Das Kingdom of the Isles - Königreich der Inseln - beinhaltete die Hebriden, die Inseln des Firth of Clyde und die Isle of Man. Es bestand vom 9. bis 13. Jahrhundert und wurde auch als Kingdom of Mann and the Isles bezeichnet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verschiedenen Königreiche im Norden von Britannien.

Die wichtigsten Inseln, die zum Kingdom of the Isles gehörten, sind die Isle of Man, die Inseln des Firth of Clyde, die Inneren Hebriden und die Äußeren Hebriden. Die Insel Anglesey im heutigen Wales könnte in früher Zeit auch ein Teil dieses Königreiches gewesen sein. [1]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Hl. Columba gegen 563 nach Schottland gekommen war, gründete er dort das Kloster Iona, was dazu beitrug, dass dieser Teil von Schottland in der Zeit von Mitte des 6. Jh. bis Mitte des 9. Jh. sehr gut dokumentiert wurde. Doch nachdem Columbas Überreste im Angesicht der Wikingerüberfälle 849 aus Iona entfernt wurden, verschwinden die geschriebenen Hinweise für die nächsten dreihundert Jahre aus allen örtlichen Quellen. [2] Somit stammen alle Informationen über die Hebriden und viel des nördlichen Schottland zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert größtenteils aus Irischen, englischen oder nordischen Quellen. Die nordische Quelle ist die Orkneyinga Saga, die allerdings mit Vorsicht behandelt werden sollte, da sie auf mündlichen Überlieferungen basiert und erst im 13. Jh. aufgeschrieben wurde. Die englischen und irischen Quellen sind zeitgemäßer, aber auch beeinflusster vom Süden, da ein Großteil der Hebriden zu dieser Zeit nordisch besetzt war. [3]

Klar ist, dass das Wort "König", wie es für die Herrscher norwegischer Abstammung benutzt wurde, nicht die alleinige Herrschaft - also die eines Hochkönigs - bezeichnen sollte. Somit unterscheidet es sich von der Art, wie dieses Wort im aufsteigenden Königreich Schottland zu dieser Zeit benutzt wurde. [4] Man sollte im Hinterkopf behalten, dass verschiedene Könige über verschiedene Gebiete herrschten und dass nur wenige von ihnen eine größere Kontrolle über das Gebiet ausübten. [2] Auch genaue Daten sind oft unter Historikern umstritten. [3]

Frühe Wikingerangriffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor den Wikingerangriffen waren die südlichen Hebriden ein Teil des gälischen Königreichs Dal Riata. Nördlich von Dal Riata waren die Inneren und Äußeren Hebriden dem Namen nach unter piktischer Kontrolle, doch die historischen Berichte sind nur spärlich vorhanden. [5] [6] Es ist nicht bekannt, wann und wie die Wikinger zu erobern begannen, [7] doch seit 793 gibt es Berichte von wiederholten Angriffen von Wikingern auf die Britischen Inseln. 794 wurden "alle Inseln von Britannien" verwüstet, [8] Iona wurde 802 und 806 geplündert. [3] [9] Verschiedene Wikingerführer, die möglicherweise von Schottland aus operierten, erscheinen in den Irischen Annalen: Soxulfr 837, Turges 845 und Hakon 847. [7] Ein weiterer früher Hinweis auf die Nordmänner in den irischen Berichten ist, dass es einen König von "Viking Scotland" gab, dessen Erbe Thorir 848 eine Armee nach Irland brachte. [7]

Im 9. Jh. erscheinen die ersten Hinweise auf die Gallgáedil, die "fremden Gälen". Dieser Begriff wurde in den folgenden Jahrhunderten benutzt, um auf Personen von gemischter skandinavisch-keltischer Abstammung und oder Kultur hinzuweisen, die im südwestlichen Schottland, Teilen des nördlichen England und den Inseln die Kontrolle übernahmen. [3]

