Ricbert war König von East Anglia von etwa 632 bis 634.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ricberts Herkunft und seine Verbindung zur Dynastie von East Anglia sind unbekannt und auch dass er tatsächlich König von East Anglia wurde, ist umstritten. Higham vermutet, dass er auf jeden Fall zur Oberschicht gehörte, wenn nicht sogar zur Dynastie der Wuffinger. [1]

Er erscheint bei Beda als Mörder von Eorpwald von East Anglia, der sich von Edwin von Northumbria hatte bekehren lassen und damit die Christianisierung von East Anglia eingeleitet hatte. Ricbert ermordete ihn laut Beda kurz nach seiner Bekehrung. [2]

Ricbert wird danach von Beda nicht weiter erwähnt, es heißt nur, "das Königreich blieb im Irrtum für die nächsten drei Jahre", was üblicherweise so gedeutet wird, dass East Anglia vom Christentum zum Heidentum zurückkehrte, unter einem nicht-christlichen Usurpator.

N. J. Higham vermutet, dass Ricberts Fähigkeit, drei Jahre lang zu regieren, zu einer Zeit als Edwin von Northumbria als Bretwalda der Angelsachsen angesehen wurde, vermuten lässt, dass Ricbert die Unterstützung der Ostangeln dabei hatte, Eorpwald zu stürzen, der als "allzu nachgiebig" gegenüber Northumbria angesehen wurde. [1]

Michael Wood und andere Historiker haben spekuliert, dass möglicherweise Ricbert im Grab von Sutton Hoo begraben wurde, [3] doch die meisten sehen es als Ruhestätte des mächigen Raedwald von East Anglia an. [4]

Ob Ricbert 634 starb oder vertrieben wurde, ist nicht bekannt. Doch klar ist, dass schließlich Eorpwalds Halbbruder Sigebert und dessen Neffe Egric als Könige von East Anglia gemeinsam herrschten und das Christentum fest etablierten. [5]

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Higham, N. J. - The Convert Kings
  2. Beda, Historia ecclesiastica, II/15
  3. Wood, Michael - In Seach of the Dark Ages
  4. Yorke, Barbara - Kings and Kingdoms
  5. Kirby, D. P. - Earliest English Kings
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