Dies ist eine Liste der Usurpatoren des Römischen Imperiums. Usurpatoren sind Personen oder Personengruppen, die die Macht und die Rechte eines anderen durch Zwang und ohne legale Autorität an sich reißen. Usurpation geschah oft während dem Römischen Imperium, besonders nach der Krise des 3. Jh., als politische Instabilität an der Tagesordnung war.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Dynastie des Römischen Imperiums war die Julisch-Claudische 27 v. Chr. bis 68 n. Chr. Sie begründete ihr Recht auf den Kaiserthron durch Familienbande mit Augustus, dem ersten Imperator. Durch Konflikte innerhalb dieser Familie kam es zu einer Reihe von Morden, die zum Aussterben der Linie führten. Der letzte Kaiser der Linie, Nero, starb als Staatsfeind und nach seinem Selbstmord kam es zu einem Bürgerkrieg, der als Vierkaiserjahr bekannt wurde. Die Flavische Dynastie begann mit Vespasian und endete schon bald, mit dem Mord an seinem zweiten Sohn Domitian. Das 2. Jh. war eine Zeit relativen Friedens, gezeichnet durch die Herrschaft der sogenannten Fünf Guten Imperatoren, doch das nächste Jahrhundert war charakterisiert durch ständige politische Instabilität, was schließlich zum Fall des Weströmischen Imperiums führte.

Instabilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commodus, der letzte Kaiser der antoninischen Dynastie, war ein unbeliebter Herrscher, bekannt für seine Extravaganz und seine Grausamkeit, und wurde 192 ermordet. Ohne Söhne und Erben brach ein Machtkampf unter den Gouverneuren der wichtigsten Provinzen aus. Pertinax wurde zum Imperator erhoben und vom Adel anerkannt, doch nach seinem Mord durch einen Prätorianergardisten usurpierte Septimius Severus den Thron. Es gelang ihm, die nächsten 18 Jahre an der Macht zu bleiben und er starb an natürlichen Ursachen auf einem Feldzug in Britannien. Der Tod von Severus Alexander 235 löste laut Historikern die Krise des 3. Jh. aus. In dieser Zeit, von der Thronbesteigung Diocletians 235 bis zur Bildung der Tetrarchie 286 sah Rom 28 Imperatoren, von denen nur zwei eines natürlichen Todes starben. Es gab aber auch 38 Usurpatoren, die Aufstände im ganzen Imperium verursachten, ein klares Zeichen, dass die Sicherheit der Grenzen nicht das einzige Problem in der römischen Welt war. Usurpationsversuche waren eine ständige Sorge der Kaiser. Und sie waren eine gebräuchliche Methode, um den Thron zu besteigen. Erfolgreiche Usurpatoren waren normalerweise entweder Provinzgouverneure, Kommandanten großer Teile römischer Legionen oder Präfekten der Prätorianergarde, die die Kontrolle über Rom hatten.

Die Gefahr eines Usurpators war größer nach dem Tod eines Imperators, solange sein Nachfolger noch nicht in allen Provinzen anerkannt war. Normalerweise ernannten die Legionen ihren eigenen Kommandanten zum Kaiser, wenn der neue Imperator weniger beliebt war. Der Usurpator, meistens ein Provinzgouverneur, marschierte dann nach Italien oder dort hin, wo sein Gegner sich befand, um mit ihm um den Thron zu kämpfen. Doch die Legionäre kämpften nicht gern gegen ihre Waffenbrüder. Ihre Loyalität hing größtenteils von der Menge an Beute oder Belohnung ab, die mit dem Sieg kommen würde, und auf ihrem Vertrauen in die militärischen Fähigkeiten des Kommandanten, von denen die Moral abhing. Versagen in einem oder mehreren dieser Kriterien führte normalerweise zu Meutereien und Tod durch ihre eigenen Soldaten. Da die Imperatoren das Recht hinter sich hatten, musste der Usurpator ein charismatischer Mann sein, um Zweifel an seinem Rang zu vermeiden und seinen daraus folgenden unabwendbaren Tod. Valerian, der Aemilianus (selbst ein Usurpator) besiegte, ist ein Beispiel dafür. Andere Usurpatoren wie der Kaiser Philip I der Araber, bestiegen den Thron durch einen geplanten Mord an einem anerkannten Herrscher, in seinem Fall Gordian III.

