Die Römischen Kaiser waren die Herrscher des Römischen Reiches und hatten die Macht über seine Bewohner und das Militär.

Die Personen in dieser Liste sind so vollständig wie möglich. Verlinkungen erscheinen zu den Kaisern, die einen Einfluss auf die Ereignisse im Römischen und Nachrömischen Britannien hatten. Für Usurpatoren siehe Liste der Römischen Usurpatoren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Imperium entstand aus der Römischen Republik und überfiel und besetzte den Großteil Europas und Teile des nördlichen Afrika und westlichen Asien. Unter der Republik wurden die Regionen des Imperiums von Provinzgouverneuren regiert, die gegenüber "dem Senat und dem Volk von Rom" Rechenschaft ablegen mussten. Rom und sein Senat wurden von verschiedenen Magistraten regiert, unter denen die Konsuln die mächtigsten waren. Die Republik endete und die Kaiser wurden geschaffen, als diese Magistraten gesetzlich nur noch einem Bürger mit Macht über alle Magistraten unterstanden. Augustus, der erste Kaiser, war vorsichtig genug, die Fassade einer republikanischen Herrschaft aufrecht zu erhalten und übernahm keinen speziellen Titel für seine Position, er nannte sich nur der erste Mann des Senats (princeps senatus). Diese Art von Regierung, die 300 Jahre andauerte, wird deshalb das Prinzipat genannt. Das heutige Wort Imperator ist der Titel, den die Armee einem erfolgreichen General verlieh. Während der Anfangsphase des Imperiums musste ein Princeps ihn sich noch verdienen. Der heutige Begriff wird benutzt, um die Herrscher des Römischen Imperiums zu beschreiben, weil er die starke Verbindung zwischen dem Herrscher und der Armee andeutet, auf deren Unterstützung der Herrscher angewiesen war.

Im späten 3. Jh., nach der Kriese des dritten Jahrhunderts, machte Diocletian die Art der imperialen Herrschaft offiziell und eröffnete die sogenannte Herrschende Periode des Römischen Imperiums. Dies war charakterisiert von einem eindeutigen Anstieg der Autorität in der Person des Imperators und der Nutzung der Bezeichnung Dominus Noster (Unser Herr). Der Aufstieg der mächtigen Barbarischen Stämme an den Grenzen des Imperiums und die Herausforderung, die sie darstellten, diese weit entfernten Grenzen zu verteidigen, sowie die instabile imperiale Nachfolge führten Diocletian dazu, damit zu experimentieren, den imperialen Titel und die Verantwortung unter verschiedenen Personen aufzuteilen - eine Abänderung hin zu vor-Augustinischen römischen Traditionen. Beinahe zwei Jahrhunderte lang gab es oft mehr als einen Imperator zur gleichen Zeit, wobei sie die Verwaltung des riesigen Reiches unter einander aufteilten. Henry Moss warnte, dass es wichtig ist, daran zu denken, dass die Zeitgenossen das Imperium immer noch als ungeteilt ansahen und dass es noch kein Östliches und Westliches Imperium gab. Die beiden Hälften wurden als östliche und westliche hälfte angesehen. Doch nach dem Tod von Theodosius I 395 wurde die Spaltung offiziell. Die letzte Vortäuschung dieser Teilung wurde von Zeno nach dem Tod von Julius Nepos 480 beendet. Die restlichen tausend Jahre des Oströmischen Imperiums gab es nur noch einen legitimen Kaiser, der von Konstantinopel aus regierte und weiterhin seinen Anspruch auf die zunehmend instabilen Gebiete im Westen erhob. Nach 480 gab es viele Ansprüche auf den kaiserlichen Titel Augustus (in den griechischen Gebieten Basileus, was zu Bürgerkriegen führte.

Legitimität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Seite behandelt die legitimen römischen Kaiser. Weitere Personen beanspruchten zu verschiedenen Zeiten den Titel Imperator, siehe dazu die Liste der Römischen Usurpatoren.

