Tewdrig ap Budic war ein König von Glywysing und Gwent um etwa 550 bis ca. 584. In manchen Quellen wird er auch als Tewdrig ap Teithfallt bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tewdrig war möglicherweise der Sohn oder Enkel von Teithfallt ap Nynniaw, der Gwent gegen Ende des 5. Jh. regierte, oder aber er war der Sohn von Budic I, einem keltischen Herrscher der Bretagne, der nach dem Tod seines Vaters 556 vertrieben wurde und nach Wales zurückkehrte, wo er einen Großteil seiner Jugend damit verbracht hatte, den Britonen im Kampf gegen die Iren in Wales und Cornwall zu helfen. Einige Quellen besagen, Budic hätte Teithfallts Tochter - deren Name nicht bekannt ist - geheiratet und wäre der Vater von Tewdrig.

Tewdrigs Vorteil war sein jugendlicher Heldenmut, der ihm einiges Ansehen einbrachte, das er noch verstärkte, indem er Enhinti heiratete, eine Tochter von Urien Rheged. Es gelang ihm, Gwent zur mächtigsten Nation im südlichen Wales zu machen, die Iren von Demetia zurückzudrängen und das Gebiet von Glywysing zu vergrößern.

Gegen Ende seines langen Lebens wandte er sich der Religion zu und wurde ein Eremit, wobei er angeblich in einer Klause nahe Tintern lebte. Einige Jahre später kehrte er jedoch zurück, um seinem Sohn Meurig in einem Kampf gegen die Sachsen zu helfen, die große Erfolge in der Nähe von Gloucester errangen.

Die Angelsächsische Chronik berichtet von einem Rückzug der Sachsen vom Wye gegen das Jahr 584, was auch das Jahr von Tewdrigs Tod gewesen sein könnte. Er wurde tödlich verwundet in der Schlacht und starb drei Tage später. Seinen Anordnungen zufolge wurde er begraben, wo er gestorben war und man erbaute eine Kirche dort. Überlieferungen zufolge ist das Mathern bei Chepstow.

Die Legende besagt, dass er auf einem Ochsenkarren vom Schlachtfeld gefahren worden war. Die Ochsen hielten von allein an einer Quelle um zu trinken, wo Tewdrigs Wunden gereinigt wurden und wo er auch starb. Er galt in der damaligen Zeit als Märtyrer und Heiliger, da er als christlicher König gegen die heidnischen Sachsen kämpfte.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Buch von Llandaff wurde um 1125 geschrieben, um die Ansprüche der Kirche von Llandaff gegenüber den Bischofssitzen von St. David und Hereford zu rechtfertigen. Dort steht geschrieben, dass die Ländereien, auf denen Tewdrig beerdigt wurden, von seinem Sohn Meurig als Schenkung an die Kirche von Llandaff gingen.

Lloyd [1] und Nedelec [2] erwähnen die Beschreibungen im Buch von Llandaff und fügen einige Details hinzu, die jedoch nicht ernst zu nehmen sind. Turner [3] erzählt die Geschichte ebenfalls, behauptet jedoch - ohne Nachweise zu erbringen - dass es sich bei den Sachsen um Ceolwulf von Wessex's Männer gehandelt hätte.

Die Iolo Manuskripte von Iolo Morganwg enthalten eine große Stammtafel und viele Verbindungen zu Artus, werden jedoch von den Historikern als falsch angesehen.

Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Teithfallt ap Nynniaw ⚭ Corun ferch Ceredig ap Cunedda
    1. NN ferch Teithfallt ⚭ Budic I von der Bretagne
      1. Tewdrig ap Budic ⚭ Enhinti ferch Urien Rheged
        1. Meurig ap Tewdrig ⚭ Onbrawst ferch Gwrgan Mawr ap Cynfyn
        2. Gwerla ferch Tewdrig

Anmerkungen[Quelltext bearbeiten]

  1. Lloyd, Sir John Edward (1911), A History of Wales from the Earliest Times to the Edwardian Conquest I
  2. Nedelec, Louis (1879), Cambria Sacra, or The History of the Early Cambro-British Christians
  3. Turner, Sharon (1799), The History of the Anglo-Saxons I
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