Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Marius war ein legendärer König von Britannien laut Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae, und hatte vermutlich einen historischen Hintergrund als Herrscher der Silurer.

Legende[]

Marius war der Sohn seines Vorgängers Arviragus und regierte nach dem Tod seines Vaters. Laut Geoffrey war er ein weiser König und seine Herrschaft fiel in die Zeit, als die Pikten nach Britannien kamen. Eine Flotte unter der Führung von Sodric kam aus Skythia [1] und landete in Alba. Dort begannen sie die Ländereien zu zerstören und Marius musste reagieren. Nach mehreren Schlachten konnte er Sodric töten und ließ dort einen Stein aufstellen, um an den Sieg zu erinnern. Zusätzlich dazu wurde das Land nach ihm in Westmorland benannt. Aus Respekt für die Menschen, die er besiegt hatte, gab er ihnen einen kleinen Teil von Alba, der Caithness genannt wurde. Marius weigerte sich aber, ihnen Frauen zu geben, die sie heiraten konnten, deshalb flohen die Pikten nach Irland und nahmen sich dort Frauen. [2]

Marius schuf enge Bindungen zu Rom und gute Diplomatie durch Tributzahlungen und Respekt gegenüber den römischen Bürgern in Britannien. Er folgte den Gesetzen seiner Vorfahren und regierte gerecht. [2] Als er starb, folgte ihm sein Sohn Coilus auf den Thron. [3]

Eine Überlieferung besagt, dass Marius eine Tochter von Bran Fendigaid heiratete, die eine Enkelin von Joseph von Arimathea war und dass durch seine Vereinigung die britischen Könige Cousins des Fischerkönigs oder Hüter des Heiligen Grals wurden.

Stammtafel[]

  1. Cunobelinus / Kimbelinus
    1. Guiderius
    2. Arviragus
      1. Marius, Sohn von Arviragus ⚭ NN, Tochter von Bran Fendigaid
        1. Coilus
    3. Imogen

Historische Schlussfolgerungen[]

Bei Geoffrey wird Marius als Sohn von Arviragus beschrieben und war somit möglicherweise ein realer Herrscher der Silurer. Er hätte somit gegen Ende des 1. Jh. n. Chr. regiert. Geoffrey berichtet über ihn, dass er eine Zeit lang in Rom gelebt haben soll, was recht wahrscheinlich ist, wenn er der Sohn eines der britischen Häuptlinge war, die von Kaiser Claudius als Geiseln mit nach Rom genommen wurden, unter ihnen Arviragus und Caratacus.

Als er schließlich König der Briten geworden ist, soll er seine Steuern bereitwillig gezahlt haben und ein aufrechter Bürger gewesen sein. Das klingt nach einem der Vasallenkönige, die Claudius einsetzte, und von denen Prasutagus und Tiberius Claudius Cogidubnus am besten bekannt sind.

Geoffrey beschreibt, wie Marius die Pikten bekämpfte und mit ihnen Frieden schloss, die zu dieser Zeit im nördlichen Britannien einfielen. Für eine Präsenz so weit oben im Norden müsste er ein Häuptling der Briganten gewesen sein, doch seine Fähigkeit, den Pikten Ländereien bei Caithness zu gewähren, ist eine Erfindung.

Seine tatsächliche Existenz muss schwer bezweifelt werden, obwohl es vermutlich einen funken Wahrheit darin gibt, wie die Linie der Briten fortgeführt wurde. Der Name Marius ist eine Romanisierung von Meurig, was vom keltischen Y-Veurig stammt, woraus sich auch Arviragus ableitet. Geoffrey könnte somit zwei Namen des gleichen Königs verwechselt haben.

Anmerkungen[]

  1. Eine Region in Zentral-Eurasien in der Klassischen Antike. Die Skythen bewohnten das Gebiet vom 11. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr.
  2. 2,0 2,1 Historia Regum Britanniae IV/17
  3. Historia Regum Britanniae IV/18
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