Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Die Votadini (auch WotādīniVotādīni oder Otadini) waren ein keltischer Stamm im eisenzeitlichen Britannien.

Geographie[]

Ihr Gebiet lag im heutigen Südost-Schottland und Nordost-England, und erstreckte sich vom Firth of Forth und um das heutige Stirling zum Fluss Tyne, dazu gehörten weiterhin Falkirk, Lothian, Grenzregionen und Northumberland. Kurze Zeit war das Gebiet ein Teil der römischen Provinz Britannia.

Die älteste bekannte Hauptstadt der Votadini scheint die Traprain Law-Hügelfestung in Ost-Lothian gewesen zu sein, bis sie im 5. Jh. verlassen wurde. Die neue Hauptstadt wurde Din Eidyn, das heutige Edinburgh.

Name[]

Der Name des Stammes erscheint als Votadini in den klassischen Quellen. Ihre Nachfahren waren die Bewohner des frühmittelalterlichen Königreichs Gododdin. Eines der ältesten bekannten Stücke der britischen Literatur ist ein Gedicht namens Y Gododdin, das in altwalisisch geschrieben wurde und zuvor in mündlicher Überlieferung bei den Briten weitergegeben wurde. Das Gedicht feiert den Mut der Soldaten der Gegend, die später von den Briten Hen Ogledd genannt wurde - Der Alte Norden - ein Hinweis auf die Tatsache, dass dieses Land später in der Schlacht von Catraeth an eine Invasionsflotte verloren ging.

Geschichte[]

Frühzeit[]

Das Gebiet wurde schon um 3000 v. Chr. besiedelt und Opfergaben dieser Zeit, die aus Cumbria und Wales stammen, wurden auf der heiligen Hügelspitze bei Cairnpapple Hill in West-Lothian gefunden. Sie zeigen, dass es zu dieser Zeit bereits eine Verbindung zu diesen Gebieten gab. Um 1500 v. Chr. war Traprain Law in Ost-Lothian bereits ein Begräbnisort und es gibt Hinweisen auf Besiedelung und Zeichen von Befestigungsanlagen nach 1000 v. Chr. Ausgrabungen in Edinburgh ergaben Funde aus der späten Bronzezeit um 850 v. Chr.

Britonisch-keltische Kultur und Sprache verbreiteten sich um das 8. Jh. v. Chr. in das Gebiet, möglicherweise eher durch Kontakte zu anderen Stämmen, als durch eine große Invasion, und ein System von Königreichen entstand. Unzählige Hügelfestungen und Siedlungen stützen das Bild eines streitsüchtigen Stammes und kleiner Königreiche, wie sie von den Römern aufgezeichnet wurden. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Besatzer die Verteidigung manchmal vernachlässigten, was andeutet, dass symbolische Macht manchmal wichtiger war als Krieg.

Römerzeit[]

Im 1. Jh. n. Chr. machten die Römer Aufzeichnungen über die Votadini als einen britischen Stamm. Zwischen 138 bis 162 kamen sie unter direkte römische Herrschaft als Bewohner der Region zwischen dem Hadrianswall und dem Antoniuswall. Als die Römer sich hinter den Hadrianswall zurückzogen, wurden die Votadini ein befreundeter Pufferstaat und erhielten als Belohnung eine Allianz mit Rom, ohne jedoch unter seiner Herrschaft zu stehen. Dies hielt an bis 400, als die Römer sich aus dem südlichen Britannien zurückzogen. Die Mengen an Römischen Waren, die in Traprain Law gefunden wurden, deuten an, dass sich dies als profitabel erwies, doch darüber kann man nur spekulieren.

Im 3. Jh. wurde die Provinz Britannia in vier Provinzen aufgeteilt. In einer späten Umorganisation wurde eine Provinz namens Valentia erschaffen, die eine neue Provinz gewesen sein könnte und möglicherweise das Gebiet der Votadini enthielt, doch es ist wahrscheinlicher, dass eine der vier existierenden Provinzen umbenannt wurde.

Ausgrabungen in ihrem Gebiet, besonders um Traprain Law, haben römische Silbergegenstände hervorgebracht, inklusive mehrerer gallisch-römischer Münzen, was ein gewisses Maß an Handel mit dem Kontinent vermuten lässt. Es ist nicht bekannt, ob die anderen Gegenstände gekauft oder ihnen von den Römern zur Versöhnung gegeben wurden.

Nachrömische Zeit[]

Nach dem Rückzug der Römer im frühen 5. Jh. wurden die Gebiete der Votadini Teil eines Reiches, das als das Hen Ogledd bekannt wurde. Um etwa 470 hatte sich ein neues Reich namens Gododdin erhoben, das den größten Teil des Gebiets der Votadini abdeckte, während der südliche Teil zwischen dem Tweed und dem Tyne ein eigenständiges Reich namens Bryneich bildete. Cunedda Wledig ap Edern, der legendäre Gründer des Königreichs Gwynedd, soll ein Häuptling aus Gododdin gewesen sein, der um diese Zeit in den Südwesten auswanderte.

Beide Reiche führten Kriege mit den Angeln von Bernicia; diese wurden in dem Gedicht Y Gododdin des Barden Aneirin im späten 6. oder frühen 7. Jh. verewigt.

Sonstige[]

Der Votadini Motorcycle Club in Nordost-England nannte sich nach den Votadini.

Anthony Riches Serie Empire handelt vom fehlgeschlagenen Aufstand des Calgus, einem fiktionalen König der Selgovae, der die Votadini später verrät und sie der Gnade der Römer überlasst. Nach einem kurzen Kampf zwischen dem Römern und einer erschöpften Truppe der Votadini verbündet sich deren Anführer Martos mit den Römern, um sich an den Selgovae zu rächen. Er schließt sich später mit einer großen Gruppe von Männern der Führung von Marcus Valerius Aquila an und erlebt Abenteuer in Germanien und Dacien.

 


Keltische oder eisenzeitliche Stämme in Großbrittannien

England, Wales und Schottland
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