Die erste Schlacht von Alnwick fand 1093 nahe der Stadt Alnwick in Northumberland statt und wurde zwischen Malcolm III Canmore von Schottland und einer englischen Armee unter Robert de Mowbray ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Zeit, als Wilhelm II Rufus König von England wurde, war die Kontrolle über das nördliche Northumbria noch immer umstritten. Wilhelm versuchte, dies für sich zu entscheiden, indem er starke Barone ernannte, die die Grenze kontrollieren und schottische Überfälle verhindern sollten. Es scheint, dass Malcolm III Canmore den Ehrgeiz hatte, sowohl Cumbria als auch Northumbria für Schottland zu erobern und im Mai 1091 fiel er in Northumbria ein und belagerte Durham. Wilhelm war gezwungen, eine große Armee nach Norden zu führen. Er stieß bis nach Schottland vor, wobei Malcolm sich vor seiner Armee zurück zog. Schlussendlich kam man zu einem Waffenstillstand und Wilhelm zog sich zurück.

Im folgenden Jahr stärkte Wilhelm seine Position in Cumbria, um der erneuten Möglichkeit einer schottischen Invasion vorzubeugen. Was schlussendlich doch dazu führte, ist nicht klar, doch im November 1093 führte Malcolm eine Armee nach Northumbria und belagerte Alnwick.

Die Schlacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu dieser Zeit war Robert de Mowbray Earl of Northumbria, nachdem man ihn für seine Teilnahme an der Rebellion von 1088 gegen Wilhelm II begnadigt hatte. Er war auch Gouverneur von Bamburgh Castle, einer Festung an der northumbrischen Küste. Mowbray hatte keine ausreichenden Truppen unter seinem Kommando, um sich der schottischen Armee in einer offenen Schlacht zu stellen. Dennoch versuchte er, Alnwick zu befreien. Er traf dort mit seinen Truppen am 13. November (bekannt als St. Brice's Day) ein und konnte die schottische Armee überraschen. Die englischen Ritter griffen sie vor den Schutzwällen von Alnwick an.

Sowohl Malcolm III Canmore als auch sein Sohn Edward wurden im Kampf getötet. Die Quelle, nahe der sie starben, wurde später als "Malcolm's Spring" (Malcolms Quelle) oder "Malcolm's Well" (Malcolms Brunnen) bekannt. Durch den Tod des Königs war die Schottische Armee führungslos und zog sich nach Schottland zurück. Malcolms Körper und der seines Sohnes wurden in der Priorei von Tynemouth begraben.

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malcolms Ehefrau und Königin Margaret starb bald nach ihm. Der Tod von Malcolm und seinem Erben bedeutete für Schottland, dass es zwischen seinen noch lebenden Söhnen und seinem jüngeren Bruder Donald III Bane zum Erbfolgestreit kommen würde. Donald wurde König, doch es kam zu einem Bürgerkrieg mit Malcolms Söhnen, die versuchten, ihn abzusetzen. Dieses fehlen eines starken, unumstrittenen Königs in Schottland war von Vorteil für Wilhelm II Rufus.

Robert de Mowbray schloss sich 1095 einer Verschwörung der Barone gegen Wilhelm II Rufus an und wurde dafür enteignet und lebenslänglich eingesperrt.

Am Ort der Schlacht, nördlich von Alnwick, wurde ein Gedenkstein aufgestellt, der 1774 von einem größeren - bekannt als Malcolm's Cross - ersetzt wurde, den Elizabeth Percy, Duchess of Northumberland aufstellen ließ.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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