Vortimer ist eine Figur aus den britischen Überlieferungen und war ein Sohn von König Vortigern aus dem 5. Jh. Er erscheint in Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae und Nennius' Historia Brittonum.

Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Historia Brittonum erlaubte Vortigern den Sachsen Hengest und Horsa, sich auf der Insel Thanet anzusiedeln, und bot ihnen Bezahlung an, wenn sie für ihn als Söldner arbeiten würden.Doch Vortigern erweist sich schon bald als ignoranter König, denn während Hengest in immer weiter manipuliert, ihnen mehr Gelder zur Verfügung zu stellen, kommen weitere Siedler aus Germanien.

Nach mehreren sächsischen Überfällen, die Vortigern mit noch unterwürfigerem Verhalten beantwortet, erhebt sich Vortimer schließlich gegen die Sachsen. Er treibt sie zurück nach Thanet und bekämpft sie in vier Schlachten. In der dritten werden Horsa und Vortimers Bruder Catigern getötet. In der vierten werden die Sachsen schließlich ins Meer zurück getrieben.

Doch kurz danach stirbt Vortimer. Er bittet seine Anhänger, ihn dort zu begraben, wo die Sachsen beim ersten mal gelandet sind, als Schutz gegen weitere Invasionen. Gemäß der Walisischen Triaden wurden seine Knochen in den "Haupthäfen dieser Insel" begraben.

Drei der Orte von Vortimers Schlachten sind in der Angelsächsischen Chronik genannt, die allerdings Vortigern als Feldherren nennt.

In der Historia Regum Britanniae behauptet Geoffrey of Monmouth, die Britten hätten Vortigern als König abgelehnt und Vortimer auf den Thron gesetzt. Doch nachdem er die Sachsen aus Britannien vertrieben hatte, soll seine Stiefmutter Rowena ihn vergiftet haben und Vortigern erhielt den Thron zurück.

 Stammtafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gloui
    1. Vitalinus
      1. Vitalus
        1. Vortigern ⚭ | Sevira, Tochter von Magnus Maximus; ⚭ || Rowena, Tochter von Hengest
          1. | Vortimer
          2. | Pascent
          3. | Catigern
          4. | Faustus
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