Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Macbeth war König von Moray (1032-1057) und Schottland (1040-1057). Er war die Vorlage für Shakespeares berühmtes Drama.

Geschichte[]

Der Macbeth der Geschichte unterschied sich sehr von dem tragischen Charakter, der von Shakespeare dargestellt wurde. Er war der Sohn von Findlaech, Mormaer of Moray aus der Linie von Loarn mac Erc, einer Unterlinie des Herrscher von Dal Riata, die zu dieser Zeit einen Großteil des späteren Schottland regierten. Seine Mutter Donada war die Tochter von Malcolm II mac Kenneth von Schottland.

Über seine Jugend ist nicht viel bekannt. Sein Vater wurde ermordet, als Macbeth etwa fünfzehn war, und sein Cousin Malcolm wurde der neue Mormaer und danach Gille Coemgain. Nachdem dieser 1032 ermordet worden war, erbte Macbeth den Titel.

1031 gehörte Macbeth laut der Angelsächsischen Chronik zu den schottischen Königen - Malcolm II, Macbeth und Iehmarc (möglicherweise Echmarcach mac Ragnaill) - , die sich Knut dem Großen von England unterwarfen. [1] Einige Historiker sehen dies als Zeichen von Macbeths Macht an, andere glauben, dass seine Anwesenheit ein Beweis ist, dass Malcolm II der oberste Herrscher über Moray und das Kingdom of the Isles war. [2] [3]

Macbeths Vorgänger hatten Malcolm II feindlich gegenüber gestanden und versucht, den Thron zu übernehmen. [4] [5] Doch Malcolm war weniger angriffslustig. Malcolms Nachfolger Duncan I mac Crinain - Macbeths Cousin - war ein weniger fähiger König. Er verpfuschte 1040 seine ersten Versuchte, in Northumbria im Süden und Caithness im Norden einzufallen im Kampf gegen Thorfinn Sigurdsson, Earl of Orkney. Dunkans Truppen wurden jedes mal ausgebremst. [6] Thorfinns Truppen wurden von denen von Macbeth unterstützt, als Duncan sich zurückzog, so dass es Macbeth war, der Duncan im August 1040 bei Pitgaveny stellte, wo Duncan getötet wurde. [7] [8] [3] Spätere Berichte, dass Macbeth Duncan ermordete, sind vollständig erfunden.

Laut John of Fordun floh Duncans Witwe mit ihren Kindern - die zukünftigen Könige Malcolm III und Donald III. Ihr Name ist nicht bekannt und verschiedene Orte für das Exil wurden vorgeschlagen, darunter Northumbria [3] und Orkney. [2] Robertson hielt Atholl, wo Duncans Verwandte lebten, für den sichersten Ort für sie und die Kinder. [9]

Macbeth war der nächste Thronanwärter und er wurde anscheinend ohne Gegenwehr zum König gewählt. Er war für die nächsten vierzehn Jahre ein starker und weiser Herrscher ohne irgendwelche großen Missgeschicke. Aufgrund seiner engen Freundschaft zu seinem Halbbruder Thorfinn gab es keine Konflikte mit den Nordmännern von Orkney. Thorfinn wusste, dass er sich auf Macbeths Unterstützung verlassen konnte, als er 1042 zu einem Vergeltungsfeldzug bis hinunter zur Isle of Man und Nordwales zog. Die einzige Herausforderung seiner Herrschaft kam von seinem Onkel Crinan of Dunkeld, der zu dieser Zeit etwa siebzig gewesen sein muss, als er eine Rebellion begann. Die beiden Armeen trafen bei Dunkeld aufeinander, wo Crinan und Maldred mac Crinain getötet wurden. [10] [11]

In den folgenden neun Jahren scheint es keine Instabilität bei Macbehts Herrschaft gegeben zu haben. Er war offensichtlich ein großzügiger und frommer Herrscher. Er wird beschrieben als großer Mann mit rötlichem Hautton und hellem Haar. [3] 1050 begann er eine Pilgerreise nach Rom, wo er Geschenke und Geld verteilte "wie Samen". Dies deutet an, dass er zu dieser Zeit ein sehr sicheres Königreich gehabt haben muss und allen Berichten zufolge wurde er von seinen Untertanen sehr geliebt.

