Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
Advertisement
Geschichte der Britischen Monarchie Wiki

Wilhelm I der Eroberer war der erste normannische König von England. Ab 1035 war er Herzog der Normandie unter dem Namen Wilhelm II und begründete mit dem Sieg über Harald II Godwinson in der Schlacht von Hastings am 14. Oktober 1066 die normannische Herrschaft in England. Von 1066 bis zum 9. September 1087 war er als Wilhelm I König von England.

Mit dem Domesday Book schuf er das erste Grundbuch Englands, das bis heute als bedeutende Quelle für Recht, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Englands gilt.

Aussehen und Charakter[]

Es existiert kein zeitgenössisches Portrait von Wilhelm. Die zeitgenössischen Darstellung von ihm auf dem Teppich von Bayeux und auf seinen Siegeln und Münzen sind gebräuchliche Darstellungen, die seine Autorität sicherstellen sollen. [1] Es gibt einige schriftliche Berichte von seinem korpulenten, kräftigen Körper und seiner gutturalen Stimme. Er besaß bis ins hohe Alter eine exzellente Gesundheit, wurde später im Leben jedoch sehr dick. [2] Er war stark genug, Bögen zu spannen, die andere nicht benutzen konnten, und hatte sehr viel Ausdauer. [1] Geoffrey Martel beschrieb ihn als gleichwertigen Gegner im Kampf und Reiter. [3] Die Untersuchung von Wilhelms Oberschenkelknochen, dem einzigen Knochen, der erhalten geblieben ist, während der Rest seiner Gebeine zerstört wurde, zeigte, dass er etwa 1,78 m groß war. [1]

Es gibt Berichte über zwei von Wilhelms Lehrern aus den späten 1030er und frühen 1040er Jahren, doch das Ausmaß seiner Bildung ist nicht bekannt. Er war bekannt als Schirmherr von Autoren und es gibt wenige Hinweise darüber, dass er Gelehrsamkeit und andere intellektuelle Aktivitäten unterstützte. [4] Ordericus Vitalis berichtet, dass Wilhelm später im Leben versuchte, Altenglisch lesen zu lernen, doch er konnte nicht genügend Zeit dafür aufbringen und gab schnell auf. [5] Wilhelms liebstes Hobby scheint das Reiten gewesen zu sein. Seine Ehe mit Matilda scheint sehr liebevoll gewesen zu sein und es gibt keine Hinweise darauf, dass er ihr untreu wurde - ungewöhnlich bei einem mittelalterlichen Herrscher. Mittelalterliche Schreiber kritisierten Wilhelm für seine Gier und seine Grausamkeit, doch seine Frömmigkeit wurde von Zeitgenossen gepriesen. [4]

Geschichte[]

Hintergrund[]

Im späten 8. Jh. hatten Nordmänner zum ersten mal in dem Gebiet ihre Überfälle begonnen, was später die Normandie werden würde. Anfang des 10. Jh. begann die dauerhafte skandinavische Besiedlung und aus Rollo, einem der Anführer der Wikinger wurde der erste Graf von Rouen; die Stadt wurde später der Kern des späteren Herzogtums Normandie [6] Als gegen Ende die Wikingerangriffe auf England wieder begannen, wurde die Normandie wahrscheinlich als Ausgangspunkt benutzt, was zur Verschlechterung der Beziehungen zwischen England und der Normandie führte. Um dies zu verbessern, heiratete König Aethelred der Unberatene Emma von der Normandie, die Schwester von Richard II von der Normandie, im Jahr 1002. [7]

Die Überfälle auf England gingen jedoch weiter und Aethelred suchte Hilfe bei Richard und floh 1013 in die Normandie, als Sven Gabelbart von Dänemark ihn und seine Familie aus England vertrieb. Svens Tod 1014 ermöglichte Aethelred die Rückkehr, doch Svens Sohn Knut der Große stellte sich ihm entgegen. Aethelred starb unerwartet 1016 und sein Sohn Edmund II Eisenseite führte den Kampf gegen Knut weiter. Beide teilten England unter sich auf, doch Edmund starb 1017 und Knut wurde König von ganz England. Aethelreds Söhne von Emma, Edward und Alfred, gingen ins Exil in die Normandie, während Emma Knuts zweite Ehefrau wurde. [5]

Nach Cnuts Tod 1035 fiel der Thron von England an Harald I Hasenfuß, den Sohn seiner ersten Frau, während Emmas Sohn Harthacnut König von Dänemark wurde. England blieb instabil. Alfred kehrte nach England zurück, um seine Mutter zu besuchen und möglicherweise, um sich Harald entgegen zu stellen. Eine Geschichte lässt vermuten, dass Godwin, Earl of Wessex, an Alfreds Tod während diesem Besuch schuld war, doch andere bezichtigen Harald. Emma ging ins Exil nach Flandern, bis Harthacnut nach Haralds Tod 1040 König wurde, und sein Halbruder Edward folgte ihm nach England. Edward wurde nach Harthacnuts Tod im Juni 1042 zum König von England erklärt. [5] Obwohl der Chronist William of Poitiers behauptete, dass Edwards Thronbesteigung auch durch die Bemühungen von Wilhelm zustande kam, ist dies sehr unwahrscheinlich, da Wilhelm zu dieser Zeit praktisch machtlos war in seinem eigenen Herzogtum. [4]

Frühe Jahre[]

Wilhelm wurde 1027 oder 1028 in Falaise im Herzogtum Normandie geboren, höchstwahrscheinlich gegen Ende des Jahres 1028. [1] [8] Das genaue Datum von Wilhelms Geburt ist durch widersprüchliche Aussagen der normannischen Chronisten unbekannt. Ordericus Vitalis lässt Wilhelm auf seinem Totenbett behaupten, dass er 64 Jahre alt sei, was seine Geburt ins Jahr 1023 verlegen würde. Doch an anderer Stelle sagt Ordericus, dass Wilhelm 8 Jahre alt war, als sein Vater 1035 nach Jerusalem aufbrach, womit er 1027 geboren worden wäre. William of Malmesbury erklärt, er wäre sieben gewesen, als sein Vater abreiste, und somit 1028 geboren. [2] Er war der Einzige Sohn von Robert I, Herzog der Normandie. Seine Mutter Herleva war eine Tochter von Fulbert von Falaise, möglicherweise ein Gerber oder Einbalsamierer. [2] Sie war möglicherweise ein Mitglied des herzoglichen Haushalts, heiratete Robert aber nicht. [4] Später wurde sie die Ehefrau von Herluin de Conteville, mit dem sie zwei Söhne hatte - Odo von Bayeux und Graf Robert de Mortain - und eine Tochter unbekannten Namens, die später William, Lord von La Ferté-Macé heiratete. Einer von Herlevas Brüdern, Walter, wurde ein Anhänger und Unterstützer von Wilhelm während dessen Minderjährigkeit. [2] Robert hatte außerdem eine Tochter, Adelaide, von einer anderen Mätresse. [9]

Robert I wurde am 6. August 1027 der Nachfolger seines älteren Bruders Richard III als Herzog der Normandie. [1] Die Brüder hatten sich wegen der Nachfolge zerstritten und Richards Tod kam plötzlich. Robert wurde von einigen Schreibern des Mordes bezichtigt, plausibel jedoch nicht nachweisbar. [2] Die Lage in der Normandie war unruhig, da adlige Familien die Kirche plünderten und Alan III von der Bretagne zog gegen das Herzogtum in den Krieg, möglicherweise als Versuch, die Kontrolle zu übernehmen. 1031 hatte Robert große Unterstützung im Adel erlangen können. Viele von ihnen würden während Wilhelms Leben sehr bedeutend werden. Zu ihnen gehörte Robert, Erzbischof von Rouen und Onkel des Herzogs, der sich ihm anfänglich entgegen gestellt hatte. Außerdem Osbern, ein Neffe von Gunnor, der Ehefrau von Richard I, und Gilbert von Brionne, ein Enkel Richards I. [2] Nach seinem Herrschaftsantritt führte Robert die normannische Unterstützung für die englischen Prinzen Edward und Alfred fort, die sich noch immer im Exil im nördlichen Frankreich befanden. [4]

Es gibt Hinweise darauf, dass Robert möglicherweise für kurze Zeit mit einer Tochter von Knut dem Großen verlobt war, doch es gab keine Hochzeit. Es ist nicht klar, ob Wilhelm als Nachfolger des Herzogs ersetzt worden wäre, wenn Robert einen legitimen Sohn gehabt hätte. Frühere Herzöge waren illegitim gewesen und Wilhelms Verbindung zu seinem Vater in herzoglichen Urkunden scheint anzudeuten, dass Wilhelm als Roberts wahrscheinlichster Erbe angesehen wurde. [4] 1034 entschied sich der Herzog, nach Jerusalem zu pilgern. Obwohl einige seiner Anhänger ihn davon abbringen wollten, berief er im Januar 1035 ein Konzil ein und ließ die versammelten normannischen Magnaten Wilhelm gegenüber Gefolgschaft schwören und ihn als seinen Erben anerkennen, [4] [2] bevor er nach Jerusalem aufbrach. Er starb Anfang Juli in Nicea auf seinem Rückweg in die Normandie. [2]

Herzog der Normandie[]

Herausforderungen[]

Wilhelm sah sich mehrerer Herausforderungen gegenüber, als er Herzog wurde, inklusive seiner illegitimen Geburt und seiner Jugend. Die Hinweise lassen vermuten, dass er zu dieser Zeit sieben oder acht Jahre alt war. [1] [2] In dieser Zeit änderte sich die Ansicht der Kirche und der Gesellschaft über Illegitimität. Die Kirche, die unter dem Einfluss der Gregorianischen Reform stand, war der Ansicht, dass die Sünde des außerehelichen Geschlechtsverkehrs jegliche Nachkommen mit einem Makel versah, doch der Adel hatte diese Ansicht während Wilhelms Lebenszeit noch nicht vollkommen angenommen. 1135 war jedoch die Tatsache, dass Robert of Gloucester, einer der Söhne von Wilhelms Sohn Heinrich I, unehelich geboren war, ausschlaggebend dafür, dass ihm die Thronfolge verwehrt blieb, als Heinrich ohne legitime männliche Erben starb, auch wenn Robert im englischen Adel einige Anhänger hatte. [10] Wilhelm hatte zu seiner Zeit die Unterstützung seines Großonkels Erzbischof Robert und auch die Von Heinrich I von Frankreich, was es ihm ermöglichte, der Nachfolger seines Vaters zu werden. [2] Die Unterstützung, die er den im Exil lebenden englischen Prinzen gewährte, als sie 1036 nach England zurückkehren wollten zeigt, dass die Vormunde des neuen Herzogs versuchten, die Politik seines Vaters fortzuführen, [4] doch der Tod von Erzbischof Robert im März 1037 nahm ihm einen seiner Hauptanhänger und die Bedingungen in der Normandie versanken schnell im Chaos. [2]

