Die Schlacht am Fluss Medway fand 43 n. Chr. zwischen den Briten und den Römischen Invasoren unter Aulus Plautius statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als die Neuigkeit der Römischen Landung sich verbreitete, vereinigten sich die britischen Stämme unter dem Kommando von Togodumnus und seinem Bruder Caratacus vom Stamm der Catuvellaunen, um gegen sie zu kämpfen. Nach der Niederlager bei zwei anfänglichen Scharmützeln im östlichen Kent versammelten sich die Einheimischen am Ufer eines Flusses im Westen, um sich den Invasoren zu stellen.

Zur gleichen Zeit erhielten die Römer die Unterwerfung der Dobunni im westlichen Britannien. Die Dobunni waren ein Unterstamm der Catuvellaunen und dieser diplomatische Sieg war vermutlich ein Schlag gegen die Moral und Stärke der Einheimischen.

Chronologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab keine Brücke über den Fluss, an dem die Schlacht ausgetragen wurde, so dass eine Abteilung speziell ausgebildeter römischer Hilfstruppen [1], schwammen über den Fluss und griffen die Pferde der Einheimischen an. Im folgenden Chaos überquerte der Hauptteil der Legion II Augusta unter Vespasian den Fluss unter dem Oberkommando von Titus Flavius Sabinus. Die Briten wurden überrascht davon, dass voll gerüstete Legionäre den Fluss überqueren konnten, und der Historiker Peter Salway berichtete, dass sogar Dio sprachlos war. Die Römer waren nicht in der Lage, den Sieg sofort zu erringen, und der erste Tag der Schlacht endete ohne Ergebnis. Am zweiten Tag führte ein gewagter Vorstoß von Gnaeus Hosidius Geta beinahe zu dessen Gefangennahme. Seine Truppen konnten sich jedoch wieder sammeln und die Briten in die Flucht schlagen. Geta erhielt einen Triumphzug dafür, den Sieg gesichert zu haben, eine selten Ehre für jemanden, der kein Konsul war. Bedenkt man die Hauptrollen, die Geta und Sabinius an beiden Tagen einnahmen, so handelten die Römer laut dem Historiker Todd vermutlich als zwei oder sogar drei Schlachtgruppen.

Eine so lange Schlacht war ungewöhnlich in der antiken Kriegsführung, und es ist wahrscheinlich, dass die Römer eine große einheimische Streitmacht besiegten. Die Briten wurden hinter die Themse zurückgedrängt, wo sie größere strategische Vorteile hatten.

Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dio nennt den Ort der Schlacht nicht, und auch nicht den Fluss, doch Historiker gehen davon aus, dass sie am Medway stattfand. Die Römer dürften schon existierende Handelswege benutzt haben, als sie von Richborough nach Westen zogen, und der am meisten genutzte prähistorische Handelsweg wäre der spätere Pilgrim's Way, der den Medway bei Aylesford kreuzte. Andere Theorien jedoch erwähnen, dass der Fluss bei Aylesford seicht genug ist, um keinerlei nennenswerte Schwierigkeiten für die Überquerung darzustellen, und verlegen die Schlacht nach Rochester, wo sich zu dieser Zeit eine große eisenzeitliche Siedlung befand. Weitere Hinweise auf eine nördlichere mögliche Lage deuten auf Bredgar hin, wo ein Hort römischer Münzen aus dieser Zeit gefunden wurde, was Historiker als Sicherheit eines römischen Offiziers deuten, der seinen Besitz vor der Schlacht vergrub. Dieser Hort könnte jedoch die Schlacht um zwanzig Jahre vorverlegen. Möglicherweise folgten die Römer der zukünftigen Route der Watling Street zur Schlacht, obwohl ihre Rolle als vorrömischer Kommunikationsweg nicht gesichert ist.

 


Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Die von Cassius Dio, der einzigen zeitgemäßen Quelle für die Schlacht, als "keltisch" beschrieben wurden.
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