Laut der Orkneyinga Saga wurde gegen 872 Harald Schönhaar König eines geeinten Norwegen und viele seiner Gegner flohen auf die Inseln von Schottland, inklusive der Hebriden an der Westküste, und der nördlichen Inseln. [10] [8] [4] Harald verfolgte seine Feinde und fügte 875 die Nördlichen Inseln seinem Königreich hinzu, und etwa ein Jahrzehnt später auch die Hebriden. Im folgenden Jahr rebellierten die ansässigen Wikingerhäuptlinge. Harald schickte Ketil Flachnase, um sie zu unterwerfen, was er schnell tat, doch dann erklärte er sich zum unabhängigen "König der Inseln", ein Titel, den er für den Rest seines Lebens behielt. [4] Ketill wird auch manchmal für Caittil Find gehalten, einen Anführer der Gallgáedil, der 875 in Irland kämpfte, doch diese Verbindung wird zum Teil angezweifelt. Ketill hinterließ keine Nachfolger und es gibt nur wenige Aufzeichnungen über die nächsten vier Jahrzehnten. 2007 vermutete Alex Woolf, dass sein erscheinen in den Sagas "sehr aussieht wie eine Geschichte, die in späteren Tagen geschaffen wurde, um den norwegischen Anspruch auf Herrschaft in dieser Region zu legitimisieren." [3]

Es gibt ähnliche Probleme mit Gofraid mac Fergusa, dem angeblichen Herrscher der Hebriden und Vorfahren von Clan Donald im 9. Jh. Es wurde vermutet, dass sein Erscheinen "sehr aussieht wie das Produkt der Propaganda von Clan Donald im 14. Jh.". [3]

Haus Imar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

870 wurde Dumbarton von Amlaib Conung und Imar belagert, "den beiden Königen der Nordmänner", die im folgenden Jahr mit vielen Gefangenen "von Britannien nach Dublin zurückkehrten". Es ist somit wahrscheinlich, dass die skandinavische Oberherrschaft zu dieser Zeit an der Westküste von Schottland schon erheblich war. [3] Amlaib Conung wird beschrieben in den Irischen Annalen als der "Sohn des Königs von Lochlainn" und Ó Corrain vermutete, dass Lochlainn zu dieser Zeit "Wikinger-Schottland ist und möglicherweise Man beinhaltete", was ein frühes Datum für ein organisiertes Königreich der Inseln vermuten lässt. In der gleichen Quelle heißt es, dass Amlaib Conung seinem Vater Gofraidh zu Hilfe eilte, der 872 in Lochlainn von Wikingern bedroht wurde. Gofraidh starb 873 und Imar, der im gleichen Jahr starb, könnte sein Nachfolger geworden sein. Amlaib starb vermutlich 874. [7] Ein Trauergesang für den piktischen König Aed Weißfuß mac Cinaeda, der 878 starb, lässt vermuten, dass Kintyre zu dieser Zeit für sein Königreich verloren gegangen war. Die Nordmänner könnten die Isle of Man 877 erobert haben und sie besaßen sie spätestens 900. 902 wurden die Wikinger für etwa zwölf Jahre aus Dublin vertrieben und ein Jahr später wurde Imar, der "Enkel von Imar" in der Schlacht gegen die Truppen von Constantine II mac Aed in Schottland getötet. Diese Ereignisse waren bloße Rückschläge für die Nordmänner. Die Annalen von Ulster berichten aus dem Jahr 914 von internen Kämpfen. Ragnall ua Imair besiegte Barid mac Oitir in einer Seeschlacht vor der Isle of Man. [3]

Die ersten vier Jahrzehnte des 10. Jh. sind eine unbestimmte Periode, was die Hebriden betrifft. [4] Es ist möglich, dass Ragnall ua Imair, der möglicherweise während dieser Zeit Mann regierte, einigen Einfluss hatte. Amlaib Cuaran ist der nächste König der Isles in den Berichten. Nach dem Tod von Olaf Guthfrithson 941 wurde Amlaib Cuaran der König von Northumbria und wurde vermutlich Nachfolger seines Cousins Amlaib als König von Mann. [3] Amlaib Cuaran wurde als Rex plurimarum insularum bezeichnet, was vermuten lässt, dass er der erste König von Mann und den Westlichen Inseln von Schottland gewesen sein könnte.

