Das Volk der Meonwara oder Meonsæte siedelte im Tal des Flusses Meon im heutigen Süd-Hampshire Ende des 5. und Anfang des 6. Jh.

Historiker sind sich nicht einig, ob es sich um ein jütisches Volk oder eines aus keltischen Britonen handelt, die von Jüten übernommen wurden. Der Name einiger ihrer Gründer scheint keltischen Ursprungs zu sein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelsächsische Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Berichte der Angelsächsischen Chronik sprechen von angelsächsischen Siedlern, die zwischen 449 und 514 im Gebiet der Meonwara zu siedeln begannen. Historiker gehen heute davon aus, dass es sich um Jüten handelte, anders als die sächsischen Stämme, die sich im Umland einrichteten. Die Chronik berichtet weiterhin von Port, dem Begründer der Meonwara, und seinen beiden Söhnen Bieda und Maegla. [1]

Diese Namen erscheinen Historikern jedoch nicht eindeutig germanisch. Maegla beispielsweise ähnelt einem britonischen Wort, das "Häuptling" oder "Prinz" bedeutet, weiterhin dem altbritischen maglos, dem walisischen mael und dem bretonischen Maël.

Archäologische Ausgrabungen in dem Gebiet brachen Hinweise darauf hervor, dass die Kolonisten dieser Zeit Jüten gewesen sein müssen.

Parallelen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch andere Stämme im frühmittelalterlichen England scheinen jütischen Ursprungs gewesen zu sein: die Cantaware im späteren Kent, die Wihtwara auf der Isle of Wight, die Ytene im Gebiet des New Forest. Die Angelsächsische Chronik erwähnt kurze Beschreibungen dieser Gruppen: "Von den Jüten stammen die Männer von Kent, die Wightwarians (das ist der Stamm, der nun auf der Isle of Wight wohnt), und die Verwandten in Wessex, die man jetzt die Verwandten der Jüten nennt." [2] Eine weitere Beschreibung stammt aus der Historia ecclesiastica gentis Anglorum von Beda Venerabilis: "Von jütischem Ursprung sind die Menschen von Kent und der Isle of Wight und jene in der Provinz der Westsachsen gegenüber der Isle of Wight, die heute Jüten genannt werden."

Laut angelsächsischen Quellen stammt die Vorsilbe Wiht (und damit auch Wight) von einem möglicherweise mystischen jütischen Herrscher namens Wihtgar. Gleichzeitig scheint die Vorsilbe (wie auch Meon-) keltische Wurzeln zu haben: während der Zeit des Römischen Britannien gab es den Namen Vectis.

Die jütischen Gemeinden in Hampshire und auf der Isle of Wight scheinen nur kurze Zeit existiert zu haben und wurden bald von den sie umgebenden sächsischen Königreichen aufgesogen. Der Historiker Bush vermutet, dass die Jüten von Hampshire und der Isle of Wight die Opfer einer Art "ethnischer Säuberung" durch die Sachsen wurden. Dies stützen auch die Berichte von Beda aus dem 7. Jh. Andere Forscher bezweifeln dies jedoch und vermuten, dass die jütische Elite möglicherweise getötet oder vertrieben wurde, die Bevölkerung aber in den Sachsen aufging.

 

Heptarchie

Königreiche
East AngliaEssexKentMerciaHwicceLindseyNorthumbriaBerniciaDeiraSussexWessex

Monarchen
Bretwalda
East AngliaEssexKentMerciaNorthumbriaSussexWessex

Regionen
East Anglia:NorfolkSuffolkKent:Limenwara
Essex:BrahhingasGodhelmingasHaueringasHroðingasMittelsachsenNox-gaga und Oht-gagaTetingasTewingasWaeclingasWoccingas
Mercia:AebbingasArosaeteBeormingasBilsaeteCilternsaeteGainiGyrwasHusmeraeLindisfarasMagonseteMittelangelnPecsaetePencersaeteSnotingasSouthumbriansSpaldingasStoppingasSweordoraTomsaeteWeorgoranWesterneWreocensaete
Northumbria:ElmetsaeteSussex:Haestingas
Wessex:BasingasGewissaeMeonwaraRēadingasSumorsaeteSunningasWihtwaraYtene

Siehe auch
Angelsächsische Besiedelung von BritannienAngelsächsische ChronikBurghal HidageDanelagTribal Hidage

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

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