Die hier aufgelisteten Kaiser werden grundsätzlich als legitim angesehen und erscheinen in veröffentlichten Herrscherlisten. Doch solche Listen sind oft beeinflusst von der subjektiven Sicht derjenigen, die sie zusammenstellten, und auch von historischen Konventionen. Viele hier aufgelistete Imperatoren erlangten ihre Position durch Usurpation und viele "illegitime" Anwärter hatten einen legitimen Anspruch. Folgende Kriterien wurden benutzt, um die Listen einzugrenzen:

  1. Eine Person, die unumstritten an irgend einem Punkt als "legitimer Imperator" das ganze Imperium regierte.
  2. Eine Person, die zum Erben oder Mitherrscher von einem legitimen Imperator ernannt wurde, und die Nachfolger aus eigenem Recht wurden.
  3. Wenn es mehrere Thronanwärter gab und keiner von ihnen ein legitimer Herrscher war, war der vom römischen Senat gewählte Anwärter der legitime Kaiser, zumindest unter dem Prinzipat.

Zum Beispiel bestieg Aurelian den Thron durch Usurpation, war jedoch der alleinige und unbestrittene Herrscher zwischen 270-275, und somit ein legitimer Kaiser. Gallienus war der legitime Erbe des legitimen Imperators Valerian und somit ein legitimer Imperator, obwohl er nicht die Kontrolle über das ganze Imperium hatte und es andere Thronanwärter gab. Claudius Gothicus war der legitime Imperator, obwohl er den Thron illegitim bestieg und nicht die Kontrolle über das ganze Imperium hatte, doch er war der einzige Anwärter, den der Senat akzeptierte. Gleichermaßen wurden alle Thronanwärter im Vierkaiserjahr zu irgend einem Zeitpunkt vom Senat akzeptiert, auch wenn es andere Anwärter gab, und waren deshalb legitime Imperatoren. Weder Pescennius Niger noch Clodius Albinus wurden vom Senat akzeptiert und stehen deshalb nicht in der Liste. Es gibt einige Beispiele für Personen, die zu Mitherrschern gemacht wurden, aber niemals aus eigenem Recht herrschten (üblicherweise das Kind eines Imperators). Diese Imperatoren waren legitim, stehen aber nicht auf Herrscherlisten. Hier erscheinen sie gemeinsam mit dem jeweiligen obersten Imperator.

Imperatoren nach 365[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste der Imperatoren im Osten nach 395 basiert auf den gleichen Kriterien, mit der Ausnahme, dass der Imperator nur unumstritten die Kontrolle über den östlichen Teil des Imperiums haben, oder der legitime Erbe des Östlichen Imperators sein musste.

Die Situation im Westen war komplizierter. Während der letzten Jahre des Westlichen Imperiums (395-480) wurde der oströmische Imperator als der Oberste Imperator angesehen und der Weströmische Imperator war nur legitim, wenn er von ersterem als solcher angesehen wurde. Weiterhin schwand die Bedeutung des weströmischen Kaisers nach 455 und manchmal gab es überhaupt keinen Anwärter. Für die historische Vollständigkeit sind alle Imperatoren des westlichen Reiches in dieser Liste enthalten, sogar wenn sie nicht vom Osten anerkannt wurden. Einige dieser technisch gesehen illegitimen Kaiser sind in Herrscherlisten enthalten, während andere es nicht sind. Beispielsweise war Romulus Augustulus technisch gesehen ein Usurpator, der nur die italienische Halbinsel regierte und niemals legal anerkannt wurde. Doch er wird üblicherweise als "der letzte römische Kaiser" angesehen von westlichen Gelehrten des 18. und 19. Jh, und sein Sturz durch Odoacer wird als der Wendepunkt zwischen historischen Epochen angesehen. Moderne Forschung hat bestätigt, dass sein Vorgänger Julius Nepos die anderen westlichen Gebiete bis zu seinem Tod 480 weiterhin als Galionsfigur für Odoacer regierte. Da die Frage, was einen Imperator ausmacht, unklar sein kann, und die Datierung des "Falls des Weströmischen Imperiums" willkürlich ist, enthält diese Liste beide Personen.