Amlaibs Nachfolger wurde Maccus mac Arailt, der möglicherweise sein Neffe war. Maccus' Bruder Gofraid mac Arailt folgte ihm. Während ihrer Lebenszeit sollen diese beiden "Söhne von Harald" mindestens zwei große Feldzüge gegen Irland geführt haben, und Gofraid soll "die Schlacht von Man" 987 gewonnen haben. Iona wurde 986 und 987 geplündert, trotz Amlaib Cuarans späterer Frömmigkeit. Diese Schlacht von Man, die von den Annalen von Ulster aufgezeichnet wurde, soll von Gofraid und "den Dänen" gewonnen worden sein - möglicherweise Truppen direkt aus Skandinavien unter dem Kommando von Olaf Tryggvason. [3] Die Annalen von Ulster berichten von Gofraids Tod in Dal Riata 989 und beschreiben ihn als "König von Innse Gall" obwohl es nicht klar ist, ob dies ein vollkommen neuer Begriff war, oder schon früher benutzt wurde, möglicherweise um auf Amlaib Cuarans Inselkönigreich hinzuweisen. [3] Die komplizierte Geographie des Westlichen Schottland und das Fehlen geschriebener Berichte führt dazu, dass man nicht sicher sein kann über die Ausdehnung und Natur dieses Königreichs. [11] Beispielsweise deutet die Chronik der Könige von Alba an, dass beinahe alle dieser Könige, die von Mitte des 10. Jh. bis ins späte 11. Jh. regierten, auf Iona begraben wurden. Das könnte bedeuten, dass Iona und Mull entweder innerhalb oder nahe beim aufsteigenden Königreich Schottland lagen. [3] Weiterhin deuten zwei Berichte in den Annalen von Inisfallen an, dass die Westlichen Inseln zu dieser Zeit nicht "zu einem Königreich oder Earldom organisiert" gewesen sein könnten, sondern dass sie "regiert wurden von Versammlungen von Grundbesitzern, die regelmäßig Sheriffs wählen, um den Vorsitz über ihre öffentlichen Angelegenheiten zu haben". [3]

Earls of Orkney und Könige von Dublin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu diesem Punkt wird die Orkneyinge Saga wieder die Hauptinformationsquelle über den Norden. 990 übernahm Sigurd the Stout, Earl of Orkney, die Kontrolle über die Hebriden, [6] übergab einem Jarl namens Gilli die Verantwortung. Bis 1004 war die Unabhängigkeit der Inseln von Gofraids Sohn Ragnall Guthfrithson wiedererlangt worden, der im gleichen Jahr starb. Es ist möglich, dass sich ihre Herrschaft überschnitt, mit Gillis Einflussbereich im Norden und Ragnals im Süden. [1] Bei Ragnals Tod übernahm Sigurd die Kontrolle, die er bist zu seinem Tod in der Schlacht von Clontarf [4] [3] behielt, danach wurden die Inseln möglicherweise von Hakon Eiríksson regiert. 58 Laut dem walisischen Text Historia Grufudd vab Kenan soll Amlaib Cuaran bei seinem Tod 1034 König einer Vielzahl von Orten gewesen sein. Dazu gehörten die Isle of Man, "viele der anderen Inseln von Dänemark", Galloway, die Rhinns und Anglesey. Olaf war ein Ui Imair-Nachfahre und es ist schwer, seine Herrschaft mit der der Norweger abzustimmen, die laut den Sagas vor und nach ihm kamen. [1] Es gibt auch einen undurchsichtigen Hinweis in der Prophezeiung von Berchan, die andeutet, dass König Malcolm II mac Kenneth von Schottland zu dieser Zeit in Islay und Arran aktiv gewesen sein könnte, [3] was die möglicherweise fließende Natur von skandinavischem, nordisch-gälischem und schottischem Einfluss dieser Zeit verdeutlicht.

