Lucius Artorius Castus war ein römischer Militärkommandant im späten 2. oder frühen 3. Jh. Er war ein Mitglied der gens Artoria und wird für einen möglichen Kandidaten für die historische Basis von König Arthur gehalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militärkarriere laut den Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das wenige, das über Lucius Artorius Castus bekannt ist, stammt aus Inschriften auf Fragmenten eines Sarkophages und einer Gedenktafel, die in Podstrana an der dalmatischen Küste in Kroatien gefunden wurde. Obwohl die Inschriften nicht genau datiert werden können, diente Castus vermutlich irgendwann zwischen Mitte bis Ende des 2. Jahrhunderts [1] oder Anfang bis Mitte des 3. Jh. [2] [3] in der Römischen Armee.

Die erste Inschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sarkophaginschrift, die irgendwann vor dem 19. Jh. in zwei Teile zerbrochen un in eine Mauer der Kirche des Hl. Martin in Podstrana, Kroatien eingesetzt worden ist, besagt: [4]

D...............................M
L ARTORI[.........]STVS 7 LEG
III GALLICAE ITE[....]G VI FERRA
TAE ITEM 7 LEG II AD[....]TEM 7 LEG V M
C ITEM P P EIVSDEM [...] PRAEPOSITO
CLASSIS MISENATIVM [..]AEFF LEG VI
VICTRICIS DVCI LEGG [...]M BRITANICI
MIARVM ADVERSVS ARM[....]S PROC CENTE
NARIO PROVINCIAE LI[....] GLADI VI
VVS IPSE SIBI ET SVIS [....]ST[...]

Manfred Clauss von der Epigraphik-Datenbank Clauss-Slaby hat den Text folgendermaßen rekonstruiert:

D(is) [M(anibus)] | L(ucius) Artori[us Ca]stus |(centurio) leg(ionis) | III Gallicae item [|(centurio) le]g(ionis) VI Ferratae item |(centurio) leg(ionis) II Adi[utr(icis) i]tem |(centurio) leg(ionis) V M[a]c(edonicae) item p(rimus) p(ilus) eiusdem praeposito classis Misenatium [pr]aef(ectus) leg(ionis) VI Victricis duci legg(ionum) [triu]m Britan(n)ic{i}{mi}arum adversus Arme[nio]s proc(urator) centenario(!) provinciae Li[burniae iure] gladi(i) vivus ipse sibi et suis [...ex te]st(amento)

Hans-Georg Pflaum fand eine etwas andere Darstellung: [1]

D(is) M(anibus) L(ucius) Artori[us Ca]stus (centurio) leg(ionis) III Gallicae item [(centurio) le]g(ionis) VI Ferratae item (centurio) leg(ionis) II Adi[utricis i]tem (centurio) V M(acedonicae) C(onstantis) item p(rimi) p(ilus) eiusdem [legionis], praeposito classis Misenatium, [item pr]aeff(ecto) leg(ionis) VI Victricis, duci legg(ionum) [duaru]m Britanicimiarum adversus Arm[oricano]s, proc[uratori) centenario provinciae Lib[urn(iae) iure] gladi vivus ipse et suis [….ex te]st(amento)

Anthony Birley übersetzt dies als: [5]

"An die göttlichen Schatten, Lucius Artorius Castus Zenturio der Dritten Legion Gallica, und auch Zenturio der Sechsten Legion Ferrata, und auch Zenturio der Zweiten Legion Adiutrix, und auch Zenturio der Fünften Legion Macedonica, und auch Oberster Zenturio der gleichen Legion, Kommandant (Praepositus) der Flotte von Misenum, Präfekt (1) der Sechsten Legion Victrix, Kommandant von zwei (2) britischen Legionen gegen die Armenier, Prokurator Centenario von Liburnien mit der Macht des Schwertes. Er selbst (ließ dies aufstellen) für sich selbst und seine Familie während seiner Lebenszeit (3)."

