Owain Cyfeiliog war König des südlichen Powys von 1160 bis 1195.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Owain war einer der Söhne von Gruffydd ap Maredudd und kam nach dem Tod seines Vaters 1128 unter den Schutz seines Onkels Madog ap Maredudd, der ihn wie einen seiner eigenen Söhne behandelte. 1149 übergab er ihm das Cymydau Cyfeiliog, und Owain wurde unter diesem Namen bekannt, um ihn von Owain Gwynedd ap Gruffydd zu unterscheiden.

Nach dem Tod von Madog 1160 behielt Owain die Kontrolle über Cyfeiliog, während der Rest von Powys unter Madogs Söhnen und seinem Bruder Iorwerth Goch ap Maredudd aufgeteilt wurde. Dies beraubte Powys seiner ganzen Macht. Doch Owain schloss sich bald mit seinen Cousins zusammen, besonders mit Owain Fychan, und es gelang ihnen bis 1167, ein vereintes Reich im südlichen Powys zu schaffen.

Owain war ein fähiger Krieger. 1153 hatte er Cyfeiliog gegen Rhys Lord Rhys ap Gruffydd verteidige, der sein Feind blieb, obwohl Owain später dessen Tochter heiratete. Weiterhin verbündete er sich 1156 mit Owain Gwynedd, um sich Heinrich II entgegen zu stellen, als dieser Wales mit einer Invasion drohte, die jedoch niemals stattfand. Diese Einigkeit unter walisischen Prinzen war selten und bald darauf griffen Owain Gwynedd und Rhys ap Gruffydd gemeinsam Owain an, um Ländereien zu erobern. Owain erhielt diese bald mit englischer Hilfe zurück, da er 1167 Heinrich II den Lehnseid schwor.

Owain war außerdem ein religiöser Mann, ein Poet, scharfsinnig und ein sehr aufgeklärter Herrscher. Er wurde von Heinrich II geschätzt und war immer an dessen Hof willkommen. Owain hatte seine Vorteile aus diesem Bündnis und verschaffte Powys bis 1167 Wohlstand. Mit dem Tod von Owain Gwynedd 1170 und damit auch dem Ende der Kämpfe, die das Reich zwanzig Jahre lang behindert hatten, konnte Owain eine Zeit des Friedens genießen, besonders da auch Rhys ap Gruffydd sich mit Heinrich II verbündet und den Krieg aufgegeben hatte.

Somit war die Zeit von 1170-90 eine Zeit des Gedeihens in Wales, die es Powys ermöglichte, zu wachsen, und in der Owain seine Vorliebe für Poesie und die Künste genießen konnte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Geschichten, die zum Mabinogion zusammengetragen wurden, in dieser Zeit ihre endgültige Form annahmen, auch wenn die frühesten überlebenden Manuskripte aus den 1230er Jahren stammen.

Trotz seiner starken religiösen Ansichten war Owain auch ein Pragmatiker. 1188 reiste Balduin, der neue Erzbischof von Canterbury, durch Wales, um Finanzen und Unterstützung für einen neuen Kreuzzug zu sammeln. Owain war der einzige unter den walisischen Prinzen, der ihm die Unterstützung versagte und er wurde dafür exkommuniziert. Dies scheint ihn jedoch nicht sonderlich beschäftigt zu haben. 1195 dankte er ab und überließ den Thron seinem Sohn Gwenwynwyn ap Owain. Owain zog sich ins Kloster Strata Marcella zurück, das er selbst 1170 gegründet hatte, und wo er auch starb und begraben wurde.

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bleddyn ap Cynfyn ⚭ | NN; ⚭ || NN ferch Brochwel ap Moelyn von Anglesey; ⚭ ||| Haer ferch Cillyn y Blaidd Rudd; ⚭ IV Morien ferch Idnerth ap Cadwgan
    1.  ? Madog ap Bleddyn (✝ 1088)
    2. ||| ♔ Maredudd ap Bleddyn ⚭ | Hunedd ferch Einudd; ⚭ || Cristin ferch Bledrus
      1. | ♔ Madog ap Maredudd
        1. | ⛪ Llywelyn ap Madog (✝ 1160), Bischof von St. Asaph
        2. | Gruffydd Maelor I ap Madog ⚭ Angharad ferch Owain Gwynedd ap Gruffydd
        3. | Owain Fychan ap Madog
        4. || Owain Brogyntyn ap Madog ⚭ | Jonet ferch Hywel; ⚭ || Marred ferch Einion ap Seisyllt
        5. | Gwenllian ferch Madog ⚭ Rhys Lord Rhys ap Gruffydd, Prinz von Deheubarth
        6. | Marared ferch Madog ⚭ Iorwerth ap Owain Gwynedd
        7. | Efa ferch Madog ⚭ Cadwallon ap Madog ap Idnerth von Maelienydd
      2. | Gruffydd ap Maredudd (✝ 1128)
        1. Owain Cyfeiliog ap Gruffydd ⚭ | Gwenllian ferch Owain Gwynedd ap Gruffydd; ⚭ || NN ferch Rhys Lord Rhys ap Gruffydd
          1. | ♔ Gwenwynwyn ap Owain
          2. | Cadwallon ap Owain
          3.  ? Meddefys ferch Owain ⚭ Gronwy ap Einion ap Seisyllt
      3. || Hywel ap Maredudd
      4. || Iorwerth Goch ap Maredudd
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