Liste der Römischen Imperatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verlinkten Imperatoren haben aktiv oder passiv Anteil an den Veränderungen in Britannien. Während oder vor ihrer Herrschaftszeit ereigneten sich nennenswerte Vorkommnisse, die gemeinsam mit einer kurzen Information über ihr Leben auf der jeweiligen Seite beschrieben werden.

Das Prinzipat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Herrschaft Bemerkung
Augustus

16. Jan. 27 v. Chr. bis 19. Aug 14 n. Chr.

Großneffe und adoptierter Sohn von Julius Caesar. Er wurde de facto Imperatur durch eine Abmachung zwischen ihm und dem Römischen Senat.
Tiberius

18. Sept 14 bis 16. März 37

Sohn von Livia Drusilla, der dritten Ehefrau von Augustus, aus einer früheren Ehe. Er wurde von Augustus als Sohn adoptiert und heiretate Julia die Ältere, Tochter von Augustus. Möglicherweise wurde er von Caligula oder einem von ihm beauftragten Prätorianerpräfekten ermordet.
Caligula

18. März 37 bis 24. Jan 41

Großneffe und adoptierter Enkel von Tiberius. Sohn von Germanicus und Urenkel von Augustus. Er wurde durch eine Verschwörung des Senats und der Prätorianergarde ermordet.
Claudius 25/26 Jan 41 bis 13. Okt 54 Onkel von Caligula, Bruder von Germanicus, Neffe von Tiberius. Großneffe und Stiefenkel von Augustus. Er worde von der Prätorianergarde zum Imperator erklärt. Vermutlich vergiftete seine Frau Agrippina die Jüngere ihn für ihren Sohn Nero.
Nero 13. Okt 54 bis 9. Juni 68 Großneffe, Stiefsohn, Schwiegersohn und Adoptivsohn von Claudius. Neffe von Caligula. Großgroßneffe von Tiberius, Enkel von Germanicus, Ururenkel von Augustus. Er beging Selbstmord, nachdem er vom Senat zum Staatsfeind erklärt worden war.
Vierkaiserjahr 69 n. Chr.
Galba 8. Juni 68 bis 15. Januar 69 Er übernahm die Macht nach dem Selbstmord von Nero mit Hilfe der spanischen Legionen. Er wurde von der Prätorianergarde bei dem Putsch von Otho ermordet.
Otho 15. Jan bis 16. April Ernannt von der Prätorianergarde. Beging Selbstmord nach der Niederlage in der Schlacht von Bedriacum gegen Viellius.
Vitellius 17. April bis 20. Dez Übernahm die Macht mit Unterstützung der Germanischen Legionen. Wurde von Vespasians Truppen ermordet.
Vespasian 21. Dez 69 bis 24. Juni 79 Übernahm die Macht mit der Unterstützung der östlichen Legionen. Ende des Vierkaiserjahrs.
Titus 24. Juni 79 bis 13. Sept 81 Sohn von Vespasian.
Domitian 14. Sept 81 bis 18. Sept 96 Sohn von Vespasioan. Wurde von Hofbeamten ermordet.
Nerva 18 Sept. 96 bis 27 Jan 98 Vom Senat ernannt
Trajan 28. Jan 98 bis 7. Aug 117 Adoptierter Sohn und Erbe von Nerva
Hadrian 11. Aug 117 bis 10. Juli 138 Adoptierter Sohn und Erbe von Trajan.
Antoninus Pius 10. Juli 138 bis 7. März 161 Adoptierter Sohn und Erbe von Hadrian
Lucius Verus 7. März 161 bis März 169 Adoptierter Sohn und Erbe von Antoninus Pius, Schwiegersohn von Marcus Aurelius. Mitkaiser von Marcus Aurelius bis zu seinem Tod.
Marcus Aurelius 7. Mäzr 161 bis 17. März 180 Adoptierter Sohn und Schwiegersohn von Antoninus Pius. Mitkaiser mit Lucius Verus bis 169, dann alleiniger Herrscher.
Commodus 177 bis 31. Dez 192 Sohn von Marcus Aurelius. Mitherrscher seit 177, nach dem Tod seines Vaters 180 alleiniger Herrscher. Wurde in seinem Bad ermordet.
Fünfkaiserjahr 193 n. Chr.
Pertinax 1. Jan bis 28. März 193 Wurde von der Prätorianergarde zum Imperator erklärt und nur knapp 3 Monate später von ihr auch wieder ermordet.
Didius Julianus 28. März bis 1. Juni 193 Gewann die Auktion der Prätorianergarde um die Position des Imperators. Wurde nur 2 Monate später auf Anordnung des Senats hingerichtet.
Septimius Severus 9. April 193 bis 4. Feb 211 Erlangte die Macht mit Unterstützung der pannonischen Legionen. Starb in Eboracum an einer Krankheit.
Caracalla 198 bis 8. Apr 217 Sohn von Septimius Severus. Mitherrscher mit Severus seit 198, ab 209 auch mit Geta. Ab Februar 211 Mitherrscher mit Geta bis Dezember des gleichen Jahres. Wurde von einem Soldaten ermordet, als Teil einer Verschwörung von Macrinus
Geta 209 bis 26. Dez 211 Sohn von Septimius Severus. Ab 209 Mitherrscher mit Severus und Caracalla, ab Feb. 211 Mitherrscher mit Caracalla. Wurde auf Anordnung seines Bruders ermordet.