Linda A. Malcor und ihre Kollegen boten eine andere Erweiterung an: [6]

D(is) M(anibus) L(ucius) Artori[us Ca]stus (centurioni) leg(ionis) III Gallicae item [(centurioni) le]g(ionis) VI Ferratae item (centurioni) leg(ionis) II Adi[utricis i]tem (centurioni) V M(a)c(edonicae) item p(rimo) p(ilo) eiusdem [leg(ionis)], praeposito classis Misenatium, [pr]aeff(ecto) leg(ionis) VI Victricis, duci legg(ionum) [triu]m Britanicimiarum adversus Arm[ato]s, proc(uratori) centenario provinciae Lib[urn(iae) iure] gladi vi v(i)v(u)s ipse sibi et suis [posui]t

Die sich folgendermaßen übersetzen lässt:

"An die Geister der Verstorbenen, Lucius Artorius Castus, für sich selbst, den Zenturio der Leg. III Gallica, und auch der Zenturio der Leg. VI Ferrata, und auch der Zenturio der Leg. II Adiutrix, und auch der Zenturio der Leg. V Macedonia, und auch der Oberste Zenturio der gleichen, Aufseher der Flotte Misenensis, zweimal der Präfekt der Legion VI Victrix, der Herzog der drei Britischen Legionen gegen bewaffnete Männer, der Prokurator Centenario der Provinz Liburnien mit dem Recht des Schwerts (ius gladi) sechs mal, er selbst während er am Leben war baute dies für sich und seine Familie (4)."

(1) Das Doppel-FF in PRAEFF sollte den Plural andeuten, obwohl es hier ein Schreibfehler sein könnte. [7]

(2) Birley folgt Pflaums Erweiterung des Textes, wo [duaru]m "von zwei" vor Britanicimiarum eingesetzt wird. [5] Vorherige Editoren haben es vorgezogen, das Wort als alarum "zu/für die alae" wiederherzustellen, was mehr Sinn macht, wenn duci legg als der Titel Dux Legionum gemeint ist.

(3) Birley übersetzt de letzten Teil nicht, [...ex te]st(amento), was (wenn es korrekt ist) als "...laut den Bedingungen seines Testaments" übersetzt werden sollte. [8]

(4) Die Wörter Praeposito, Duci sind im Dativ geschrieben und und damit sind "centurioni" und alle anderen Ämter es auch. Tatsächlich widmete Castus diese Inschrift sich selbst und seinen Verwandten.

2009 wurden die beiden Steinfragmente mit dieser Inschrift aus der Mauer der Kirche entfernt, um sie wissenschaftlich zu analysieren und zu restaurieren. Sie wurden durch Kopien ersetzt.

Die zweite Inschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gedenktafel, die nicht weit von der ersten Inschrift entdeckt und auch irgendwann vor dem 19. Jh. zerbrochen wurde, liest sich folgendermaßen:

L ARTORIVS
CASTVS P  P
LEG V MA[.] PR
AEFEC[.]VS LEG
VI VICTRIC
[.....]

Clauss hat sie folgendermaßen erweitert:

L(ucius) Artorius | Castus p(rimus) p(ilus) | leg(ionis) V Ma[c(edonicae)] pr|aefec[t]us leg(ionis) | VI Victric(is)|[...]

und übersetzt:

Lucius Artorius Castus, Oberster Zenturiu der Legion V Macedonia, Präfekt der Legion VI Victrix [...]

Mögliche dritte Inschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine undatierte, Inschrift unbekannten Ursprungs auf einem Stempel, die angeblich in Rom entdeckt wurde, sich im 19. Jh. aber in Paris befunden haben soll liest sich folgendermaßen:

• LVCI •
• ARTORI
• CASTI •

Wie die Inschrift Zeigt, ist der Text im Genitiv. Tatsächlich wäre die erweiterte Form Lucii Artorii Casti, was bedeutet: (dies gehört) Lucius Artorius Castus. Ohne weitere Informationen auf der Inschrift kann man nicht sagen, ob es sich auf diesen Lucius Artorius Castus bezieht oder einfach einen Mann gleichen Namens.

Erwähnte Einheiten und Ränge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zenturio der Legion III Gallica[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste erwähnte Einheit auf der Inschrift ist die Legion III Gallica, die während dem Großteil des 2. und 3. Jh. in Syrien stationiert war. Er hatte den Rang eines Zenturio in dieser Legion. Die meisten römischen Soldaten erreichten diesen Rang erst nach 15 bis 20 Jahren Dienstzeit, doch es war nicht ungewöhnlich für einige Zivilisten der Reiterklasse mit politischen Verbindungen, direkt beim Eintritt in die Armee zum Zenturio erhoben zu werden, obwohl diese Reiter-Zenturionen (bekannt als "ex equite Romano") eher die Minderheit waren. [9] Man kann nicht sagen, ob Castus eine lange Karriere als Legionär hatte oder nicht, bevor er Zenturio wurde, oder ob er direkt in diesen Rang erhoben wurde, da der Großteil der Inschriften von Karriere-Zenturionen keinen Rang erwähnt, den sie zuvor gehabt haben könnten. [10] Erfolgreiche Offiziere ließen oft die Berichte über jeden Rang weg, der niedriger war als der des Primus Pilus, [10] [11] wie Castus es auf der Gedenktafel tat.