Der nächste bekannte Herrscher ist Thorfinn Sigurdsson, Earl of Orkney, Sohn von Sigurd the Sout, der etwa 1035 bis zu seinem eigenen Tod zwei Jahrzehnte Später die Kontrolle übernahm. [4] Das andauernde enge Bündnis der Isles mit Norwegen wird durch einen Bericht in den Annalen von Tigernach für das Jahr 1058 angedeutet: "Eine Flotte wurde angeführt von dem Sohn des Königs von Norwegen, mit dem Gaill von Orkney, die Hebriden und Dublin, um das Königreich von England zu erobern, doch Gott stimmte dem nicht zu." [3] Dieser Herrscher von Norwegen war Magnus Haraldsson, der den Tod von Thorfinn als Entschuldigung genutzt haben könnte, um die direkte Herrschaft über Orkney und die Hebriden zu übernehmen. [3] [12]

Doch Mitte des 11. Jh. soll Echmarcach mac Ragnaill von den Ui Imair der Herrscher von Mann gewesen sein. Er war auch König von Dublin von 1036-1038 und 1046-1052 sowie auch möglicherweise der König von Rhinns in Galloway, [3] was vermuten lässt, dass die Oberherrschaft über die Isle of Man und die Hebriden erneut getrennt war (obwohl es möglich ist, dass er über einen Teil oder die ganzen Hebriden herrschte). [11] [1]

Danach soll Murchad mac Diarmata die Kontrolle über Mann und Dublin gehabt haben, [13] gefolgt von seinem Vater Diarmait mac Mail na mBo, dem Hochkönig von Irland, der Mann und die Inseln bis zu seinem Tod 1072 in Besitz nahm. [4] [13] Godred Sitricson und sein Sohn Fingal Godredson regierten dann mindestens in Mann, doch die Berichte für die Herrscher der Hebriden bleiben undurchsichtig bis zur Ankunft von Godred Crovan.

Godred Crovan und der irische Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Crovan" bedeutet möglicherweise "weiße Hand", obwohl der Grund unbekannt sind und auch seine Herkunft ist nicht bekannt. [4] [14] Godred könnte ein Sohn oder Neffe von Imar mac Arailt gewesen sein, König von Dublin, der entfernt von Amlaib Cuaran abstammte. [13] Er hatte Harald III Hardradas Niederlage bei der Schlacht von Stamford Bridge 1066 überlebt, [4] und floh von dort nach Man. Man hört danach nur wenig von ihm, bis er 1079 die Insel von Fingal übernahm, möglicherweise mit Hilfe von Truppen von den Westlichen Inseln. Er war der Vorfahre viele der nachfolgenden Herrscher von Mann und den Inseln und wurde auch König von Dublin, [13] doch kein zeitgemäßer Bericht bezieht sich auf ihn oder irgend einen seiner Vorgänger als "König von Mann und den Inseln". Er wurde schließlich von Muirchertach Ua Briain aus Dublin vertrieben und floh nach Islay, wo er 1095 an einer Seuche starb. [13] [15] Das Ausmaß des Einflusses der Herrschaft der Ui Briain auf die Inseln nördlich von Man ist nicht klar, doch der wachsende irische Einfluss auf diese Gebiete brachte eine schnelle und entscheidende Antwort von Norwegen. Ein hohes Maß von politischer Instabilität wird angedeutet durch die Schlacht, die 1098 auf der Isle of Man bei Santwat ausgetragen wurde. Es war ein interner Kampf zwischen den Männern des Nordens der Insel unter Jarl Ottar und den Südlichen, angeführt von einem Mann namens MacManus oder Macmaras. [16]