Die Anarchie im Herzogtum hielt bis 1047 an [2] und die Kontrolle über den jungen Herzog war eines der Hauptziele derjenigen, die um die Macht kämpften. Zunächst hatte Alan IV von der Bretagne die Aufsicht über Wilhelm, doch als er ende 1039 oder im Oktober 1040 starb, nahm Gilbert of Brionne den jungen Mann in seine Obhut. Gilbert wurde innerhalb weniger Monate getötet und ein weiterer Vormund, Turchetil, wurde etwa um die gleiche Zeit getötet. [2] Der nächste, Osbern, wurde Anfang der 1040er Jahre in Wilhelms Zimmer getötet, als der Herzog schlief. Es heißt, dass Walter, Wilhelms Onkel mütterlicherseits, zeitweise gezwungen war, den jungen Herzog in Bauernhäusern zu verstecken, [1] obwohl diese Geschichte auch eine Ausschmückung von Ordericus Vitalis gewesen sein könnte. Die Historikerin Eleanor Searle spekulierte, dass Wilhelm zusammen mit drei Cousins aufgezogen wurde, die später während seiner Karriere sehr wichtig für ihn wurden - William fitzOsbern, Roger de Beaumont und Roger of Montgomery. [3] Obwohl viele normannische Adlige während Wilhelms Minderjährigkeit mit ihren eigenen Fehden und Privatkriegen beschäftigt waren, anerkannten die Grafen die Herrschaft des Herzogs an und der Klerus unterstützte Wilhelm. [2]

Auch Heinrich I von Frankreich unterstützte Wilhelm, [2] doch Ende 1046 versammelten sich Wilhelms Gegner zu einer Rebellion, die ihren Anfang in der niederen Normandie nahm, angeführt von Guy von Burgund mit Unterstützung von Nigel, Graf von Cotentin und Ranulf, Viscount von Bessin. Laut einigen Geschichten, die legendäre Elemente enthalten, wurde ein Versuch unternommen, Wilhelm bei Valognes gefangen zu nehmen, doch er konnte im Schutz der Dunkelheit entkommen und bei König Heinrich Zuflucht suchen. [2] Anfang 1047 kehrten Wilhelm und Heinrich in die Normandie zurück und wurden die Sieger in der Schlacht von Val-ès-Dunes nahe Caen, von der nur wenige Einzelheiten bekannt sind. [1] William of Poitiers behauptete, dass die Schlacht hauptsächlich durch Wilhelms Bemühungen gewonnen wurde, doch frühere Berichte besagen, dass König Heinrichs Männer und Führungskraft auch einen wichtigen Einfluss hatten. [4] Wilhelm übernahm wieder die Macht in der Normandie und verkündete im ganzen Herzogtum den Gottesfrieden, als Versuch, Krieg und Gewalt zu verringern, in dem er die Tage im Jahr beschränkte, in denen das Kämpfen erlaubt war. [1] Obwohl die Schlacht von Val-ès-Dunes einen Wendepunkt in Wilhelms Kontrolle über das Herzogtum markierte, war es nicht das Ende seines Machtkampfes um die Oberhand über den Adel. In der Zeit von 1047 bis 1054 gab es beinahe ständig Krieg und bis 1060 weitere kleinere Kriesen. [2]

Verfestigung der Macht[]

Wilhelms nächste Bemühungen drehten sich darum, Guy von Burgund, der sich in sein Schloss in Brionne zurück gezogen hatte, zu besiegen. Wilhelm belagerte ihn und konnte Guy schließlich 1050 ins Exil verbannen. [2] Um sich der wachsenden Macht von Graf Geoffrey Martel von Anjou entgegen zu stellen, [2] verbündete sich Wilhelm mit König Heinrich und es kam zum letzten gemeinsamen Feldzug der beiden. Sie konnten eine angevinische Festung erobern, erreichten sonst jedoch nur wenig. [1] Geoffrey versuchte, seine Kontrolle über das Maine auszudehnen, besonders nach dem Tod von Hugh IV von Maine im Jahr 1051. Wichtig für die Kontrolle über Maine waren die Besitzungen der Familie Bellême, die Bellême an der Grenze von Maine und Normandie besaßen sowie die Festungen Alençon und Domfront. Bellêmes Lehnsherr war der König von Frankreich, doch Domfront befand sich unter der Lehnsherrschaft von GEoffrey Martel und Herzog Wilhelm war der Lehnsherr von Alençon. Die Familie Bellême, deren Ländereien sich sehr strategisch zwischen diesen drei verschiedenen Lehnsherren befanden, könnten sie gegen einander ausspielen und sich sozusagen die Unabhängigkeit sichern. [2]

Beim Tod von Hugo von Maine besetzte Geoffrey Martel das Maine, während sich Wilhelm und König Heinrich ihm entgegen stellten. Es gelang ihnen schlussendlich, Geoffrey zu vertreiben und Wilhelm konnte sich hierbei die Festungen der Bellêmes in Alençon und Domfront sichern. Damit war er in der Lage, die Lehnsherrschaft über die Bellême-Familie auszuüben und sie davon zu überzeugen, im Sinne der normannischen Interessen zu handeln. [2] Doch 1052 verbündeten sich Geoffrey Martel und König Heinrich, um gegen Wilhelm zu ziehen, während gleichzeitig der normannische Adel sich Wilhelms steigender Macht entgegen stellen wollte. Heinrichs Umschwung könnte aus dem Bedürfnis entsprungen sein, die Herrschaft über die Normandie auszuüben, was jetzt von Wilhelms wachsender Macht bedroht wurde. [2] Die königlichen Truppen versammelten sich hauptsächlich in Domfront und Alençon, unterwarfen sich jedoch beinahe sofort aus Angst, nachdem sie gehört hatten, dass Wilhelm schon kurz nach seinem Aufbruch - bei dem er einige seiner Männer zur Belagerung von Domfront zurück gelassen hatte - mit seinen restlichen Männern eine kleine Rebellengarnison stürmte, deren Besatzung ihn wegen seiner Mutter verhöhnte, indem sie Tierhäute gegen die Mauern schlugen. In einem Wutanfall ließ der Herzog die Hände und Füße aller Überlebenden abhacken, nachdem er die Garnison erobert und niedergebrannt hatte. Wilhelm konnte somit schlussendlich die Kontrolle über den größten Teil der Normandie übernehmen. [1] 1053 befand sich Wilhelm im Kampf gegen seine eigenen Adligen, sowie auch gegen den neuen Erzbischof Mauger von Rouen. [2]

Im Februar 1054 verbündeten sich der französische König und die normannischen Rebellen zu einem gemeinsamen Angriff auf das Herzogtum. Heinrich führte den Haupttrupp durch die Grafschaft Évreux, während der andere Flügel unter Heinrichs Bruder Odo in die östliche Normandie einfiel. [2] Wilhelm teilte seine Truppen in zwei Gruppen auf. Die erste, die er selbst anführte, stellte sich Heinrich entgegen. Die zweite, zu der einige von Wilhelms stärksten Anhängern gehörten wie Robert, Graf von Eu, Walter Giffard, Roger of Mortemer und William de Warenne, stellten sich der anderen Invasionstruppe entgegen. diese zweite Truppe besiegte die Invasoren in der Schalcht von Mortemer. Nachdem er beide Invasionen besiegt hatte, konnten Wilhelms kirchliche Anhänger auch Erzbischof Mauger absetzten. Mortemer war somit ein weiterer Wendepunkt in Wilhelms wachsender Kontrolle über das Herzogtum, [2] auch wenn sein Konflikt mit dem französischen König und der Grafschaft bis Anjou noch bis 1060 anhielt. [2] Heinrich und Geoffrey führten 1057 eine weitere Invasion in die Normandie, wurden jedoch von Wilhelm in der Schlacht von Varaville besiegt. Dies war die letzte Invasion in die Normandie während Wilhelms Lebenszeit. 1058 fiel Wilhelm in die Grafschaft Dreux ein und eroberte Tillières-sur-Avre und Thimert. Heinrich versuchte Wilhelm zu vertreiben, doch die Belagerung von Thimert zog sich zwei Jahre lang hin bis zu Heinrichs Tod. Der Tod des Königs und der von Geoffrey festigten damit den Machtumschwung zugunsten von Wilhelm. [1]

Auch Wilhelms Hochzeit mit Matilda von Flandern, Tochter von Graf Balduin V von Flandern, war ein Punkt zu seinen Gunsten. Die Ehe wurde 1049 arrangiert, doch Papst Leo IX verbat sie im Konzil von Rheims im Oktober 1049. Die Gründe für dieses Verbot sind nicht bekannt. Es gibt keinen Bericht darüber und die Hauptbeweise kommen von Ordericus Vitalis. Er deutet indirekt an, dass Wilhelm und Matilda zu eng verwandt waren, gibt jedoch keine weiteren Details, so dass die Angelegenheit ungewiss bleibt. Die Hochzeit fand dennoch statt, Anfang der 1050er Jahre, [2] möglicherweise ohne Erlaubnis des Papstes. Laut einer späteren Quelle, die nicht als verlässlich angesehen wird, erhielt man erst 1059 den päpstlichen Segen, doch da die päpstlich-normannische Beziehung in den 1050er Jahren grundsätzlich gut war und der normannische Klerus Rom 1050 ohne Zwischenfall besuchen konnte, erhielt man ihn wahrscheinlich schon früher. [1] Die päpstliche Genehmigung für die Ehe scheint die Gründung zweier Klöster in Caen erfordert zu haben, eines von Wilhelm und eines von Matilda. [2] Die Ehe war wichtig dafür, Wilhelms Status zu erhöhen, da Flandern eines der mächtigsten französischen Gebiete war, mit Verbindungen zum französischen Königshaus und zu den deutschen Kaisern. [1] Zeitgenössische Schreiber sahen die Ehe, aus der vier Söhne und fünf oder sechs Töchter hervor gingen, als Erfolg an. [2]

