Morvidus war ein legendärer König von Britannien laut Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morvidus war der illegitime Sohn von Danius durch dessen Mätresse Tangustela. Er folgte seinem Vater nach dessen Tod 341 v. Chr. auf den Thron. [1]

Laut Geoffrey of Monmouth war er die meiste Zeit ein übellauniger, aber gütiger Herrscher. [1] Oft gab er großzügige Geschenke. Während seiner Herrschaft fiel der König der Moriani in Northumberland ein und verwüstete das Land. Morvidus traf den König der Moriani in der Schlacht und besiegte die Invasoren. Nach der Schlacht ließ er jeden gefangen genommenen Soldaten vor sich bringen und richtete ihn persönlich hin, wobei er seine Blutlust befriedigte. Als er müde wurde, häutete und verbrannte er die verbliebenen Soldaten. [2]

Er bekämpfte und tötete einen Riesen, indem er einen entwurzelten Baum benutzte, dem man Rinde und Äste abgeschält hatte. Aus diesem Grund wird er mit dem Symbol eines zerfetzten Stabes dargestellt, das im Wappen des Earl of Warwick erscheint, der von ihm abstammen soll.

Später während seiner Herrschaft erschien ein Drache oder Monster aus der Irischen See und begann die Bewohner der westlichen Küsten zu töten. Um dies aufzuhalten, traf Morvidus das Biest im Kampf und nutzte jede Waffe, die er hatte, gegen es, hatte aber keinen Erfolg. Das Monster stürzte sich auf ihn und verschlang Morvidus. [2]

Er hatte fünf Söhne: Gorbonianus, [3] Archgallo, Elidurus, Ingenius und Peredurus. Alle wurden nach ihm König von Britannien. Gorbonarius, der älteste, war sein direkter Nachfolger.

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Danius ⚯ Tangustela
    1. Morvidus
      1. Gorbonianus
      2. Archgallo
      3. Elidurus
      4. Ingenius
      5. Peredurus

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Historia Regum Britanniae III/14
  2. 2,0 2,1 Historia Regum Britanniae III/15
  3. Historia Regum Britanniae III/16
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