Macrinus

mit

Diadumenian

11. Apr 217 bis 8. Juni 218 Prätorianerpräfekt von Caracalla. Verschwor sich, um Caracalla zu ermorden und sich selbst nach dessen Tod zum Imperator erklären zu lassen. Machte seinen Sohn Diadumenian zum Mitherrscher im Mai 218. Wurde mit seinem Sohn zugunsten von Elagabalus hingerichtet.
Elagabalus 8. Juni 218 bis 11. März 222

Großneffe von Septimius Severus, angeblich illegitimer Sohn von Caracalle. Er wurde von den Syrischen Legionen zum Kaiser erklärt und später von der Prätorianergarde ermordet.

Severus Alexander 13. März 222 bis 18. März 235 Großneffe von Septimius Severus, Cousin und adoptierter Erbe von Elagabalus. Wurde von der Armee ermordet.
Technisch gesehen ein Sechskaiserjahr 238 n. Chr.
Maximius Thrax 20 März 235 bis Juni 238 Wurde nach dem Mord an Severus Alexander von den germanischen Legionen zum Imperator erklärt und später von der Prätorianergarde ermordet.
Gordian I 22. März bis 12. April 238 Erklärte sich während einem Aufstand gegen Maximius zum Imperator und regierte gemeinsam mit seinem Sohn Gordian II als Gegenkaiser zu Maximius. Technisch gesehen ein Usurpator, doch später durch die Thronfolge von Gordian III legitimiert. Er begin Selbstmord, nachdem er vom Tod seines Sohnes gehört hatte.
Gordian II 22 März bis 12. April 238 Erklärte sich gemeinsam mit seinem Vater Goridan I zum Gegenkaiser von Maximius, durch Senatsakt. Er wurde während der Schlacht von Carthago gegen eine Armee von Maximus getötet.
Pupenius 22 April bis 29 Juli 238 Wurde gemeinsam mit Balbius vom Senat zum Imperator gegen Maximius erklärt, später gemeinsam mit Balbius als Co-Imperator. Wurde von der Prätorianergarde ermordet.
Balbius 22. April bis 29. Juli 238 Wurde gemeinsmam mit Pupienus vom Senat nach dem Tod von Gordian I und II als Opposition zu Maximius zum Imperator erklärt. Später Co-Imperator mit Pupienus und Gordian III. Wurde von der Prätorianergarde ermordet.
Gordian III 22 Apr 238 bis 11 Feb 244 Wurde von Anhängern von Gordian I und II zum Imperator erklärt, später vom Senat legitimiert. Co-Imperator mit Pupienus und Balbius bis Juli 238. Enkel und Neffe von Gordian I und II. Wurde möglicherweise auf Anordnung von Philip I ermordet.

