Peibio Clafroawg (oder Cladrog) ap Erb war König von Ergyng gegen 500.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peibio erbte Ergyng von seinem Vater Erb ap Erbig von Gwent und gründete dort eine Dynastie, die im folgenden Jahrhundert die Hauptmacht im südöstlichen Wales wurde. Seine Datierung ist schwierig, denn die Informationen über ihn widersprechen sich.

Die Urkunden im Buch von Llandaff lassen vermuten, dass er ein Zeitgenosse des Hl. Dubricius war, doch andere Stammbäume zeigen ihn als Großvater von Dubricius durch seine Tochter Yrddil oder Erfddyl. Dubricius Todesdatum wird entweder als 520, 550 oder 612 angegeben und man glaubt, dass er bis in seine 60er lebte, so dass Peibio möglicherweise 80 Jahre früher geboren worden sein könnte, d.h. entweder 440, 470 oder 532.

Eine Urkunde erklärt, dass Peibio eine Tochter von König Custennin geheiratet hatte. Wenn es sich hier um Custennin von Dumnonia handelt, dann würde dies Peibio auf 550 verlegen. Leider wird er allerdings auch als Großvater von Onbrawst gezeigt, die Meurig ap Tewdrig von Gwent heiratete, der gegen 560 geboren wurde. Die gleiche Rückberechnung durch die Generationen würde Peibios Geburt somit auf 490 verlegen, was stimmen könnte, wenn ein weiteres seiner Enkelkinder, Caradog Freichfras, ein Zeitgenosse von König Artus war, wie die Überlieferungen behaupten.

Peibio war als Clafroawg bekannt, was sich sich auf eine Krankheit bezieht, die ihn zwang, ständig zu sabbern. Wie alle Könige zu dieser Zeit verbrachte er einen Großteil seines Lebens mit Eroberung und wurde sich im Alter dem Leben nach dem Tod bewusst, weswegen er sich der Kirche zu wandte. Seine Buße war eher ungewöhnlich. Er entdeckte, dass seine Tochter schwanger war und befahl, dass man sie ertränken sollte, doch sie wurde immer wieder an die Küste gespült. Er befahl deshalb, dass man sie lebendig verbrennen sollte, doch am nächsten Morgen fand man sie lebendig mit ihrem Kind, das der Hl. Madle wurde und noch als Kleinkind Peibio von seiner Krankheit heilte.

Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peibio ist bekannt aus der Legende des Hl. Dubricius (*465, +550), der sein Enkel gewesen sein soll.

Gemäß dem Life of Dubricius hatte Peibio eine Munderkrankung, durch die ihm ständig der Speichel aus dem Mund floss, was ihm wohl auch seinen Beinamen Clafrog eingebracht haben soll.

Efrddyl und Dubricius auf dem Scheiterhaufen.

Als er eines Tages aus einem Kampf zurückkehrte, bat Peibio seine unverheiratete Tochter, ihm den Kopf zu waschen. Dabei bemerkte er, dass sie schwanger war und befahl wütend, man solle sie in einen Sack einnähen und lebendig ertränken. Doch als sie ans Ufer gespült wurde, wollte er sie lebendig verbrennen lassen. Am nächsten Tag bemerkten seine Diener, dass sie das Feuer wundersamer Weise überlebt hatte, und auf dem Scheiterhaufen ihr Baby stillte.

Pebio bereute inzwischen seine Befehle und ließ Efrddyl und das Kind zu sich bringen. Die Berührung des Babys heilte seine Erkrankung sofort. Aus Dankbarkeit schenkte Peibio seinem Enkel die Ländereien, auf denen dieser geboren worden war, und ließ ein Monument zu seinen Ehren errichten.

Mögliche Alternative Identität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Erzählung Culhwch und Olwen gibt es zwei Könige namens Nynnio und Peibio, die wegen ihrer Sünden in Ochsen verwandelt wurden. Als verrückte Brüder und Könige erscheinen sie in der Geschichte Rhita Gawr.

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erb ap Erbig (Gw+Gl, +550)
    1. Peibio Clafroawg ap Erb (E, fl. 500) ⚭ NN ferch Custennin
      1. Efrddyl ferch Peibio
        1. Hl. Dubricius, Erzbischof von Wales
      2. Cynfyn ap Peibio (E, fl. 510er)
      3. Twedwr ap Peibio
      4. Gwydgi ap Peibio
      5. Cynwst ap Peibio
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