Wenn sie erfolgreich war, führte Usurpation immer zu einem neuen Imperator in einer schwierigen Position, da er den Thron durch Gewalt erlangt hatte. Die Gefahr eines weiteren Usurpators war immer da und die ersten Maßnahmen, die ergriffen wurden, waren immer, vertrauenswürdige Männer in wichtige Positionen zu setzen. Manchmal schmückte ein Usurpator seine Vorfahren und sein früheres Leben aus, um seinen Wert oder sein Recht auf den Thron zustärken. Beschreibungen obskurer Familienbindungen zu früheren beliebten Imperatoren waren weit verbreitet und verwirrten mit Sicherheit die Historiker. Am wichtigsten war es für einen Usurpator, die Legionen zufrieden zu machen, da er seine Macht ihrer andauernden Loyalität verdankte.

Praktische Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Masse an Usurpatoren im 3. Jh. hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die bürokratische und militärische Organisation des Imperiums. Die Angst vor möglichen Rivalen war der Hauptantrieb für die Weiterentwicklung der römischen Welt vom frühen bis zum späten Imperium.

Eine der nachdrücklichsten Veränderungen war die Teilung und Vervielfachung der Römischen Provinzen. Sie wurden von einem Gouverneur regiert und erhielten eine bestimmte Anzahl von Legionen, ausgewählt nach dem Grad an Befriedung, die nötig war, um sie ruhig zu halten. Das bedeutet, dass beispielsweise die Gouverneure von Moesia oder Pannonien an der danubischen Grenze riesige militärische Kontingente zur Verfügung hatten. Je größer die Anzahl der Legionen, die ein Gouverneur unter sich hatte, desto großer die Versuchung, den Thron zu erobern. Und tatsächlich kam der Großteil der Usurpatoren aus der asiatischen Provinz Syria und den Rhein- und Danubenprovinzen - Grenzprovinzen mit großen Truppenbeständen. Somit wurden die Provinzen Stück für Stück in kleinere Einheiten aufgeteilt, um die Konzentration von militärischer Macht unter einem Mann zu verringern. Britannien war zunächst eine einzige Provinz, wurde jedoch um 213 von Caracalla in die Provinzen Britannia Superior und Britannia Inferior unterteilt, gegen Ende des 3. Jh. ging die Unterteilung noch weiter in Maxima Caesariensis, Flavia Caesariensis, Britannia Prima und Britannia Secunda.

Als die Angst vor Bürgerkriegen wuchs, hatten die Imperatoren das Bedürfnis, Legionen immer in Reichweite zu haben, um mögliche Bedrohungen bekämpfen zu können. Dies führte zu einer geographischen Unterteilung der Armee in Legionen, die an den Grenzen blieben und solchen, die an strategischen Punkte innerhalb des Imperiums stationiert waren.

Männer mussten von den Grenzgarnisonen entfernt werden, um diese Legionen im Imperium zu bilden. Kleinere Gruppen von Grenzlegionen bedeutete weniger sichere Grenzen und führte zu mehr Überfällen von den germanischen und gotischen Stämmen. Und nicht nur das, in dieser Zeit, als Eigeninitiative ein gebräuchlicher Weg war, den Thron zu erlangen, war die Verteilung wichtiger Kommandos an kompetente Generäle ein einfacher Weg, sich Ärger einzuhandeln. Neid und Angst führten oft dazu, die Anwesenheit des richtigen Mannes bei einer bestimmten Bedrohung zu verhindern und als Konsequenz daraus wurden Grenzprovinzen oft überfallen, geplündert oder erobert.

Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzigen Usurpatoren, deren frühes Leben und genaue Umstände der Rebellion mit Sicherheit bekannt sind, sind jene, die später auch Imperator wurden. Die erfolglosen Usurpationsversuche endeten mit der Hinrichtung des Rebellen, Mord oder Selbstmord und der darauf folgenden Auslöschung seines Lebens aus allen Aufzeichnungen. Dies führte oft zu Verwirrung in den zeitgemäßen Quellen, die in den Details bestimmter Rebellionen widersprüchlich sind. Beispielsweise platzieren einige den Usurpator Uranius in die Herrschaft von Kaiser Elagabalus (218-222) und andere in die Zeit von Gallienus (253-260).