Englische und kontinentale Angelegenheiten[]

1051 scheint der kinderlose König Edward von England Wilhelm als seinen Nachfolger gewählt zu haben. Wilhelm war der Enkel von Edwards Onkel mütterlicherseits, Richard II von der Normandie. [11] Die D Version der Angelsächsischen Chronik berichtet, dass Wilhelm gegen Ende 1051 England besuchte, möglicherweise um sich die Thronfolge bestätigen zu lassen, [1] oder möglicherweise versuchte er auch, sich Unterstützung für die Unruhen in der Normandie zu sichern. [5] Der Besuch ist jedoch unwahrscheinlich, bedenkt man Wilhelms Verstrickung in den Krieg mit Anjou zu dieser Zeit. Was auch immer Edwards Wünsche waren, es ist wahrscheinlich, dass sich Godwin, Earl of Wessex jedem Anspruch von Wilhelm entgegen stellen würde. [1] Godwin war ein Mitglied der mächtigsten Familie in England zu dieser Zeit und Edward hatte Godwins Tochter Edith 1043 geheiratet. Godwin scheint einer der Hauptanhänger von Edwards Thronanspruch gewesen zu sein. [5] 1050 hatte sich die Beziehung zwischen dem König und dem Earl jedoch abgekühlt und es kam 1051 zur Kriese, die zum Exil von Godwin und seiner Familie führte. Während diesem Exil bot Edward Wilhelm den Thron an. [5] Godwin kehrte 1052 nach England zurück mit einer bewaffneten Streitmacht und es kam zu einer Übereinkunft zwischen dem König und dem Earl, der seine Ländereien zurück erhielt und dafür sorgen konnte, dass Robert of Jumièges, der normannische Erzbischof von Canterbury, durch Stigand, Bischof von Winchester ersetzt wurde. [5] Keine englische Quelle erwähnt eine angebliche Gesandtschaft des Erzbischofs Robert an Wilhelm, die das Versprechen der Thronfolge bestätigte, und die zwei normannischen Quellen, die sie erwähnen - William of Jumièges und William of Poitiers - sind nicht genau in ihrer Chronologie, wann dieser Besuch stattgefunden haben soll. [5]

1062 starb Graf Herbert II von Maine und Wilhelm, der seinen ältesten Sohn Robert mit Herberts Schwester Margaret verlobt hatten, beanspruchte die Grafschaft für seinen Sohn. Der örtliche Adel leistete Widerstand, doch Wilhelm fiel im Maine ein und hatte sich 1064 die Kontrolle darüber gesichert. [2] Wilhelm ernannte 1065 einen Normannen als Bischof von Le Mans. Er erlaubte es seinem Sohn Robert Curthose auch, dem neuen Grafen von Anjou, Geoffrey der Bärtige, Gefolgschaft zu schwören. [1] Wilhelms westliche Grenze war somit gesichert, doch seine Grenze zur Bretagne blieb weiterhin bedroht. 1064 fiel Wilhelm in der Bretagne ein, doch die Details dieses Feldzugs sind unbekannt. Er konnte jedoch die Bretagne destabilisieren und zwang Herzog Conan II somit, sich auf die inneren Probleme zu konzentrieren und nicht auf Erweiterung seines Einflussgebiets. Conans Tod im Jahr 1066 sicherte Wilhelms Grenze in der Normandie noch mehr. Wilhelm zog auch seine Vorteile aus seinem Feldzug in der Bretagne, indem er sich die Unterstützung einiger bretonischer Adliger sicherte, die seine Invasion nach England 1066 unterstützten. [2]

In England starb Earl Godwin 1053 und seine Söhne übernahmen seine Macht. Harald wurde der Nachfolger seines Vaters als Earl of Wessex und Tostig wurde Earl of Northumbria. Seine anderen Söhne erhielten später ebenfalls Grafschaften: Gyrth als Earl of East Anglia 1057 und Leofwine als Earl of Kent irgendwann zwischen 1055 und 57. [5] Einige Quellen behaupten, dass Harald an Wilhelms bretonischem Feldzug 1064 Teil nahm und dort schwor, Wilhelms Thronanspruch in England zu unterstützen, [1] doch keine englische Quelle berichtet von dieser Reise und es ist nicht klar, ob sie überhaupt stattgefunden hat. Es könnte sich um normannische Propaganda handeln, die Harald in schlechtes Licht rücken sollte, der inzwischen zum Hauptgegner als Nachfolger von König Edward geworden war. [5] Während dessen war ein weiterer Gegner um den Thron erschienen - Edward der Exilant, Sohn von Edmund II Eisenseite und Enkelsohn von Aethelred dem Unberatenen, der 1057 nach England zurückkehrte. Obwohl er kurz danach starb, brachte er seine Familie mit sich, zu der die Töchter Margaret und Cristina gehörten sowie der Sohn Edgar Aetheling. [5]

1065 rebellierte Northumbria gegen Tostig und die Rebellen wählten Morcar, den jüngeren Bruder von Edwin, Earl of Mercia, zu seinem Nachfolger. Harald, der sich möglicherweise die Unterstützung von Edwin und Morcar für seine Thronbesteigung sichern wollte, unterstützte die Rebellen und überzeugte König Edward, Tostig offiziell mit Morcar zu ersetzen. Tostig ging ins Exil nach Flandern, gemeinsam mit seiner Frau Judith, die die Tochter von Balduin IV von Flandern war. Edward war krank und starb am 5. Januar 1066. Es ist nicht klar, was genau an seinem Totenbett geschah. Eine Geschichte aus der Vita Aedwardi behauptet, dass seine Frau Edith, Harald, Erzbischof Stigand und Robert FitzWimarc anwesend waren, und dass der König Harald zu seinem Nachfolger ernannte. Die normannischen Quellen bestreiten die Tatsache nicht, dass Harald zum nächsten König ernannt wurde, erklären jedoch, dass Haralds Eid und Edwards früheres Versprechen nicht auf Edwards Totenbett geändert werden konnten. Spätere englische Quellen berichten, dass Harald vom Klerus und den Magnaten von England zum König gewählt worden war. [5]

Invasion von England[]

Hauptartikel: Normannische Eroberung von England

Haralds Vorbereitungen[]

Harald wurde am 6. Januar 1066 in Edwards neuer, normannischer Kirche, der Westminster Abbey, gekrönt, doch es gibt einige Streitigkeiten darüber, wer die Zeremonie durchführte. Die englischen Quellen behaupten, dass Erzbischof Ealdred von York sie durchführte, während die normannischen Quellen sagen, dass die Krönung von Stigand vorgenommen wurde, der vom Papst nicht als Erzbischof anerkannt wurde. [5] Haralds Anspruch auf den Thron war nicht völlig gesichert, da es andere Thronanwärter gab, möglicherweise auch sein ins Exil verbannter Bruder Tostig. [12] Edgar Aetheling war ein anderer Thronanwärter, [1] doch er war zu dieser Zeit sehr jung, [13] wahrscheinlich erst vierzehn und schied somit als Kandidat aus. [5] König Harald III Hardrada von Norwegen hatte ebenfalls einen Anspruch auf den Thron als Onkel und Erbe von Magnus I von Norwegen, der gegen 1040 eine Übereinkunft mit Harthacnut geschlossen hatte, dass derjenige von ihnen, der zuerst und ohne Erben sterben sollte, der Nachfolger des anderen werden würde. [5] Der letzte Thronanwärter war Wilhelm von der Normandie, gegen dessen erwartete Invasion Harald II Godwinson die stärksten Vorbereitungen traf. [12] Haralds Bruder Tostig begann Angriffe entlang der Südküste von England im Mai 1066 und landete mit einer Flotte, die ihm Balduin V von Flandern gegeben hatte, auf der Isle of Wight. Tostig scheint nur wenig örtliche Unterstützung erhalten zu haben und weitere Überfälle auf Lincolnshire und nahe des Humber brachten nur wenig erfolg, so dass er sich nach Schottland zurück zog, wo er einige Zeit blieb. Laut dem normannischen Schreiber William of Jumièges hatte Wilhelm inzwischen eine Gesandtschaft zu König Harald II Godwinson geschickt, um Harald an seinen Eid gegenüber Wilhelm zu erinnern, doch ob es diese Gesandtschaft wirklich gab, ist nicht klar. Harald versammelte eine Armee und eine Flotte, um Wilhelms Invasionstruppen zurückzuschlagen und verteilte Truppen und Schiffe während dem Großteil des Sommers entlang des Englischen Kanals. [12]

Wilhelms Vorbereitungen[]

William of Poitiers beschreibt ein Konzil, das von Wilhelm einberufen wurde und berichtet von einer großen Debatte, die zwischen Wilhelms Adligen und Anhängern statt fand, ob man eine Invasion von England riskieren sollte. Obwohl eine Art formeller Versammlung wahrscheinlich abgehalten wurde, ist es unwahrscheinlich, dass es zu einer Diskussion kam, da der Herzog zu dieser Zeit die Kontrolle über seinen Adel gefestigt hatte und die meisten der Versammelten bestrebt gewesen sein werden, sich ihren Anteil in der Eroberung von England zu sichern. [1] William of Poitioers beschreibt auch, dass der Herzog sich die Zustimmung von Papst Alexander II für die Invasion sicherte, gemeinsam mit einem päpstlichen Banner. Die Chronisten behaupten außerdem, dass der Herzog sich die Unterstützung von Heinrich IV, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König Sven II von Dänemark sicherte. Heinrich war jedoch noch ein Minderjähriger und Sven hätte wahrscheinlicher Harald unterstützt, der danach Sven hätte gegen den norwegischen König unterstützt hätte, weshalb die Behauptungen mit Vorsicht behandelt werden sollten. Obwohl Alexander II die päpstliche Zustimmung für die Eroberung gab, nachdem diese erfolgreich gewesen war, spricht keine andere Quelle von päpstlichem Einverständnis vor der Invasion. [5] Die Ereignisse nach der Invasion, wozu auch Wilhelms spätere Buße gehört und Aussagen späterer Päpste, geben der Behauptung von päpstlichem Einverständnis jedoch mehr Bedeutung. Wilhelm übergab seiner Ehefrau die Regierungsgewalt über die Normandie während seiner Abwesenheit. [4]