Philip I der Araber

mit

Philip II

Feb 244 bis Sept/Okt 249 Prätorianerpräfekt von Gordian III, übernahm die MAcht nach dessen Tod und machte seinen Sohn Philip II zum Co-Imperator im Sommer 247. Starb in der Schlacht von Verona gegen Decius.

Decius

mit

Herennius Etruscus

Sept/Okt 249 bis Juni 251 Gouverneur unter Philip I. Wurde von den danubischen Legionen zum Imperator erklärt und besiegte danach Philip in der Schlacht von Verona. Machte seinen Sohn Herennius Etruscus zum Co-Imperator Anfang 251. Beide starben in der Schlacht von Abrittus gegen die Goten.
Hostilian Juni bis Ende 251 Sohn von Decius, wurde vom Senat als Erbe akzeptiert, starb jedoch noch im gleichen Jahr.

Trebonianus Gallus

mit

Volusianus

Juni 251 bis Aug 253 Gouverneur von Moesia Superior. Wurde von den danubischen Legionen nach dem Tod von Decius und als Gegenkaiser zu Hostilian zum Imperator erklärt. Er machte seinen Sohn Volusianus zum Co-Imperator Ende 251. Sie wurden von ihren eigenen Truppen zugunsten von Aemilian ermordet.
Aemilian Aug bis Okt 253 Gouverneur von Moesia Superior. Er wurde nach dem Sieg über die Goten von den danubischen Legionen zum Imperator erklärt und nach dem Tod von Gallus akzeptiert. Später von seinen eigenen Truppen zugunsten von Valerian ermordet.
Valerian Okt 253 bis 260 Er wurde von den Rheinlegionen nach dem Tod von Gallus zum Imperator erklärt und nach dem Tod von Aemilian allgemein anerkannt. Er wurde in der Schlacht von Edessa gegen die Perser gefangen genommen und starb.

Gallienus

mit

Saloninus

Okt 253 bis Sept 268 Sohn von Valerian, der ihn 253 zum Co-Imperator machte. Sein Sohn Saloninus war im Juli 260 für kurze Zeit Mitherrscher, bevor er von Postumus ermordet wurde. Gallienus wurde von seinen eigenen Kommandanten ermordet.
Claudius Gothicus Sept 268 bis Jan 270 Er übernahm die Macht nach dem Tod von Gallienus.
Quintillus Jan bis Sept 270 Bruder von Claudius II, übernahm die Macht nach dessen Tod. Seine Todesursache ist unklar, möglicherweise Mord oder Selbstmord.
Aurelian Sept 270 bis Sept 275 Wurde von den Danubischen Legionen nach dem Tod von Claudius II zum Imperator erklärt, als Gegenkaiser zu Quintillus. Später von der Prätorianergarde ermordet.
Tacitus 25. Sept 275 bis Juni 276 Vom Senat als Nachfolger von Aurelian gewählt nach einem kurzen Interregnum.
Florianus Juni bis Sept 276 Bruder von Tacitus, von der Armee im Westen gewählt, um diesen zu ersetzen. Später von seinen eigenen Truppen zugunsten von Probus ermordet.
Probus Sept 276 bis Sept/Okt 282 Von den Danubischen Legionen als Gegenkaiser zu Florianus gewählt. Später von seinen eigenen Truppen zugunsten von Carus ermordet.