Jeder neue Imperator, egal ob legal oder illegal, markierte den Beginn seiner Herrschaft durch das prägen neuer Münzen, sowohl für das Prestige, sich selbst zum Augustus zu erklären, und auch, um die loyalen Soldaten zu bezahlen. Diese Münzen sind oft der einzige Hinweis auf eine Usurpation. Doch die Menge von Münzen mit der Abbildung eines Usurpators dürfte nicht der Menge an tatsächlichen Usurpationen entsprechen. Die Existenz Münzstätten erlaubte es kurzzeitigen Usurpatoren sicherlich, ihre Münzen herauszugeben, doch andererseits könnte ein Mann, der eine Rebellion in einem bestimmten Gebiet einige Monate lang aufrechterhielt, könnte ohne Zugriff auf die Münzprägestätten nicht in der Lage sein, Münzen zu prägen.

Die spätere Bewertung von Usurpationen zeigt, dass einige fragwürdig oder sogar erfunden sind. Gallienus war der Kaiser, während dessen Herrschaftszeit die meisten Usurpationen stattfanden, insgesamt vierzehn Versuche in seiner fünfzehnjährigen Herrschaft, mit Ausnahme der Abspaltung des Gallischen Imperiums. Doch drei dieser Versuche sind eindeutig erfunden, entweder um die Unfähigkeit des Herrschers zu zeigen oder von späteren Autoren hinzugefügt, um ihre eigene Geschichte auszuschmücken.

Usurpatoren des römischen Imperiums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Zeit Erfolgreich Beschreibung
Lucius Arruntius Camillus Scribonianus 41 nein Er wollte der Nachfolger von Caligula werden und beging Selbstmord, nachdem seine Truppen ihn im Stich ließen.
Galba Juni 68 bis Jan 69 ja

Galba war einer der Imperatoren im Vierkaiserjahr 69 n. Chr. Er eroberte den Thron nach dem Selbstmord von Kaiser Nero. Er wurde von Otho getötet, der rebellierte, als Galba ihn nicht zu seinem Nachfolger erklären wollte.

Nymphidius Sabinus 68 nein Erklärte sich nach dem Tod von Nero zum Imperator, wurde von der Prätorianergarde zugunsten von Galba getötet.
Otho Jan bis Apr 69 ja Otho war der zweite Imperator im Vierkaiserjahr 69 n. Chr. Er tötete seinen Vorgänger Galba und Starb im Kampf gegen den rebellierenden Vitellius.
Vitellius Apr bis Dez 69 ja Vitellius war der dritte Imperator im Vierkaiserjahr 69 n. Chr. Als Kommandant der Legionen von Germania Inferior besiegte er Otho in der Schlacht und eroberte den Thron. Als seine Unterstützer schwanden, wollte er abdanken, wurde jedoch von Vespasians Soldaten hingerichtet.
Vespasian Juli 69 bis Juni 79 ja Vespasian war der vierte und letzte Imperator im Vierkaiserjahr 69 n. Chr. Er war der einzige, der im Bürgerkrieg kein Blut vergossen hatte und konnte seine Herrschaft festigen. Er starb eines natürlichen Todes.
Terentius Maximus zw. 79 bis 81 nein Erhob sich unter der Herrschaft von Kaiser Titus (79/81), musste aber fliehen.
Lucius Antonius Saturnius 89 nein Gouverneur von Germania Superior. Versuchte Domitian zu stürzen, wurde aber besiegt.
Avidius Cassius 175 nein Erklärte sich zum Imperator während der Herrschaft von Marcus Aurelius, nachdem Gerüchte über dessen Tod aufgekommen waren. Führte seinen Aufstand fort, wurde aber besiegt.
Pertinax Jan bis März 193 ja Er bestieg den Thron nach dem Tod von Commodus und war der erste Imperator im Fünfkaiserjahr. Pertinax wurde als Sohn eines befreiten Sklaven geboren. Er wurde von der Prätorianergarde zum Imperator erklärt und später auch von ihnen ermordet.
Didius Julianus März bis Juni 193 ja Er erkaufte sich den Thron von der Prätorianergarde, wurde aber später von Soldaten im Palast getötet.
Septimius Severus April 193 bis Feb 211 ja Er erkämpfte sich den Thron von seinen Rivalen und konnte seine Herrschaft festigen, bis er in Britannien eines natürlichen Todes starb.
Pescennius Niger 193 bis 194 nein Erklärte sich nach dem Tod von Pertinax zum Imperator, wurde aber in der Schlacht getötet.
Clodius Albinus 196 bis 197 nein Gouverneur von Britannien. Erhob sich nach dem Tod von Pescennius Niger gegen Septimius Severus. Wurde in der Schlacht getötet.
Macrinus Apr 217 bis Juni 218 ja Er wurde vom Senat als Imperator bestätigt, während er sich in den östlichen Provinzen befand, kam aber nie nach Rom zurück. Er und sein von ihm zum Mitherrscher gemachter Sohn wurden von seinem Nachfolger Elagabalus gefangen genommen und getötet.
Elagabalus Mai 218 bis März 222 ja Er wurde von seiner Großmutter und Tante Caracallas durch eine Rebellion zum Imperator gemacht und besiegte seinen Vorgänger Macrinus in der Schlacht. Später wurde er von der Prätorianergarde ermordet.
Gellius Maximus 219 nein Erhob sich gegen Elagabalus, wurde von einem seiner Offiziere getötet.
Verus 219 nein Erhob sich gegen Elagabalus, wurde hingerichtet.
Uranius 221 nein Erhob sich gegen Elagabalus, Schicksal unbekannt.
Seleucus nach 221 nein Erhob sich gegen Elagabalus, Schicksal unbekannt
Sallustius ca 227 nein Erhob sich gegen Alexander Severus. Hingerichtet wegen Mordversuchs
Taurinus ? nein Erhob sich gegen Alexander Severus. Begin Selbstmord.
Ovinius Camillus ? nein Erhob sich gegen Alexander Severus. Eventuell erfunden
Maximius Thrax März 235 bis Mai 238 ja Seine Regierung wird oft als Beginn der Krise des 3. Jh. angesehen. Er wurde von seinen Männern und der Prätorianergarde zum Imperator erklärt. Er starb beim Versuch der Niederschlagung eines Senatorenaufstands.
Magnus 235 nein Erhob sich gegen Maximius Thrax, wurde hingerichtet.
Quartinus 235 nein Erhob sich gegen Maximius Thrax, wurde verraten und getötet.