Während dem Sommer versammelte Wilhelm eine Armee und eine Invasionsflotte in der Normandie. Obwohl William of Jumièges behauptet, dass die herzogliche Flotte 3000 Schiffe umfasste, ist dies eindeutig eine Übertreibung. Sie war wahrscheinlich groß und größtenteils zusammengewürfelt. Obwohl William of Poitiers und William of Jumièges sich nicht darin einig sind, wo die Flotte gebaut wurde - laut Poitiers an der Mündung des Dives, laut Jumièges bei Saint-Valery-sur-Somme - stimmen beide darin überein, dass sie schlussendlich von Valery-sur-Somme absegelte. Die Flotte trug eine Invasionsarmee, zu der Truppen aus Wilhelms eigenen Territorien in der Normandie und dem Maine gehörten, sowie eine große Anzahl Söldner, Verbündete und Freiwillige aus der Bretagne, dem nordöstlichen Frankreich und Flandern, zusammen mit kleineren Gruppen aus anderen Teilen von Europa. Obwohl die Armee und Flotte schon Anfang August bereit waren, hielten ungünstige Winde die Schiffe noch bis Ende September in der Normandie fest. Es gab möglicherweise auch andere Gründe für Wilhelms Verzögerungen, inklusive einiger Spionageberichte aus England, die enthüllten, dass Haralds Truppen entlang der Küste verteilt waren. Wilhelm hätte es vorgezogen, die Invasion zu verzögern, bis er ohne Gegenwehr landen konnte. [5] Harald hielt seine Truppen während dem ganzen Sommer in Bereitschaft, doch mit dem Beginn der Erntezeit entließ er seine Armee am 8. September. [14]

Die Invasion von Tostig und Hardrada[]

Hauptartikel: Schlacht von Stamford Bridge und Schlacht von Fulford

Tostig Godwinson und Harald III Hardrada fielen im September 1066 in Northumbria ein und besiegten die örtlichen Truppen unter Morcar und Edwin in der Schlacht von Fulford nahe York. König Harald erfuhr von ihrer invasion und marschierte nach Norden, besiegte die Invasoren und tötete Tostig und Harald am 25. September in der Schlacht von Stamford Bridge. [5] Die normannische Flotte segelte zwei Tage später ab und landete am 28. September in der Bucht von Pevensey. Wilhelm zog dann nach Hastings, einige Meilen im Osten, wo er als Operationsbasis eine Burg bauen ließ. Von dort aus verwüstete er das Inland und wartete auf Haralds Rückkehr aus dem Norden, während er sich weigerte, sich zu sehr vom Meer zu entfernen, seinem Kommunikationsweg mit der Normandie. [14]

Schlacht von Hastings[]

Hauptartikel: Schlacht von Hastings

Nach dem Sieg über Harald III Hardrada und Tostig ließ Harald den Großteil seiner Armee im Norden, inklusive Morcar und Edwin, und marschierte mit dem Rest nach Süden, um sich mit der drohenden normannischen Invasion zu befassen. [5] Er erfuhr vermutlich auf seinem Weg von Wilhelms Landung. Harald machte Halt in London und blieb dort für etwa eine Woche, bevor er nach Hastings marschierte, so dass es wahrscheinlich ist, dass er eine Woche mit dem Marsch nach Süden verbrachte, etwa 43 km pro Tag zurücklegend. [15] Obwohl Harald versuchte, die Normannen zu überraschen, berichteten die Späher von Wilhelm dem Herzog von der Ankunft der Engländer. Die genauen Ereignisse vor der Schlacht sind nicht bekannt, mit widersprüchlichen Berichten in den Quellen, doch alle sind sich einig, dass Wilhelm seine Armee von der Burg fort führte und dem Feind entgegen zog. [16] Harald hatte eine Verteidigungsposition auf der Spitze des Senlac Hill (das heutige Battle in East Sussex) eingenommen, etwa 9.7 km entfernt von Wilhelms Burg in Hastings. [15]

Die Schlacht begann etwa gegen neun Uhr morgens am 14. Oktober und ging den ganzen Tag, der genaue Ablauf ist jedoch wegen widersprüchlicher Quellen nicht bekannt. [5] Obwohl die Zahlen auf beiden Seiten etwa gleich waren, hatte Wilhelm sowohl Kavallerie als auch Infanterie, zu der viele Bogenschützen gehörten, während Harald nur Fußsoldaten besaß und wenige Bogenschützen, wenn überhaupt. [14] Die englischen Soldaten bildeten einen Schildwall entlang des Hügelkamms und waren anfänglich so erfolgreich, dass Wilhelms Armee mit schweren Verlusten zurückgedrängt wurde. Einige von Wilhelms bretonischen Truppen gerieten in Panik und flohen, und einige der englischen Truppen scheinen die Flüchtenden verfolgt zu haben, bis sie selbst von der normannischen Kavallerie angegriffen und zerstört wurden. Während der Flucht der Bretonen gingen Gerüchte durch die normannischen Truppen, dass der Herzog getötet worden war, doch Wilhelm konnte seine Truppen wieder sammeln. Zwei weitere normannische Rückzüge wurden vorgetäuscht, um die Engländer erneut zur Verfolgung zu bringen und sie wiederholten Angriffen durch die normannische Kavallerie auszusetzen. [5] Die noch vorhandenen Quellen sind sehr verwirrend über Ereignisse am Nachmittag, doch es scheint, dass das entscheidende Ereignis Haralds Tod war, über den verschiedene Geschichten erzählt werden. William of Jumièges behauptet, dass Harald vom Herzog getötet wurde. Der Teppich von Bayeux soll Haralds Tod durch einen Pfeil im Auge zeigen, doch es könnte sich um eine spätere Bearbeitung des Teppichs handeln, um zu Geschichten aus dem 12. Jh. zu passen, in denen Harald von einer Pfeilwunde im Kopf getötet wurde. [5]

Haralds Körper wurde am Tag nach der Schlacht identifiziert, entweder durch seine Rüstung oder Male auf seinem Körper. Die englischen Toten, zu denen einige von Haralds Brüdern und seine Housecarls gehörten, wurden auf dem Schlachtfeld zurückgelassen. Gytha, Haralds Mutter, bot dem siegreichen Herzog das Gewicht ihres Sohnes in Gold an, um seinen Leichnam zu bekommen. Laut William of Malmesbury akzeptierte Wilhelm Gythas Angebot, doch William of Poitiers berichtete, dass er es ablehnte [17] und auch moderne Biographen von Harald stimmen darin überein, dass Wilhelm das Angebot nicht annahm. [18] [19] Wilhelm befahl, Haralds Leiche ins Meer zu werfen, doch ob dies tatsächlich stattfand, ist unklar. Die Abtei Waltham, die von Harald gegründet worden war, behauptete später, dass sein Körper dort heimlich begraben wurde. [5]

Marsch auf London[]

Wilhelm könnte gehofft haben, dass die Engländer sich nach seinem Sieg friedlich unterwerfen würden, doch das taten sie nicht. Statt dessen ernannten einige vom englischen Klerus und dem Adel Edgar Aetheling zum neuen König, auch wenn ihre Unterstützung für Edgar nur halbherzig war. Nach einer kurzen Wartezeit sicherte Wilhelm sich Dover, Teile von Kent und Canterbury, während er auch eine Armee ausschickte, um Winchester zu erobern, wo sich das königliche Schatzhaus befand. [5] Diese Eroberungen sicherten Wilhelms bisherige eroberte Gebiete und auch seinen Fluchtweg in die Normandie, falls dieser benötigt werden würde. [4] Wilhelm marschierte dann nach Southwark, auf dem gegenüberliegenden Themseufer von London, das er Ende November erreichte. Als nächstes führte er seine Truppen um den Süden und Westen von London und brannte auf dem Weg alles nieder. Er überquerte schließlich die Themse bei Wallingford Anfang Dezember. Stigand unterwarf sich dort Wilhelm und als der Herzog kurz danach nach Berkhamsted weiter zog, unterwarfen sich auch Edgar Aetheling, Morcar, Earl of Northumbria, Edwin, Earl of Mercia und Erzbischof Ealdred von York. Wilhelm schickte danach seine Truppen nach London, um eine Burg erbauen zu lassen. Er wurde am Weihnachtstag 1066 in der Westminster Abbey zum König gekrönt. [5]

Festigung der Macht[]

Erste Handlungen[]

Wilhelm blieb nach seiner Krönung in England und versuchte, sich mit dem einheimischen Adel zu versöhnen. Die verbliebenen Earls - Edwin, Earl of Mercia, Morcar, Earl of Northumbria und Waltheof, Earl of Northampton - wurden in ihren Ländereien und Titeln bestätigt. [5] Waltheof war mit Wilhelms Nichte Judith verheiratet, Tochter von Adelaide, [2] und eine Hochzeit zwischen Edwin und einer von Wilhelms Töchtern wurde vorgeschlagen. Edgar Aetheling scheint ebenfalls Ländereien erhalten zu haben. Die Kirchenämter blieben in den Händen der gleichen Bischöfe wie vor der Invasion, inklusive dem nicht kanonischen Stigand. [5] Doch die Familien von Harald und seinen Brüdern verloren ihre Ländereien, so wie auch einige andere, die in Hastings gegen Wilhelm gekämpft hatten. [14] Im März hatte Wilhelm seine Position so weit gesichert, dass er in die Normandie zurückkehren konnte, doch er nahm Stigand, Morcar, Edwin, Edgar und Waltheof mit sich. Er ließ seinen Halbbruder Odo von Bayeux mit der Aufsicht über England zurück, zusammen mit einem anderen einflussreichen Anhänger, William fitzOsbern, dem Sohn seines früheren Vormunds. [5] Beide Männer wurden auch zu Grafen ernannt - fitzOsbern nach Hereford (oder Wessex) und Odo nach Kent. [4] Obwohl er zwei Normannen die Aufsicht übertrug, behielt er viele der einheimischen englischen Sheriffs. [14] Sobald er zurück war in der Normandie, zog der neue englische König nach Rouen und in die Abtei von Fecampt, [5] danach nahm er an der Einweihung neuer Kirchen in zwei normannischen Klöstern teil. [4]