Zenturio der Legion VI Ferrata[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Mitte des 2. Jh. bis mindestens Anfang des 3. Jh. war die Legion in Judea stationiert.

Zenturio der Legion II Adiutrix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom frühen 2. Jh. an war die Legion in Aquincum (das heutige Budapest) stationiert und nahm Teil an mehreren Feldzügen gegen die Parther, Markomannen, Quadi und Mitte des 3. Jh. gegen das Sassanidenreich.

Zenturio und Primus Pilus der Legion V Macedonia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Legion V Macedonia war während dem ganzen 2. Jh. und dem Großteil des 3. Jh. im römischen Dakien stationiert. Die Einheit nahm Teil an Kämpfen gegen die Markomannen, Sarmatier und Quadi. Nach 185 n. Chr. wurde die Legion Pia Fidelis oder Pia Constans genannt, also diente Castus in dieser Einheit vor 185 als Zenturio und Primus Pilus (in der Inschrift fehlen diese Spitznamen).

Praepositus der Flotte von Misenum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castus diente danach als Vorsteher (Praepositus) der Misenum Flotte in Italien. Dieser Titel (der normalerweise an Männer der Reiterklasse gegeben wurde) deutet auf ein spezielles Kommando über einen Truppenteil hin, aber gewissermaßen beschränkt in seinen Handlungen und unter der Kontrolle des Kaisers. [12]

Präfekt der Legion VI Victrix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Legion war ab 122 in Britannien stationiert, doch ihre Geschichte während dem 3. Jh. ist eher unbekannt. Während dem 2. Jh. und bis ins 3. hinein war das Hauptquartier der Legion in Eboracum (das heutige York). Die Einheit wurde 196 n. Ch. von Clodius Albinus kurzzeitig nach Lugdunum (Lyons) verlegt, während seinem Aufstand gegen Kaiser Septimius Severus, kehrte aber nach der Niederschlagung des Aufstands - wobei die Einheit eine schwere Niederlage erlitt - 197 nach York zurück.

Castus' Position in dieser Legion - Präfekt der Legion (Praefectus Legionis) - entsprach dem eines Praefectus Castrorum. [13] Männer mit diesem Titel waren normalerweise 50 bis 60 Jahre alt und hatten den Großteil ihres Lebens in der Armee verbracht, während sie sich durch die niederen Ränge und Zenturionate arbeiteten, bis sie den Primus Pilus erreichten [14] (dieser Rang scheint ausschließlich von ehemaligen Primipilares gehalten worden zu sein [15]) Sie standen an dritter Stelle hinter dem Legionskommandanten, dem legatus legionis, und dem Obersten Tribun und konnten in deren Abwesenheit das Kommando übernehmen. [13] [14] Zu ihren täglichen Pflichten gehörten die Verwaltung der Festung und der Versorgung, Sanitäranlagen, Munition, Ausrüstung und so weiter. [14] [9] Für die meisten, die diesen Rang erreicht hatten, war es der letzte vor ihrem Ruhestand. [9] Während Schlachten blieb der Praefectus Castrorum normalerweise in der Hauptbasis der Einheit, zusammen mit den Reservetruppen, [16] bedenkt man also seinen Rang als Verwalter und sein (möglicherweise) fortgeschrittenes Alter, ist es unwahrscheinlich, dass Castus während seiner Dienstzeit in Britannien in irgendwelchen Schlachten kämpfte.

Castus könnte Truppenteile beaufsichtigt haben, die den Hadrianswall bewachten, doch seine Inschriften geben keine genauen Informationen darüber, wo genau er in Britannien gedient haben könnte. Malcor vermutete, dass er von Kaiser Marcus Aurelius in Bremetennacum mit einem Kontingent Sarmatier stationiert wurde (die 175 n. Chr. nach Britannien geschickt wurden), [17] doch es gibt keinen Hinweis, der diese Vermutung unterstützen würde. Bedenkt man seine Pflichten als Praefectus Legionis, ist es eine nachvollziehbare Vermutung, dass er einige - wenn nicht die ganze - Zeit während seinem Amt in Britannien im Hauptquartier der Legion in York verbrachte.