Spätere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordischer und Ui Briain-Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Möglicherweise als Ergebnis genereller Unordnung auf den Inseln und um dem irischen Einfluss dort etwas entgegen zu setzen hatte Magnus III Barefoot bis 1098 die direkte norwegische Oberherrschaft wieder gefestigt. [13] [7] Er übernahm zunächst die Orkney-Inseln, das nördliche schottische Festland und die Hebriden, wo er "sein Schwert rot färbte von Blut". [6] Laut der Heimskringla hatte Magnus 1093 als Teil seines Feldzugs sein Langschiff über die Landenge nördliche von Kintyre gezogen. Indem er über die Landenge "segelte", war er in der Lage, zu behaupten, dass die gesamte Halbinsel eine Insel war und sie blieb danach für mehr als ein Dutzend Jahre unter norwegischer Herrschaft. [17]

1098 unterzeichnete Edgar von Schottland einen Vertrag mit Magnus, die einen Großteil der Grenzen zwischen den Schotten und dem Norwegischen Anspruch auf die Inseln festlegte. Edgar erkannte formell die Situation an, indem er seinen Anspruch auf die Hebriden und Kintyre aufgab. [18]

Ein zweiter Feldzug 1102 führte zu Übergriffen in Irland. Die Heimskringla Saga berichtet, dass er Muirchertach Ua Briains Tochter Bjaðmunjo als Frau für seinen jungen Sohn Sigurd erhielt, den er dem Namen nach über die Inseln herrschen ließ. Dieses Arrangement hielt nicht lange an. Am 23. August 1102 wurde Magnus bei Kämpfen in Ulster getötet und der 14jährige Sigurd kehrte ohne seine Braut nach Norwegen zurück. [13] Der nächste König war Lagmann Godredsson, Godred Crovans Sohn, der anscheinend mit Sigurds Zustimmung ernannt wurde. Er bekämpfte erfolgreich eine Rebellion seines Bruders Harald und dankte nach siebenjähriger Herrschaft ab, "bereuend, dass er seines Bruders Augen herausgenommen hatte", [16] und ging auf eine Pilgerfahrt nach Jerusalem, wo er starb. [4]

Lagmann dankte ab, während sein überlebender Sohn Olave noch minderjährig war, und Domnall mac Taidc Ua Briain, ein Enkel von Echmarcach mac Ragnaill, [3] wurde entweder durch Zwang [13] oder die Einladung des Adels [4] Herrscher der Inseln im Jahr 1111. Er erwies sich als unbeliebter Tyrann, wurde nach zwei Jahren von den Bewohnern vertrieben und floh nach Irland.

Zwei Jahre später versuchte Sigurd, Ingemund (dessen Hintergrund nicht bekannt ist), zum Herrscher über das Kingdom of the Isle zu ernennen. Doch als dieser in Lewis erschien, schickte er Boten an alle Häuptlinge der Inseln, um sie zu Versammeln und ihn zum König zu erklären. Während dessen verbrauchten er und seine Anhänger ihre Zeit damit, "zu plündern und zu feiern. Sie taten Mädchen und Matronen Gewalt an und gaben sich selbst jeder Art von Vergnügen hin zur lustvollen Befriedigung. Als die Neuigkeiten die Häuptlinge der Inseln erreichten, die sich bereits versammelt hatten, um ihn zum König zu ernennen, wurden sie erzürnt mit großer Wut, eilten gegen ihn und kamen über ihn in der Nacht, setzten das Haus in Brand, in dem er war, und zerstörten, zum Teil durch das Schwert und zum Teil durch die Flammen, Ingemund und all seine Anhänger." [13]

Der nächste bekannte König war Godred Crovans Sohn Olaf Guthfrithson, auch bekannt als "der Rote" bei den Highlandern und "Bitling" bei den Norwegern, letzteres anscheinend aufgrund seiner geringen Größe. Er hatte Zeit am Hof von Heinrich I von England verbracht, der seinen Ehrgeiz möglicherweise ermutigt hatte, um die Herrschaft der Ui Briain über die Irische See und Umgebung zu verringern. Olave regierte vierzig Jahre und es gelang ihm, einen Grad an Frieden und Stabilität während dessen aufrecht zu erhalten. [4] [13] Dennoch war das Gebiet nicht ohne Zwischenfälle. Während dieser Zeit eroberte Oitir Mac mic Otir, einer der Adligen der Hebriden, Dublin und regierte es sechs Jahre lang bis zu seiner Ermordung 1148. Oitirs Sohn Thorfinn wurde 1150 als mächtigster der Lords der Hebriden beschrieben. 1152 erhoben sich Olaves Neffen in Dublin gegen ihn, griffen Man an und töteten ihn dabei. [13]