Gordian I

Gordian II

März bis Apr 238

ja Vater und Sohn waren 21 Tage lang Imperatoren im Sechskaiserjahr. Sie wurden im Kampf gegen Imperator Maximius Thrax besiegt.
Sabinianus 240 nein Erhob sich gegen Gordian III, wurde verraten und ausgeliefert.
Philip der Araber Feb 244 bis Sept 249 ja Er stieg nach dem Tod von Gordian III zur Macht auf, ursprünglich war er Prätorianerpräfekt. Er wurde in der Schlacht von Verona verraten und getötet durch seinen Nachfolger, den Usurpator Decius
Iotapianus 248 nein Wurde von seinen eigenen Soldaten getötet.
Pacatianus 248 nein Wurde von seinen eigenen Soldaten getötet.
Silbannacus ? nein Existenz fragwürdig.
Sponsianus ? nein Existenz fragwürdig.
Decius Sept 249 bis Juni 251 ja Er rebellierte gegen seinen Vorgänger und konnte ihn in der Schlacht töten. Er starb zwei Jahre später selbst in einer Schlacht.
Trebonianus Gallus Juni 251 bis Aug 253 ja Er besiegte seinen Vorgänger in der Schlacht und bestieg den Thron. Nach zwei Jahren war die Armee mit ihm unzufrieden und erklärte seinen Nachfolger Aemilianus zum neuen Imperator. Angeblich wurde er von seinen eigenen Truppen ermordet.
Aemilianus 253 ja Er wurde von den Legionen zum Imperator erklärt und nur drei Monate später von ihnen getötet, als Valerian sich zum Imperator erklärte.
Valerian Okt 253 bis 260 ja Er erklärte sich selbst zum Imperator und die Truppen seines Vorgängers liefen zu ihm über. Er geriet später nach der Schlacht von Edessa in Kriegsgefangenschaft und starb dort.
Ingenuus 260 nein Erhob sich gegen Gallienus. Beging Selbstmord.