Es ist interessant, dass der Titel auf Castus' Sarkophag (P)RAEFF buchstabiert wird. Verdoppelte Buchstaben am Ende eines abgekürzten Wortes in lateinischen Inschriften deuten normalerweise auf das Plural hin und es sind einige Legionen bekannt, die mehrere Praefecti castrorum hatten. [14] [9] Der Titel erscheint als Singular auf der Gedenktafel, somit könnte sich auf dem Sarkophag ein Schreibfehler befinden. Wenn nicht, war Castus möglicherweise einer von zwei Präfekten dieser Legion.

Dux Legionum Trium "Britanicimiarum"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Ende seiner Militärkarriere führte Castus eine Expedition von einiger Bedeutung als Dux Legionum an, ein befristeter Titel, der Offizieren zugewiesen wurde, die in einer Funktion über ihrem Rang handelten, entweder als Kommandant einer Zusammenstellung von Truppen (normalerweise Truppenteile aus anderen Legionen [18]), die von einem Ort an einen anderen verlegt wurden, oder von einer ganzen Einheit. Das erstere scheint bei Castus der Fall gewesen zu sein, da von den Einheiten im Genitiv Plural gesprochen wird. [19]

Im 3. Jh. beschrieb der Titel "Dux" einen Offizier, der einen Rang über seinem üblichen Rang hatte. Beispielsweise war ein dux legionis ein Untergebener, der eine Legion kommandierte, und ein dux vexillatio kommandierte eine große Abteilung (vexillatio) von Truppen. Diese Entwicklung in der Bedeutung des Wortes "dux" begann im zweiten Jh. unter Marcus Aurelius. Zur Zeit von Septimius Severus (193-211) gehörte ein dux zur Klasse der Senatoren, doch vorher konnte auch jemand aus der Reiterklasse diesen Titel haben, und Castus stammte aus der Reiterklasse. Das doppelte "g" in LEGG deutet auf den Plural hin, wie zuvor bei PRAEFF. Auf wie viele Legionen bezieht sich also das Wort LEGG? Die eine Sache, in der alle Historiker übereinstimmen ist die, dass es im späten 2. Jh. drei Legionen in Britannien gab: die II Augusta, die XX Valeria Victrix und die VI Victrix. Ins lateinische Übersetzt bedeutet "drei Legionen" LEGG TRIUM. Dies schreibt sich also DVCI LEGG TRIUM BRITANNICI/MIARVM und erweitert sich zu Duci legionum trium Britannicimiarum.

Adversus *Arm[oric(an)o]s oder Adversus *Arme[nio]s?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Jahre lang glaubte man, dass Castus' Feldzug gegen die Armoricer stattfand (basierend auf der Lesung ADVERSUS ARM[...]S, rekonstruiert als "adversus *Armoricanos" - gegen die Armoricer, von Theodor Mommsen, was die meisten nachfolgenden Übersetzer der Inschrift beibehalten haben), doch die früheste veröffentlichte Lesung der Inschrift von dem kroatischen Archäologen Francesco Carrara im Jahr 1850 war ADVERSUS ARME[...], [20] mit einem verbundenen ME (was auf dem Stein nicht länger sichtbar ist, möglicherweise aufgrund der Wettereinflüsse, da der Stein jahrhundertelang den Elementen ausgesetzt war und nahe der Kirche St. Martin in Podstrana als Straßenrand benutzt wurde). Wenn Carraras Lesung korrekt ist, muss man die Worte wahrscheinlich als "adversus *Armenios" übersetzen, also "gegen die Armenier", da kein anderer nationaler oder Stammesname mit den Buchstaben *Arme- aus dieser Zeit bekannt ist. [21]