Olaves Sohn Godred der Schwarze wurde sein Nachfolger und ließ die Mörder seines Vaters hinrichten. Kurz danach gibt es einen Bericht darüber, dass der gegnerische Clan Mac Lochlainn in Irland zusammen mit der "Flotte von Galloway, Arran, Kintyre, Man und den Gebieten von Schottland" eine Seeschlacht bei Inishowen gegen die Ui Briain-Dynastie führte. Während seiner Herrschaft boten die Bewohner von Dublin Godred die Herrschaft über die Stadt an, was er auch annahm. Dann fügte er laut der Manx Chronicle seinen früheren Verbündeten von Mac Lochlainn einen schweren Verlust zu, wonach er und seine Häuptlinge auf die Inseln zurückkehrten und die Stadt den einfallenden Truppen von Diarmait Mac Murchada überließen. [13]

Somerled[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Godreds diktatorische Art scheint ihn unter den Inselbewohnern sehr unbeliebt gemacht zu haben und die folgenden Konflikte waren der Anfang des Endes für Mann und die Inseln als einheitliches Gebiet unter der Herrschaft eines Einzelnen. Die mächtigen Barone der Inseln begannen sich mit einer aufsteigenden, mächtigen Person zu verbünden - Somerled, Lord of Argyll. Somerleds Herkunft ist unbekannt, doch er soll Ragnhildis, Tochter von Olave der Rote und Halbschwester von Godred verheiratet gewesen sein. Es ist möglich, das Somerled zunächst die Gunst von Olave erhielt, indem er ihm half, den Earls of Orkney die Kontrolle über die nördlichen Hebriden abzunehmen, deren Einfluss sich auf die Sudreys ausgeweitet hatte. Somerleds Beliebtheit führte dazu, dass sein Sohn Dubgall auf den Inseln (außer Man selbst) von "Thorfinn, Sohn von Ottar" als zukünftiger König ausgerufen wurde. Als Godred davon hörte, verwickelte er Somerleds Truppen in die Seeschlacht von Epiphany 1156. Es gab keinen klaren Sieger, doch man stimmte später darüber überein, dass Godred der Herrscher von Man, den nördlichen Inneren Hebriden und den Äußeren Hebriden bleiben würde, während Somerleds junge Söhne dem Namen nach die südlichen Inneren Hebriden, Kintyre und die Inseln des Clyde unter der Aufsicht ihres Vaters regierten. Zwei Jahre später sorgte Somerleds Invasion der Isle of Man dazu, dass Godred nach Norwegen floh und Somerled als unumstrittenen Herrscher des ganzen Reiches zurückließ. [4] [2]