Carus

Sept/Okt 282 bis Juli/Aug 283 Übernahm die Macht vor oder nach dem Mord an Probus und machte seinen Sohn Carinus Anfang 283 zum Co-Imperator. Möglicherweise wurde er vom Blitz erschlagen.
Numerian Juli/Aug 283 bis 284 Sohn von Carus, Nachfolger gemeinsam mit seinem Bruder Carinus. Möglicherweise ermordet.
Carinus 283 bis 285 Sohn von Carus, Regierte kurz mit ihm, dann mit seinem Bruder Numerian. Starb vermutlich in der Schlacht gegen Diocletian.

Das Domitiat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Kontrolle zu behalten und die Verwaltung zu verbessern, wurden nach 285 verschiedene Modelle versucht, um die Arbeit des Römischen Imperators zwischen verschiedenen Personen zu teilen. Die Tetrarchie, die von Diocletian 293 verkündet wurde, spaltete das Imperium in zwei Hälften, die jede separat von einem Imperator regiert wurde, einem Obersten "Augustus" und einem untergeordneten "Caesar".

Name Herrschaft Bemerkung

Diocletian

nach 286 Osten

20. Nov 284 bis 1. Mai 305

Wurde von der Armee nach dem Tod von Numerian als Gegenkaiser zu Carinus zum Imperator erklärt. Er adoptierte Maximian als Augustus 286 und dankte später ab.

Anfänglich Imperator im Osten und Westen, nach 286 nur noch im Osten.

Maximian

Westen

1 Apr 286 bis 1 Mai 305 Als Augustus von Diocletian 286 adoptiert. Dankte mit Diocletian 305 ab, versuchte aber zwei mal, den Thron zurück zu erobern. Zunächst mit Maxentius, später von ihm. Wurde von Constantine I gefangen genommen und beging auf dessen Anordnung Selbstmord.

Galerius

Osten

1. Mai 305 bis Mai 311 Als Caesar und Erbe von Diocletian 293 adoptiert.

Constantius Chlorus

Westen

1 Mai 305 bis 25 Juli 306 Als Caesar und Erbe von Maximian 293 adoptiert.

Valerius Severus

Westen

Sommer 306 bis März/Apr 307 Als Caesar und Erbe von Constantius Chlorus 305 adoptiert. Folgte ihm als Augustus 306, seine Gegenkaiser waren Maxentius und Constantine I. Wurde später von Maxentius Gefangen genommen, Tod durch Mord oder Selbstmord.

Constantine I der Große

(Osten und Westen)

25 Juli 306 bis 22 Mai 337 Sohn von Constantius Chlorus. Von den Truppen seines Vaters zum Imperator erklärt und 306 von Galerius als Caesar akzeptiert. 307 von Maximian nach dem Tod von Valerius Severus als Augustus erhoben. Verweigerte später die Herabsetzung zum Caesar 309.
Maxentius (Westen) 28 Okt 306 bis 28 Okt 312 Sohn von Maximian. Er nahm sich die Macht nach dem Tod von Constantius Chlorus als Gegenkaiser zu Valerius Severus und Constantine I. 307 von Maximian nach dem Tod von Severus zum Caesar erklärt. Starb in der Schlacht der Milvian Brücke gegen Constantine I

Licinius I (Osten)

mit

Valerius Valens

und

Martinian

11 Nov 308 bis 18 Sept 324 Schwiegersohn von Constantius Chlorus, 308 von Galerius zum Augustus im Westen erklärt, als Gegenkaiser zu Maxentius. 311 Augustus im Osten nach dem Tod von Galerius. Besiegte Maximius II im Bürgerkrieg und wurde alleiniger Augustus im Osten 313. Ernannte Valerius Valens 317 und Sextus Martinian 324 zumWestlichen Augustus, als Gegenkaiser zu Constantine. Beide wurden innerhalb weniger Wochen ermordet. Licinius verlor den Bürgerkrieg gegen Constantine I 324, wurde gefangen genommen und im nächsten Jahr hingerichtet.

