Pebidiog als Teil von Deheubarth mit seinen beiden Commotes im Frühmittelalter.

Pebidiog ist heute die Hundertschaft Dewisland oder Dewsland im nordwestlichen Pembrokeshire in Wales.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pebidiog war eines der traditionellen Cantrefi von Dyfed und in zwei Commotes aufgeteilt: Mynyw und Pencaer. Dyfed ging schließlich in Deheubarth auf.

Nach der Normannischen Eroberung von England unterwarf sich Rhys ap Tewdwr von Deheubarth König Wilhelm I der Eroberer, doch nach dessen Tod griff Rhys - der davon ausging, dass sein Vasallenstatus mit dem Tod des Königs endete - Worcester an. Durch seine Rebellion verlor er den Anspruch auf seine Ländereien und Deheubarth wurde unter verschiedenen normannischen Lords aufgeteilt.

Peibidiog gehörte zur Diözese des Bischofs von St. Davids und blieb daher unangetastet und ersparten der Region damit die wilden Kämpfe, die im Rest von Wales stattfanden. In Dewisland umbenannt wurden die Besitztümer des Bischofs sozusagen ein eigenständiger Staat, der es für sich beanspruchen konnte, das einzige walisische Königreich zu sein, das niemals von einem fremden Invasoren erobert worden war.

Nach der Amtszeit von Bischof Sulien im 11. Jh. begann er seine engen Blutsverwandten zum Bischof von St. David zu ernennen, und so sah es für außenstehende wie eine vererbbare Führungsposition aus. Heinrich I nutzte die normannische Präsenz um Dewisland, um die Weihung von Suliens jüngstem Sohn Daniel zu verhindern.

Heinrich sorgte dafür, dass der Kanzler seiner Ehefrau, Bernard, der erste normannische Bischof von St. Davids wurde und machte Bernard außerdem zu einem Marcher Lord, was den Bischof beinahe unabhängig machte.

In den 1530er Jahren begann Heinrich VIII die Kirchenreformation und erließ 1535 den Laws in Wales Acts, was die Welsh Marches abschaffte. Dewisland verschmolz mit Kemes und Pembroke zu Pembrokeshire.

Im frühen 19. Jh. gründete der Bischof von St. Davids das St. David's College, dem er auch das Anwesen von St. Davids überschrieb. Im späten 20. Jh. war das College ein Teil der University of Wales geworden, die versuchte, die Herrschaft über das Anwesen an Mark Andrew Tudor Roberts zu verkaufen. Roberts überzeugte sie, den Verkauf zu dem der Marcher Grafschaft von St. Davids zu ändern. Später versucht er, einige der Rechte durchzusetzen, die früher von den Marcher Lords besessen worden waren, was 2008 zu einem Rechtsstreit führte. Das Gericht entschied, dass die Welsh Marches nicht existierte, da sie durch die Laws in Wales Acts abgeschafft worden war, und dass die Universität ohnehin nicht das Recht gehabt hätte, sie zu verkaufen. Roberts durfte jedoch den Titel des Grafen des Herrenhauses der Stadt St. Davids tragen, was ihm die Rechte an Schiffswracks an der Küstenlinie zuspricht.

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