Die regionalen Namen Armoricani oder Armorici finden sich auf keinen anderen lateinischen Inschriften, wohingegen das Land Armenien, die sich davon ableitenden Begriffe Armenier und der Name Armeniacus auf unzähligen lateinischen Inschriften zu finden sind. Weiterhin erwähnt keine klassische Quelle irgend eine militärische Handlung gegen die Armorici/Armoricani im 2. oder 3. Jh. Obwohl es literarische (und eine kleine Menge archäologischer) Hinweise für kleine Unruhen im nordwestlichen Gallien zu dieser Zeit gibt [22] - oft als Rebellion der Bagaudae bezeichnet oder damit in Verbindung gebracht - gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Bagaudae mit den Armorici/Armoricani in Verbindung standen oder mit irgend einem anderen bestimmten Stamm oder einer Region diesen Namens, was die mögliche Erwähnung der Armorici/Armoricani etwas sonderbar machen würde, besonders da Armorica im späten 2. Jh. eine Zeit des Aufschwungs erlebte, [22] zu der zeit, als Malcor und andere glauben, dass Castus' Feldzug dort stattfand. Armenien andererseits war während dem 2. und 3. Jahrhundert der Schauplatz verschiedener Konflikte it den Römern.

Die Übersetzung als "Armenier" wurde 1881 von dem Schriftkundler und klassischen Gelehrten Emil Hübner vorgeschlagen und erst kürzlich erneut von dem Historiker und Schrifkundler Xavier Loriot, der Castus ein floruit im frühen mittleren 3. Jh. zuschreibt. [21] Diese Vermutung haben die Historiker Anthony Birley [5] und Marie-Henriette Quet [23] erst kürzlich übernommen.

Adversus Armatos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andererseits ist adversus Armenios in keiner schriftlichen Quelle erneut erwähnt und die Feldzüge von Lucius Verus gegen die Parther sollten das Königreich Armenien von der Invasion von Vologases IV, König der Parther befreien.

Da Armenios nicht möglich ist und da der Offizier Caunius Priscus viel wahrscheinlicher als Castus nach Armorica geschickt wurde, ein anderes Wort, das mit ARM- beginnt, wurde hier Armatos vermutet. Der Hinweis auf diese Lesung liegt in den breiten Unruhen in der Provinz Britannia. Die Caledonii machten Überfälle auf die Gegenden südlich des Hadrianswalls und töteten beinahe die Hälfte der Legion VI Victrix. Diese Legion und die II Augusta rebellierten ebenfalls. Einige Legionäre versuchten, einen gewissen "Priscus" (wahrscheinlich Titus Caunius Priscus) zum Kaiser zu machen. Andere versuchten, Pertinax zu ermorden. Kurz gesagt gab es viele bewaffnete Männer, die Chaos verursachten und der lateinische Begriff für "bewaffnete Männer" in der Akkusativ-Form ist ARMATOS. [6]

Britanicimiarum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Einheiten, die Castus in diesem Feldzug führte, "Britanicimiarum", scheint fehlerhaft zu sein. Man könnte es als *Britannicimiarum oder *Britannicianarum rekonstruieren. Wenn dem so ist, waren es möglicherweise Einheiten, die den ala [24] und den Kohorten I Britannica ähnelten (unter anderem auch bekannt als die I Flavia Britannica oder Britanniciana), die Mitte des 1. Jh. in Britannien stationiert waren, aber in den späten 80ern n. Chr. nach Pannonien verlegt wurden. [25] Obwohl der Name der Einheit von ihrem früheren Dienst in Britannien stammte, bestand sie nicht grundsätzlich aus Britonen. [26] [25] Man glaubt, dass keine Einheit dieses Namens im späten 2. Jh. in Britannien aktiv war. [26] Eigentlich ist Britanicimiarum kein Fehler des Schreibers, der den Stein gravierte, sondern eine Variante von Britannicianarum. Das Wort kommt von Britannicianus und bedeutet "in Britannien dienend".

Prokurator Centenarius von Liburnien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein besonders talentierter oder erfahrener Praefectus Castrorum/Legionis oder einer mit guten Verbindungen konnte manchmal in noch höhere Positionen wie die des Prokurators aufsteigen, [14] was Castus tatsächlich gelang, nachdem er aus der Armee ausgetreten war. Er wurde Prokurator Centenarius (Gouverneur) von Liburnien, einem Teil des Römischen Dalmatien, das heutige Kroatien. Centenarius deutet an, dass er einen Sold von 100.000 Sesterzen pro Jahr erhielt. Sein Rang mit dem Zusatz ius gladii bedeutet, dass er jeden, sogar einen Senator, zum Tode verurteilen konnte. Der Anfang der letzten Zeile der Inschrift wurde immer als "vivus ipse sibi et suis" rekonstruiert, mit dem VI von VIVVS, und dass das VI eine Zahl ist, die dort hin gehört, wohin sie gesetzt wurde: nach gladi. In diesem Fall bedeutet die Inschrift, dass Castus sechs mal von 191 bis 197 Prokurator Centenarius von Liburnien war. [6] Über ihn ist weiterhin nichts bekannt. Andere Artorii sind in diesem Gebiet bekannt, doch es ist nicht bekannt, ob Lucius Artorius Castus diesen Zweig der Familie in Dalmatien begann, oder ob die Familie sich dort schon vor seiner Geburt angesiedelt hatte. Wenn letzteres der Fall ist, könnte Castus das Amt bekommen haben, weil er ein Einheimischer in dieser Region war.