Doch 1054 brach seine Welt zusammen. Zu dieser Zeit war Duncans Sohn Malcolm 23 Jahre alt und sah sich selbst als den wahren Thronerben von Schottland an. Er wurde dabei von Edward dem Bekenner unterstützt, der Siward, Earl of Northumbria, zum Anführer der Invasion machte. Siwards Truppen zogen weit nach Schottland hinein. Vielleicht versuchte Macbeth es mit der gleichen Taktik wie Bridei III mac Beli sie gegen Ecgfrith von Northumbria eingesetzt hatte, etwa vier Jahrhunderte zuvor. Doch Siward hatte auch gelernt, nicht ohne Rückendeckung zu weit ins Feindesland hinein zu ziehen und er brachte seine Flotte zum Firth of Tay.

Die beiden Armeen, beide von beachtlicher Größe, trafen sich am 27. Juli 1054 bei Dunsinnan. Dies ist die Schlacht, die in Shakespeares Theaterstück verewigt wurde, in der die Hexen Macbeth versichern, dass er sicher sein würde, bis der Wald von Birnam gegen ihn käme. Da die Schlacht auf offenem Feld stattfand (Macbeth versteckte sich nicht in seinem Schloss, wie es von Shakespeare dargestellt wurde), ist es unwahrscheinlich, dass Siwards Truppen sich selbst mit Pflanzen verkleideten, doch man kann nicht ignorieren, dass solche Taktiken während einem Teil der Schlacht genutzt worden sein könnten. Wahrscheinlicher ist, dass Malcolms Truppen, die aus Atholl stammten, Vogelbeerenzweige als Emblem auf ihren Umhängen trugen oder Ebereschenäste als Knüppel. Es wurde auch vermutet, dass die Schlacht nicht bei Dunsinnan gleich nördlich von Scone stattfand, sondern ein paar Meilen weiter östlich bei Dundee.

Obwohl die Armee von Siward northumbrisch war, repräsentierten sie den schottischen Erben Malcolm. Die Schlacht war somit ein interner schottischer Konflikt. Der Großteil von Siwards Armee bestand aus skandinavischen Truppen, während Macbeths Armee viele normannische Soldaten enthielt. Die Normannen hatten sich während der Herrschaft von Edward dem Bekenner, der in der Normandie erzogen worden war und starke normannische Sympatien hatte, in England angesiedelt. Doch sein Konflikt mit Godwin, Earl of Wessex, hatte ihn 1051 dazu gebracht, viele Normannen aus England zu vertreiben, und einige hatten in Schottland Zuflucht gesucht. Obwohl nicht bestätigt ist, dass Thorfinn Macbeth unterstützte, ist es wahrscheinlich, dass Macbeths Armee auch Abteilungen aus dem nördlichen Schottland und somit auch Soldaten aus Caithness und Sunderland beinhaltete, die Nordmänner gewesen sein dürften. Somit wurde die Schlacht, die Macbeths Schicksal entschied, zwischen skandinavischen Truppen ausgetragen, hauptsächlich die alten Feinde Dänen und Nordmänner.

Obwohl Macbeth eine überwältigende Niederlage erlitt, wurde er nicht abgesetzt und es gab hohe Verluste bei Siwards Truppen, so dass seine Armee sich zurückziehen musste. Ein gewisser Mael Coluim, Sohn des Königs der Cumbrier erhielt seinen Platz als Herrscher von Strathclyde zurück, [12] [13] [14] [2] [15] was einige Historiker veranlasst hat zu glauben, dass der zukünftige Malcolm III dieser Mael Coluim gewesen sein könnte. [16] Die Ereignisse, die schließlich 1054 stattfanden, könnten William Shakespeare auf die Idee gebracht haben, dass Malcolm III von den Engländern auf den Thron gesetzt worden war.