Seit den Tagen von Ketill Flachnase war es schwierig gewesen, die Hebriden aus der Entfernung zu kontrollieren, und sogar zur Zeit von Magnus III Barefoot ist es wahrscheinlich, dass die tatsächliche Herrschaft von örtlichen Herrschern ausgeübt wurde und nicht von der nominellen Verwaltung von Übersee. [6] Somerled zog seine Schlüsse daraus und erklärte sich zum unabhängigen Herrscher der Inseln von seiner Machtbasis in den südlichen Hebriden und Kintyre, und er hatte damit sozusagen Dal Riata wieder erschaffen. [6] Es gab einige Diskussionen über die Quelle der Legitimität, die Somerled nutzte. Es wurde vermutet, dass Ansprüche seiner Abstammung von Gofraid mac Fergusa "in gälischen Überlieferungen bewahrt wurden und als größtenteils authentisch von modernen Gelehrten akzeptiert wurden". [6] Woolf erklärte 2005, dass "entgegen dem Bild, das kürzlich von Clan-Historikern entworfen wurde von dem Clan Somhairle als gälische Nationalischen, die die Inseln von Skandinaviern befreien, ist es recht eindeutig in unseren zwei umfassenden erzählenden Berichten aus dem 13. Jahrhundert, der Orkneyinga Saga und der Chronik der Könige von Man und den Inseln, dass die frühen Anführer von Clann Comhairle sich selbst als Anwärter auf die Hrrschaft der Inseln sahen, auf der Basis ihrer Abstammung durch ihre Mutter Ragnhilt" und dass ihr Anspruch "auf königlichen status auf seiner Position als Segment der Ui Imair basierte". [15] Dieser Prinz von Argyll ist eine der bekanntesten historischen Personen des Gaidhealtachd von Schottland und in gälisch als Somairle mac GilleBride bekannt, obwohl sein nordischer Name Somarlidi die wörtliche Übersetzung "Sommerreisender" hat, ein verbreiteter Name für einen Wikinger. [19]

Somerled starb 1164, möglicherweise in seinem Zelt ermordet, als er nahe Renfrew lagerte während einer Invasion ins Schottische Herzland. [4] Godred übernahm wieder die Herrschaft über die Gebiete, die er vor 1158 regiert hatte und die südlichen Inseln wurden unter Somerleds Söhnen aufgeteilt: Dubgall erhielt Mull, Coll, Tiree und Jura. Islay und Kintyre ging an Ragnall, Bute an Aoghas, während Arran möglicherweise zwischen ihm und Reginald aufgeteilt wurde. Dubgall und Ragnall wurden "Könige der Inseln" genannt. Ihre Nachfahren scheinen diesen Titel nicht mehr besessen zu haben und die Chronik von Man und den Sudrey beklagte, dass Somerleds Ehe mit Ragnhildis "der Grund für den Ruin des ganzen Königreichs der Inseln" war. [16]

Ein geteiltes Königreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Somerleds Nachfahren wurden schließlich als die Lords of the Isles bekannt, wobei Dubgall Clan MacDougall entstehen ließ, und Ragnall Clan Donald und Clan Macruari. Aonghas und seine drei Söhne wurden 1210 auf Skye getötet. [4] Theoretisch waren die Insel-Ländereien von Somerled und seinen Nachfahren Untertan von Norwegen und die auf dem Festland die des Königreiches Alba, [6] während die Könige von Mann und den nördlichen Inseln Vasallen des Königs von Norwegen waren. [16]

Doch während und nach Somerleds Leben versuchten die schottischen Monarchen, die Kontrolle über die Inseln zu übernehmen, die er und seine Nachfahren regierten. Diplomatie konnte nicht viel erreichen, 1249 übernahm Alexander II persönlich das Kommando über eine große Flotte, die vom Firth of Clyde los segelte und an der Insel Kerrera ankerte. Alexander wurde krank und starb dort, doch sein Nachfolger Alexander III führte seine Absichten weiter. Diese Strategie führte schließlich zu einer Invasion durch Haarkon Haakonarson, König von Norwegen. Nach der Pattsituation bei der Schlacht von Largs zog sich Haakon nach Orkney zurück, wo er im Dezember 1263 starb, während er auf seinem Totenbett der Rezitation der Sagas zuhörte. Nach seiner unglückseligen Expedition gingen alle Rechte, das die norwegische Krone an den Hebriden und Mann hatten, als Resultat des Vertrags von Perth 1266 auf das Königreich Schottland über. [6] [20]

