Es wurden auch Probleme davon verursacht, dass der Erzbischof in Canterbury seine eigenen Münzen prägte. [9] Matthew Paris, der im 13. Jh. schrieb, bestätigte, dass Jaenberht ein Komplott schmiedete, um Karl dem Großen nach Canterbury hinein zu lassen, wenn er in Britannien einfallen würde. Diese Geschichte könnte auf einer Aufzeichnung aus der Abtei St. Albans wiedererzählen oder aber eine Erfindung sein, um die Details von Jaenberhts Leben zu erweitern, wo Paris keine Informationen hatte. [5] Ein Gerücht während Jaenberhts Amtszeit behauptete auch fälschlicherweise, dass Offa sich mit Karl dem Großen verschworen hatte, um Papst Hadrian I abzusetzen. Der Historiker Keynes hält es für möglich, dass Jaenberht hinter diesen Gerüchten steckte. [7] Offas Nachfolger bestätigte dem Papst schließlich, dass Offas Handlungen von Hass auf Jaenberht und das Volk von Kent motiviert gewesen waren. [10]

787 schickte Papst Hadrian I das Pallium zu Hygeberht von Lichfield und erhob Lichfield damit zum Erzbischofssitz, und Ecgfrith wurde gekrönt. Es gibt keinen zeitgemäßen Hinweis darauf, dass Jaenberht jemals Hygeberht als Erzbischof anerkannte. [5] Canterbury erhielt als untergeordnete Bischofssitze Winchester, Sherborne, Selsey, Rochester und London, während die Diözesen Worcester, Hereford, Leicester, Lindsey, Dommoc und Elmham an Lichfield gingen. [11]

Jaenberht starb am 12. August 792. [3] [1] [7] [12] Jaenberht wurde in der Abteikirche von St. Augustine's in Canterbury begraben. [1] [7] Nach seinem Tod verehrte man ihn als Heiliger.

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Costambeys, Marios (2004). "Jænberht (d. 792)Oxford Dictionary of National Biography
  2. 2,0 2,1 2,2 Yorke, Barbara (1997). Kings and Kingdoms of Early Anglo-Saxon England
  3. 3,0 3,1 Fryde, E. B.; Greenway, Diana; Porter, Stephen; Roy, Ian (1996). Handbook of British Chronology
  4. Als Eanbert in der ASC im Jahr 763.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Brooks, Nicholas (1984). The Early History of the Church of Canterbury: Christ Church from 597 to 1066
  6. ASC, Jahr 764
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Keynes, Simon (2013). "Jænberht". In The Wiley Blackwell Encyclopedia of Anglo-Saxon England
  8. Yorke, Barbara (2006). The Conversion of Britain: Religion, Politics and Society in Britain c. 600–800
  9. Hindley, Geoffrey (2006). A Brief History of the Anglo-Saxons: The Beginnings of the English Nation
  10. Witney, K. P. (1987). "The Period of Mercian Rule in Kent, and a Charter of A. D. 811". Archæologia Cantiana. CIV: 87–113.
  11. Die Angelsächsische Chronik berichtet, dass Eanbert einen Teil seines Bischofssitzes niederlegte (Jahr 785).
  12. 790 laut der ASC.
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