Das Datum von Castus' floruit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in keiner der Inschriften ein Datum, was es schwierig macht, sie zu datieren, genauso wie auch Castus' floruit. Der französische Inschriftenkundler Xavier Loriot vermutete, dass sein Feldzug gegen die Armenier (wie er die erste Inschrift liest) 215 n. Chr. stattgefunden haben könnte, während der Herrschaft von Kaiser Caracalla, oder möglicherweise erst 232 während der Herrschaft von Severus Alexander. [21] Drei koratische Archäologen untersuchten die Inschriften 2012 als Teil einer internationalen Konferenz über Lucius Artorius Castus, die von Linda Malcor und John Matthews organisiert worden war. Nenad Cambi stellte die These auf, dass Castus' Karriere auf das späte 2. Jh. datiert werden kann und sein Tod auf das späte 2. oder möglicherweise frühe 3. Jh. [27] Miroslav Glavičić datiert seine Karriere auf das mittlere bis späte 2. Jh. und vermutet, dass er der erste Gouverneur der Provinz Liburnien war, die laut Glavičić gegen 184/5 als separate Provinz von Dalmatien abgetrennt wurde. [28] Željko Miletić datiert Castus' Karriere auf etwa 121-166 und seine Zeit als Prokurator in Liburnien auf etwa 167-174. [29] Alle drei Archäologen akzeptieren die Lesung (adversus) Armenios, "gegen die Armenier"; Miletić ist der Meinung, dass der Feldzug während der Zeit von Kaiser Lucius Verus Partherkriegen 161-166 stattfand.

Linda Malcor und ihre Kollegen stellten ihrem letzten veröffentlichten Werk die These vor, dass Castus' Karriere komplett im 2. Jh. stattfand. Loriot liegt falsch, wenn er behauptet, dass procuratores ius gladii auf das 3. Jh. datieren müssen, da der Rang reichlich vor der Herrschaft von Septimius Severus erwähnt wird, die letzte Erwähnung des jus gladii findet sich 227 n. Chr. Da der Rang des Praepositus Classis nicht vor 170 existierte und Castus' Zeit als Praepositus von drei oder vier weiteren Posten gefolgt wurde, mindestens zehn Jahre mehr, konnte seine Karriere nicht vor 180 geendet haben, aufgrund der Beschränkungen der Ränge von Praepositus Classis und Dux für Senatoren während der Herrschaft von Marcus Aurelius, noch könnte sie bis zur Herrschaft von Alexander Severus angedauert haben, aufgrund der deutlichen Erwähnung von ius gladii, was zu dieser Zeit nicht länger notwendig war und somit nach der Constitutio Antoniniana von 212 nicht mehr benutzt wurde.

175, als Castus Primus Pilus der Legion V Macedonica war, schlossen die Jazygen einen Vertrag mit Marcus Aurelius, der den Römern 8.000 Mann ihrer schweren Reiterei garantierte, "von denen sie 5.500 nach Britannien schickten". Aus späteren Inschriften ist bekannt, dass diese sarmartischen Reiter der Legion VI Victrix zugewiesen wurden. Weiterhin wurde das Gebiet Liburnien 184/5 zu einer Provinz umorganisiert, und blieb bis Ende des 2. oder Anfang des 3. Jh. als solche bestehen. [30] Der definitive Zeitpunkt für die Auflösung der Prokuratorischen Provinz Liburnien war 239, als Domitius Callicanus Papinianus seinen Dienst antrat. Castus war Procurator Augusti cum iure gladii im letzten Teil des 2. Jh.. Davor befand sich Liburnien wahrscheinlich noch unter der Kontrolle von Gouverneur Marcus Cassius Apronianus.

