Verlamion oder Verlami war eine eisenzeitliche Siedlung in Britannien. Sie war das Machtzentrum von Tasciovanus und ein Hauptwohnort der Catuvellaunen von etwa 20 v. Chr. bis kurz nach der Römischen Invasion von 43 n. Chr.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt lag auf einem Hügel namens Prae Hill, etwa 2 km westlich der heutigen Stadt St. Albans. Der Name könnte etwa "Siedlung über den Marschen" bedeuten und von dem brittonischen Uerulamos stammen. Alternative Deutungen vermuten, dass es aus dem walisischen stammt und von Ver abgeleitet wurde, was Kurz bedeutet, oder aber von Veru oder Berw, was schäumend bedeutet und sich auf den nahen Fluss beziehen könnte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man geht davon aus, dass Tasciovanus um 20 v. Chr. das Stammeszentrum der Catuvellaunen nach Verlamion verlegte, das frühere Stammeszentrum ist nicht bekannt. Spekulationen aufgrund der Beschreibungen von Julius Caesar besagen allerdings, dass es sich einige Meilen nördlich bei Wheathampstead befunden haben könnte.

Tasciovanus war der erste König, der um 10 v. Chr. Münzen zu prägen begann. Es gibt Hinweise darauf, dass die Stadt spezielle rituelle Funktionen hatte. Später wuchs die Stadt unter Tasciovanus' Sohn Cunobelinus.

Cunobelinus könnte verantwortlich sein für den Bau eines Verteidigungswalles nahe der Stadt, dessen Zweck jedoch nicht bekannt ist. Historiker vermuten, dass es sich um den Teil eines ungewöhnlich großen Verteidigungssystems handeln könnte, das auch den nahen Devi's Dyke beinhaltet, der vom Fluss Ver zum Fluss Lea verläuft.

Nach der Eroberung Britanniens durch die Römer wurde Verlamion von den Römern übernommen und Verulamium genannt, später wurde es zu der heutigen Stadt St. Albans.

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