In Man übernahm Godred der Schwarze die Herrschaft über Mann und die Nordischen Inseln, nachdem er 1164 seinen Bruder und Usurpator Ragnald gestürzt hatte. Bei seinem Tod 1187 ging die Herrschaft auf seinen ältesten Sohn Ragnall mac Gofraid über, nicht auf den von ihm gewählten Nachfolger Olaf der Schwarze, Ragnalls Halbbruder, der statt dessen Herrscher von Lewis wurde. 1228 kämpfte Olaf gegen Ragnall bei Tynwald, wo Ragnall getötet wurde. [16] Am 21 Mai 1237 starb Olaf und seine drei Söhne wurden seine Nachfolger: Harald (1237-1248), Ragnvald (1249) und Magnus (1252-1265). Magnus Olafsson war der letzte der nordischen Könige, die Mann regierten, das bei seinem Tod vom Königreich Schottland absorbiert wurde. [21]

Herrscher des Kingdom of the Isles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Etchingham, Colman (2001) "North Wales, Ireland and the Isles: the Insular Viking Zone". Peritia
  2. 2,0 2,1 2,2 Woolf, Alex (2006) "The Age of the Sea-Kings: 900–1300" in Omand, Donald The Argyll Book
  3. 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 3,13 3,14 3,15 3,16 3,17 3,18 Woolf, Alex (2007) From Pictland to Alba, 789–1070
  4. 4,00 4,01 4,02 4,03 4,04 4,05 4,06 4,07 4,08 4,09 4,10 4,11 4,12 4,13 4,14 Gregory, Donald (1881) The History of the Western Highlands and Isles of Scotland 1493–1625
  5. James Hunter erklärte, dass im Vergleich zu Bridei I mac Maelchon von den Pikten im 6. Jh.: "Was Shetland, Orkney, Skye und die Westlichen Inseln angeht, sahen ihre Bewohner, von denen die meisten zu dieser Zeit in Kultur und Sprache piktisch gewesen zu sein scheinen, Bridei wahrscheinlich als sehr entfernte Präsenz an."
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 6,7 Hunter, James (2000) Last of the Free: A History of the Highlands and Islands of Scotland
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Ó Corráin, Donnchadh (1998) Vikings in Ireland and Scotland in the Ninth Century
  8. 8,0 8,1 Thomson, William P. L. (2008) The New History of Orkney
  9. Diese Angriffe auf christliche Siedlungen auf den Inseln im Westen waren nichts neues. Im 6. Jahrhundert wurde Tiree von piktischen Truppen angegriffen, Tory Island wurde im frühen 7. Jh. von einer "Marine Flotte" angegriffen und Donnán of Eigg und 52 Gefährten wurden 617 von Pikten auf Eigg getötet.
  10. Einige Historiker glauben, dass diese Geschichte, die in der Orkneyinga Saga erscheint, zweifelhaft ist und auf den späteren Reisen von Magnus III Barefoot basiert.
  11. 11,0 11,1 Downham, Clare (2007) Viking Kings of Britain and Ireland: The Dynasty of Ívarr to A.D. 1014
  12. Downham, Clare (2004) "England and the Irish-Sea Zone in the Eleventh Century" in Gillingham, John (ed) Anglo-Norman Studies XXVI: Proceedings of the Battle Conference 2003
  13. 13,00 13,01 13,02 13,03 13,04 13,05 13,06 13,07 13,08 13,09 13,10 13,11 Duffy, Seán (1992). "Irishmen and Islesmen in the Kingdom of Dublin and Man 1052–1171". Ériu
  14. McDonald, R. Andrew (2007) The Kingdom of the Isles: Scotland's Western Seaboard c. 1100 – c. 1336
  15. 15,0 15,1 Woolf, Alex (2005) "The origins and ancestry of Somerled: Gofraid mac Fergusa and 'The Annals of the Four Masters'". Mediaeval Scandinavia
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 16,4 The Chronicle of Man and the Sudreys (1874)
  17. Murray, W. H. (1977) The Companion Guide to the West Highlands of Scotland
  18. Oram, Richard (2004) David I: The King Who Made Scotland
  19. Murray, W. H. (1973) The Islands of Western Scotland
  20. Barrett, James H. "The Norse in Scotland" in Brink, Stefan (ed) (2008) The Viking World
  21. Anderson, A. O. (1922) Early Sources of Scottish History: A.D. 500 to 1286
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