Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Das Königreich Schottland war ein Staat im nordwestlichen Europa, dessen Gründungsdatum grundsätzlich mit 843 angesetzt wird. 1603 wurde König James VI von Schottland König von England und vereinigte Schottland mit England in einer Personalunion. 1707 wurden die beiden Reiche unter den Acts of Union zum Königreich Großbritannien, was das Ende des Königreiches Schottland markierte.

Geschichte[]

Ursprünge: 400 bis 943[]

Hauptartikel: Alba

Ab dem 5. Jh. war das nördliche Britannien unterteilt in eine Reihe kleiner Königreiche. Die wichtigsten waren das Piktenland im Nordosten, Dal Riata im Westen, Strathclyde im Südwesten und Bernicia im Südosten, das sich bis ins heutige England erstreckte. 793 begannen starke Wikingerüberfälle auf Klöster wie Iona und Lindisfarne, die Angst und Verwirrung in den nördlichen Reichen hervorriefen. Die Orkneys, Shetlands und die Westlichen Inseln fielen schließlich an die Nordmänner.

Diese Bedrohung könnte eine langfristige Gälisierung der piktischen Königreiche beschleunigt haben, wobei gälische Sprache und Bräuche übernommen wurden. Es gab auch eine Verschmelzung der gälischen und piktischen Reiche, obwohl die Historiker sich uneinig sind, ob die Pikten Dal Riata übernahmen, oder anders herum. Dies führte zum Aufstieg von Kenneth I mac Alpin als "König der Pikten" in den 840ern - traditionell auf 843 festgelegt - was das Haus Alpin an die Macht brachte. Als er 900 als König des vereinigten Königreiches starb, war einer seiner Nachfolger, Donald II, der erste, der rí Alban - König von Alba - genannt wurde. Der Begriff Scotia wurde immer öfter benutzt, um das Kernland dieser Könige, nördlich des Flusses Forth, zu beschreiben, und schließlich würde das gesamte Gebiet dieser Könige als Schottland bezeichnet werden. Die lange Herrschaft von Donalds Nachfolger Constantine II wird oft als der Schlüssel zur Bildung des Königreiches Alba / Schottland angesehen und er wurde später dafür bekannt, das Schottische Christentum in Einklang mit der katholischen Kirche gebracht zu haben.

Expansion: 943 bis 1513[]

Malcolm I (943-954) annektierte Strathclyde, über das die Könige von Alba vermutlich schon seit dem späten 9. Jh. einige Kontrolle ausgeübt hatten. Die Herrschaft von David I wurde als "Davidianische Revolution" bezeichnet, in der er ein System der Feudalen Pacht einführte, die ersten königlichen Burghs in Schottland bauen und die ersten schottischen Münzen prägen ließ, sowie einen andauernden Prozess von kirchlichen und gesetzlichen Reformen. Bis zum 13. Jh. war die Grenze zu England sehr fließend, zum Beispiel als David I Northumbria annektierte, das unter seinem Enkel und Nachfolger Malcolm IV 1157 wieder verloren ging. Der Vertrag von York 1237 legte die Grenze schließlich nahe der heutigen Grenzen fest.

Während der Herrschaft von Alexander III hatten die Schotten die Überreste an der Westküste annektiert nach dem Unentschieden der Schlacht von Largs und dem Vertrag von Perth 1266. Die Isle of Man ging im 14. Jh. in die englische Kontrolle über, trotz mehrerer Versuche, die Schottische Autorität wieder herzustellen. Die Engländer besetzten unter Edward I einen Großteil von Schottland und einen großen Abschnitt der Lowlands unter Edward III, doch Schottland bildete seine Unabhängigkeit unter Personen wie William Wallace im späten 13. Jh. und Robert I und seinen Nachfolgen im 14. Jh. während der Schottischen Unabhängigkeitskriege (1296 bis 1357). Dabei halfen die französischen Könige, unter den Bedingungen dessen, was als Auld Alliance bekannt werden würde und gegenseitige Hilfe gegen die Engländer festlegte.

Im 15. und frühen 16. Jh. unter der Steward-Dynastie und trotz einer turbulenten politischen Geschichte erlangte die Krone größere politische Kontrolle auf Kosten unabhängiger Lords und erlangte viele seiner verlorenen Gebiete entlang der heutigen Grenzen zurück. Die Orkneys und Shedlands 1468 waren die letzte große Landnahme des Königreiches. 1482 fiel Berwick - eine Grenzfestung und der größte Hafen im mittelalterlichen Schottland - erneut an die Engländer; dies war das letzte mal, dass es den Besitzer wechselte. Die Auld Alliance mit Frankreich führte zu einer schweren Niederlage der Schottischen Armee bei der Schlacht von Flodden Field 1513 und zum Tod von James IV. Danach folgte eine lange Periode politischer Instabilität.