Maximius II

Osten

1 Mai 311 bis Juli/Aug 313 Neffe von Galerius, als Caesar und Erbe 305 adoptiert. 311 gemeinsamer Augustus mit Licinius I. Unterlag im Bürgerkrieg gegen Licinius I, möglicherweise Selbstmord danach.

Constantine II

Westen

22 Mai 337 bis 340 Sohn von Constantine I. 317 Caesar, später gemeinsamer Augustus mit seinen Brüdern Constantius II und Constans I. Starb in der Schlacht gegen Constans I

Constantius II

Osten

nach 356 Osten und Westen

22 Mai 337 bis 3 Nov 361 Sohn von Constantine I. Gemeinsamer Augustus mit seinen Brüdern Constantine II und Constans I. Einziger Imperator ab 350.

Constans I

Westen

22 Mai 337 bis 350 Sohn von Constantine I. Gemeinsamer Augustus mit seinen Brüdern Constantine II und Constantius II. Ermordet auf Anordnung des Usurpators Magnentius.

Vetranio

Westen

1 März bis 25 Dez 350 General von Constans I. Als Caesar gegen Magnentius erklärt und zeitweise als Augustus im Westen akzeptiert von Constantius II. Dankte ab.

Julian

Westen, nach 361 Osten und Westen

Feb 360 bis 26 Juni 363 Cousin von Constantius II. Caesar im Westen ab 355. Von seinen Truppen 360 zum Augustus erklärt. Alleiniger Imperator nach dem Tod von Constantius II.

Jovian

Osten und Westen

26 Juni 363 bis 17 Feb 364 General in Julians Armee. Nach dessen Tod von den Truppen zum Imperator erklärt.

Valentinian I

Osten und Westen, später nur Westen

26 Feb 364 bis 17 Nov 375 Von der Armee gewählt, um Jovian zu ersetzen.

Valens

Osten

28 März 364 bis 9 Aug 378 Bruder von Valentinian I, von diesem zum Co-Augustus erklärt. Starb in der Schlacht von Adrianopel gegen die Goten

Gratian

Westen

4 Aug 367 bis 25 Aug 383 Sohn von Valentinian I, von ihm 367 zum Junior-Augustus ernannt, SeniorAugustus nach dessen Tod. Von einer rebellischen Armeefraktion ermordet.

Valentinian II

Westen

17 Nov 375 bis 15 Mai 392 Sohn von Valentinian I, von der Pannonischen Armee nach dessen Tod zum Imperator erklärt und später als Co-Augustus im Westen von Gratian akzeptiert. Möglicherweise Mord oder S

Westliche Imperatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodosius I war der letzte Imperator, der beide Hälften des Römischen Imperiums regierte, er teilte es nach seinem Tod unter seinen Sähnen Arcadius und Honorius auf.

Name Herrschaft Bemerkung
Theodosius I 1 Jan 379 bis 17 Jan 395 Schwiegersohn von Valentinian I. Von Gratian nach dem Tod von Valens zum Augustus im Osten ernannt. Wurde einziger Augustus nach dem Tod von Valentinian II.

Magnus Maximus

mit

Flavius Victor

383/4 bis 28 Aug 388 Usurpator im Westen. Legitimiert mit seinem Sohn Victor von Theodosius I als Imperatoren für Britannien und Gallien. Nach der Schlacht am Save von Theodosius I hingerichtet. Victor wurde von Arbogast hingerichtet.
Honorius 23 Jan 393 bis 15 Aug 423 Sohn von Theodosius I. 393 von Theodosius zum Junior-Augustus im Westen ernannt. Nach dem Tod seines Vaters Senior-Augustus im Westen.