Es folgten drei Jahre Bürgerkrieg. Malcolms Stärke wuchs und Macbeth wurde weiter zu seiner Machtbasis in Moray zurückgetrieben. Während einem solchen Rückzug wurde Macbeth von seiner Hauptarmee abgeschnitten und Malcolms Truppen lauerten ihm bei Lumphanan auf, westliche von Aberdeen. Die Überlieferungen besagen, dass er sein letztes Gefecht im Steinkreis austrug, der als der Peel Ring bekannt ist. Dort wurden er und seine Leibwächter abgeschlachtet. [17] Die Prophezeiung von Berchan besagt, dass er einige Tage später in Scone verwundet wurde und starb. [18] [19] [20] Die Unterstützung für Macbeth blieb weiterhin stark, denn nicht Malcolm wurde sein Nachfolger, sondern sein Stiefsohn Lulach.

Macbeths Ruf als starker, weiser und großzügiger König wurde von dem Bild unterdrückt, das von Shakespeare dargestellt wurde. Shakespeare erfand dies allerdings nicht. Er zog seine Fakten aus den damals verfügbaren historischen Berichten, die hauptsächlich von Hector Boece verzerrt worden waren. Dieser hatte seine History of Scotland 1527 herausgebracht und sie enthielt viele Erfindungen wie die Charaktere Banquo, die drei Hexen und das Bild, das heute von Lady Macbeth verfügbar ist. Der wahre Macbeth wurde geehrt und erhielt ein königliches Begräbnis auf Iona. Abgesehen von der kurzen Herrschaft von Lulach war Macbeth der letzte wirklich gälische Herrscher von Schottland. Mit dem späteren König Malcolm III wandelte sich Schottland zu einem mehr anglonormannischen Bild.

Legende[]

Gegen Ende des 14. Jh. waren es John of Fordun und Andrew of Wyntoun, die Macbeth und Duncan I mac Crinain zu Legenden machten. Hector Boece, Walter Bower und George Buchanan trugen alle dazu bei, diese Legenden auszuschmücken.

William Shakespeare[]

Shakesperes Theaterstück beruht hauptsächlich auf dem Bericht von Holinshed. Macbeth ist dort anfänglich ein tapferer, loyaler General für den ältlichen König Duncan. Nachdem die drei Hexen und seine Frau Lady Macbeth ihn manipulieren, ermordet er Duncan und übernimmt den Thron. Doch die Prophezeiungen der Hexen erweisen sich als irreführend und Macbeth wird ein mörderischer Tyrann. Duncans Sohn Malcolm beginnt einen Aufstand gegen Macbeth, während dem die von Schuld geplagte Lady Macbeth Selbstmord begeht. In der Schlacht trifft Macbeth auf Macduff, einen flüchtigen Adligen, dessen Frau und Kinder zuvor von Macbeths Männern ermordet worden waren. Nachdem ihm klar wird, dass er sterben wird, wenn er sich mit Macduff duelliert, verweigert Macbeth dies zunächst. Als Macduff ihm jedoch sagt, dass Macbeth von seinen früheren Untertanen verhöhnt werden wird, wenn er sich unterwirft, stimmt Macbeth einem Zweikampf auf Leben und Tod zu. Er wird von Macduff getötet und enthauptet. Das Theaterstück endet damit, dass Malcolm König wird.

Die wahrscheinliche Erklärung 27 dafür, dass Shakespeare Macbeth so unvorteilhaft darstellte, ist, dass König James I und VI durch das Haus Bruce und sein eigenes Haus Stuart von Malcolm III Canmore abstammte, wohingegen Macbeths Linie mit dem Tod von Lulach ausstarb. James wurde auch für einen Nachfahren von Banquo durch Walter Stewart, 6. High Steward of Scotland gehalten.

Andere Darstellungen[]

In moderner Zeit versucht Dorothy Dunnetts Novelle King Hereafter einen historischen Macbeth darzustellen, schlägt allerdings auch vor, dass Macbeth und sein Rivale und zeitweiser Verbündeter Thorfinn Sigurdsson, Earl of Orkney, die gleiche Person sind (sie macht Thorfinn zu seinem Geburtsnamen und Macbeth zu seinem Taufnamen).