Macrianus Major

Macrianus Minor

Quietus

Sept 260 bis Herbst 261 nein Erhoben sich gegen Gallienus. Wurden von ihren eigenen Soldaten getötet.
Regalianus 260 nein Erhob sich gegen Gallienus.
Balista 261 nein Erhob sich gegen Gallienus. hingerichtet.
Piso 261 nein Erhob sich gegen Gallienus. Wurde von seinen eigenen Soldaten getöte. Existenz fragwürdig.
Valens 261 nein Erhob sich gegen Gallienus. Von Macrinus getötet.
Memor 261 nein Erhob sich gegen Gallienus. Wurde hingerichtet.
Mussius Aemilianus 261 bis 262 nein Erhob sich gegen Gallienus. Wurde hingerichtet.
Gallisches Imperium 260 bis 274 Die Imperatoren des Gallischen Imperiums stiegen während der Herrschaft von Gallienus auf. Sie wurden nicht anerkannt.
Palmyrenisches Imperium Die Imperatoren des Palmyrenischen Imperiums erhoben sich während der Herrschaft von Gallienus. Sie wurden nicht anerkannt.
Fiktionale Usurpatoren Die Usurpatoren Celsus, Saturnius und Trebellianus wurde als Gegner von Gallienus erfunden.
Claudius Gothicus Sept 268 bis Jan 270 ja Er wurde von seinen Truppen zum Imperator erklärt, obwohl er beschuldigt wurde, seinen Vorgänger ermordet zu haben.
Censorinus 269 bis 270 nein Erhob sich gegen Claudius Gothicus. Wurde von seinen eigenen Soldaten ermordet. Laut Historikern mit ziemlicher Sicherheit erfunden.
Quintillus 270 ja Er wurde von der Römischen Armee oder dem Senat zum Imperator erklärt. Er regierte nur wenige Monate und Beging Selbstmord, nachdem die Truppen seinen Nachfolger zum Imperator wählten.
Aurelian Sept 270 bis Okt 275 ja Er wurde von den Truppen zum Imperator erklärt. Er war sehr streng in der Bestrafung korrupter Beamter und wurde später in einer Verschwörung ermordet.
Domitianus 270-271 nein Erhob sich gegen Aurelian.
Felicissimus 271 nein Erhob sich gegen Aurelian. 
Septimius 271 nein Erhob sich gegen Aurelian. Wurde von seinen eigenen Soldaten getötet.
Urbanus 271 nein Erhob sich gegen Aurelian. Existenz fragwürdig.
Firmus 273 nein Erhob sich gegen Aurelian. Existenz fragwürdig.
Florianus Juli bis Sept 276 ja Er erklärte sich selbst nach dem Mord an seinem Bruder Kaiser Tacitus mit Zustimmung des Senats zum Imperator. Seine Armee erhob sich gegen ihn und tötete ihn während der Rebellion seines Nachfolgers.
Probus 276 bis Okt 282 ja Er rebellierte gegen den Usurpator Florianus und wurde später bei einer Meuterei seiner Soldaten getötet.

Bonosus

Proculus

Saturninus

280 nein Erhoben sich gegen Probus.

Carus

Carnius

Numerian

282-283 ja Er wurde nach dem Mord an seinem Vorgänger von den Truppen zum Imperator erklärt. Er starb später eines natürlichen Todes, doch eine Legende entwickelte sich, dass er vom Blitz erschlagen wurde.
Sabinus Julianus 283 nein Erhob sich gegen Carus.
Diocletian Nov 284 bis Mai 305 ja Er wurde nach dem Tod seines Vorgängers zum Imperator erklärt und musste sich gegen dessen Sohn durchsetzen. Er führte die Diocletianischen Provinzreformen durch. Er dankte später als erster Römischer Imperator ab.

Amandus

Aelianus

285 nein Erhoben sich gegen Diocletian.
Carausius 286 bis 293 nein Erhob sich gegen Diocletian und rief das Britannische Römische Imperium aus. Wurde von Allectus ermordet. Sie auch Aufstand des Carausius.
Allectus 293 bis 296 nein Ermordete Carausius und übernahm dessen Titel als Imperator des Gallischen Imperiums. Wurde von Constantius besiegt und starb in der Schlacht.
Domitius Domitianus 297 nein Erhob sich in Ägypten gegen Diocletian.
Aurelius Achilleus 297 bis 298 nein Erhob sich gegen Diocletian in Ägypten.
Eugenius 303 nein Erhob sich gegen Diocletian in Syrien, starb später in der Schlacht.
Domitius Alexander 308 bis 311 nein Erhob sich gegen Galerius. Wurde hingerichtet.
Constantine der Große Juli 306 Mai 337 ja Er erklärte sich selbst 305 zum Imperator und wurde 306 auch von der Armee unterstützt. Er musste sich gegen seine Gegenkaiser durchsetzen und wurde 324 alleiniger Herrscher.
Calocaerus 333/4 nein Erhob sich gegen Constantine I den Großen. wurde hingerichtet.
Maxentius Okt 306 bis Okt 312 ja Er war Gegenkaiser von Constantine dem Großen und versuchte sich gegen ihn und andere Usurpatoren durchzusetzen. Der Thron wurde ihm von der Prätorianergarde angeboten und übernahm die Herrschaft größtenteils unblutig. Er ertrank während der Schlacht gegen Constantine.
Magnentius 350 bis 353 nein Erhob sich gegen Constantius II, zog gegen ihn in die Schlacht, wurde aber besiegt und beging Selbstmord.
Nepotianus