Während sich Wilhelm in der Normandie befand, fiel sein früherer Verbündeter Eustace von Boulogne in Dover ein, wurde jedoch zurückgeschlagen. Der englische Widerstand hatte ebenfalls begonnen. Eadric the Wild griff Hereford an und es gab Aufstände in Exeter, wo Haralds Mutter Gytha der Mittelpunkt des Widerstands war. [12] FitzOsbern und Odo hatten Schwierigkeiten darin, die Kontrolle über die einheimische Bevölkerung zu behalten und begannen mit dem Bau von Burgen, um ihren Halt im Königreich zu festigen. [4] Wilhelm kehrte im Dezember 1067 nach England zurück und begann die Belagerung von Exeter. Die Stadt hielt 18 Tage lang aus und fiel danach an Wilhelm, der eine Burg erbauen ließ, um die Kontrolle zu sichern. Haralds Söhne überfielen während dessen den Südwesten von England von ihrer Basis in Irland aus. Ihre Truppen landeten bei Bristol, wurden aber von Eadnoth besiegt. An Ostern befand sich Wilhelm in Winchester, wo sich ihm bald seine Frau Matilda anschloss, die im Mai 1068 gekrönt wurde. [12]

Englischer Widerstand[]

Hauptartikel: Harrying of the North

1068 rebellierten Edwin und Morcar, unterstützt von Gospatric, Earl of Northumbria. Der Chronist Ordericus Vitalis berichtet, dass Edwins Grund für den Aufstand war, dass die vorgeschlagene Ehe zwischen ihm und einer der Töchter Wilhelms nicht stattgefunden hatte, doch ein anderer Grund war wahrscheinlich die wachsende Macht von fitzOsbern in Herefordshire, die Edwins Macht in seiner eigenen Grafschaft bedrohte. Der König marschierte durch Edwins Ländereien und erbaute Warwick Castle. Edwin und Morcar unterwarfen sich ihm, doch Wilhelm zog nach York weiter, erbaute York Castle und Nottingham Castle und kehrte dann nach Süden zurück. Bei seiner Reise begann er die Konstruktion der Burgen von Lincoln, Huntingdon und Cambridge. Wilhelm setzte Anhänger als Verantwortliche für diese Burgen ein - unter ihnen William Peverel in Nottingham und Henry de Beaumont in Warwick. Dann kehrte der König Ende 1068 in die Normandie zurück. [12]

Anfang 1069 begann Edgar Aetheling einen Aufstand und griff York an. Obwohl Wilhelm nach York zurückkehrte und eine weitere Burg erbauen ließ, blieb Edgar in Freiheit und verbündete sich im Herbst mit König Sven II von Dänemark. Sven zog mit einer großen Flotte nach England und griff nicht nur York sondern auch Exeter und Shrewsbury an. York wurde von Edgar und Sven erobert. Edgar wurde von seinen Anhängern zum König erklärt. Wilhelm reagierte schnell, ignorierte einen Aufstand im Maine auf dem Kontinent und trug symbolisch seine Krone in den Ruinen von York am Weihnachtstag 1069. Er begann dann damit, die Dänen auszuzahlen. Er marschierte zum Fluss Tees und verwüstete auf dem Weg das Umland. Edgar, der viele seiner Anhänger verloren hatte, floh nach Schottland, [14] dessen König Malcolm III Canmore mit seiner Schwester Margaret verheiratet war. [2] Waltheof, der sich dem Aufstand angeschlossen hatte, unterwarf sich Wilhelm zusammen mit Gospatric und beiden wurde erlaubt, ihre Ländereien zu behalten. Doch Wilhelm war noch nicht fertig. Er marschierte im Winter über die Penninen und besiegte die verbliebenen Rebellen in Shrewsbury, bevor er die Burgen in Chester und Stafford erbauen ließ. Dieser Feldzug, zu dem das Verbrennen und zerstören von Teilen des Landes gehörten, durch das die königlichen Truppen marschierten, is als "Harrying of the North" bekannt. Es war im April 1070 beendet, als Wilhelm zu Ostern in Winchester zeremoniell seine Krone trug. [14]

Kirchenangelegenheiten[]

Während er sich 1070 in Winchester befand, traf sich Wilhelm mit drei päpstlichen Legaten - John Minutus, Peter und Ermenfrid von Sion - die vom Papst gesandt worden waren. Die Legaten krönten Wilhelm zeremoniell während dem Oster-Hoftag. [1] Der Historiker David Bates sieht diese Krönung als das zeremonielle päpstliche "Siegel der Zustimmung" für Wilhelms Eroberung. [4] Die Legaten und der König hielten dann eine Reihe kirchlicher Konzile ab, um die englische Kirche zu reformieren und umzuorganisieren. Stigand und sein Bruder Aethelmaer, Bischof von Elmham, wurden ihre Bischofssitze entzogen. Einige der einheimischen Äbte wurden ebenfalls abgesetzt, sowohl bei dem Konzil, das um Ostern herum abgehalten wurde, als auch bei einem gegen Whitsun. Das Whitsun-Konzil brachte die Ernennung von Lanfranc zum neuen Erzbischof von Canterbury und Thomas von Bayeux zum neuen Erzbischof von York, um Ealdred zu ersetzen, der im September 1069 gestorben war. [1] Wilhelms Halbbruder Odo erwartete vermutlich, zum Erzbischof von Canterbury ernannt zu werden, doch Wilhelm wollte einem Familienmitglied wahrscheinlich nicht so viel Macht geben. Der Historiker Frank Barlow weist darauf hin, dass Wilhelm unter dem Ehrgeiz seines Onkels Mauger gelitten hatte, während er jung war, und somit nicht die Absicht gehabt hätte, erneut in so eine Situation zu kommen. [20] Ein weiterer Grund für die Ernennung von Lanfranc könnte vermutlich päpstlicher Druck gewesen sein. [20] Normannischer Klerus wurde ernannt, um die abgesetzten Bischöfe und Äbte zu ersetzen und gegen Ende des Prozesses blieben nur zwei einheimische englische Bischöfe im Amt, zusammen mit mehreren kontinentalen Prälaten, die von Edward dem Bekenner ernannt worden waren. [1] 1070 gründete Wilhelm die Abtei Battle, ein neues Kloster auf dem Schlachtfeld von Hastings, zum Teil als Buße für die Tode in der Schlacht und zum Teil als Mahnmal für die Toten. [4] Bei einem Kirchenkonzil in Lillebonne 1080 wurde er in seiner vollständigen Autorität über die normannische Kirche bestätigt. [21]

Unruhen in England und auf dem Kontinent[]

Dänische Überfälle und Rebellion[]

Obwohl Sven versprochen hatte, England in Ruhe zu lassen, kehrte er im Frühling 1070 zurück und führte Überfälle durch entlang des Humber und in East Anglia in Richtung der Insel Ely, wo er sich mit dem örtlichen Thegn Hereward der Wächter zusammenschloss. Herewards Truppen griffen die Abtei Peterborough an, die sie eroberten und plünderten. Wilhelm konnte die Abreise von Sven und dessen Flotte 1070 erreichen, [2] was es ihm ermöglichte, auf den Kontinent zurückzukehren und sich mit den Unruhen im Maine zu befassen, wo die Stadt Le Mans 1069 rebelliert hatte. Eine seiner weiteren Sorgen war der Tod von Balduin VI von Flandern im Juli 1070, was zu einem Erbfolgestreit führte, als dessen Witwe Richilde für ihre beiden jungen Söhne Arnulf und Balduin regierte. Ihrer Herrschaft stellte sich jedoch Balduins Bruder Tobert entgegen. Richilde bot William fitzOsbern die Ehe an, der sich zu dieser Zeit in der Normandie befand, und fitzOsbern akzeptierte. Doch nachdem er im Februar 1071 in der Schlacht von Cassel getötet worden war, wurde Robert der neue Graf von Flandern. Er stellte sich gegen König Wilhelms Macht auf dem Kontinent, so dass die Schlacht von Cassel die Machtbalance im nördlichen Frankreich verschlechterte und Wilhelm einen wichtigen Anhänger kostete. [2]

1071 schlug Wilhelm die letzte Rebellion im Norden nieder. Earl Edwin wurde von seinen eigenen Männern verraten und getötet, während Wilhelm einen Damm erbaute, um die Insel Ely zu unterwerfen, wo Hereward der Wächter und Morcar sich versteckten. Hereward konnte entkommen, doch Morcar wurde gefangen genommen, man entzog ihm seine Grafschaft und sperrte ihn ein. 1072 fiel Wilhelm in Schottland ein und besiegte Malcolm, der kurz zuvor in den Norden von England eingefallen war. Wilhelm und Malcolm einigten sich auf einen Frieden, der im Vertrag von Abernethy festgelegt wurde, und Malcolm übergab wahrscheinlich seinen Sohn Duncan als Geisel, um den Frieden zu sichern. Wahrscheinlich gehörte zum Vertrag auch die Verbannung von Edgar Aetheling von Malcolms Hof. [1] Wilhelm wandte seine Aufmerksamkeit danach dem Kontinent zu und kehrte Anfang 1073 in die Normandie zurück, um sich mit der Invasion ins Maine von Fulk le Rechin, Graf von Anjou zu befassen. In einem schnellen Feldzug eroberte Wilhelm Le Mans von Fulks Truppen zurück und beendete den Feldzug am 30. März 1073. Dies sicherte seine Macht noch mehr im Norden von Frankreich, doch der neue Graf von Flandern hieß Edgar Aetheling an seinem Hof willkommen. Robert verheiratete auch seine Halbschwester Bertha mit König Philip I von Frankreich, der ein Gegner der normannischen Macht war. [2]

Wilhelm kehrte nach England zurück, um seine Armee 1073 aus dem Dienst zu entlassen, reiste jedoch schnell wieder in die Normandie, wo er ganz 1074 verbrachte. [1] Er ließ England in den Händen seiner Anhänger, zu denen Richard fitzGilbert und Willam de Warenne gehörten, [1] sowie auch Lanfranc. [2] Dass Wilhelm England für ein Jahr verlassen konnte zeigt, dass er das Gefühl hatte, dass seine Kontrolle über das Königreich gesichert war. [1] Während Wilhelm sich in der Normandie befand, kehrte Edgar Aetheling aus Flandern nach Schottland zurück. Der französische König, der als Sammelpunkt für die Gegner von Wilhelms Macht gelten wollte, bot Edgar die Burg Montreuil-sur-Mer am Kanal an, was Edgar einen strategischen Vorteil gegenüber Wilhelm gewährt hätte. [2] Edgar war jedoch kurz darauf gezwungen, sich Wilhelm zu unterwerfen und er kehrte an Wilhelms Hof zurück. Er blieb dort bis 1086 und zog dann in das normannische Fürstentum im südlichen Italien. [1] Philip wandte danach seine Aufmerksamkeit der Bretagne zu, was 1075 zu einem Aufstand führte. [2]