Identifikation mit König Arthur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kemp Malone war 1924 der erste, der die Möglichkeit erwog, dass Lucius Artorius Castus die Inspiration für König Arthur in der mittelalterlichen europäischen Literatur gewesen sein könnte. [31] Dazu gehören unter anderem die Autoren C. Scott Littleton und Linda Malcor. Diese Hypothese wurde von bekannten Artus-Gelehrten stark kritisiert, da der historische Artorius Castus nur wenig gemeinsam hat mit den Artussagen und die Argumente hauptsächlich auf Spekulationen und Wunschdenken basieren. [32] [33] [34] [35] [36]

Aufgrund der signifikanten Unterschiede zwischen den Personen und Karrieren des historischen Lucius Artorius Castus und dem traditionellen König Artus stimmen die meisten Wissenschaftler darin überein, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ersterer zum letzteren inspirierte, und einige der frühesten geschriebenen Hinweise auf Artus handeln von seinen Kämpfen gegen die Sachsen. Die stärkste Verbindung zwischen ihnen könnte der Familien- oder Clanname Artorius sein, der sich möglicherweise zum Vornamen Artus entwickelte, doch dies bedeutet nicht notwendigerweise, dass Lucius Artorius Castus selbst die Legenden inspirierte. Die Möglichkeit, wie unwahrscheinlich oder abwegig sie auch ist, ist dennoch real, dass man sich in einheimischen Geschichten an ihn erinnerte, die bei der Nacherzählung immer weiter ausgeschmückt wurden. Es wurde jedoch noch immer kein eindeutiger Nachweis erbracht, dass Lucius Artorius Castus der "reale" König Artus war. [37]

Lucius Artorius Castus König Arthur
Floruit unbekannt; mglw. spätes 2. oder frühes 3. Jh. traditionell im späten 5. oder frühren 6. Jh.
Name Artorius = sein Familienname bzw. der Name seines "Geschlechts". Beispielsweise stammte Julius Caesar aus dem Geschlecht der Julier. Arthur stammt vom lateinischen Artorius, doch es ist auch ein keltischer Ursprung möglich. In Mittelalterlichen Texten erscheint der name als walisischer Vorname und wird üblicherweise als Art(h)ur(i)us  geschrieben.
Abstammung Die Familie Artorii hatte Wurzeln in Italien, möglicherweise stammten sie von den Etruscern oder Messapicen ab. Artorius stammte vielleicht aus einem Familienzweig, der in Dalmatien siedelte. Arthur wird üblicherweise mit dem britonischen Adel in Cornwall verbunden.
Religion unbekannt. An seinem Grabmal wurden Opfergaben die Di Manes - die Seelen verstorbener Verwandter - gefunden. Diese Praxis war sowohl bei heiden als auch Christen dieser Zeit üblich. Laut der Historia Brittonum war er ein Christ, der ein Bildnis der Jungfrau Maria auf seinem Schild trug, wenn er in die Schlacht zog, doch spätere Texte beschreiben ihn als Gegner von Kirchenmännern.
Militärstatus Hochrangiger Karriereoffizier in der Römischen Armee. Diente als Legionspräfekt und später als Dux Legionum in einem einzelnen Feldzug. Laut der Historia Britonnum war Arthur ein Miles, ein berittener Krieger, und wurde dort auch dux belli oder dux bellorum - Schlachtenführer - genannt, doch dies ist eine verbreitete Bezeichnung und sagt nicht, dass Arthur den militärischen Titel eines Dux in einer post-römisch-britonischen Armee trug. Spätere mittelalterliche Quellen nennen ihn Kaiser und König.
Britische Schlachten Da Legionspräfekten während der Schlacht im Hauptlager blieben, kämpfte er wahrscheinlich in keinen Schlachten in Britannien. In der Historia Brittonum trug Arthur gemeinsam mit den britischen Königen 12 Schlachten gegen die einfallenden Sachsen aus und erschlug viele hunderte von ihnen mit eigener Hand. In späteren Texten soll er in Schlachten sowohl in Gallien als auch in Britannien gekämpft haben.
Tod Umstände und Datum unbekannt. Er starb möglicherweise in hohem Alter, möglicherweise in Liburnia (an der Adriaküste), wo er auch begraben wurde. Laut der walisischen Überlieferungen starb er in der Schlacht von Camlann, doch seine Grabstätte war im mittelalterlichen Wales unbekannt.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl außer dem Namen kaum Ähnlichkeiten zwischen Lucius Artorius und Arthur bestehen, inspirierte er in modernen Medien zu einigen Filmen und Büchern.