Constantine III

mit

Constans II

407/9 bis Aug/Sept 411 Usurpator, der sich selbst 407 zum Imperator im Westen erklärte. 409 von Honorius als Mitherrscher anerkannt. Erhob seinen Sohn Constans II zum Mitherrscher 409, dieser wurde jedoch nicht von Honorius anerkannt. Später von Constantius III hingerichtet.
Constantius III 8 Feb bis 2 Sept 421 Schwiegersohn von Theodosius I. Von Honorius zum Co-Augustus im Westen gemacht.
Joannes 27 Aug 423 bis Mai 425 Oberer ziviler Angestellter unter Honorius, von Castinus zum Kaiser erklärt, aber nicht vom Oströmischen Imperium anerkannt. Wurde in der Schlacht von Theodosius I und Valentinian III besiegt, gefangengenommen und hingerichtet.
Valentinian III 23 Okt 424 bis 16 März 455 Sohn von Constantius III, vom Theodosius II zum Caesar im Westen ernannt nach dem Tod von Honorius, als Gegner zu Joannes. Wurde nach dessen Niederlage Augustus im Westen. Später vermutlich auf Befehl von Petronius Maximus ermordet.

Letzte Imperatoren des Weströmischen Reiches (455-476) [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Herrschaft Bemerkung
Petronius Maximus 17 März bis 31 Mai 455 Schwiegersohn von Theodosius II. Erklärte sich selbst mit Unterstützung der Armee zum Imperator nach dem Tod von Valentinian III. Wurde nicht zum Oströmischen Imperium anerkannt. Ernannte seinen Sohn Palladius zum Caesar. Später von einem römischen Mob ermordet.
Avitus 9 Juli 455 bis 17 Okt 456 Magister Militum unter Petronius Maximus. Vom Westgotischen König Theoderic II nach dessen Tod zum Imperator erklärt. Später von seinem eigenen Magister Militum Ricimer abgesetzt. Wurde Bischof von Placentia und irgendwann danach ermordet.
Majorian Apr 457 bis 2 Aug 465 Von seinen Truppen zum Imperator erklärt und auf Anraten von Ricimer vom Oströmischen Imperium anerkannt. Später auf Befehl von Ricimer abgesetzt und ermordet.
Libius Severus Nov 461 bis Aug 465 Von Ricimer zum Imperator ernannt, aber nicht vom Oströmischen Imperium anerkannt. Später vermutlich von Ricimer vergiftet.
Anthemius 12 Apr 467 bis 11 Juli 472 Schwiegersohn von Marcian, von Papst Leo I mit Zustimmung von Ricimer zum Imperator ernannt. Später von Ricimer oder dessen Neffen Gundobad hingerichtet.
Olybrius 11 Juli bis 2 Nov 472 Schwiegersohn von Valentinian III. Von Ricimer zum Imperator ernannt, aber nicht vom Oströmischen Imperium anerkannt.
Glycerius März 473 bis Juni 474 Von Gundobad (Nachfolger von Ricimer) zum Imperator ernannt, aber nicht vom Oströmischen Imperium anerkannt. Von Julius Nepos abgesetzt, wurde Bischof von Selona.
Julius Nepos

Juni 474 bis 28 Aug 475 in Italien

Frühling 480 in Gallien und Dalmatien

Neffe des Oströmischen Kaisers Leo I, als Gegenkaiser zu Glycerius ernannt. In Italien von Flavius Orestes abgesetzt, regierte bis zu seiner Ermordung 480. Gallionsfigur von Odoacerto bis zu seinem Tod.
Romulus Augustulus 31 Okt 475 bis 4 Sept 476 Von seinem Vater Orestes zum Imperator ernannt, aber nicht vom oströmischen Imperium anerkannt. Mehr aus historischen Gründen als Imperator anerkannt. Seine HErrschaft ging niemals über Italien hinaus und wurde nicht vom Oströmischen Kaiser Zeno anerkannt. Von Odoacer abgesetzt, der dann im Namen von Julius Nepos bis zu dessen Tod 480 regierte. Dies beendete offiziell das Weströmische Imperium. Vermutlich beendete er sein Leben auf einer privaten Villa.

Das Klassische Ende des Römischen Imperiums soll offiziell mit der Absetzung von Romolus Augustulus geendet haben. Das Oströmische Imperium wird von heutigen Gelehrten als "Byzanthinisches Imperium" beeichnet.

 


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