Aufstand der Earls[]

Hauptartikel: Aufstand der Earls

1075, während Wilhelms Abwesenheit, verschworen sich Ralph de Gael, Earl of Norfolk, und Roger de Breteul, Earl of Hereford, um Wilhelm im "Aufstand der Earls" zu stürzen. [2] Ralph war mindestens teilweise Bretone und hatte den Großteil seines Lebens vor 1066 in der Bretagne verbracht, wo er noch immer Ländereien besaß. [22] Roger war Normanne, Sohn von William fitzOsbern, hatte jedoch weniger Autorität, als sein Vater besessen hatte. [23] Ralphs Autorität scheint auch geringer gewesen zu sein als die seiner Vorgänger in der Grafschaft und dies war wahrscheinlich der Grund für seine Teilname am Aufstand. [22]

Der genaue Grund für die Rebellion ist nicht bekannt, doch sie wurde während der Hochzeit von Ralph mit einer Verwandten in Exning in Suffolk begonnen. Waltheof, Earl of Northumbria - obwohl einer von Wilhelms Favoriten - war ebenfalls beteiligt und es gab einige bretonische Lords, die bereit waren, Ralph und Roger in der Rebellion zu unterstützen. Roger erbat auch dänische Hilfe. Wilhelm blieb in der Normandie, während seine Männer in England den Aufstand niederschlugen. Roger war nicht in der Lage, seine Festung in Herefordshire zu verlassen, weil sich ihm Bischof Wulfstan von Worcster und Abt Aethelwig von Evesham entgegen stellten. Ralph wurde in Norwich Castle von Odo von Bayeux, Geoffrey de Montbray, Richard fitzGilbert und William de Warenne eingeschlossen. Ralph ließ Norwich schließlich unter der Kontrolle seiner Ehefrau zurück und verließ England, er endete schließlich in der Bretagne. Norwich wurde belagert und unterwarf sich. Der Garnison wurde erlaubt, in die Bretagne abzuziehen. Während dessen war der Bruder des dänischen Königs, Knut, mit einer Flotte von 200 Schiffen in England abgekommen doch er kam zu spät, da sich Norwich bereits unterworfen hatte. Die Dänen begannen dann Überfälle entlang der Küste, bevor sie nach Hause zurück segelten. [2] Wilhelm kehrte ende 1075 nach England zurück, um sich mit der dänischen Bedrohung zu befassen und ließ seine Ehefrau als Regentin in der Normandie zurück. Er feierte Weihnachten in Winchester und kümmerte sich um die Folgen der Rebellion. [1] Roger und Waltheof wurden gefangen gehalten, Waltheof richtete man im Mai 1076 hin. Zuvor war Wilhelm auf den Kontinent zurückgekehrt, wo Ralph seine Rebellion von der Bretagne aus fort führte. [2]

Unruhen zu Hause und in Übersee[]

Ralph hatte sich die Kontrolle über die Burg Dol gesichert und im September 1076 zog Wilhelm in die Bretagne und belagerte ihn. König Philip von Frankreich hob die Belagerung später auch und besiegte Wilhelm in der Schlacht von Dol 1076, was Wilhelm zwang, sich in die Normandie zurück zu ziehen. Obwohl dies Wilhelms erste Niederlage in einer Schlacht war, änderte sie nur wenig. Ein angevinischer Angriff auf das Maine wurde Ende 1076 oder 1077 zurückgeschlagen, wobei Graf Fulk le Rechin verwundet wurde. Ernster war der Rückzug von Simon de Crépy, Graf von Amiens, in ein Kloster. Bevor er Mönch wurde, übergab Simon seine Grafschaft Vexin an König Phillip. Das Vexin war ein Pufferstaat zwischen der Normandie und den Gebieten des französischen Königs, und Simon war ein Anhänger von Wilhelm gewesen, doch da das Gebiet sich unter der Lehnsherrschaft von König Phillip befand, sicherte sich dieser die Kontrolle, als Simon entschied, Mönch zu werden. Wilhelm konnte 1077 mit Philip Frieden schließen und kam zu einem Waffenstillstand mit Graf Fulk Ende 1077 oder Anfang 1078. [1]

Ende 1077 oder Anfang 1078 kam es zu Streitigkeiten zwischen Wilhelm und seinem ältesten Sohn Robert. Obwohl Ordericus Vitalis berichtet, dass es mit einem Streit zwischen Robert und seinen beiden jüngeren Brüdern Wilhelm und Heinrich begann, inklusive einer Geschichte, dass der Streit begonnen wurde, als Wilhelm und Heinrich Wasser auf Robert gossen, ist es wahrscheinlicher, dass sich Robert machtlos fühlte. Ordericus berichtet, dass er zuvor die Kontrolle über das Maine und die Normandie verlangt hatte und zurückgewiesen worden war. Die Unruhen 1077 oder 1078 führten dazu, dass Robert in Begleitung einer Gruppe junger Männer die Normandie verließ und in die Burg Remalard zog, von wo aus sie Überfälle in die Normandie begannen. Die Angreifer wurden von vielen von Wilhelms kontinentalen Feinden unterstützt. [1] Wilhelm begann sofort, die Rebellen anzugreifen und vertrieb sie aus Remalard, doch König Philip gab ihnen die Burg Gerberoi, wo sich ihnen neue Anhänger anschlossen. Wilhelm belagerte dann Gerberoi im Januar 1079. Nach drei Wochen versuchten die belagerten Truppen einen Ausfall und konnten die Belagerer überraschen. Wilhelm wurde von Robert vom Pferd geholt und nur durch den Engländer Toki, Sohn von Wigod, vor dem Tod bewahrt, der selbst dabei getötet wurde. [24] Wilhelms Truppen waren gezwungen, die Belagerung aufzuheben und der König kehrte nach Rouen zurück. Am 12. April 1080 waren Robert und Wilhelm zu einer Übereinkunft gekommen, in der Wilhelm einmal mehr bestätigte, dass Robert nach seinem Tod die Normandie erhalten würde. [2]

Die Nachricht von Wilhelms Niederlage in Gerberoi brachte Unruhen im nördlichen England. Im August und September führte König Malcolm von Schottland Überfälle südlich des Flusses Tweed durch und verwüstete die Gebiete zwischen den Flüssen Tees und Tweed in einem beinahe einen Monat andauernden Überfall. Der Mangel an normannischer Reaktion darauf scheint die Northumbrier beunruhigt zu haben und im Frühling 1080 rebellierten sie gegen die Herrschaft von William Walcher, Bischof von Durham und Earl of Northumbria. Walcher wurde am 14. Mai 1080 getötet und der König schickte seinen Halbbruder Odo, um sich mit der Rebellion zu befassen. [2] Wilhelm reiste im Juli 1080 in die Normandie ab, [1] und im Herbst des gleichen Jahres wurde sein Sohn Robert auf einen Feldzug gegen die Schotten geschickt. Robert fiel in Lothian ein und zwang Malcolm, seinen Bedingungen zuzustimmen, eine Festung in Newcastle upon Tyne zu erbauen, während er nach England zurückkehrte. [2] Der König befand sich zu Weihnachten 1080 in Gloucester und zu Whitsun 1081 in Winchester, wo er beide Male zeremoniell seine Krone trug. Eine päpstliche Gesandtschaft kam zu dieser Zeit nach England und bat Wilhelm darum, dem Papst für England Gefolgschaft zu schwören - eine Bitte, die er zurückwies. [1] Wilhelm besuchte 1081 auch Wales, obwohl die englischen und walisischen Quellen sich bei dem Grund für seinen Besuch unterscheiden. Die Angelsächsische Chronik berichtet, dass es sich um einen Feldzug handelte, doch die walisischen Quellen sprechen von einer Pilgerreise nach St. Davids zu Ehren des heiligen David. Wilhelms Biograph David Bates argumentierte, dass die erste Erklärung wahrscheinlicher ist und erklärt, dass die Machtbalance sich in Wales kurz zuvor verändert hatte und dass Wilhelm daraus seinen Vorteil ziehen wollte, um die normannische Macht zu erweitern. Gegen Ende 1081 war Wilhelm zurück auf dem Kontinent, um Unruhen im Maine niederzuschlagen. Obwohl er einen Feldzug ins Maine führte, kam es zu einer von einem pästlichen Legaten ausgehandelten Einigung. [1]

Letzte Jahre[]

Die Quellen für Wilhelms Handlungen zwischen 1082 und 1084 sind spärlich. Laut David Bates bedeutet dies wahrscheinlich, dass nur wenig erwähnenswertes geschah und es für die Angelsächsische Chronik nichts zu notieren gab, da sich Wilhelm auf dem Kontinent befand. [1] 1082 befahl Wilhelm die Gefangennahme seines Halbbruders Odo. Der genaue Grund ist nicht bekannt, da kein zeitgenössischer Autor berichtete, was zum Streit zwischen den Halbbrüdern führte. Ordericus Vitalis berichtet später, dass Odo die Absicht hatte, Papst zu werden. Ordericus berichtet außerdem, dass Odo versucht hätte, einige von Wilhelms Vasallen zu überzeugen, sich im bei einer Invasion ins südliche Italien anzuschließen. Dies wäre als Einmischung in die königliche Autorität angesehen worden, was Wilhelm nicht toleriert hätte. Obwohl Odo für den Rest von Wilhelms Herrschaft im Arrest verblieb, wurden seine Ländereien nicht konfisziert. Weitere Schwierigkeiten kamen 1083, als Wilhelms Sohn Robert erneut rebellierte mit Unterstützung des französischen Königs. Ein weiterer Schlag war der Tod von Königin Matilda am 2. November 1083. Wilhelm wurde immer als sehr eng verbunden mit seiner Frau beschrieben und ihr Tod hätte seine Probleme vergrößert. [2]

Das Maine blieb weiterhin ein Unruheherd mit einer Rebellion von Hubert de Beaumont-au-Maine, vermutlich 1084. Hubert wurde in seiner Burg bei Sainte-Suzanne von Wilhelms Truppen mindestens zwei Jahre lang belagert, schloss jedoch schließlich seinen Frieden mit dem König und erhielt dessen Wohlwollen zurück. Wilhelms Bewegungen 1084 und 1085 sind unklar - er befand sich zu Ostern in der Normandie, könnte aber zuvor in England gewesen sein, um das Danegeld zu sammeln, das in diesem Jahr für die Verteidigung von England gegen König Cnut IV von Dänemark gesammelt wurde. Obwohl die englischen und normannischen Truppen während 1085 und 1086 in Bereitschaft blieben, endete die drohende Invasion mit Cnuts Tod im Juli 1086. [1]