Der Film King Arthur aus dem Jahr 2004 macht ihn tatsächlich zu König Arthur. Der Film behauptet, dass Artus' römischer Name "Artorius Castus" war und dass Artorius ein vererbter Name war, der von de eines berühmten Anführers stammte. Sein floruit (seine Hauptlebenszeit) wird um ein paar Jahrhunderte verlegt, so dass er ein Zeitgenosse der einfallenden Sachsen im 5. Jh. ist. Dies steht in Übereinstimmung mit einheimischen walisischen Überlieferungen über Artus, obwohl seine Handlungen viele Jahrzehnte vorverlegt werden, als es ihm die mittelalterlichen Quellen zuschreiben. Linda Malcors Hypothese über Lucius Artorius Castus war die Hauptinspiration für den Film. [38]

Im Manga Vinland Saga ist Lucius Artorius Castus der reale Name des halb dänischen, halb walisischen Charakters Askeladd, der von dem romano-britischen Artorius (der volle Name wird nicht genannt) abstammt, der Jahrhunderte zuvor gegen die Sachsen kämpfte.

In dem Spiel Rome: Total War: Barbarian Invasion ist eines der historischen Schlachtszenarien die Schlacht von Mons Badonicus, mit Lucius Artorius als Kommandant der römisch-britischen Truppen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Pflaum, Hans-Georg, Les carrières procuratoriennes équestres sous le Haut-Empire romain, 1960
  2. Ritterling, E. "Legio", RE XII, 1924
  3. Gilliam, J. Frank. "The Dux Ripae at Dura", Transactions and Proceedings of the American Philological Association, 1941
  4. Die 7 ist eine Übersetzung des Symbols, das von den Schreibern für das Wort Zenturio benutzt wurde. Verbundene Buchstaben (Damit ist eine Ligatur gemeint, bspw. Æ) sind durch Unterstreichung markiert.
  5. 5,0 5,1 5,2 Birley, A. R., The Roman Government of Britain, 2005
  6. 6,0 6,1 6,2 Malcor, Linda A.; Trinchese, Antonio; Faggiani, Alessandro, "Missing Pieces: A New Reading of the Main Lucius Artorius Castus Inscription", Journal of Indo-European Studies
  7. Egbert, James Chidester, Introduction to the study of Latin inscriptions, 1896
  8. Dixon, Karen R.; Southern, Pat, The Roman cavalry: from the first to the third century AD, 1997
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Keppie, Lawrence, The Making of the Roman Army: from Republic to Empire, 1998
  10. 10,0 10,1 Goldsworthy, Adrian Keith, The Roman army at war: 100 BC-AD 200, 1998
  11. Keppie, Lawrence, Legions and veterans: Roman army papers 1971–2000, 2000
  12. Smith, R. E., "Dux, Praepositus", Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik (1979)
  13. 13,0 13,1 Mommsen, Theodor; Demandt, Barbara; Demandt, Alexander, A history of Rome under the emperors, 1999
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 Webster, Graham, The Roman Imperial Army of the first and second centuries A.D., 1998
  15. Dobson, B., "The Significance of the Centurion and 'Primipilaris' in the Roman Army and Administration," Aufstieg und Niedergang der römischen Welt 1974
  16. Smith, William; Wayte, William; Marindin, George Eden (eds.), A dictionary of Greek and Roman antiquities, 1890
  17. Littleton, C. Scott; Malcor, Linda A., From Scythia to Camelot: A Radical Reassessment of the Legends of King Arthur, the Knights of the Round Table and the Holy Grail, 2000
  18. Breeze, David John; Dobson, Brian, Roman Officers and Frontiers, 1993
  19. Southern, Pat; Dixon, Karen R., The Late Roman Army, 1996
  20. Carrara, Francesco, "De scavi di Salona nel 1850", Abhandlung der königlichen Boehmischen Gesellschaft der Wissenschaften 1851/2
  21. 21,0 21,1 21,2 Loriot, Xavier, "Un mythe historiographique : l'expédition d'Artorius Castus contre les Armoricains", Bulletin de la Société nationale des antiquaires de France, 1997
  22. 22,0 22,1 Galliou, Patrick; Jones, Michael, The Bretons, 1991
  23. Quet, Marie-Henriette, La "crise" de l'Empire romain de Marc Aurèle à Constantin, 2006
  24. Ein vollständig berittener Truppenteil mit der Elitekavallerie der Armee.
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