Robert Wace (ca. 1110-1174) - besser bekannt als Wace - war ein normannischer Poet, vor allem bekannt für seine Artusliteratur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wace wurde irgendwann zwischen 1099 und 1111 geboren. Die Informationen über sein Leben sind nur aus seinen Romanen bekannt. Historiker haben spekuliert, dass er möglicherweise aus dem Adel stammte, da er in Caen ausgebildet wurde, was nicht für alle Menschen so einfach möglich war. Gegen 1130 wurde er in Caen Kleriker, möglicherweise arbeitete er als Lehrer. Das Datum seines Todes ist unsicher. Das aktuellste Ereignis in seinem Romanen erscheint im Roman de Rou und kann auf 1174 datiert werden. Weiterhin erwähnte er Heinrich den Jüngeren, der bis 1183 lebte.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman de Brut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Roman de Brut (ca. 1155) basiert auf der Historia Regum Britanniae von Geoffrey of Monmouth. Wace erzählt darin die Geschichte von der Gründung Britanniens durch Brutus bis zum Ende der legendären britischen Geschichte, wie Geoffrey sie aufzeichnete. Wace ist dabei der erste Artus-Autor, der die Tafelrunde erwähnt und auch der erste, der Artus' Schwert Excalibur nennt. Ansonsten fügt er der Geschichte von Geoffrey nur kleine Details hinzu. Aus seiner Beschreibung verschiedener Kämpfe kann man ablesen, dass er ein gutes Verständnis des Krieges hatte, und man kann selbst daraus einen guten Einblick in die Kriegsführung seiner Zeit erhalten.

Roman de Rou[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Roman de Rou wurde laut Wace von Heinrich II in Auftrag gegeben. Ein großer Teil davon ist Wilhelm I der Eroberer und der Normannischen Eroberung von England gewidmet. Wace's Hinweis auf mündliche Überlieferungen innerhalb seiner Familie lässt vermuten, dass er nicht nur Dokumente aus dieser Zeit studierte, sondern auch Augenzeugenberichte von Verwandten erhielt. Diese dürften allerdings aus zweiter Hand stammen, da er etwa 100 Jahre später schrieb und keine Augenzeugen mehr am Leben gewesen sein dürften. Weiterhin enthält der Roman de Rou die Erwähnung des Halleyschen Kometen.

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