350

nein Erhob sich gegen Constantius II und regierte Rom 20 Tage lang, bevor er von Magnentius getötet wurde.
Claudius Silvanus 355 nein Erhob sich gegen Constantius II und regierte 28 Tage lang in Gallien, bevor er gefangen genommen und hingerichtet wurde.
Vetranio März bis Dez 350 ja Er wurde von den Erben von Constantine dem Großen gebeten, den Thron zu nehmen. Er verlor die Wahl der Armee nur wenige Monate später gegen den rechtmäßigen Nachfolger Constantius II.
Julian der Apostat Feb 360 bis Juni 363 ja Er wurde von seinen Soldaten zum Obersten Imperator erklärt. Er starb bei seinem Persienfeldzug, ermordet durch einen christlichen Soldaten.
Procopius 366 nein Erhob sich gegen Valentinian I.
Marcellus 366 nein Erhob sich gegen Valentinian I.
Theodorus 372 nein Erhob sich gegen Valentinian I.
Firmus 372 bis 375 nein Erhob sich gegen Valentinian I.

Magnus Maximus

Flavius Victor

384 bis Aug 388 ja Er war Kommandant von Britannien und usurpierte den Thron von Gratian. Nachdem Kaiser Theodosius I ihn zunächst anerkannt hatte, besiegte und tötete er ihn später in der Schlacht.
Eugenius 392 bis 394 nein Erhob sich gegen Theodosius I. Wurde hingerichtet.
Die letzten anerkannten Imperatoren im Weströmischen Reich wurden alle vom Senat anerkannt, aber niemals vom Imperator des Oströmischen Reiches.
Marcus 406 bis 407 nein Erhob sich gegen Honorius.
Gratian 407 nein Erhob sich gegen Honorius.

Constantine III

Constans II

407 bis 411 ja

Constantine wurde von den Legionen zum Imperator erklärt und später von Honorius als Mitkaiser anerkannt. Er dankte später ab.

Constans wurde von Constantine zum Mitkaiser ernannt und starb in den Aufständen gegen Ende der Herrschaft seines Vaters.

Maximus von Hispania

409-411

420-421

nein Erhob sich gegen Honorius
Priscus Attalus

409-410

415-416

nein Erhob sich gegen Honorius
Jovinus 411-413 nein Erhob sich gegen Honorius
Sebastianus 412-413 nein Erhob sich gegen Honorius.
Heraclianus 412-413 nein Erhob sich gegen Honorius. Wurde hingerichtet.
Joannes Nov 423 bis Mai 425 ja Nach dem Tod von Honorius zögerte Theodosius II, einen neuen weströmischen Imperator zu ernennen, und der Senat wählte Joannes. Er starb später durch Verrat im Krieg.
Bonifacius 427 nein Erhob sich gegen Valentinian III.
Petronius Maximus März bis Mai 455 ja Er ließ den Weströmischen Imperator Valentinian III ermorden und übernahm den Thron mit Unterstützung des Senats. Als er dessen Witwe zwang, ihn zu heiraten, erhob sich eine Rebellion gegen ihn, er musste fliehen und wurde getötet.
Libius Severus Nov 461 bis Aug 465 ja Er wurde vom Kommandant der Weströmischen Armee, Ricimer, aufgrund seiner Schwäche zum Imperator erklärt.
Arvandus 468 nein Erhob sich gegen Anthemius
Romanus 470 nein Erhob sich gegen Anthemius.
Olybrius März bis Nov 472 ja Er wurde vom Kommandant der Weströmischen Armee, Ricimer, als Marionettenherrscher zum Imperator gemacht.
Glycerius März 473 bis Juni 474 ja Er wurde von Ricimers Sohn Gundobad zum Kaiser erklärt. Er musste vor den Truppen des Oströmischen Kaisers fliehen und wurde abgesetzt.
Romulus Augustulus Okt 475 bis Sept 476 ja Er wurde von seinem Vater auf den Thron gesetzt, nachdem dieser Ravenna erobert hatte. Später wurde er von Odoacer abgesetzt und musste fliehen.
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