Wilhelm als König[]

Veränderungen in England[]

Als Teil seiner Bemühungen, England zu sichern, befahl Wilhelm den Bau vieler Burgen, Festungen und Motten - unter ihnen befindet sich die zentrale Festung des Tower of London, der White Tower. Diese Befestigungen erlaubten es den Normannen, sich in Sicherheit zu bringen, wenn sie mit Rebellion bedroht wurden und beschützte Garnisonen, während sie das Land besetzten. Die frühen Burgen waren einfache Konstruktionen aus Erde und Lehm, die später mit Steinbauten ersetzt wurden. [1]

Zunächst hielten sich die meisten der neu angesiedelten Normannen Ritter und statteten diese nicht mit eigenen Lehen aus, doch Stück für Stück erhielten diese Ritter des Haushalts eigene Ländereien. Wilhelm erwartete auch von seinen neuen Magnaten, feste Gruppen von Rittern zu halten, um nicht nur Feldzüge zu unterstützen sondern auch Garnisonen zu bemannen. Diese Methode der Organisation von militärischen Truppen war eine Abkehr von der englischen Praxis vor der Eroberung, den Militärdienst auf Landeinheiten wie dem Hide zu basieren. [1]

Zur Zeit von Wilhelms Tod war der Großteil des einheimischen angelsächsischen Adels durch Normannen und andere kontinentale Magnaten ersetzt worden. Nicht alle Normannen, die Wilhelm bei der ursprünglichen Invasion begleitet hatten, erhielten große Mengen von Land in England. Einige scheinen zögerlich gewesen zu sein, Land in einem Reich anzunehmen, das nicht immer befriedet zu sein schien. Obwohl einige der neureichen Normannen in England aus Wilhelms enger Familie oder aus dem oberen normannischen Adel stammten, waren andere aus recht niederer Herkunft. [1]

Der mittelalterliche Chronist William of Malmesbury berichtet, dass der König auch viele Meilen Land (36 Parishes) beschlagnahmte und es in den königlichen New Forest umgewandelt hatte, um seiner großen Leidenschaft - der Jagd - nachzugehen. Moderne Historiker sind zu dem Schluss gekommen, dass die Entvölkerung des New Forest stark übertrieben wurde. Das meiste Land des New Forest war nur spärlich bewirtschaftet und archäologische und geographische Studien zeigen, dass es wahrscheinlich spärlich besiedelt war, als es in einen königlichen Wald umgewandelt wurde. [25] Wilhelm war bekannt für seine Liebe zur Jagd und er führte die Forstgesetze in Gegenden des Landes ein und beschränkte, wer jagen durfte und was gejagt werden durfte. [1]

Verwaltung[]

Hauptartikel: Die Normannische Eroberung von England und ihre Konsequenzen

Nach 1066 versuchte Wilhelm nicht, seine verschiedenen Gebiete in ein vereinigtes Reich umzuwandeln mit einem einzigen Gesetzestext. Sein Siegel nach 1066, von dem noch immer sechs Darstellungen existieren, wurde für ihn gemacht, nachdem er England erobert hatten und betonte seine Rolle als König, während es separat seine Rolle als Herzog erwähnte. Wenn er in der Normandie war, erkannte Wilhelm an, dass er dem französischen König Gefolgschaft schuldete, doch in England wurde keine solche Anerkennung gemacht - ein weiterer Hinweis darauf, dass die verschiedenen Teile von Wilhelms Reich als getrennt von einander betrachtet wurden. Die Verwaltungsapparate von England, der Normandie und dem Maine blieben getrennt von den anderen Ländern, jedes behielt seine eigene Form. Beispiels weise nutzte man in England weiterhin writs, die auf dem Kontinent nicht bekannt waren. Auch die Urkunden und Dokumente, die für die Verwaltung in der Normandie produziert wurden, unterschieden sich von denen in England. [1]

Wilhelm übernahm eine englische Verwaltung, die viel komplizierter war als das normannische System. England war in Shires und Counties unterteilt, die weiter in Hundertschaften unterteilt waren. Jedes shire wurde von einem königlichen Beamten verwaltet, den man Sheriff nannte und der etwa den Status eines normannischen Vizegrafen hatte. Ein Sheriff war verantwortlich für die königliche Justiz und das Sammeln der königlichen Einnahmen. [1] Um sein vergrößertes Reich zu beaufsichtigen, war Wilhelm gezwungen, noch mehr zu Reisen, als er es als Herzog getan hatte. Er reiste zwischen 1067 und seinem Tod mindestens 19 mal zwischen England und dem Kontinent hin und her. Wilhelm verbrachte den Großteil seiner Zeit zwischen der Schlacht von Hastings und 1072 in England und nur 15 Monate in der Normandie, danach verbrachte er etwa 130 Monate in der Normandie und nur 40 in England. [1] Die Verwaltung zentrierte sich weiterhin um Wilhelms Haushalt; wenn er in einem Teil seines Reiches war, wurden Entscheidungen für andere Teile getroffen und durch Briefe und Dokumente übermittelt. Wilhelm ernannte auch Stellvertreter, die Entscheidungen treffen konnten, während er abwesend war, besonders wenn es sich um eine längere Abwesenheit handeln konnte. Normalerweise handelte sich um ein Mitglied seiner engen Familie - manchmal sein Halbbruder Odo oder seine Frau Matilda. Manchmal wurden Stellvertreter ernannt, um sich um bestimmte Angelegenheiten zu kümmern. [1]

Wilhelm ließ weiterhin das Danegeld einsammeln. Dies war von Vorteil, da es sich um die einzige universelle Steuer handelte, die in dieser Zeit von westlichen europäischen Herrschern gesammelt wurde. Die Steuer wurde jährlich erhoben, basierend auf dem besessenen Land und konnte in verschiedenen Raten gesammelt werden. In den Meisten Jahren waren es zwei Schilling pro Hide, doch in Krisenzeiten konnte dies auf bis zu sechs Schilling pro Hide erhöht werden. [1] Die Münzen in den verschiedenen Teilen seiner Ländereien wurden in verschiedenen Zyklen und Stilen geprägt. Englischen Münzen hatten normalerweise einen höheren Silbergehalt und einen hohen artistischen Standard und mussten alle drei Jahre neu geprägt werden. Normannische Münzen enthielten weniger Silber, waren meist nur von geringer künstlerischer Art und wurden selten neu geprägt. In England war außerdem kein anderes Münzgeld erlaubt, während auf dem Kontinent Fremdwährung legal war. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass viele englische Pennies in der Normandie zirkulierten, was nur geringe Versuche zeigt, das Geldsystem von England und der Normandie anzugleichen. [1]

Domesday Book[]

Hauptartikel: Domesday Book

Zu Weihnachten 1085 befahl Wilhelm die Erstellung einer Übersicht über den Landbesitz, der von ihm und seinen Vasallen im ganzen Königreich gehalten wurde. Dies brachte das heute als Domesday Book bekannte Buch hervor. Die Auflistung für jedes county stellt den Besitz gruppiert nach Besitzer dar. Die Listen beschreiben den Besitz, wer das Land vor der Eroberung besaß, seinen Wert, wie die Steuer geschätzt wurde und normalerweise die Anzahl von Bauern, Pflügen und anderen Ressourcen. Städte wurden separat aufgelistet. Alle englischen Counties südlich der Flüsse Tees und Ribble finden sich darin und das gesamte Werk scheint zum 1. August 1086 größtenteils fertig gestellt worden zu sein, als die Angelsächsische Chronik berichtet, dass Wilhelm die Ergebnisse erhielt und dass all die obersten Adligen den Salisbury Oath schworen, eine Erneuerung ihrer Gefolgschaftseide. [1] Wilhelms genaue Beweggründe für diese Zusammenstellung sind nicht bekannt, doch es gab wahrscheinlich mehrere Gründe wie zum beispiel einen Bericht über feudale Pflichten und die Rechtfertigung von Steuererhöhungen. [4]

Tod und Folgen[]

Wilhelm verließ England gegen Ende 1086. Nach seiner Ankunft auf dem Kontinent verheiratete er seine Tochter Constance mit Alan IV von der Bretagne als Förderung seiner Politik, Verbündete gegen den französischen König zu gewinnen. Wilhelms Sohn Robert, der noch immer mit Phillip verbündet war, scheint weiterhin Unruhen gefördert zu haben, so dass Wilhelm im Juli 1087 einen Feldzug gegen das französische Vexin führte. Während er Mantes eroberte, wurde Wilhelm entweder krank oder wurde von seinem Sattelknauf verletzt. [1] Er wurde zur Priorei Saint Gervase in Rouen gebracht, wo er am 9. September 1087 starb. [4] Die Informationen über die Ereignisse kurz vor seinem Tod sind verwirrend, da es zwei verschiedene Berichte gibt. Ordericus Vitalis schrieb einen längeren Bericht, der Ansprachen von vielen der Adligen enthält, doch dies ist wahrscheinlicher ein Bericht darüber, wie ein König sterben sollte als darüber, was tatsächlich geschah. Der andere, die De obitu Willelmi oder Über den Tod von Wilhelm hat sich als Kopie zweier Berichte aus dem 9. Jh. mit geänderten Namen herausgestellt. [1]

Wilhelm hinterließ die Normandie seinem ältesten Sohn Robert und England ging an seinen zweiten noch Lebenden Sohn Wilhelm, unter der Annahme, dass er König werden würde. Der jüngste Sohn Heinrich erhielt Geld. Nachdem er England seinem zweiten Sohn anvertraut hatte, schickte Wilhelm diesen am 7. oder 8. September nach England zurück mit einem Brief an Lanfranc, der diesem befahl, den neuen König zu unterstützten. Weiterhin enthielt er Aufträge über Schenkungen an die Kirche und Geld, das unter den Armen verteilt werden sollte. Wilhelm befahl auch, dass man alle seine Gefangenen freilassen sollte, inklusive seinem Halbbruder Odo. [1]