Konsolidierung und Union: 1513 bis 1707[]

Im 16. Jh. unter James V von Schottland und Maria I Stuart übernahmen die Krone und der Hof viele Eigenschaften der Renaissance und der Neuen Monarchie [2] - trotz mehrerer minderjähriger Könige, Bürgerkriege und Einmischung durch Engländer und Franzosen. Mitte des 16. Jh. wurde die Schottische Reformation stark beeinflusst durch den Calvinismus, was zu Ikonoklasmus [3] und der Einführung des Presbytantismus führte, der einen großen Einfluss auf das schottische Leben hatte.

Im späten 16. Jh. erschien James VI als große intellektuelle Figur mit großem Einfluss auf das Königreich. 1603 bestieg er den Thron von England und Irland und führte die Union der Kronen ein, was zu drei Staaten mit ihren eigenständigen Identitäten und Institutionen unter einem König führte. Weiterhin verlegte er das Machtzentrum nach London.

Als sein Sohn Charles I versuchte, die Elemente der englischen Kirche auf Schottland anzuwenden, kam es zu den Bischofskriegen (1637-40), die mit der Niederlage des Königs und einem unabhängigen Presbyterianer-Staat in Schottland führte. Dies half auch den Krieg der Drei Königreiche herbeizuführen, in dem die Schotten große militärische Neuerungen einführten.

Nach der Niederlage von Charles I stärkten die Schotten dem König im Zweiten Englischen Bürgerkrieg den Rücken; nach seiner Hinrichtung erklärten sie seinen Sohn Charles II zum König, was zum Dritten Englischen Bürgerkrieg gegen das aufsteigende republikanische Regime der Parlamentarier in England führte, angeführt von Oliver Cromwell. Das Resultat war eine Reihe von Niederlagen und dir kurzlebige Angliederung von Schottland zum Commonwealth von England, Schottland und Irland (1653-60).

Nach der Wiedereinführung der Monarchie 1660 erhielt Schottland seinen eigenständigen Status zurück, während das Zentrum der politischen Macht in London blieb. Nach der Glorreichen Revolution 1688-1689, in der James VII abgesetzt und seine Tochter Maria II und deren Ehemann Wilhelm III von Orange in England eingesetzt worden waren, akzeptierte Schottland sie unter dem Claim of Right Act 1689, doch die abgesetzte Hauptlinie der Stuarts wurde ein Fokus politischer Uneinigkeiten, die als Jakobinismus bekannt wurden und zu einer Reihe von Invasionen und Rebellionen hauptsächlich in den Schottischen Highlands führte.

Nach schwerwiegenden wirtschaftlichen Verlagerungen in den 1690er Jahren gab es Bewegungen, die zu einer politischen Einheit mit England zum Königreich Großbritannien führten, das am 1. Mai 1707 an die Macht kam. Die englischen und schottischen Parlamente wurden von einem kombinierten Parlament von Großbritannien umfunktioniert, das allerdings in Westminster saß und größtenteils ohne Unterbrechung die englischen Traditionen fortführte. 45 Schotten wurden den 513 Mitgliedern des House of Commons hinzugefügt, und 16 Schotten den 190 Mitgliedern des House of Lords. Es kam außerdem zu einer vollständigen wirtschaftlichen Union, die das schottische System von Zöllen, Steuern und Handelsgesetzen ersetzte.

Siehe auch[]

Anmerkungen[]

  1. Norn ist eine inzwischen ausgestorbene Sprache, die zum Germanischen gehörte. Sie war bis zum 18. Jh. die Landessprache auf den Orkney-Inseln und Shedland-Inseln.
  2. Die Neuen Monarchen waren ein Konzept, entwickelt von europäischen Historikern in der ersten Hälfte des 20. Jh, um die Herrscher Europas im 15. Jh. zu charakterisieren, die ihre jeweiligen Nationen vereinigten und stabile und zentralisierte Regierungen schufen. Dies ermöglichte die weltweite Kolonialisierung und Eroberung im 16. Jh. und ebnete den Weg für wirtschaftliches Wachstum in Europa. Die besten Beispiele für diese Monarchen sind Johann I von Portugal, Charles VII von Frankreich, Louis XI von Frankreich, Isabella I von Kastilien und Ferdinand II von Aragon, und Heinrich VII von England.
  3. dt. Bildersturm. Das bedeutet die Entfernung von Heiligenbildern und -statuen sowie deren Verkauf oder Zerstörung aufgrund der Kirchenreformation zum Protestantismus.
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