John Cargill Thompsons Schauspiel Macbeth Speaks 1997, mit dem er sein früheres Stück Macbeth Speaks überarbeitet, ist ein Monolog von dem historischen Macbeth, dem klar ist, was Shakespeare und andere ihm angetan haben.

Der schottische Autor Nigel Tranter basierte eine seiner historischen Novellen - MacBeth the King - auf der historischen Figur. David Greigs Theaterstück Dunsinane von 2010 nimmt Macbeths Fall bei Dunsinane als Anfang und stellt seine gerecht endende Herrschaft als lang und stabil dar im Gegensatz zu der von Malcolm. 2010 produzierte das British Touring Shakespeare-Theater A Season before the Tragedy of Macbeth und schreibt dort die Ereignisse des Mordes von "Lord Gillecomgain", Gruoch ingen Boites erstem Ehemann, dem verhängnisvollen Brief im ersten Akt von Shakespeares Tragödie zu. Weiterhin erscheint Macbeth auch als Charakter in der Fernsehserie Gargoyles, wobei Demona eine entscheidende Rolle bei seinem Aufstieg und Fall als König von Schottland spielt. [21]

Stammbaum[]

  1. Kenneth II mac Mael Coluim (971-995)
    1. Malcolm II mac Kenneth (Cumbria + St, 990-5, 997-1005, S 1005-34)
      1. Bethoc ingen Mael ColuimCrinan of Dunkeld
        1. Haus Dunkeld
          1. Duncan I mac Crinain (St 1018-34, S 1034-1040) ⚭ Sibylla [22]
            1. Malcolm III Canmore (St 1045-58, S 1058-1093)
            2. Donald III Bane (1093-97)
            3. Mael Muire, Mormaer of Atholl
            4. NN, Tochter
          2. Maldred mac Crinain (St 1034-45) ⚭ Ealdgyth, Tochter von Uhtred der Stolze (✝ 1016)
            1. Gospatric, Earl of Northumbria (✝ 1073)
            2. Moddan (✝ 1040)
      2. Donada ingen Malcolm ⚭ Findlaech, Mormaer of Moray
        1. Macbeth (1040-57) ⚭ Gruoch ingen Boite
      3. Olith ingen Malcolm ⚭ Sigurd II, Earl of Orkney
        1. Thorfinn Sigurdsson, Earl of Orkney

Anmerkungen[]

  1. ASC, Jahr 1031
  2. 2,0 2,1 2,2 Duncan, A. A. M. (2002), The Kingship of the Scots 842–1292: Succession and Independence
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Hudson, BenjaminProphecy of Berchán: Irish and Scottish high-kings of the early Middle Ages
  4. Bei Duncan, The Kingship of the Scots wird Duncan I als tánaise ríg, der gewählte Erbe bezeichnet.
  5. Bei Hudson, Benjamin, Prophecy of Berchan, wird akzeptiert, dass Duncan König von Strathclyde war.
  6. Barrow, G. W. S. (1989), Kingship and Unity: Scotland 1000–1306
  7. Broun, Dauvit - "Duncan I (d. 1040)" - Das Datum stammt von Marianus Scotus und die Tötung ist in den Annalen von Tigernach aufgezeichnet.
  8. Broun, Dauvit (1999), The Irish Identity of the Kingdom of the Scots in the Twelfth and Thirteenth Centuries
  9. Robertson, E. WilliamScotland under her Early Kings
  10. Annalen von Tigernach, 1045
  11. Annalen von Ulster, 1045
  12. Florence of Worcester, Chronicon ex chronicis, 1052
  13. ASC, Jahr 1054
  14. Annalen von Ulster, 1054
  15. Woolf, Alex (2007), From Pictland to Alba, 789–1070
  16. Ashley, Mike - The Mammoth Book of British Kings and Queens
  17. Andrew of Wyntoun, (ca. 1420) Original Chronicle
  18. Das genaue Datum ist unbekannt. Woolf nennt den 15. August, Hudson den 14, und Duncan nennt nach John of Fordun den 5. Dezember.
  19. Annalen von Tigernach, 1058
  20. Annalen von Ulster, 1058
  21. Macbeth im Gargoyles-Wiki
  22. Tochter oder Schwester von Siward, Earl of Northumbria
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