Nach Wilhelms Tod kam es zu Unruhen. Jeder, der in Rouen an seinem Totenbett gewesen war, zog los, um sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Schließlich sorgte der Klerus von Rouen dafür, dass der Körper nach Caen beschickt wurde, wo Wilhelm in der von ihm gegründeten Abbaye-aux-Hommes hatte begraben werden wollen. Das Begräbnis, an dem die Bischöfe und Äbte der Normandie teilnahmen sowie auch sein Sohn Heinrich, wurde durch die Ankunft eines Einwohners von Caen gestört, der behauptete, dass man seiner Familie illegal die Ländereien entzogen hatte, auf denen die Kirche erbaut worden war. Nach einer eiligen Untersuchung stellte sich die Anschuldigung als wahr heraus und der Mann enthielt eine Entschädigung. Eine weitere Demütigung ereignete sich, als man den Körper ins Grabmal setzte. Der Körper war zu groß für den Platz und als man ihn hinein zwingen wollte, platzte er und verteilte einen widerlichen Geruch in der ganzen Kirche. [1]

Wilhelms Grab ist inzwischen markiert mit einem marmornen Grabstein mit einer lateinischen Inschrift aus dem frühen 19. Jh. Das Grabmal wurde mehrere Male geöffnet, zum ersten mal 1522 auf Befehl des Papstes. 1562 wurde es während den französischen Religionskriegen erneut geöffnet und man verstreute die Knochen, die bis auf einen Oberschenkelknochen verloren gingen. Dieser wurde 1642 wieder mit einer neuen Kennzeichnung begraben, die man 100 Jahre später mit einem prächtigeren Monument ersetzte. Während der Französischen Revolution wurde das Grab erneut zerstört, aber schlussendlich mit dem heutigen Stein ersetzt. [2]

Vermächtnis[]

Fast sofort nach Wilhelms Tod kam es zu einem Krieg zwischen seinen Söhnen Robert und Wilhelm über die Kontrolle von England und der Normandie. [4] Sogar nach dem Tod von Wilhelm 1100 und der Thronbesteigung seines jüngsten Bruder Heinrich als König blieben die Normandie und England bis zu Roberts Gefangennahme durch Heinrich in der Schlacht von Tinchebray 1106 zwischen den Brüdern umstritten. Die Schwierigkeiten über die Nachfolge führten zu einem Autoritätsverlust in der Normandie und der Adel erhielt viel von der Macht zurück, die sie an Wilhelm den Eroberer verloren hatten. Seine Söhne verloren auch viel von ihrer Kontrolle über das Maine, das 1089 rebellierte und sich danach größtenteils vom normannischen Einfluss befreien konnte. [1]

Der Einfluss auf England von Wilhelms Eroberung war nachdrücklich. Veränderungen in Kirche, Adel, Kultur und Sprache des Landes sind bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Die Eroberung brachte das Reich in engeren Kontakt mit Frankreich und schmiedete Verbindungen zwischen England und Frankreich, die das ganze Mittelalter über anhielten. Eine weitere Konsequenz war der Bruch der früheren engen Bindungen zwischen England und Skandinavien. Wilhelms Herrschaft verschmolz Elemente der englischen und normannischen Systeme in ein neues, das den Grundstein für das spätere mittelalterliche englische Königreich legte. [1] Wie plötzlich und weitreichend diese Veränderungen waren, ist unter Historikern noch immer umstritten. Einige, wie Richard Southern, behaupten, dass die Eroberung die radikalste Veränderung der europäischen Geschichte zwischen dem Fall von Rom und dem 20. Jh. war. Andere wie H. G. Richardson und G. O. Sayles sehen die Veränderungen weniger radikal an, als Southern vermutet. [26] Die Historikerin Eleanor Searle beschreibt Wilhelms Invasion als "ein Plan, den kein Herrscher außer einem Skandinavier in Betracht gezogen hätte". [3]

Wilhelms Herrschaft hat schon vor seinem Tod zu einer historischen Kontroverse geführt. William of Poitiers schrieb begeistert über Wilhelms Herrschaft und ihre Vorteile, doch die Angelsächsische Chronik verdammt ihn mit schweren Vorwürfen. [26] In den Jahren seit der Eroberung haben Politiker und andere Anführer Wilhelm und die Ereignisse während seiner Herrschaft benutzt, um politische Ereignisse in der ganzen englischen Geschichte zu veranschaulichen. Während der Herrschaft von Königin Elizabeth I sah Erzbischof Matthew Parker die Eroberung als Korrumpierung einer reineren englischen Kirche an, die Parker wieder herstellen wollte. Während dem 17. und 18. Jh. sahen einige Historiker und Anwälte Wilhelms Herrschaft als ein "normannisches Joch" über die Angelsachsen an, ein Argument, das sich bis ins 19. Jh. hielt. Diese verschiedenen Kontroversen haben dazu geführt, dass einige Historiker Wilhelm entweder als einen der Schöpfer von Englands Größe oder als Verursacher einer der größten Niederlagen in der englischen Geschichte ansehen. Andere sehen ihn als einen Feind der englischen Konstitution oder aber als ihren Erschaffer. [2]

Stammtafel[]

Väterliche Linie[]

  1. Robert I, Herzog der Normandie ⚯ | Herleva; ⚯ || NN
    1. | ♔ Wilhelm I der ErobererMatilda von Flandern
      1. Robert Curthose (*1051-54, ✝ 1134) ⚭ Sibylla of Conversano
      2. Richard (* vor 1056, ✝ um 1075)
      3. Wilhelm II Rufus (*1056-60, ✝ 1100)
      4. Heinrich I (*1068, ✝ 1165) ⚭ | Matilda von Schottland; ⚭ || Adeliza of Louvain
      5. Adeliza (✝ vor 1113) ⚬ Harald II Godwinson
      6. ⛪ Cecilia (* vor 1066, ✝ 1127), Äbtissin von Ste-Trinité in Caen
      7. Matilda (* 1061, ✝ 1086)
      8. Constance (✝ 1090) ⚭ Alan IV von der Bretagne
      9. Adela (* 1067, ✝ 1137) ⚭ Stephen, Graf von Blois
      10. Agatha (?) ⚬ ♔ Alfonso VI von León und Kastilien
    2. || Adelaide von der Normandie ⚭ | Enguerrand II, Graf von Ponthieu; ⚭ || Lambert II, Graf von Lens; ⚭ ||| Odo II von der Champagne
      1. | Adelaide (✝ 1096)
      2. || Judith von LensWaltheof, Earl of Northumbria
      3. || Stephen, Graf von Aumale (✝ 1127)

Mütterliche Linie[]

  1. Herleva ⚯ Robert I, Herzog der Normandie; ⚭ || Herluin de Conteville
    1. | ♔ Wilhelm I der ErobererMatilda von Flandern
    2. || ⛪ Odo von Bayeux
    3. || Robert, Graf von Mortain ⚭ Matilda de Montgomery
    4. || Emma ⚭ Ruichard le Goz, Vizegraf von Avranches
    5. || NN, Tochter ⚭ William, Lord of la Ferté-Macé

Anmerkungen[]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 1,30 1,31 1,32 1,33 1,34 1,35 1,36 1,37 1,38 1,39 1,40 1,41 1,42 1,43 1,44 1,45 1,46 1,47 1,48 1,49 1,50 1,51 1,52 Bates, David (2001). William the Conqueror
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 2,21 2,22 2,23 2,24 2,25 2,26 2,27 2,28 2,29 2,30 2,31 2,32 2,33 2,34 2,35 2,36 2,37 2,38 2,39 2,40 2,41 2,42 2,43 2,44 2,45 2,46 2,47 Douglas, David C. (1964). William the Conqueror: The Norman Impact Upon England
  3. 3,0 3,1 3,2 Searle, Eleanor (1988). Predatory Kinship and the Creation of Norman Power, 840–1066
  4. 4,00 4,01 4,02 4,03 4,04 4,05 4,06 4,07 4,08 4,09 4,10 4,11 4,12 4,13 4,14 4,15 4,16 4,17 4,18 Bates, David (2004). "William I (known as William the Conqueror)", Oxford Dictionary of National Biography
  5. 5,00 5,01 5,02 5,03 5,04 5,05 5,06 5,07 5,08 5,09 5,10 5,11 5,12 5,13 5,14 5,15 5,16 5,17 5,18 5,19 5,20 5,21 5,22 5,23 5,24 5,25 5,26 5,27 5,28 Huscroft, Richard (2009). The Norman Conquest: A New Introduction
  6. Collins, Roger (1999). Early Medieval Europe: 300–1000
  7. Williams, Ann (2003). Æthelred the Unready: The Ill-Counselled King
  8. "William the Conqueror" History of the Monarchy
  9. van Houts, Elizabeth (2002). "Les femmes dans l'histoire du duché de Normandie (Women in the history of ducal Normandy)". Tabularia "Études"
  10. Given-Wilson, Chris; Curteis, Alice (1995). The Royal Bastards of Medieval England
  11. Barlow, Frank (2004). "Edward (St Edward; known as Edward the Confessor) (1003x5–1066)". Oxford Dictionary of National Biography
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 12,5 Huscroft, Richard (2005). Ruling England 1042–1217
  13. Thomas, Hugh (2007). The Norman Conquest: England after William the Conqueror
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 14,6 Carpenter, David (2004). The Struggle for Mastery: The Penguin History of Britain 1066–1284
  15. 15,0 15,1 Marren, Peter (2004). 1066: The Battles of York, Stamford Bridge & Hastings
  16. Lawson, M. K. (2002). The Battle of Hastings: 1066
  17. Williams, Ann (2004). "Godwine, earl of Wessex (d. 1053)". Oxford Dictionary of National Biography
  18. Walker, Ian (2000). Harold the Last Anglo-Saxon King
  19. Rex, Peter (2005). Harold II: The Doomed Saxon King
  20. 20,0 20,1 Barlow, Frank (1979). The English Church 1066–1154: A History of the Anglo-Norman Church
  21. Turner, Ralph V. (1998). "Richard Lionheart and the Episcopate in His French Domains". French Historical Studies
  22. 22,0 22,1 Williams, Ann (2004). "Ralph, earl (d. 1097x9)". Oxford Dictionary of National Biography
  23. Lewis, C. P. (2004). "Breteuil, Roger de, earl of Hereford (fl. 1071–1087)". Oxford Dictionary of National Biography
  24. Douglas, David C.; Greenaway, G. W. (1981). English Historical Documents, 1042-1189
  25. Young, Charles R. (1979). The Royal Forests of Medieval England
  26. 26,0 26,1 Clanchy, M. T. (2006). England and its Rulers: 1066–1307
Advertisement