Die Schlacht von Ashdown fand am 8. Januar 871 zwischen Aethelred I von Wessex und Alfred der Große und den Wikingern unter Bagsecg und Halfdan Ragnarsson statt.

Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lage von Ashdown ist unbekannt, es könnte sich aber um Kingstanding Hill in Berkshire handeln. [1]

Die wichtigsten Quellen für die Schlacht sind die Angelsächsische Chronik und Assers Life of King Alfred. [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen 870 hatten die Wikinger zwei der vier angelsächsischen Königreiche erobert - Northumbria und East Anglia. Gegen Ende des Jahres kam es zu einem Versuch, Wessex zu erobern und die Wikinger marschierten von East Anglia nach Reading, wo sie etwa am 28. Dezember ankamen. Drei Tage nach ihrer Ankunft schickten sie eine große Gruppe zum Plündern aus, die bei der Schlacht von Englefield von einer Armee aus Anwohnern besiegt wurde, unter dem Kommando von Aethelwulf, Ealdorman of Berkshire. Nur vier Tage später wurde die Hauptarmee von Wessex unter dem Kommando von Aethelred I von Wessex und Alfred der Große in der Schlacht von Reading besiegt. [2]

Die Schlacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier Tage später, etwa am 8. Januar, kämpften die Armeen erneut, diesmal bei Ashdown. Die Wikinger kamen zuerst am Schlachtfeld an und stellten sich entlang der Spitze der Hügelkette auf, was ihnen einen Vorteil gab. Sie teilten ihre Truppen in zwei Kontingente auf, von denen eine von Bagsecg und Halfdan angeführt wurde, die andere von den Earls. Als die Truppen von Wessex durch ihre Späher davon erfuhren, entschieden sie sich, die Formation zu kopieren: Aethelred I von Wessex stand mit seinen Truppen den Königen gegenüber, Alfred der Große den Earls.

Aethelred zog sich zunächst in sein Zelt zurück, um die Messe zu hören, während Alfred seine Truppen zum Schlachtfeld führte. Beide Seiten ließen ihre Truppen einen Schildwall bilden. Aethelred wollte seine Gebete nicht unterbrechen und Alfred riskierte, von der gesamten dänischen Armee überwältigt zu werden. Er entschied anzugreifen und führte seine Männer zu einem Sturmangriff den Hügel hinauf. Die Schlacht tobte dann um einen kleinen Dornenbusch und schließlich waren die Westsachsen siegreich.

Obwohl sowohl die Angelsächsische Chronik als auch Asser Alfreds Rolle bei diesem Sieg betonen, glaubt Abels, dass es der Angriff von Aethelred war, der später in die Schlacht eintrat, der entscheidend war und er könnte von Anfang an geplant haben, die Wikinger unerwartet zu treffen.

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wikinger erlitten schwere Verluste. Bagsecg und fünf Earls - Sidroc der Alte, Sidroc der Jüngere, Osbern, Fraena und Harold - fielen. Die Westsachsen folgten den fliehenden Wikingern bis zum Einbruch der Nacht und töteten alle, die sie erreichen konnten. Doch der Sieg erwies sich als kurzlebig, denn es folgten zwei Niederlagen bei Basing und Marton. Kurz nach Ostern, das in diesem Jahr auf den 15. April fiel, starb Aethelred und Alfred wurde sein Nachfolger. [2]

Datierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlacht von Ashdown kann genau datiert werden, denn Bischof Heahmund of Sherborne starb in der Schlacht von Marton, und es ist bekannt, dass er am 22. März 871 starb. Die Angelsächsische Chronik berichtet, dass die Schlacht von Basing zwei Monate zuvor stattfand, was sie auf den 22. Januar datiert. Ashdown fand vierzehn Tage zuvor statt, das bedeutet, am 8. Januar, Reading vier Tage zuvor am 4. Januar, Englefield weitere vier Tage zuvor am 31. Dezember 870 und die Ankunft der Wikinger in Reading drei Tage zuvor am 28. Dezember.

Allerdings ist dieser zweimonatige Intervall zwischen Marton und Basing möglicherweise nicht exakt und demnach sind die früheren Daten nur Schätzungen. [3]

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Peddie, John (2005). Alfred, Warrior King
  2. 2,0 2,1 2,2 Abels, Richard (1998). Alfred the Great: War, Kingship and Culture in Anglo-Saxon England
  3. Beaven, Murray (July 1918). "The Beginning of the Year in the Alfredian Calendar (866-87)". English Historical Review
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